Bayern kassiert Niederlage, Frankfurt schockt Essen

Von am 25. September 2016 – 16.51 Uhr 24 Kommentare

Am 3. Spieltag der Frauenfußball Bundesliga hat Meister FC Bayern München das Topspiel gegen Vizemeister VfL Wolfsburg verloren. Der 1. FFC Frankfurt verdarb der SGS Essen in der Nachspielzeit die Freude, der MSV Duisburg feierte den ersten Saisonsieg.

Beim 2:1 (1:0)-Sieg der Wolfsburgerinnen vor 1 480 Zuschauern im Grünwalder Stadion in München erzielte in der ersten Halbzeit Lara Dickenmann bei einer Unachtsamkeit von Verena Faißt die Führung (32.).

Popp sorgt für Entscheidung

Vivianne Miedema gelang für die Münchnerinnen zwar per Kopf der Ausgleich (69.), doch Alex Popp sorgte mit einem platzierten Schuss nach schöner Vorarbeit von Lena Goeßling für die Entscheidung (76.).

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Potsdam weiter an der Spitze

Der 1. FFC Turbine Potsdam verteidigte durch einen 3:1 (2:1)-Sieg bei Aufsteiger Borussia Mönchengladbach die Tabellenführung. Die Gastgeberinnen gingen zwar durch Kelly Simmons in Führung (14.), doch Svenja Huth (22.) und Tabea Kemme (41., 83.) trafen für die Gäste. Nach der Gelb-Roten Karte für Sandra Starmanns (75.) musste Gladbach die Schlussviertelstunde in Unterzahl bestreiten.

Freiburg dank Kayikci auf Platz 2

Die Freiburgerinnen gewann mit 2:1 (0:0) bei der TSG 1899 Hoffenheim. Fabienne Dongus sorgte für die Führung der Gastgeberinnen (70.), doch die erst zur zweiten Halbzeit eingewechselte Hasret Kayikci drehte die Partie durch zwei Treffer (74., 90.+2). Hoffenheims Sharon Beck hatte Pech bei einem Pfostenschuss (87.).

Yuki Nagasato freut sich

Yuki Nagasato freut sich über den 2:2-Ausgleichstreffer © foto2press / Markus Römer

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Frankfurt verhindert Niederlage in der Nachspielzeit

In einer turbulenten Partie trennten sich der 1. FFC Frankfurt und die SGS Essen 2:2 (0:0). Nach Toren von Sara Doorsoun-Khajeh (59.) und Lea Schüller (88.) sah der Gast wie der sichere Sieger aus, doch in der Nachspielzeit verhinderten Ana-Maria Crnogorcevic (90.+1) und Yuki Nagasato (90.+2) eine Frankfurter Niederlage. Dadurch gab die SGS Essen den zweiten Tabellenplatz an den SC Freiburg ab.

Erster Saisonsieg für Duisburg

Der MSV Duisburg feierte mit einem 3:1 (2:0)-Erfolg gegen den FF USV Jena den ersten Saisonsieg. Linda Bresonik (24.), Virginia Kirchberger (31.) und Sofia Nati (63.) schossen einen beruhigenden Vorsprung heraus, ehe Amber Hearn noch der Ehrentreffer gelang (76.).

Sand gewinnt erneut

Der SC Sand feierte durch einen 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Bayer 04 Leverkusen den zweiten Sieg in Serie. Isabelle Mayer (72.) und Dominika Skorvankova (90.) erzielten die Tore.

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Tabelle Frauen-Bundesliga

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • F.B. sagt:

    @wisser und Schenschtschina Futbolista:
    Ich hab ihren Auftritt im Doppelpass nicht gesehen und kann deshalb auch nichts zu ihrer Performance dort sagen, aber ich wäre vorsichtig, von der medialen, öffentlichen Präsentation gleich auf die Tauglichkeit als Trainerin zu schließen. Kellermanns Auftritt beim Ballon d’Or war sicher auch deshalb sehr verkrampft, weil einige Tage zuvor ein Spieler von der Männermannschaft tödlich verunglückt war und er nicht so recht wusste, wie euphorisch er sich in Anbetracht dieser Situation präsentieren durfte. Nadine Kessler war da weniger befangen.
    Was mir noch sehr präsent ist, ist ihr Auftritt im Aktuellen Sportstudio, da hat sie sehr kühl und distanziert gewirkt und auch ein wenig steif. Sie kommt oft wie eine Businessfrau rüber, immer sehr vorsichtig und bedacht mit ihren Aussagen, manchmal würde ich mir aber etwas mehr Nähe und Wärme von ihr wünschen. Das sind definitiv auch Qualitäten, die bei einer Trainerin wichtig sind.

    Übrigens: Wer hätte denn 2014 den Titel als Welttrainer/in bei den Frauen sonst verdient gehabt? Wir haben damals den CL-Sieg und die Meisterschaft wiederholt, es gab darüber hinaus kein internationales Turnier. Die Wahl von Kellermann war absolut logisch. Dass ihm die Auszeichnung nicht gut getan hat, steht natürlich rückblickend betrachtet auf einem anderen Blatt – seit dem hat er sich jedenfalls stark vom Vorrang des Kollektivs zu demjenigen der Einzelspielerinnen abgewendet.

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  • Altwolf sagt:

    @SF. @wisser.
    Das N.Kessler im Frauenfußball eine Ausnahme-Spielerin darstellt ist ja nun keine Überraschung, denn sie hat nicht nur fußballerische, sondern auch strategische Fähigkeiten, die sie in den Spielen sowohl bei WOB, als auch in der N-11 auf den Platz für ihr Team gebracht hatte.
    Dazu eine starke, gebildete Persönlichkeit auf dem Platz und auch im Umfeld, was schließlich auch R.Kellermann erkannte und sie zur Kapitänin der Wölfinnen bestimmte, als M.Müller diese Funktion nicht mehr ausüben wollte.
    Sie hat auch das Team auf dem Platz u. neben dem Platz geführt und sich auch schon immer in der Außendarstellung, insbes. in den Medien hervorragend präsentiert. Das Alles ist ja auch unbestritten.

    Aber was soll dieser Vergleich zum Trainer R.Kellermann, der sicherlich zu dem Zeitpunkt zu Recht gewählt worden war, denn wenn es bei dieser Wahl um den erfolgreichsten Trainer des Jahres geht, gab es da keinen Erfolgreicheren.

    Was soll dann dieser Vergleich zwischen N.Keßler u. R.Kellermann in der Qualität ihrer Reden.
    Der Trainer soll das ihm anvertraute Team mit seinem Traininerteam trainieren und zu Erfolgen führen u. die Spielerin soll sich im Dienst des Team erfolgreich auf dem Platz präsentieren.

    R.Kellermann aufgrund einer Dankesrede so abwertend zu beurteilen ist nicht gerade Ausdruck sportlich fairen Verhaltens, denn ist das unabdingbare Pflicht des Trainers sich besser darstellen zu müssen, als seine Spielerinnen ?
    Er muß auch nicht besser Fußballspielen können.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Altwolf
    Offensichtlich hast Du etwas gegen Vergleiche! Sieh Dich also vor, dass Du den Vfl nicht mit anderen Teams vergleichst oder Leistungen von Spielerinnen; es könnte Dir auf die eigenen Füsse fallen, die dann ramponierter als meine sind!
    Ich finde jedenfalls in meinem pauschalen Vergleich der Dankesreden beim Ballon d’or keine abwertenden Worte zu Ungunsten von Kellermann!

    @F.B.
    Welche Referenzen haben bei Steffi Jones zur Nationaltraineramtübernahme geführt?
    Waren oder wären das grundlegend andere als u.U. bei Kessi?

    (-4)
  • FFFan sagt:

    @ F.B.:
    „Sie kommt oft wie eine Businessfrau rüber, immer sehr vorsichtig und bedacht mit ihren Aussagen…“

    Treffende Beschreibung von N.Keßlers Auftritt im Sport1-„Doppelpass“! Sie ist definitiv keine, die mit ihren Meinungsäußerungen ‚polarisiert‘!

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