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2016

FC Bayern will Revanche, Werder muss nachlegen

Während der 1. FFC Frankfurt und der VfL Wolfsburg im Champions-League-Einsatz sind, spielen die anderen zehn Teams der Allianz Frauen-Bundesliga am Sonntag den zweiten Teil des 19. Spieltags aus. Dabei kommt es unter anderem zum Duell zwischen dem SC Sand und dem FC Bayern München, das die Münchenerinnen im DFB-Pokal kürzlich überraschend verloren.

Mit einem 2:1-Sieg gegen den FCB zog der SC Sand erstmals in der Vereinsgeschichte ins DFB-Pokalfinale ein. Nun haben die Münchenerinnen die Gelegenheit zur Revanche. Wenn sie gelingt, ist die Titelverteidigung zwar noch immer nicht offiziell unter Dach und Fach, aber schiefgehen kann eigentlich auch nichts mehr.

Fischinger fordert Konzentration Sowohl der SC Sand als auch der FC Bayern München gehen mit einer Niederlage im Rücken in die Partie. Sand verlor zuletzt bei Aufsteiger SV Werder Bremen, der FC Bayern musste gegen den 1. FFC Frankfurt seine erste Saisonniederlage in der Meisterschaft hinnehmen. „Bremen war für uns ein vergeigter Tag. Jetzt muss bei uns wieder die Konzentration vorhanden sein“, erklärte SC-Trainer Alexander Fischinger, der von seiner Mannschaft eine ähnliche Einstellung erwartet wie beim Überraschungssieg gegen den amtierenden Meister und sich auf die Partie freut: „Die Spiele in und daheim gegen München sind immer sehr fair, sowohl von der Atmosphäre als auch vom Auftreten der Mannschaft und dem Trainerteam uns gegenüber. Davon können wir viel lernen.“

Bayern ohne Trio In München möchte man die Pokalniederlage vergessen machen. „Die Motivation ist natürlich riesig, dass uns die Revanche gegen Sand glückt. Wir wollen zeigen, dass wir gegen Sand gewinnen können und mit dieser Einstellung werden wir am Wochenende auftreten,“ sagt FCB-Trainer Thomas Wörle, der in Sand auf Vanessa Bürki, Lena Lotzen und Sarah Romert verzichten muss.

Jena will erneuten Sieg gegen Potsdam In der Tabelle liegt der SC Sand momentan auf dem vierten Rang, der Vorsprung auf den SC Freiburg, der einen wichtigen Auswärtssieg gegen den 1. FFC Frankfurt feiern konnte, beträgt nur noch zwei Punkte. Weitere zwei Zähler dahinter liegt der 1. FFC Turbine Potsdam, der am Sonntag beim FF USV Jena antritt. Das erste Aufeinandertreffen in der Hinrunde konnte der USV knapp mit 1:0 für sich entscheiden. Entsprechend kämpferisch gibt sich USV-Trainer Daniel Kraus: „Potsdam steht nur einen Platz vor uns, jetzt wollen wir sie wieder überholen. Es wird wohl ein ganz enges Spiel.“

Köln nicht unterschätzen In der Tabelle hinter Potsdam und Jena folgt die TSG 1899 Hoffenheim, die am Sonntag Tabellenschlusslicht 1. FC Köln empfängt. Die Kölnerinnen haben nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt, bei den Hoffenheimerinnen müsste hingegen in den verbleibenden Spielen sehr viel schiefgehen, um den Verleib im Oberhaus noch zu gefährden. TSG-Trainer Jürgen Ehrmann warnt dennoch: „Wenn wir glauben, dass wir nicht zu 100 Prozent unsere Leistung bringen müssen, werden wir ganz schön auf die Nase fallen. Dass Köln es schwer haben wird, dem Abstieg noch zu entkommen, spielt dabei überhaupt keine Rolle.“ Verzichten muss Ehrmann gegen Köln auf Kristin Demann, die sich im Spiel gegen Potsdam in der vergangenen Woche eine Gehirnerschütterung zugezogen hat.

Abstiegskampf in Leverkusen Neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt hat der SV Werder Bremen durch den Heimerfolg gegen den SC Sand geschöpft. Wollen die Bremerinnen dem Abstieg noch entkommen, müssen sie jetzt nachlegen. Zu Gast sind sie bei Bayer 04 Leverkusen, direkter Konkurrent um den zehnten Platz. Gewinnt Leverkusen, ist Werders Kampf so gut wie verloren, denn dann betrüge der Vorsprung der Werkself bereits acht Zähler auf Werder. Im Falle eines Bremer Erfolgs käme allerdings noch einmal richtig Spannung in den Abstiegskampf, da sie den Rheinländerinnen bis auf zwei Punkte auf die Pelle rücken würden.