Frauen-Bundesliga: Potsdam gewinnt in Wolfsburg

Von am 3. November 2016 – 7.28 Uhr 49 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat dem VfL Wolfsburg die erste Saisonniederlage zugefügt und seine Spitzenposition verteidigt. Bayer 04 Leverkusen gewann gegen Aufsteiger Borussia Mönchengladbach in einem weiteren vorgezogenen Spiel vom 8. Spieltag der Frauenfußball Bundesliga erst dank eines Treffers in der Nachspielzeit.

Die Potsdamerinnen gewannen durch einen Treffer von Eseosa Aigbogun aus kurzer Distanz (63.) mit 1:0 (0:0). Damit gewann die Elf wie schon im Vorjahr bei den „Wölfinnen“, die die erste Saisonniederlage einstecken mussten.

Leverkusen siegt in der Nachspielzeit

Lange Zeit sah es danach aus, als könnte Aufsteiger Borussia Mönchengladbach bei Bayer 04 Leverkusen die ersten Saisonpunkte erobern, doch am Ende setzte sich die Werkself mit 2:1 (0:0) durch. Kelly Simmons brachte die Gäste in Führung (66.), doch Treffer von Ramona Petzelberger (78.) und Rebecca Knaak in der Nachspielzeit (90.+1) drehten die Partie.

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Tabelle Frauen-Bundesliga

Platz Team Spiele S U N Tore Tordifferenz Punkte
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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

49 Kommentare »

  • Ludwig sagt:

    Der Hinweis von Aldur, dass nicht nur die Vereine, sondern auch die Spielerinnen beteiligt sind, geht mir für meine Begriffe ein wenig unter. Verträge werden normalerweise von mindestens zwei Parteien gemacht. Ich weiss nicht, in welchen Fällen das Geld von Wolfsburg der entscheidende Grund für Spielerinnen ist, dort zu unterschreiben. Ich finde es ganz allgemein erstrebenswert, wenn man sein Geld mit etwas verdienen kann, was man wirklich gerne tut. Und wenn man dann auch noch die Möglichkeit erhält, dafür mehr zu verdienen, finde ich es durchaus verständlich, diese Gelegenheit zu nutzen. Ich habe das jedenfalls schon getan, dass ich bei einer Firma gekündigt habe, weil ich woanders mehr verdienen konnte und bessere Bedingungen vorgefunden habe. Und ich gehe mal davon aus, dass ich kein Einzelfall bin. Wenn also einzelne Spielerinnen diese Möglichkeit haben, sei sie ihnen gegönnt. Reich wird davon vermutlich sowieso keine. Und wenn dann wie z. B. bei Alex Popp gleichzeitig die Möglichkeit geboten wird, dass sie ihre Berufsausbildung beenden kann, müsste sie sich mit dem Vorschlaghammer kämmen, um solche Gelegenheit nicht zu nutzen.
    Wenn einige Spielerinnen die Gelegenheit genutzt haben, in Paris zu leben und arbeiten zu können, ist das verwerflich? Ich hätte es jedenfalls getan, egal ob dann jemand mit dem Finger auf mich zeigt und krummer Hund schimpft. Maroszan lernt gerade französisch, hält die Hirnwindungen frisch und kann neue Eindrücke aus einem anderen Land mitnehmen. Schlimm?
    Loyalität ist ja gut und schön, aber kann man ernsthaft erwarten, dass jemand seine eigenen Interessen hintenan stellt, um einige Fans für die nächsten zwei Jahre nicht zu vergraulen, bis man auf der Bank landet?

    (6)
  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    Natürlich ist VW nicht nur ein potenter-, sondern auch begehrter Arbeitgeber!!!
    Da möchte man sehr gern an den üppigen Haustarifen, incl. satter Gewinnbeteiligungen partizipieren!!!

    In Potsdam hat man über Jahrzehnte ein gut funktionierendes Netzwerk aufgebaut, das nahezu jede Ausbildung und jedes Studium ermöglicht, alles im Einklang mit dem Leistungssport versteht sich!!!
    Wer aus diesem Netzwerk in ein anderes wechselt, dem geht es nicht um eine gute, und sichere Ausbildung!!! 😉

    Und wo genau sollte ich bei den Verpflichtungen differenzieren???
    Nationalspielerinnen wechseln nicht so mal eben zu einem Verein, der gerade erst wiederaufgestiegen ist, der nur durchschnittliche Gehälter bezahlt, und weit weg ist von Meisterschaft und CL!!!
    Vor allem verlassen sie dazu nicht den Verein, der alles das bieten konnte!!!

    Es mußte also einen triftigen Grund für diese plötzliche Häufung von Topspielerinnen in Wolfsburg geben!!!
    Und das war sicherlich nicht die schöne Landschaft, oder das besonders tolle Ambiente einer Industriestadt!!!
    Es gab auch keine großen Traditionen, die Wolfsburg bis dahin mit dem FF verbunden hätten!!!
    Zumindest nicht größer als die in Freiburg, Hamburg, Rheine oder Gütersloh!!!
    Dahin haben sich auch nur sehr wenige Nationalspielerinnen verirrt!!!
    Auch die Ausbildungsplätze und Arbeitsplätze bei VW waren doch schon vorhanden, als man noch zu Hunnekes Zeiten regelmäßig gegen den Abstieg gespielt hat!!!
    Eine Steffi Gottschlich war/ist bei VW angestellt, und als große Gewerkschafterin gab sie Interviews in der IGM-Zeitung!!!
    Eine Martina Müller hat damals ihre sehr viel kleineren Brötchen in der Geschäftsstelle des VfL verdient!!!

    Es braucht doch wirklich nicht viel Fantasie, um den Grund für diese Anhäufung von Topspielerinnen festzustellen!!!
    Und das began sicherlich nicht erst, als man das Triple gewann!!!
    Dazu wäre es ja nie gekommen, wenn alles wie zu Hunnekes Zeiten geblieben wäre!!!

    Ich persönlich habe auch kein Problem damit, daß sich die Finanzboliden in den letzten Jahren einen Vorteil erarbeitet haben!!!
    Frankfurt war doch lange das beste-, oder eher das Negativbeispiel, wie man trotz Megaetat kaum Zählbares generieren konnte!!!

    Denn für mich schießt eben Geld keine Tore!!!
    Das müssen immer noch die Spielerinnen selbst tun!!!
    Und besser als momentan, kann man es doch gar nicht belegen!!!
    Acht Tore in sieben Spielen, davon drei Nullnummern!!!
    Und drei Gegentore hatte WOB mal in der ganzen Saison!!!

    (1)
  • tpfn sagt:

    Das geht hier mittlerweile deutlich am Thema vorbei. Kritisiert wurde hier lediglich die Aussage der Wolfsburg-Fans, dass TP`s-Verpflichtungen wie zB Zadrazil, Aigbogun, Wälti etc.,von denen zuvor kaum einer was gehört oder gesehen hatte, gleichzusetzen sind mit denen von Wolfsburg wie zB. Ramona Bachmann, Graham Hansen, Ewa Pajor, Lara Dickenmann etc. (die zuvor wirklich jeder FF-Interessierte aufm Schirm hatte, weil sie schon Topleistungen zeigten). Die Einzige von den unzähligen Verpflichtungen von Wolfsburg der letzten Jahre die ich in dieselbe Kategorie einorden würde wie sie TP grundsätzlich immer tätigt, wäre Jakabfi.

    (3)
  • F.B. sagt:

    @tpfn: „…Ramona Bachmann, Graham Hansen, Ewa Pajor, Lara Dickenmann etc. (die zuvor wirklich jeder FF-Interessierte aufm Schirm hatte, weil sie schon Topleistungen zeigten)“.

    Also ich habe weder von Caro Hansen noch von Ewa Pajor etwas gehört, bevor sie zu uns wechselten. Bei diesen beiden Verpflichtungen hatte man auch wirklich gut gescoutet und geschaut, inwiefern sie in die Mannschaft passen – was bei der erstgenannten Spielerin überhaupt nicht der Fall war.

    (0)
  • Altwolf sagt:

    @tpfn.
    Da solltest du mal genauer lesen und dir nicht das Passende zurechtlegen.
    @shane hatte mit dieser speziellen Äußerung „Geld schießt doch keine Tore“ das Ganze ausgelöst, da wieder einmal ein „Seitenhieb“ auf WOBs derzeitige Probleme unbedingt erfolgen mußte.
    Ihr hättet Euch doch einfach nur über den Sieg freuen können, als immer wieder gegen WOB zu polemisieren.

    Einige von euren Fans scheint es nur darum zu gehen ein „Feindbild“ aufrecht zu erhalten, sich teils wegen jetzt geringerer finanzieller Möglichkeiten selbst zu bemitleiden und
    eure eigene „Historie“, wo ihr selbst den Markt mit Frankfurt in D diktiert habt, nicht mehr kennen wollt.
    Zumindest gibt es einige Turbine-User, die das auch objektiv beurteilen, du selbst gehörst eher nicht dazu.

    @Detlef.
    Ich habe dir die Verpflichtungsjahre der Spielerinnen ja aufgeführt und von einer Flut an N-11-Spielerinnen kann ich da nicht viele erkennen und das hat ja über Jahre , nämlich 2005 m.Martina begonnen und erst als man sich mit R.Kellermann 2008 neben dem Manager Hunecke e. Trainer leistete u. professioneller ausrichtete, holte man sich die ein o. andere Spielerin.

    @.
    Man sollte es sich aus Turbine-Sicht aber nicht so einfach machen und alles nur durch Geldargumente erklären. Fragt Euch doch selbst auch einmal, warum denn in den letzten Jahren seit 2009/10 immer mehr Spielerinnen Potsdam verlassen haben und da waren Spielerinnen dabei, die sicherlich nicht nur aus finanziellen Gründen gegangen sind.

    @tpfn.
    Nun denke ich sollten wir uns wieder mehr den aktuellen sportlichen Gegebenheiten zuwenden.

    (1)
  • adipreissler sagt:

    Hansen galt damals eines der größten Talente Europas, Pajor wurde 2013 U17-Europameisterin und beste Spielerin des Turniers (eine ihrer Vorgängerinnen eine gewisse A. Popp). Keine gestandenen Stars, aber zumindest Hansen schon etablierter als etwa Hegerberg bei ihrem Wechsel nach Potsdam und beide sicher damals bei zahllosen Vereinen höchst begehrt.

    (2)
  • FFFan sagt:

    @ Detlef:
    „Frankfurt war doch lange das beste-, oder eher das Negativbeispiel, wie man trotz Megaetat kaum Zählbares generieren konnte!!!“

    7x Deutscher Meister, 9x DFB-Pokalsieger, 4x Europapokalsieger – „kaum Zählbares“???

    In Wirklichkeit ist die Geschichte des 1.FFC Frankfurt doch eigentlich eine beispiellose ‚Erfolgsstory‘, und natürlich wären diese Erfolge ohne das Engagement von Manager S.Dietrich und das von ihm eingesammelte Sponsorengeld nicht möglich gewesen! Das heißt aber noch lange nicht, dass „Geld Tore schießt“. Mit viel Geld kann man nämlich auch viel falsch machen. Das Negativbeispiel in dieser Hinsicht lautet BV Cloppenburg, wo man es geschafft hat, mit einem (angeblich) 2-Millionen-Etat aus der Bundesliga abzusteigen…

    (3)
  • Horst Schlämmer sagt:

    Es ist doch wirklich eine schöne Sache, dass es in der AFBL so eng zugeht. Vor der Saison hat man nur an einen Zweikampf zwischen Bayern und Wolfsburg gedacht.

    Jetzt marschiert Turbine unbekümmert vorne weg und ärgert sogar einen der beiden Favoriten auswärts. Auch die anderen Teams aus Freiburg und Essen mischen munter mit.

    Der FFC hat sich mit seiner Rolle angefreundet und ist mit von der Partie. Und auch die Teams in der unteren Hälfte sind immer für eine Überraschung gut.

    Wenige Ergebnisse, die zu deutlich sind, dafür enge Matches. Das steigert die Atteaktivität.

    Hoffentlich bleibt es weiter so spannend bis zum Emde.

    Toll, dass es Teams wie Freiburg und Essen schaffen mit ganz jungen Spieöerinnen eine gute Rolle zu spielen. Auch bei Turbine ist immer wieder für Nachwuchs gesorgt. Selbst in Frankfurt müssen die jungen Wilden Einsatzzeiten bekommen, da der Geldbeutel nicht mehr so locker sitzt.

    In Wolfsburg sollte man dem Nachwuchs mehr Beachtung schenken, schließlich ist dieU23 verlustpunktfrei und könnte sogar von der Tabellenspitze grüßen. Das Torverhältnis von 27:1 sollte die Profis um den Traiiner Kellermann erblassen lassen. Vielleicht ein wenig Anschaungsunterricht im eigenen Hause nehmen. Der Trainer Glass scheint dort einen tollen Job zu machen. In der U23 sollte doch die ein oder andere Spielerin dabei sein, die Einsatzzeiten oben verdient.

    Und wenn es weiterhin so mau bleibt, kann ja Kellermann für den U23 Coach Platz machen….lach.

    Naja Turbine hat es mit dem neuen Coach vorgemacht. Schröder wurde perfekt ersetzt und der Coach lässt erfrischenden Offensivfussball spielen…top.

    Es bewegt sich was in der AFBL und das zum Vorteil der Liga…weiter so!

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  • Detlef sagt:

    @FFFan,
    Ich glaube Du weißt was ich meine!!! 😉

    Natürlich hat Frankfurt viele Titel eingesackt!!!
    Aber dies geschah hauptsächlich in der Zeit, wo sie unangefochtener Finanzkrösus waren!!!
    Und das würde zumindest doch die These untermauern, daß viel Geld zumindest viele Titel gewinnt!!!

    Allerdings waren sie auch nach 2008, ihrer letzten deutschen Meisterschaft, noch lange Jahre weiterhin die Topfinanzkraft der Liga, bis sie ca 2012 zunächst von Wolfsburg, und danach auch von Bayern überflügelt wurden!!!

    Cloppenburg war insofern ein Abziehbild von Frankfurt, weil dort der Hauptsponsor die Aufstellung der Mannschaft inizierte, und in Frankfurt der Manager!!!

    (0)