Frauen-Bundesliga: Topspiele in Freiburg und Wolfsburg

Von am 28. Oktober 2016 – 10.38 Uhr 29 Kommentare

Seit 2009 hat der 1. FFC Frankfurt in der Frauenfußball Bundesliga beim VfL Wolfsburg nicht mehr gewinnen können. Doch am 6. Spieltag will die Elf von Trainer Matt Ross dem Favoriten aus Niedersachsen ein Bein stellen. Der SC Freiburg will Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam ärgern, doch das Team plagen Verletzungssorgen.

„Ein Auswärtsspiel in Wolfsburg zählt zu den schwierigsten Herausforderungen in der Allianz Frauen-Bundesliga – das haben wir in den letzten Jahren ja immer wieder erfahren“, so Ross, der weiterhin auf Ana-Maria Crnogorcevic (Pfeiffersches Drüsenfieber) verzichten muss. „Kurz gesagt: Es muss alles zusammenpassen! Am Sonntag werden wir uns mental darauf einstellen, dass wir von der ersten Minute bis zum Abpfiff kämpfen müssen, um diesmal Zählbares aus Wolfsburg mitzunehmen.“

Freiburg mit Verletzungssorgen

Im Breisgau steht eine weitere reizvolle Partie auf dem Programm. Der SC Freiburg empfängt Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam. Dabei müssen die Gastgeberinnen vermutlich auf Stürmerin Lena Petermann verzichten. Fraglich ist auch der Einsatz von Hasret Kayikci, Jobina Lahr und Clara Schöne.

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„Es gibt für Verletzungen nie einen guten Zeitpunkt, aber es ist natürlich extrem ärgerlich, dass wir gerade vor diesem Spiel derart angeschlagen sind“, so Freiburgs Trainer Jens Scheuer. „Derzeit kann ich es noch nicht abschätzen, wie wir auflaufen werden. Sicher ist aber, dass wir eine schlagkräftige Elf aufstellen werden, die den Gegner vor Probleme stellen will.“

Yuki Nagasato

Yuki Nagasato tritt mit dem 1. FFC Frankfurt bei ihrem Ex-Verein VfL Wolfsburg an © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Grippewelle in Hoffenheim

Die TSG 1899 Hoffenheim hat vor dem Duell bei Bayer 04 Leverkusen mit einer Grippewelle zu kämpfen. Christine Schneider ist über eine Woche lang ausgefallen, nun hat es Emily Evels und Stephanie Breitner erwischt. Martina Moser hat nach ihrer Reise mit der Schweizer Nationalelf in die USA noch mit dem Jetlag zu kämpfen und ist ebenfalls ein wenig angeschlagen. Nicole Billa und Dóra Zeller sind hingegen schon seit dem Wochenende wieder da und konnten bereits mit der Mannschaft trainieren. Sharon Beck, Selina Häfele, Friederike Abt und Lina Bürger fallen weiterhin aus.

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Sand vor schwerem Auswärtsspiel

Der SC Sand reist zum Auswärtsspiel zur SGS Essen und Trainer Colin Bell meint: „Dort sind Strukturen gewachsen. Neben erfahrenen Spielerinnen wurden immer wieder gute Nachwuchskräfte integriert.“ Sand hat auf eine mögliche Verlegung der Partie wegen der Abstellungen von Carina Schlüter und Jenny Gaugigl verzichtet, um mögliche englische Wochen im Dezember zu umgehen.

In den weiteren Partien empfängt der FF USV Jena Aufsteiger Borussia Mönchengladbach, Meister FC Bayern München hat bereits am Samstag, 29. Oktober (14 Uhr, Sport 1live) den zweiten Aufsteiger MSV Duisburg zu Gast.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

29 Kommentare »

  • Bioschokolde sagt:

    Also ich fand die Live-Übertragung des Spiels der Bayern gegen die MSV Damen gestern tatsächlich überraschend unterhaltsam und wir hatten lange Zeit auch nicht das Gefühl das der Sieger – wie eigentlich befürchtet – schon lange feststehen würde. Duisburg hat sich da gut verkauft und statt sich hinten einzuigeln versucht offensiv zu spielen.
    Finde ich auch gut das mal kleine Manschaften wie Duisburg gezeigt werden. Wenn immer nur die Spitzenspiele gezeigt werden, ist ja auch langweilig. Dann sieht man auch nur noch die Top5, denn irgend ein höherklassiges Spiel gibt es immer. Letztes Jahr konnte man ja auch Kracher wie Leverkusen gegen Köln live im Fernsehen verfolgen.
    Das allerdings immer nur aus München oder Potsdam die Spiele Übertragen werden (mit einer Ausnahme) ist wiederum schade. Ob es da jetzt im ersten Fall einen kausalen Zusammnhang zwischen dem Namensgeber der Liga und dem Sponsor der Bayern oder der Vorliebe des Senders für die Vereine oder ob es einfach an der besseren Infrastruktur liegt bzw. der Kommentator um die Ecke wohnt, keine Ahnung. Wenigstens wird ja was übertragen.

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  • Altwolf sagt:

    Zum Spiel VFL WOB gegen den 1.FFC Frankfurt.
    Soviel „Dummheit“ oder auch „Unvermögen“ der Wölfinnen muß dann doch irgendwie bestraft werden und so hat die „Effektivität“ Mainhattans auch den Punkt verdient.
    Der 1.FFC mit 1 Chance im Spiel = 0 Tore, der VFL ca. 5 gute Chancen + Elfmeter von P.Nietgen an C.Hansen verschuldet und v. B.Peter neben das Tor gesetzt, ebenfalls = 0 Tore.

    Der Einsatz groß, aber wieder unzählige Fehlpässe und Ungenauigkeiten und manchmal fehlt auch bei einigen Wölfinnen die nötige Spielintelligenz.
    Herausheben kann man eigentlich keine Spielerin, da alle in entscheidenden Momenten keine Genauigkeit in die Zuspiele bekamen oder die Abschlüsse, wenn auch oft glücklich für den 1.FFC, abgeblockt werden konnten oder doch das Tor deutlich verfehlten.
    Das einfache Fußballspiel mit schnellen Kombinationen kam zu selten vor und wurde nicht konsequent abgeschlossen.
    Leider auch wieder e. Verletzung von C.Hansen durch einen Tritt gegen d. re. Fußknöchel.
    B.Peter heute auffällig fahrig in ihren Aktionen u. J.Simic, seit langer Zeit wieder in d. Startelf, sowohl in der Offensive, b. nur wenigen öffnenden Pässe auf die Flügel, noch in der Balleroberung, da sie fast immer nur nebenher läuft u. nicht ernsthaft attackiert, einfach zu ineffektiv.

    Frankfurt fand aufgrund der verletzten Stürmerinnen offensiv kaum statt und versuchte letztendlich erfolgreich defensiv sicher zu stehen, was ja vom Ergebnis her auch gelang.

    Als WOB-Fan war ich heute sehr unzufrieden mit dem Team, weil es vom Spielverlauf zumindest ein 1 oder 2:0 hätte sein müssen.

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  • F.B. sagt:

    @Altwolf:
    Danke für deinen Bericht. „Ärgerlich“ trifft es auf jeden Fall sehr gut, diese verlorenen zwei Punkte können uns noch mal teuer zu stehen kommen. Mir hat sich nicht so wirklich erschlossen, warum Babett Peter zum Elfmeter angetreten ist, wo man ja mit Lena Gößling und Caro Hansen zwei sehr zuverlässige Elfmeterschützinnen auf dem Platz hatte.
    Zu Julia Simic kann man wohl sagen, dass sie wie immer gespielt hat. Schade, dass Ewa Pajor nicht mal eine Chance bekommt, der ich bei ähnlicher körperlicher Konstitution offensiv deutlich mehr zutraue.

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  • Detlef sagt:

    Ähnlich wie in Wolfsburg, lief es auch in Freiburg!!!
    TURBINE war die spielbestimmende Mannschaft, ohne jedoch große Gefahr auszustrahlen!!!
    Freiburg wie erwartet sehr defensiv, nur hin und wieder mit Ausflügen Richtung Potsdamer Tor!!!

    Man hatte im Breisgau wohl sehr aufmerksam die Übertragungen im TV studiert, und daraus die richtige Strategie entwickelt!!!

    Sie nahmen vor allem SVENJA HUTH und auch TABBI KEMME beinahe komplett aus dem Spiel, oft sogar in Dreifachdeckung!!!
    Hier zeigte sich unser großer Schwachpunkt, nämlich das andauernde sture Festhalten am Spiel durch die Mitte!!!
    Alle versuchten den Ball irgendwie auf die beiden zu bringen, in der Hoffnung, die werden es schon irgendwie richten!!!

    Andererseits sahen die beiden Potsdamer Olympiasiegerinnen aber auch kaum mal eine andere Mitspielerim, wenn es Richtung gegnerisches Tor ging!!!
    So blieb unsere Offensive zu leicht ausrechenbar, und damit kaum gefährlich!!!
    Einzig bei Standards kam ab und zu mal die Breisgauer Abwehr in Bedrängnis!!!

    Freiburg dagegen gnadenlos effektiv, die erste nennenswerte Torchance war gleich drin!!!
    Wie Slalomstangen umkurvte Lina Magull unsere Abwehrspielerinnen, ohne dabei ernsthaft belästigt zu werden!!!
    Ein Tor das niemals hätte fallen dürfen!!!

    In Hälfte Zwei kam dann der Käptn an Bord der TURBINEN!!!
    LIA WÄLTI brachte zwar ordentlich Schwung und auch Einsatz in die Partie, allerdings merkte man ihren Rückstand an Spielpraxis!!!

    Die zweite Freiburger Chance war ein Freistoß, den Magull sensationell verwandelte!!!
    Effektiver geht es nicht!!!

    Potsdam zwar weiterhin spielbestimmend, rannte aber oft völlig kopflos auf die gut gestaffelte Abwehr der Breisgauerinnen zu, sodaß Laura Benkart kaum etwas zu tun bekam!!!

    Dann kam ein weiterer Lichtblick im TURBINE-Trikot auf den Platz!!!
    FELI RAUCH feierte endlich nach langer Krankheit ihr Comeback!!!
    Auch sie haute sich ordentlich rein, was man heute leider nicht von vielen Potsdamerinnen sagen konnte!!!

    Wenn ich an die Spiele vor allem gegen Frankfurt, aber auch gegen Sand und zT auch gegen Essen denke, da fehlten mir heute mindestens 20-30% Einsatz bei einigen Kickerinnen!!!
    Die Freiburgerinnen hauten sich in jeden Schuß, in jede Flanke voll hinein!!!
    Die TURBINEN dagegen waren oft zu weit weg von ihren Gegenspielerinnen, und gingen meist nur zaghaft in die Zweikämpfe!!!
    So kann man gegen ein hochmotiviertes Team wie Freiburg nicht spielen, wenn man etwas Zählbares mitnehmen möchte!!!

    Ein ebenso sensationell verwandelter Freistoß von ELISE-KELLOND-KNIGHT setzte dann noch einmal frische Kräfte frei!!!
    Aber das Aufbäumen von Potsdam kam leider zu spät!!!

    Viel zu lange hatte man vorher roboterartig den Weg durch die zubetonierte Freiburger Mitte gesucht, bevor man am Ende doch noch den Weg über außen fand!!!

    Am Ende hieß auch in Freiburg das Fazit; „sehr ÄRGERLICH“, zumindest unter den vielen TURBINE-Fans, die den weiten Weg in den Breisgau auf sich genommen hatten!!!
    Und das Gefühl steigerte sich natürlich noch, als das Ergebnis aus Wolfsburg bekannt wurde!!!

    Jetzt geht’s also in drei Tagen zum erneuten Spitzenspiel Erster gegen Zweiter in die Autostadt!!!
    Beide Kontrahenten haben dort etwas wiedergutzumachen vor ihren Fans!!!

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  • shane sagt:

    @detlef: „Am Ende hieß auch in Freiburg das Fazit; „sehr ÄRGERLICH“, zumindest unter den vielen TURBINE-Fans, die den weiten Weg in den Breisgau auf sich genommen hatten!!!“ – waere das ergebnis weniger aergerlich, wenn der gegner naeher spielt? oder gar daheim?

    „Jetzt geht’s also in drei Tagen zum erneuten Spitzenspiel Erster gegen Zweiter in die Autostadt!!!“ – noe, geht es nicht. sondern ein erneutes spiel erster gegen dritter. so wie am vergangenen wochenende, wo wob vorher zweiter war und freiburg dritter.

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  • Detlef sagt:

    @shane,
    Zu 1;
    Natürlich hat die Entfernung des Spielortes nix mit der Intensität des Ärgerns zu tun!!! 😉
    Ein größerer Vorsprung von Potsdam hätte aber den Druck auf die Wölfinnen noch wesentlich verstärkt!!! 😉

    Zu 2;
    Natürlich hast Du recht!!! 😉

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  • Ralligen sagt:

    Wenn morgen nach dem Spiel WOB-Potsdam das Resultat nicht für die sogenannte „Begradigung“ der Tabelle sorgt(was für ein Wort voller Überheblichkeit gegenüber Teams wie Freiburg,Essen und Potsdam),kommt hier im Forum der sogenannte „Experte“ in immer größere Erklärungsnot in Bezug: wieso WOB und Bayern der Konkurrenz „noch“ nicht enteilt sind.
    Momentan sieht es nicht danach aus,eher nach der spannendste Saison seit ewiger Zeit.Fußball ist halt nicht berechenbar! sowie vorhersehbar! und das ist auch gut so.
    Vielleicht wird es irgendwann mal verstanden das mit Geld im Fussball noch lange kein funktionierendes Team auf dem Rasen steht.Hier sehe ich übrigens den Unterschied zwischen Lyon und WOB.Lyon kauft sinnvoll nicht sinnlos.
    Hoffentlich haben Freiburg,Essen und auch Potsdam weiterhin diese hohe Qualität in ihren Reihen.
    Bin mal gespannt wie die Saison 16/17 weitergeht,auf jedenfall wird es keine langweilige Kiste werden,wie hier schon geschrieben wurde.
    Schönen Feiertag

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  • shane sagt:

    „Wenn morgen nach dem Spiel WOB-Potsdam das Resultat nicht für die sogenannte „Begradigung“ der Tabelle sorgt(was für ein Wort voller Überheblichkeit gegenüber Teams wie Freiburg,Essen und Potsdam),kommt hier im Forum der sogenannte „Experte“ in immer größere Erklärungsnot“ – so wahr 🙂 siehe expertenauesserung im artikel zum wob-potsdam-spiel.

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  • FrankE sagt:

    Hey shane vergiss bitte nicht, dieser Experte sagt seit Mitte der letzten Saison den Abstieg von Turbine voraus!

    Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte dass Turbine es dieses Jahr geschafft hat die Klasse zu halten. 18 Punkte bisher, sollte doch wohl zum Klassenerhalt reichen.

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