DFB-Elf: Versöhnlicher Abschluss beim SheBelieves Cup

Von am 8. März 2017 – 9.55 Uhr 39 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball Nationalelf hat im letzten Spiel beim SheBelieves Cup gegen England den ersten Sieg geholt und damit beim Turnier in den USA Platz 2 hinter Frankreich belegt.

Ein Treffer von Anja Mittag (44.) besiegelte im RFK-Stadion von Washington den 1:0 (1:0)-Erfolg der deutschen Mannschaft, deren Startelf erneut auf acht Positionen verändert wurde.

Frankreich Turniersieger

Damit beendete die Auswahl von Bundestrainerin Steffi Jones das Turnier auf Platz zwei. Turniersieger wurde Frankreich nach einem 3:0 (2:0)-Sieg gegen Gastgeber USA.

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Anja Mittag

Erzielte ihren 50. Länderspieltreffer: Anja Mittag © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Jones sehr zufrieden

Jones erklärte nach der Partie: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft, Kompliment an das ganze Team. England war von Beginn an, wie erwartet, robust und hat früh gepresst. Trotzdem haben wir uns durch ein gutes Kombinationsspiel die besseren Chancen herausgespielt und sind verdient in Führung gegangen. Wir haben defensiv wenig zugelassen, auch als es hintenraus nochmal hektisch wurde.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

39 Kommentare »

  • OrbisJack sagt:

    Das war das einzige SheBelieves Spiel ich gesehen habe, und ich fand es eher langweilig. Ob das in die anderen Spiele auch so war? Naja, vielleicht war das eher für Taktik-liebhaber, aber eigneltich war es in Punkto Angriff wirklich zäh.

    In besonders fand ich Englands zurückhaltung kömisch, hat wirklich wenig vorne gemacht, und lange Zeit schien das kein Problem zu sein, trotz der Rückstand.

    Ehrlich gesagt, in Europa im moment gibt es kein herausragende Mannschaft, was bedetuet dass die kommende EM im Sommer wirklich einige überraschung bringen könnte. Das klingt einmal schön…aber es wäre auch mit ein bisschen mehr angriffsfussball noch schöner, wenn es nur ein paar Mannschaften gäbe die das machen könnte.

    (6)
  • enthusio sagt:

    @Detlef:

    Nach der Hälfte des Turniers hat unsere Innenverteidigung sehr sicher gestanden. Was die Französinnen mit der amerikanischen Abwehr veranstaltet haben, habe ich im Spiel gegen unsere Mannschaft nicht gesehen. Insofern würde ich unsere Abwehr nicht mehr als „Schwachstelle“ bezeichnen.
    Einzige Schwachstelle bei uns war die schlechte Chancenverwertung.
    Immerhin war das Siegtor gegen England über mehrere Ballstafetten grandios herausgespielt.

    (3)
  • enthusio sagt:

    Beim Algarve-Cup hat Außenseiter Spanien mit einer „No Name-Elf“ im Finale den favorisierten Titelverteidiger Kanada durch ein frühes Tor überraschend mit 1:0 besiegt. Vero Boquete kam dabei nicht zum Einsatz.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Algarve-Cup_2017

    Im Cyprus-Cup siegte die Schweiz mit vielen aus der Bundesliga bekannten Spielerinnen durch ein Freistoßtor von Lara Dickenmann gegen Südkorea ebenfalls mit 1:0.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Zypern-Cup_2017
    https://www.soccerdonna.de/de/schweiz-gewinnt-zypern-cup/news/anzeigen_4599.html

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  • FFFan sagt:

    @ Volker:
    „Wer kann mir helfen suche das Spiel von Gestern auf Youtube…“

    Hier, bitteschön:

    https://www.youtube.com/watch?v=3tgoi1SrY9c

    (2)
  • Herr Schulze sagt:

    Hallo FFFan
    Wo finde ich USA – Frankreich? Auf you tube busher nicht.. Und alles, was man findet ist gesperrt…

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  • waiiy sagt:

    Wie stehen eigentlich die Quoten für einen Europameister Schweiz?!? 😉

    (3)
  • wolle sagt:

    Ich habe jetzt auch nur das letzte dt. Spiel gegen England gesehen, von den anderen nur die Highlights. Die Handschrift von St. Jones und Ihrem Team ist deutlich erkennbar, Sie versuchen immer die spielerische Lösung zu finden. Dafür benötigt man allerdings technisch versierte Spielerinnen, daran mangelt es z. Zt. aber.
    Benkrath war bei Rückpässen unsicher, Weiß auch nicht viel besser. Schult hat in der Vergangenheit auch öfters dabei Aussetzer gehabt.
    Unsere IV wirkt auch nicht souverän und sattelfest. Peter geht ja noch, aber Henning wirkt eher hölzern.
    Die AV mit Blässe und Kerschowski waren sehr robust und engagiert. Ihre techn. Mängel verhinderten jedoch oft präzise Flanken oder Abspiele, so das Ihre Läufe meist brotlose Kunst waren.
    Prunkstück ist sicherlich die Zentrale mit Maroszan und Magul. Da lacht doch das Fußballherz, gerade Magul sprüht vor Spielfreude. Die Kombination zum 1:0 kann man sich öfters anschauen. Auffällig war auch wieviel Zweikämpfe Maroszan gewonnen hat. Maier rechts eher unauffällig, Däbritz totalausfall.
    Was halt auch die Statistik ausdrückt ist die schwache Chancenauswertung. Mittag ist und bleibt der Chancentod. Sie hätte noch mind. 1 Tor machen müssen. Popp rackert und schafft viele Räume für Mitspieler, aber das Tor trifft Sie z. Zt. auch nicht. Es wird noch eine neue Sasic, Prinz oder Grings gesucht.
    Auch wenn dies alles sehr düster oder negativ wirkt, so ist mein Fazit eher positiv. Jones hat viel getestet, das hat man bei Frau Neid schmerzlich vermisst. Das dadurch nicht alles rund läuft ist klar, die Mannschaft befindet sich halt gerade in einem Generationswechsel. Der Weg scheint mir der richtige zu sein, man muss halt irgendwann die richtigen Personalentscheidungen aus diesen Tests treffen. Auf alle Fälle haben bei Jones nur eine Handvoll Spielerinnen einen sicheren Stammplatz.
    Vlt. muss Fr Jones jetzt auch die Fehler ihrer Vorgängerin ausbaden. Frau Neid hatte ihren festen Kader, meist der techn. limitierte Typ, dafür aber kampfstark. Da muss die Ausbildung in den Vereinen sicherlich auch einmal überdacht werden.

    (14)
  • enthusio sagt:

    @Herr Schulze:

    Hier kannst Du zumindest die Tore des Spiels USA-Frankreich sehen:

    https://www.downlossless.net/videos/france-3-0-usa-shebelieves-cup-2017-finale-i5n4n4w566l586061636y5.html

    (1)
  • enthusio sagt:

    Inzwischen gibt es auch etwas ausführlichere Highlights des Spiels USA-Frankreich:

    https://www.ussoccer.com/womens-national-team/tournaments/2017-shebelieves-cup#tab-1

    (5)
  • Zaunreiter sagt:

    Ich hab jetzt das vollständige Match gegen England gefunden:

    https://www.youtube.com/watch?v=OLfmNwoDUF8

    (4)
  • tpfn sagt:

    USA-France 1Hz

    USA-France 2Hz
    https://youtu.be/wEqFuxs0WLs

    (6)
  • enthusio sagt:

    @tpfn:
    danke für den Link, auf den einige von uns schon sehnsüchtig gewartet haben. 🙂

    Tja, eine wuchtige, kopfballstarke Spielerin wie Abby Wambach fehlt den Amerikanerinnen an allen Ecken und Enden. Frankreich dagegen hat Wendie Renard und wir Alex Popp. Trotz ihrer individuellen Klasse hat die Nr. 1 der Weltrangliste im ganzen Turnier nur ein Tor erzielt, aber vier Tore kassiert, und das mit Heimvorteil. Das reichte nur zu Platz 4. Wer hätte das vor dem Turnier gedacht ?
    Jill Ellis steht damit bei den erfolgsverwöhnten Amerikanern sicherlich in der Kritik, während man Steffi Jones dafür loben wird, dass sie das Turnier zum Experimentieren genutzt hat.

    (2)
  • enthusio sagt:

    Es lohnt sich, das Spiel USA-Frankreich im SheBelieves-Cup noch einmal in voller Länge anzusehen. Rassig bis zum Abpfiff war es eine Werbung für den Frauenfußball. Die Amerikanerinnen haben sich bis zum Schluss nicht aufgegeben, und Torchancen gab es auf beiden Seiten reichlich.
    Gut, dass es solch ein Turnier gibt !

    (1)
  • balea sagt:

    Ein wirklich sehr gutes Spiel zwischen USA und Frankreich. Den Französinnen könnte das für die EM natürlich reichlich Auftrieb geben.
    Schade, dass die deutsche Frauschaft bei dem Turnier nicht auch zu so einem rassigem Spiel eingeladen wurde.

    (0)
  • Wieland sagt:

    Ich sehe nicht, daß Jones so viel getestet hat. Sie hat ihre Wunschelf im ersten Spiel gebracht. Diese Mannschaft hat dann enttäuscht. Aufgrund der Anreise hatte man eine Ausrede und Steffi war sehr zufrieden.

    Dann musste man in Spiel 2 mit einer anderen Mannschaft spielen (da die 3 Spiele zu kurz hintereinander stattfanden).

    Und in Spiel 3 hat Steffi dann wieder auf ihre Wunschelf zurück gegriffen (mit leichten Modifikationen). Diese Elf wird dann auch bei der EM spielen.

    Die tollen Erkenntnisse und das spannende Experimentieren sind Augenwischerei. Mittag, Henning, Kerschowski und evtl Petermann werden auch in den Niederlanden spielen. Erkenntnisgewinn nicht vorhanden

    (5)
  • Detlef sagt:

    @balea,
    Die Französinnen haben bisher immer versagt wenn es um etwas ging!!!
    Darauf konnte man sich bisher immer verlassen!!!

    Es wäre wirklich wünschenswert, wenn es endlich mal richtige Konkurrenz in Europa gäbe, gegen die Deutschland wirklich alles zeigen muß was sie drauf haben!!!
    In Schweden hat die schlechteste DFB-Truppe ever immer noch den Titel gewonnen!!!
    Und das ausgerechnet gegen die zweitschlechteste Truppe, die man zu den Favoriten rechnen konnte!!!

    Der SBC war eine Testveranstaltung!!!
    Die Ergebnisse dort sind absolut zweitrangig!!!

    Wichtig ist dann in Holland, wenns um den Titel geht!!!
    Alles was davor war ist dann unwichtig!!! 😉

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Wenn Alyssa Naeher im Tor steht, gewinnt immer der französische Gegner – ist meine ganz private Feststellung! Oder weiß jemand Gegenteiliges?

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  • FFFan sagt:

    @ Wieland:

    Ich gebe dir insofern Recht, als Steffi Jones als Bundestrainerin seit ihrem Amtsantritt personell und taktisch viel weniger experimentiert hat als man es nach ihren vollmundigen Ankündigungen erwarten durfte. Es trifft auch zu, dass die Aufstellung gegen die USA ihre ‚Wunschelf‘ für die EM sein dürfte (evtl. mit S.Huth statt L.Petermann). Ich würde aber trotz der Niederlage nicht unbedingt davon sprechen, dass die Mannschaft in diesem Spiel enttäuscht hat. Man hat immerhin gegen den Weltmeister gespielt, der zudem den Heimvorteil und keine strapaziöse Anreise hatte. Trotzdem hatte die DFB-Elf den Gegner weitgehend unter Kontrolle (Mittelfeld lahmgelegt, ‚Weltfußballerin‘ C.Lloyd auffällig unauffällig) und musste erst in der letzten halben Stunde einige Konterchancen zulassen; allerdings tat sich unser Team schwer, selbst Torchancen herauszuspielen.

    Personell setzt die Bundestrainerin bisher auf eine unverzichtbare ‚Achse‘, bestehend aus A.Schult, B.Peter, D.Marozsan und A.Popp – nicht zufällig bilden diese Spielerinnen auch den Mannschaftsrat! Um diese Achse herum gruppieren sich dann die anderen Spielerinnen, wobei die Präferenzen des Trainerteams sich schon seit Herbst 2016 klar abzeichnen: J.Henning als Partnerin von Peter in der Innenverteidigung, L.Maier und S.Däbritz auf den ‚Halbpositionen‘ im Mittelfeld sowie A.Mittag im Sturm. Am offensten erscheint der Konkurrenzkampf noch um die Außenverteidigerpositionen und die zweite Sturmspitze (Huth? Islacker? Petermann?)

    In taktischer Hinsicht ist nichts übriggeblieben von dem Vorhaben, mehrere Spielsysteme zu testen: mal mit drei Spitzen spielen oder in der Abwehr eine Dreierkette ‚implementieren‘? Fehlanzeige! Im Grunde spielt die Jones-Elf immer den gleichen ‚Stiefel‘: 4-4-2 „mit Raute“ (wobei von dieser Raute beim SheBelieves-Cup kaum noch was zu sehen war). Selbst Silvia Neid war da letztes Jahr experimentierfreudiger: da wurde beim SheBelieves-Cup gegen Frankreich überraschend ein extrem ‚tiefes‘ 4-1-4-1 ‚ausgepackt‘, im letzten Test vor Olympia gegen Ghana auch mal im 4-3-3 gespielt.

    Aber wie auch immer – am Ende zählt vor allem der Erfolg (und ein wenig auch die Leistung). Der Europameistertitel ist das erklärte Ziel, und daran wird letztlich auch die Arbeit von Steffi Jones und ihrem Trainerteam gemessen werden. Ob vorher viel oder wenig ausprobiert wurde, spielt dann keine Rolle mehr!

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  • Herr Schulze sagt:

    tpfn: Vielen Dank fürs Finden und Hochladen auch von mir. Hat sich gelohnt!

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