VfL Wolfsburg will an Europas Spitze
In der Frauen-Bundesliga war in der gerade beendeten Saison das Titelrennen früh entschieden, und der VfL Wolfsburg hatte gegenüber dem FC Bayern München das Nachsehen. In der Champions League könnte der VfL nun Geschichte schreiben. Gewinnt die Mannschaft von Trainer Ralf Kellermann am Donnerstag das Finale gegen Olympique Lyon, ist sie die erste, die den Wettbewerb insgesamt dreimal gewonnen hat.
Mit dem VfL Wolfsburg und Olympique Lyon stehen sich zwei der erfolgreichsten Mannschaften Europas gegenüber. Beide haben die Champions League bereits zweimal geholt – Lyon in den Jahren 2011 und 2012. Auch im Folgejahr standen die Französinnen im Finale, die Siegesserie wurde aber ausgerechnet vom VfL Wolfsburg gebrochen. 2014 verteidigten die Wolfsburgerinnen ihren Titel. Der morgige Sieger wird die erste Mannschaft sein, die die Champions League zum dritten Mal gewinnt. Zwar hat der amtierende Titelträger 1. FFC Frankfurt die europäische Krone insgesamt bereits viermal geholt – dreimal allerdings den Vorgänger-Wettbewerb, den UEFA Women’s Cup.
Lyon favorisiert Der VfL Wolfsburg könnte darüber hinaus eine Saison, in der in der Meisterschaft nichts zu holen war, doch noch mit zwei Titeln – und somit außerordentlich erfolgreich – beenden. „Bis ins Finale ist es ein langer Weg, der aufgrund der immer größer werdenden Konkurrenz auch immer schwieriger wird“, sagt VfL-Trainer Ralf Kellermann , der die Favoritenrolle nach Lyon schiebt. „Ich denke, dass Lyon aufgrund der tollen Leistungen und der Kadersituation leicht favorisiert ist.“ Die Stärken sieht Kellermann dabei vor allem im ausgeglichen und „weltklasse“ besetzten Kader sowie der Effizienz im Spiel nach vorne.
Lyon makellos Tatsächlich haben die Französinnen in dieser Saison mehr als überzeugen können. Die Meisterschaft haben sie ohne Niederlage gewonnen, im Halbfinale der Champions League haben sie Paris Saint-Germain, ihren nationalen Hauptkonkurrenten, im Hinspiel mit 7:0 an die Wand gespielt. Kellermann, der sich in der Meisterschaft das Duell der beiden Top-Teams angeschaut hat, war dort bereits beeindruckt vom Qualitätsunterschied der beiden Teams.
Eigenen Vorteil nutzen Von der Qualität der Französinnen ist Kellermann überzeugt, auf Wolfsburger Seite sieht er den Vorteil, dass die Mannschaft mit engen Spielen vertraut ist, wohingegen die Französinnen in der eigenen Liga die Konkurrenz für gewöhnlich in Grund und Boden spielt und die Situation, in Rückstand zu liegen nicht kennt. „2013 haben wir genau auf diese Tatsache gebaut. Damals habe ich vor dem Spiel gesagt: Wenn wir es schaffen, mit einem 0:0 in die Kabine zu gehen, dann fängt Lyon an nachzudenken. Sie kennen solche Situationen aus der Liga ja nicht. Deshalb werte ich das als Vorteil“, so Kellermann.
Popp: „Sind nur schwer zu schlagen“ Alex Popp ist davon überzeugt, Lyon Paroli bieten zu können: „Wenn wir unsere komplette Qualität auf den Platz bringen, werden wir nur schwer zu schlagen sein.“ Auch wenn die Offensivstärke Lyons beeindruckend sei, meint Popp: „In Deutschland würde Lyon in der Liga keine 100 Tore schießen.“
Dickenmann: „Wir sind auch gut“ Lara Dickenmann meint vor dem Duell mit ihrem Ex-Verein: „Es ist ein sehr spezielles Spiel für mich, ich kenne alle Spielerinnen gut. Wir wissen, wie gut Lyon ist, aber wir sind auch gut.“
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— UEFA Women’s CL (@UWCL) 25. Mai 2016