U20-WM: Turnier-Aus für DFB-Elf

Von am 25. November 2016 – 13.24 Uhr 40 Kommentare

Die deutsche U20 Frauenfußball Nationalelf ist im Viertelfinale der U20-WM in Papua-Neuguinea gegen Frankreich ausgeschieden.

In Port Moresby unterlag die Auswahl von DFB-Trainerin Maren Meinert den Französinnen mit 0:1 (0:1). Delphine Cascarino erzielte mit einem kraftvollen platzierten Schuss den einzigen Treffer der Partie (16.). In der Folge kam die DFB-Elf nach und nach besser in die Partie.

Gerhardt trifft Latte

Anna Gerhardt hatte Pech bei einem Lattenschuss (43.), bei dem Frankreichs Torhüterin Mylene Chavas noch mit den Fingerspitzen am Ball war. Minuten später klärte Chavas per Fuß einen Schuss von Saskia Matheis (45.+3).

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Maren Meinert schied mit ihrem Team im Viertelfinale aus. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Maren Meinert schied mit ihrem Team im Viertelfinale aus. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Zu wenig Durchschlagskraft

Insgesamt leisteten sich die DFB-Frauen aber auch in der zweiten Halbzeit zu viele Abspielfehler und konnten die französische Abwehr nur selten ernsthaft gefährden. Frankreich hatte bei einem Lattenschuss der eingewechselten Marie-Charlotte Leger die Chance auf einen zweiten Treffer (81.).

Meinert: „Nicht über Leistung enttäuscht“

Meinert erklärte nach der Partie: „Wir haben ein relativ dummes Gegentor kassiert und die Französin trifft den Ball natürlich auch sehr gut. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann ganz gut gemacht. Wir haben alles gegeben und wollten unbedingt weiterkommen. Natürlich sind wir enttäuscht, aber nicht über unsere Leistung.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

40 Kommentare »

  • Konrad sagt:

    @Wolle,

    ich gebe Dir weitgehend recht.

    Es gibt 2 Ansatzpunkte

    1. Die Ausbildung der Spielerinnen / Talente

    2. Das Spielsystem / die Nationaltrainerinnen

    Zu Punkt 1. Die Schwierigkeit hier ist, junge, talentierte Mädchen überhaupt zum Fußball zu bringen und die Talente dann richtig zu fördern

    Das ist die Aufgabe der Heimatvereine (sehr oft im Rahmen von Jungenmannschaften) und dann der „Ausbildungsvereine“.

    In wieweit es sogar zu einem Nachteil gereichen könnte, dass Talente heute evtl. früher zu reinen Mädchenmannschaften wechseln und dann recht frühzeitig nicht mehr mit und gegen Jungs spielen wurde schon recht oft kontrovers diskutiert. In diesem Zusammenhang fällt einem die Einführung der drei Juniorinnen Bundesligen ein.

    (3)
  • Detlef sagt:

    Es ist sehr interessant, wie das Ausscheiden hier gesehen wird!!!
    Da ich kein einziges Spiel dieser WM gesehen habe, möchte ich mich da auch nicht all zu viel äußern!!!

    Ein 0:1 gegen Frankreich, noch dazu bei eigenem Chancenplus , scheint mir jetzt auch nicht das Ende der Welt zu sein!!!
    Selbst die „Großen“ scheitern in aller Regelmäßigkeit an mangelnder Chancenverwertung!!!
    Das sei dann den Azubinen halt auch mal verziehen!!! 😉

    Es war für mich ohnehin nur eine Frage der Zeit, wann die anderen Nationen endlich die „Alleinherrschaft“ von Deutschland und USA durchkreuzen!!!
    Man hat sich in Deutschland halt zu lange drauf verlassen, immer vorne dabeizusein!!!

    Ich finde es gut, wenn diese Wettbewerbe nun endlich auch zu diesen werden!!!

    Vielleicht noch eine Bemerkung zur Nominierung ganz allgemein!!!
    Viele Spielerinnen sind noch in Liga Zwei aktiv!!!
    Solche, die schon viele Erstligaeinsätze vorzuweisen haben, mußten dagegen Zuhause bleiben, oder siehe Schüller, wurden erst kurz vor Toreschluß in die Mannschaft eingebaut!!!

    Hier frage ich mich dann, ob der DFB überhaupt den Titel gewinnen wollte, oder ob man unterklassige Kickerinnen ans hohe Niveau ranführen will???
    Wer es sich leisten kann, Spielerinnen wie BREMER, RAUCH, GASPER, KRUG, Minge und Schüller gar nicht erst einzuladen, der muß entweder überheblich, oder absolut sicher sein, daß auch die zweite Reihe den Titel holen kann!!!

    Vielleicht war das der größte Fehler, daß wir nicht die Besten dieser Altersgruppe an den Start geschickt haben???
    Aber was ich so lesen mußte, haben es auch diese „Reservistinnen“ eigentlich ganz gut hinbekommen!!!
    Um den Nachwuchs muß uns in diesem Land also absolut nicht bange sein!!!
    Wir werden es leider nicht erfahren, was passiert wäre, wenn wir die Topbesetzung zur WM geschickt hätten!!!

    (1)
  • Wolle sagt:

    @Detlef
    1. Chancenplus für Deutschland? Hab ich nicht gesehen. Am Ende war Frankreich dem 2:0 näher.
    2. Mir ist schon um den Nachwuchs bange, wenn ich sehe wie Frankreich, Japan oder Spanien spielen.
    3.Warum muss man um die ganze Welt reisen, um die 2. Reihe an höheres Niveau ran zuführen? Ich habe ja noch Verständnis, das man Bremer schont. Sie gehört schon fest zum N11 Kader. Aber all die anderen von dir genannten sollten sich erst mal für höhere Aufgaben empfehlen.
    4. Mir ist bange um den dt. Nachwuchs wenn ich sehe wie hochgelobte dt. Talente aus Spitzenmannschaften sich präsentieren. Wedemayer und Sehan waren eine der Schwächeren, die Bremer Sanders, Wolter oder Orschmann haben mich positiv überrascht.

    (1)
  • enthusio sagt:

    @Wolle:
    „Chancenplus für Deutschland? Hab ich nicht gesehen.“

    Wirklich nicht ? Welche Torhüterin konnte sich im Frankreich-Spiel mehrfach auszeichnen ? War es etwa Carina Schlüter ?

    „Wedemayer und Sehan waren eine der Schwächeren …“

    Wedemeyer erhielt – für mich überraschend – mit nur wenigen Minuten Einsatzzeit nur als Einwechselspielerin geringe Spielpraxis. Warum sie zu den „Schwächeren“ gehören sollte, ist mir daher völlig unklar.

    @Detlef:
    „Es ist sehr interessant, wie das Ausscheiden hier gesehen wird!!!“

    Gut beobachtet. Ich frage mich nämlich auch, warum nach dem unglücklichen Ausscheiden die Mannschaft von einigen hier so schlechtgeredet wird.

    (5)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @enthusio
    Ich wiederhole meine bereits eingangs geäußerte Meinung, das unsere Mädels noch weitere 3h ohne ein Tor zu erzielen, hätten gespielt. Durchdachte, zielstrebige Offensivleistungen gab es nach meinem Empfinden im dt. Spiel keine, was für ein VF eben zu wenig war, um weiterzukommen.
    Man hat es Chavas mit seinen wenigen, nicht gut zuende gespielten und damit vergebenen Chancen (z.B. Sehan zentral vor dem Tor!) auch zu einfach gemacht, als Spielerin des Spiels gewählt zu werden, was keine gute Wahl war, da Cascarino diese Auszeichnung wohl eher gebührt hätte.

    Wedemeyer hat sich in den wenigen Minuten überwiegend Fehlabspiele in des Gegners Füße geleistet – so fehlerhaft habe ich sie beim Vfl noch nicht erlebt!

    (-3)
  • Detlef sagt:

    @Wolle,
    Da ich das Spiel nicht gesehen habe, hielt ich mich an den Bericht von enthusio!!!
    Der meinte ja, daß die französische Torhüterin viel mehr beschäftigt wurde, als unsere!!!
    Daraus schloß ich ein Chancenplus für die DFB-Auswahl

    Was den Nachwuchs abgeht, so habe ich bereits geschrieben, daß bei dieser WM nicht die besten Spielerinnen dieser Altersgruppe aufgeboten wurden!!!
    Es geht dann eben nicht ums Schönspielen, sondern ums Toreschießen!!!
    Eine B-Note gibt’s im Fußball eben nicht!!! 😉

    Diesmal haben die Französinnen eben genau diesen Makel abgelegt, in Schönheit zu sterben, und trotz tollen Kombinationen und technisch hochwertigen Einlagen das Wichtigste zu vergessen, nämlich die Tore!!!

    Und da uns dies halt auch nicht gelang, blieben die Blauen am Ende diesen einen Treffer vorn!!!

    Da es am Ende dann auch immer ums Prestige geht, muß man sich schon fragen, warum nicht die Besten auf die Reise geschickt wurden!!!
    Ich sehe es aber auch wie Du, daß Spielerinnen wie ANNA GASPER aber auch FELI RAUCH und PAULI BREMER den Anderen U20-Spielerinnen vorausgehen müßten und so auch selbst Erfahrung als Führungskraft sammeln sollten!!!

    Und was die „hochgelobten Spielerinnen“ angeht,so kann das natürlich auch kontraproduktiv sein, und eher lähmen als pushen!!!

    (-1)
  • Wolle sagt:

    So, Frankreich hat gegen Japan im HF gewonnen. Da kann man Ihnen wohl schon zum Titel gratulieren und hier können sich alle wieder beruhigen.
    Unsere U20 hat unglücklich und völlig unverdient gegen den neuen WM verloren und alles ist gut. Bloß ein unglücklicher Ausrutscher, also weiter so. Schließlich ist Fr Neid jetzt unser Jugend-Chef-Scout, was soll da noch schiefgehen.
    Und ich bin wohl der einzige Depp der es etwas anders sieht.

    (5)
  • Ludwig sagt:

    Frankreich hat auch gegen Japan nach Verlängerung mit einem Tor Unterschied gewonnen und steht damit im Finale. Nur am Ergebnis gemessen, ist der Abstand der DFB-Juniorinnen zur Weltspitze also ein Tor durch die glänzende Einzelleistung von Delphine Cascarino. Ich habe das Spiel Mexiko – USA nicht gesehen. Ich vertraue daher dem Kommentator des Spiels Nordkorea – USA, der Mexiko während des gesamten Spiels deutlich besser gesehen hatte. Wenn man dann berücksichtigt, dass Deutschland Mexiko im Prinzip während der gesamten Spieldauer im Griff hatte und überlegen gewonnen hat, relativiert auch das die Leistung unseres Nachwuchses.

    Was die Nomierung einzelner Spielerinnen angeht: Maren Meinert hat vor einigen Monaten in einem Interview geäußert, dass sie die Haupaufgabe der U- Mannschaften darin sieht, dass Spielerinnen die Möglichkeit erhalten, sich auf internationalem Niveau für die A- mannschaft zu empfehlen. So gesehen, macht es durchaus Sinn, Rauch und Bremer nicht zu nominieren. Wobei dann auch die Frage offen bleibt, ob Rauch, die ja dann vermutlich hinten links gespielt hätte, das Tor von der rechten Seite hätte verhindern können, oder ob Bremer zwei Tore geschossen hätte. Sehr spekulativ und deshalb irrelevant. Und Hartig hat da ihre Sache gut gemacht.

    Dass alle gerne den Titel gewonnen hätten, muss man nicht diskutieren. Aber ich sehe das so wie Detlef: Dass die Vormacht von USA und Deutschland nicht mehr vorhanden ist, finde ich ok. Dann gibt es eben keine Schützenfeste, aber spannender werden Wettbewerbe dadurch allemal. Und dann ist es mir lieber, man gewinnt Spiele auf Augenhöhe mit dem Risiko, dass man eben auch mal welche verliert, als wenn von vornherein alles mehr oder weniger geklärt ist. Es wertet eine Titel letztendlich nur auf.

    Ich sehe Frankreich auch gegen Nordkorea nicht chancenlos. Und sollte Frankreich gewinnen, ja, dann ist Deutschland eben nur den Turniersiegerinnen unterlegen, auf jeden Fall aber nur den Finalteilnehmerinnen, die da durchaus zu Recht stehen. Da sehe ich nicht viel Anlass zur Meckerei. Zu einer Analyse schon, aber das kann das Trainerteam eventuell vielleicht möglicherweise besser als wir hier.

    Wie jochen-or bereits angemerkt hat, war kein Supertalent erkennbar. Ein deutliches Zeichen in Richtung Steffi Jones hat bei dem Turnier keine geben können. Dafür war aber nach meiner Ansicht das Team sehr ausgeglichen besetzt, was bei einer Mannschaftssportart ja auch kein Manko sein muss. Immerhin können Ausfälle so wesentlich besser kompensiert werden. (Man stelle sich Portugal ohne Ronaldo vor.) Mir ist jedenfalls keine aufgefallen, die ihre Nominierung nicht gerechtfertigt hätte, weil auch Sehan nach den sicherlich nicht guten Spielen in der Vorrunde sich im Viertelfinale besser präsentiert hat, und weil man von hier aus auch keine Eindrücke davon haben kann, wer sich wie im Training präsentiert und deshalb vorzuziehen gewesen wäre. Aber Nominierungen bzw. Einsätze sind immer schon falsch gewesen. Das war bei der WM 1954 schon so, als Kwiatkowski bei der Vorrundenniederlage gegen Ungarn 8 Buden kassiert hat. Und das war auch bei der WM 1974 so, als die einzige Rechtfertigung für die Nominierung von Bernd Hölzenbein ganz offenkundig die bis dahin unbekannte Tatsache war, dass er Helmut Schöns unehelicher Sohn gewesen sein muss.

    Wo ich allerdings noch Luft nach oben sehe, ist der technische Bereich. Da haben mir Spanien, Frankreich, Japan und Nordkorea besser gefallen. Aber die Arbeit daran ist nicht die Aufgabe der Nationaltrainerinnen.

    (5)
  • Zaunreiter sagt:

    Ich geb auch mal meinen Senf dazu.
    Und da muss ich Detlef recht geben, wenn „wir“ es uns in unserer „Wohlfühloasenmentalität“ erlauben, die genannten Spielerinnen zu Hause zu lassen, während Michelle French von Jill Ellis die Erlaubnis bekam, Mallory Pugh mitzunehmen. Aber die alleine konnte es auch nicht reissen.
    Ich habe einige Spiele gesehen und Deutschland ist zu Recht ausgeschieden. Ich fand Teams wie Spanien, Japan, Frankreich meilenweit besser als „die unsrigen“. Und das mal der jetzige U-20 Jahrgang der Großmächte USA und Deutschland auch nicht voll durchschlägt ist auch nicht weiter schlimm. So einen verbesserten Wettbewerb wollten wir doch alle so, oder nicht?

    Und überhaupt: Was ist denn das für eine sinnlose Rechtfertigung von einigen von euch, die jetzt Schönfärberei und Geschichtsklitterung betreiben, wenn sie erzählen, man war ja auf Augenhöhe, weil man ja „nur“ dem Finalteilnehmer/Weltmeister unterlegen gewesen sei. Das ist Neid’sche Erzählkultur und ich dachte, die sei vorbei.

    (-3)
  • Ludwig sagt:

    @Zaunreiter: Ich fühle mich da einfach mal von dir angesprochen. Ich sehe da keine Wohlfühloasenmentalität, sondern eine andere Idee, wenn Meinert und ihr Team ihre Hauptaufgabe nicht im Unbedingt-Gewinnen-Müssen sehen. Und wenn Pugh es nicht alleine richten konnte, wieso hätte Bremer es alleine richten können sollen? Ich finde, du widersprichst dir da. Und wenn das Hauptaugenmerk der N11 im Moment auf der kommenden EM und den dazugehörigen Tests liegt, und wenn Rauch und Bremer in der Vorbereitung auf das Spiel gegen Norwegen bei der A-Elf waren, wie hätten sie das anstellen sollen, wenn sie zur gleichen Zeit in Papua-Neuguinea sind? Ich kann mir bei beiden vorstellen, dass sie lieber zur EM nominiert werden und langfristug Bestandteil der A-Elf sind und dafür die notwendige Vorbereitung und Testspiele mitmachen als bei der U-WM dabei zu sein. Aber da ich sie nicht gefragt habe, kann ich mich auch irren und sie würden nächstes Jahr lieber Urlaub machen anstatt die Chance zu haben Europameisterin zu werden und dafür lieber um einen Titel kämpfen, den sie schon haben. Aber wäre dann nicht nächstes Jahr das Geschrei groß, wenn sie nicht zur EM nominiert werden? Ich finde, da muss man sich mal entscheiden. Ich denke schon, dass beide über genügend Potential verfügen, um dauerhaft in der A-Elf zu spielen. Dafür müssen sie es da auch zeigen können.

    Offenbar sind wir uns einig, dass ein verbesserter Wettbewerb wünschenswert ist. Bei einem engen Wettbewerb knapp auszuscheiden, sehe ich schon als ungefähr auf Augenhöhe an. Auch wenn ich finde, dass Frankreich zu Recht im Finale steht, das Viertelfinale hätte für sie nach dem Spielverlauf sowohl mit 2:0 als auch mit einer Niederlage enden können. Insofern sehe ich es nicht als Schönfärberei an, wenn die DFB11 „nur“ gegen die Finalteilnehmerinnen ausgeschieden ist. Meilenweit entfernt sehe ich sie jedenfalls nicht. Aber wie man es auch bezeichnen möchte: Es bestehen noch Verbesserungsmöglichkeiten bzw. -bedarf, aber so schlecht, wie manche es darstellen wollen, haben sie ganz einfach nicht gespielt. Deswegen betrachte ich es auch nicht als Neid’sche Erzählkultur. Da habe ich von ihr insbesondere während der WM in Kanada andere Erinnerungen, aber ganz andere.

    (7)
  • holly sagt:

    @irgendwer hatte hier doch schonmal einen Link gepostet zu einem IV mit Maren Meinert in dem sie sagte das sie einige Spielerinnen nicht mit nehmen konnte, weil die zur A N11 sollten. Also verstehe ich eure Aufregung nicht um die nicht nominierung einzelner Spielerinnen.

    (3)
  • Detlef sagt:

    @Ludwig,
    Vielem von Dir Geschriebenen kann ich durchaus zustimmen!!!
    Ich verstehe nur nicht dieses Entweder-Oder!!!
    Wo läge denn das Problem, wenn BREMER, RAUCH und GASPER zur U20 WM gefahren wären, und zumindest Erstere dann auch zur A EM???

    Mit guten Leistungen in Papua Neuguinea hätten sich alle auch für zukünftige A-Einsätze empfehlen können!!!
    Und dort hätten sie Führungsaufgaben übernehmen können, ja eigentlich müssen, so etwas formt auch den Charakter!!!

    Die Frage, was die Spielerinnen lieber spielen möchten, ist natürlich Unsinn!!!
    Die Frage lautet doch, wo sie am Dringendsten gebraucht werden!!!

    Wenn der DFB hier tatsächlich die Prioritäten so gesetzt hat, daß die U20, und alle anderen U-Mannschaften auch nur ein Ziel haben, Spielerinnen an die A-Mannschaft heranzuführen, dann muß man das zwar nicht verstehen, aber man kann es zumindest als Gegeben abspeichern!!!
    Dann ist ein Testspiel der A-Natio natürlich viel wichtiger, als eine U20-WM!!!

    In der Tat können wir sehr froh sein, daß diese Nachwuchskräfte schon ziemlich weit sind in ihrer Entwicklung, und somit auch in der A-Natio schon eine Rolle spielen können!!!
    Und wenn die zweite Garde dann eine super Vorrunde spielt, und im VF nur mit dem denkbar knappsten Ergebnis, wahrscheinlich auch noch gegen den späteren Turniersieger ausscheiden muß, dann muß man in der Tat nicht so düster dreinschauen!!!
    Und es fehlten ja auch noch etliche Verletzte!!!

    (1)
  • holly sagt:

    @Detlef, es wurden mit den A N11 Spielerinnen viele Tests in allen Bereichen gemacht. Daher wollte Steffi Jones sicher sie dabei haben um zu sehen wo alle Spielerinnen stehen auf die sie setzt.
    nicht jede gute Spielerin ist automatisch eine Führungsspielerin. Man kann nicht so einfach sagen du bist nun meine Führungsspielerin. Wenn das so einfach wäre, dann wäre Fussball auch erklärbar.
    Ich würde nicht soweit gehen das Frankreich im Endspiel der Favorit ist. Sehe da schon ein Spiel von zwei Teams auf Augenhöhe.

    (4)
  • Ludwig sagt:

    @Detlef: Zu Gasper kann ich nichts sagen. Bremer und Rauch müssen sich nicht mehr empfehlen. Bei der U20 hatte ich jetzt nicht den Eindruck, dass da noch eine zusätzliche Führungsspielerin nötig gewesen wäre in dem Sinne, dass sie z. B. während des Spiels die anderen aufrütteln muss. Sie haben durch die Bank, soweit das vom Sofa aus erkennbar war, während der ganzen Zeit konzentriert und engagiert gearbeitet. Die Einstellung des Teams stimmte. Wie weit Bremer und/oder Rauch in der Hinsicht hilfreich gewesen wären oder nicht, bleibt pure Spekulation. Hinzu kommt, was holly bereits geschrieben hat.
    Ich habe es nicht so verstanden, dass der DFB die Aufgabe der Turniere nur darin sieht, Nachwuchs heranzuführen, sondern als Hauptaufgabe. Das ist aber doch in jedem Beruf so, dass das Ziel der Ausbildung darin besteht inklusive Leistungsnachweis. Man macht Gesellen nicht mehr zu Azubis.

    (2)
  • Detlef sagt:

    @holly,
    Glaubst Du nicht, daß es in der U20 genau die selben Leistungstests gibt wie bei der A-Natio???
    Und glaubst Du nicht, daß sich Maren Meinert und Steffi Jones untereinander austauschen???

    Mit Führungsspielerinnen meine ich auch solche, wo sich andere etwas abschauen können!!!
    Wir alle kennen die großen Unterschiede zwischen Liga Eins und Liga Zwei!!!
    Und zu Spielerinnen, die regelmäßig CL, zT auf hohem Niveau spielen, ist es nochmal ein Schritt weiter!!!
    Lernen durch abschauen bringt oft mehr, als manche mühselig einstudierte Übung!!!
    Vor allem dann, wenn die „Lehrerin“ gleich alt, oder nur wenig älter ist!!! 😄

    @Ludwig,
    Gerade weil sich beide nicht mehr für Steffi Jones empfehlen müssen, wären sie in Papua Neuguinea viel dringender gebraucht worden!!!
    Und ANNA GASPER ist für mich in der A-Natio ohnehin noch zu früh dran!!!
    Sie spielte bisher eine ordentliche Saison in Potsdam!!!
    Aber für eine Berufung in den A-Kader ist das mM zu wenig, da braucht es mM nach wesentlich mehr!!!

    Hier wäre die U20-WM genau das richtige Pflaster gewesen, wo sie sich hätte zeigen und bewähren können!!!

    Zum Thema Führungsspielerinnen habe ich mich ja bereits geäußert!!!

    Und um bei Deinem Bild zu bleiben, jedem Azubi stellt man ein oder mehrere gute Gesellen zur Seite, von denen sie lernen und sich was abschauen können!!! 😄

    (-1)
  • Ludwig sagt:

    @Detlef: Du hast oben geschrieben, dass du kein einziges der Spiele gesehen hast. Worüber redest du also eigentlich? Ob die beiden hifreich gewesen sein könnten oder nicht, ist absolut sinnfreie Spekulation. Sie müssen sich nicht mehr empfehlen, aber ob und wie sie in die Mannschaft passen, wird ja wohl kaum am grünen Tisch zu entscheiden sein, sondern nur, indem sie Spielzeit bekommen.

    Bei Olympia war es falsch, dass Bremer nicht beim A-Team war. Jetzt ist es falsch, dass sie bei der Vorbereitung zur EM dabei ist. Steffi Jones fehlen schon 13 Spielerinnen, und jetzt sollen es bitteschön noch zwei mehr sein, wenn’s geht. Sie ist diejenige, die an dem Abschneiden der Mannschaft gemessen wird. Deshalb ist sie auch diejenige, die entscheidet, wer wo wie und wann eingesetzt wird. Sie will sie dabei haben und Punkt. Du liebe Zeit: Da freut man sich, dass mit ihr ein neuer Wind weht und dass sie so umfangreich testet, wie es geht, um sowohl attraktiven als auch erfolgreichen Fussball zu bieten, aber es ist offenbar nicht möglich, ohne dass sich irgendwer irgendwas einfallen lässt, um an ihr herumzumäkeln, kaum dass sie angefangen hat.

    (2)
  • Wolle sagt:

    Wenn Fr Jones mit Bremer und Rauch für die nächste EM plant, verstehe ich ja noch das man Sie nicht zur U20 WM mitnimmt. Beide hatten in der Vergangenheit lange Verletzungspausen und sollten langsam an die A-Mannschaft herangeführt werden, ohne Überlastung und auch um keine Verletzungen zu provozieren.
    Bei einer Gasper liegt es ganz anders. Sie war für die N11 gar nicht vorgesehen und ist erst nach 13 Absagen nachgerückt. Für die EM spielt Sie noch keine Rolle. Warum Sie da für die U20 WM nicht berufen wurde verstehe wer will, ich nicht. Ich denke eher dass die beiden zuständigen Trainerinnen sich über Ihre Leistungen nicht einig sind. Eine andere Erklärung habe ich nicht. Gerade Sie hätte sich bei so einem Turnier für höhere Aufgaben empfehlen können. Siehe Hottes Jungs bei Olympia. Da haben sich ja auch einige in Jogis Fokus gespielt.
    Ich finde unsere U20 Girls haben sich trotz frühem Ausscheiden gut verkauft, aber auf Steffis Zettel hat sich keine gespielt. Am ehesten hätte ich das noch Knaak zugetraut, aber als gelernte VI musste Sie die Abwehrchefin spielen.

    (3)
  • Detlef sagt:

    @Ludwig,
    Natürlich ist es gut, daß Steffi jetzt so viel testet!!!
    Aber Du selbst hast doch geschrieben, daß PAULI BREMER und FELI RAUCH ihr nichts mehr beweisen müssen!!!
    Das eine war ein Testspiel, daß andere eine WM, Dein Vergleich mit Olympia hinkt also gewaltig!!!
    Welches andere wichtige Ereignis war da nochmal gleichzeitig???

    Ich kenne beide recht gut, da ich eigentlich alle Spiele von TURBINE mir anschaue!!!
    Ich weiß was sie können, und daraus folgere ich ihre Wichtigkeit für eine Mannschaft!!!

    Wenn ich dann das Fazit von Markus lese, daß gegen Frankreich „zu wenig Durchschlagskraft“ bei der DFB-Auswahl vorhanden war, dann sind zwei erstligaerpropte Stürmerinnen genau das richtige Mittel dagegen!!!
    Vielleicht erinnerst Du dich noch an die Entstehung des 1:0 von OL im CL-Finale gegen Wolfsburg???

    Zudem kennt sich PAULINE mit dem französischen FF sehr gut aus, was ein weiterer Pluspunkt gewesen wäre!!!

    Das sind für mich klare Fakten, und keine „sinnfreie Spekulation“!!!
    Und selbst wenn, befinden wir uns hier doch in einem Blog für Fans, und nicht für „gesalbte Funktionäre und NationaltrainerInnen“!!!

    Ich freue mich übrigens sehr, daß in unser A-Natio endlich ein neuer-, frischer Wind weht, und war einer der wenigen offenen Befürworter hier bei WS, die Steffi Jones eine ehrliche Chance geben wollten!!!
    Ich hatte auch damals schon prophezeit, daß sie unbequeme Entscheidungen treffen wird und auch muß!!!

    Die Kritik daran behalte ich mir aber dennoch vor!!
    Wenn Du das dann „herummäkeln“ nennst, dann muß ich damit leben!!!
    Eine sachliche Diskussion darüber wäre mir zwar lieber, aber für manche sind NationaltrainerInnen halt wie Halbgötter, oder noch viel mehr!!!

    Ich hasse alle Obrigkeitshörigkeit!!!
    Nur weil jemand ein hohes Amt, oder eine hohe Position hat, ist er/sie nicht automatisch unfehlbar!!!

    (1)
  • Ludwig sagt:

    @Detlef: Ich habe nicht geschrieben, dass sie nichts beweisen müssen, sondern sich nicht mehr empfehlen müssen. Beweisen müssen sie sich allerdings im Kontext der A-Elf. Also gehören sie dahin. Wenn du den Wert der beiden für eine Mannschaft so genau kennst, warum dann nicht den für die A-Elf zugunsten einer vermuteten Verbesserung der U-Elf? Ich habe natürlich nicht die direkte Erfahrung wie du, aber dass Bremer mehr als einmal gezeigt hat, wie wertvoll sie sein kann, habe ich mitbekommen. Und so selbstbewusst wie Rauch bei ihrem ersten Länderspiel vor einigen Monaten aufgetreten ist, hatte ich schon den Eindruck, dass sie da alles andere als fehl am Platz ist. Nur ziehe ich daraus eher den Schluss, dass sie jede Chance brauchen, sich fest in den Kader zu spielen, und dafür müssen sie sich da zeigen können im direkten Vergleich mit anderen Kandidatinnen.

    Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich habe absolut nichts gegen Kritik. Aber du berufst dich auf Hörensagen, weil du nichts gesehen hast, auch wenn man das Spiel mit mangelnder Durchschlagskraft so formulieren kann. Aus einem anderen Blickwinkel kann man aber mit derselben Berechtigung den Französinnen eine gute Defensivleistung bescheinigen. Jedenfalls haben es auch die spielstarken Japanerinnen nicht geschafft, die Französinnen am Einzug ins Finale zu hindern. Deswegen kannst du auch keine Aussage darüber treffen, wen die beiden denn hätten ersetzen sollen, was aber nach meiner Meinung dazu gehört, wenn du den Einsatz von Rauch und Bremer für erforderlich hälst.

    Mein Vergleich mit Olympia hinkt insofern, als Neid nur 18 Spielerinnen nominieren konnte und deshalb so oder so auf Spielerinnen verzichten musste, die man da gern gesehen hätte. (Obwohl ich eigentlich fest mit Bremer gerechnet hatte.) Er hinkt insofern nicht, als eine Vorbereitung inklusive der Testspiele Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme an einem Turnier ist, und deshalb genau so wichtig.

    Bremer kennt die Französinnen etwas besser. Da gilt aber umgekehrt auch. Da kann man also ganz herrlich und wild spekulieren, wer daraus den größeren Vorteil gezogen haben könnte. Sinnvoll beurteilen kann man es aus meiner Sicht nicht.

    Ich kritisiere die Kritik an Jones und Meinert nicht, weil sie das Amt innehaben, sondern weil diese Kritik in einem entschiedenen Eventuell/Vielleicht/unter Umständen besteht, keine konkreten Alternativen aufzeigt und deswegen eben nicht sachlich ist. Dem gegenüber steht die nachprüfbare Äußerung von Meinert, dass ihre Nominierungen mit dem Wechsel der Nationaltrainerinnen und den Aufgaben der U-Frauschaften zusammen hängen, eine langfristige Perspektive zu bilden. Ich finde, das hört sich sehr nach einer gemeinsamen Zielsetzung und einer Einigung über den Weg dahin an. Danach richten sie ihre Entscheidungen aus. Das finde ich nachvollziehbar und deswegen hat das nichts mit Halbgötterei oder Ähnlichem zu tun.

    Von meiner Seite war es das jetzt zu diesem Thema, weil ich nicht glaube, noch etwas Neues hinzufügen zu können.

    (2)
  • holly sagt:

    @Detlef, sicher testet Maren Meinert ihre Spielerinnen irgendwann auch in allen möglichen Bereichen. Bloß wann waren die letzten Tests? Wenn ich mich recht erinner ende August anfang September ungefähr. Gegen Frankreich und Schweden. Glaube kaum das man da die Spielerinnen in den paar Tagen wo sie beinander waren noch getetstet hat.
    Selbst wenn was würden Steffi Jones Daten nützen die zwei Monate alt sind.
    Sie will aktuelle Daten soweit möglich von allen Spielerinnen haben von einem einheitlichen Termin. Das natürlich die eine oder andere verletzt ist bei solchen Terminen ist auch klar.
    Die A National 11 ist nunmal das Aushängeschild von jeder Nation.
    Von daher habe ich kein Problem damit das die von dir aufgeführten Spielerinnen bei Steffi Jones waren und nicht in PNG.

    (0)