Nur die Vize-Meisterschaft könnte noch spannend werden
Vorletzter Spieltag in der Allianz Frauen-Bundesliga, und so gut wie alle Entscheidungen sind gefallen. Mit dem FC Bayern München steht der Meister ebenso bereits fest wie der 1. FC Köln und der SV Werder Bremen als Absteiger. Auch der Kampf um die Vize-Meisterschaft scheint entschieden. Doch sollte der VfL Wolfsburg am Sonntag beim 1. FFC Turbine Potsdam verlieren, könnte es noch einmal richtig spannend werden.
Dass der 1. FFC Turbine Potsdam nach einer Niederlage beim 1. FC Köln ausgerechnet gegen den VfL Wolfsburg gewinnen soll, erscheint auf den ersten Blick unwahrscheinlich. Aber bereits im Hinspiel gelang es ihnen – und das nicht einmal knapp. Mit 5:2 siegten die Potsdamerinnen in Wolfsburg. Für Turbine-Trainer Bernd Schröder ist die Partie gegen den zweifachen Champions-League-Sieger außerdem sein letztes Heimspiel mit Turbine. Mit Blick auf die kommende Saison hat Turbine unter der Woche den Vertrag mit Viktoria Schwalm vorzeitig bis 2018 verlängert.
Frankfurt hofft auf Wolfsburger Ausrutscher Dass die Spielerinnen Schröder nach einer schwierigen Saison einen versöhnlichen Abschied bescheren, dürfte auch der 1. FFC Frankfurt hoffen. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den VfL. Sollte der VfL patzen, böte sich für den FFC also doch noch die Chance, die in weite Ferne gerückte Champions League zu erreichen. Dafür müssen die Frankfurterinnen aber erst einmal selbst ihre Hausaufgaben machen und beim SC Sand gewinnen. „Unser Ziel ist ganz klar, mit drei Punkten aus Sand zurückzukehren und die letzte englische Woche dieser Spielzeit mit der Optimalausbeute von drei Siegen abzuschließen. Unabhängig von der noch immer vorhandenen minimalen Chance auf den zweiten Tabellenplatz gilt es, die Saison erfolgreich zu beenden“, sagt FFC-Trainer Matt Ross.
Kampf um Platz vier Für den SC Sand geht es im Endspurt um den vierten Tabellenplatz. Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge sind allerdings mittlerweile sowohl der SC Freiburg als auch die SGS Essen vorbeigezogen. Die Freiburgerinnen sind am Sonntag bei Bayer 04 Leverkusen zu Gast. In der Tabelle liegen die Leverkusenerinnen zwar auf dem zehnten Rang, aber „man muss nur einen Blick auf die Rückrundentabelle werfen, da steht Bayer mit 13 Punkten einen Punkt vor uns“, warnt Freiburgs Trainer Jens Scheuer davor, den Gegner zu unterschätzen.
FC Bayern in Essen zu Gast Die SGS Essen empfängt den alten und neuen Meister FC Bayern München. „Die SGS Essen ist eine der konstantesten Mannschaften der letzten Jahre. Das Team um meinen erfahrenen Trainerkollegen Markus Högner verfügt über eine gute Mischung aus jungen, sehr talentierten Spielerinnen und erfahrenen Führungspersönlichkeiten“, sagt Bayern-Trainer Thomas Wörle.
Kann Köln erneut siegen? Für die bereits als Absteiger feststehenden 1. FC Köln und SV Werder Bremen geht es in den verbleibenden beiden Saisonspielen um einen versöhnlichen Abschluss. Teil 1 ist den Kölnerinnen mit dem Heimsieg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam bereits gelungen, nun empfangen die Rheinländerinnen den FF USV Jena, der mit einer herben Niederlage gegen den 1. FFC Frankfurt im Rücken nach Köln reist. Schon das Hinspiel gewannen die Kölnerinnen.
TSG reist nach Bremen Der SV Werder Bremen ist bei der TSG 1899 Hoffenheim zu Gast. „Die Stärke der Bremerinnen liegt in der Kampfmoral und der mannschaftlichen Geschlossenheit. Die Gäste haben nichts mehr zu verlieren. Köln hat am Wochenende gegen Potsdam gewonnen, ihnen scheint der feststehende Abstieg noch einmal Motivation gegeben zu haben. Wir stellen uns gegen Bremen auf eine schwere Partie ein. Das wird kein Selbstläufer“, sagt TSG-Trainer Jürgen Ehrmann.