Werder feiert zweiten Sieg, Wolfsburg bezwingt Frankfurt

Von am 20. März 2016 – 16.54 Uhr 28 Kommentare

Der Kampf um die Qualifikation zur Champions League bleibt weiter spannend. Der 1. FFC Frankfurt hat es am 16. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga verpasst, den Vorsprung auf Konkurrent VfL Wolfsburg auszubauen, stattdessen liegen die Wolfsburgerinnen wieder auf dem zweiten Rang. Der SV Werder Bremen feierte einen überraschenden Heimerfolg gegen Freiburg.

Der SV Werder Bremen sei stärker, als es die Tabellensituation aussage, sagte Freiburgs Trainer Jens Scheuer vor der Partie in Bremen. Damit sollte er recht behalten, denn sein Team unterlag beim Tabellenvorletzten.

Werder hat wieder Hoffnung
1:0 (0:0) hieß es nach 90 Minuten für Bremen. Betsy Hassett erzielte in der 75. Minute den Treffer des Tages uns lässt ihr Team im Abstiegskampf damit wieder hoffen, denn der Rückstand auf den rettenden zehnten Tabellenrang wurde damit auf fünf Punkte verkleinert, denn Konkurrent Bayer 04 Leverkusen musste beim 1. FFC Turbine Potsdam eine herbe Klatsche einstecken. „Auf der Heimfahrt können wir uns jetzt selbst fragen, wieso wir dieses Spiel verlieren. Wir haben vor und auch nach dem Gegentreffer klare Chancen und nutzen sie nicht“, so Scheuer. „Aber dieses Spiel wird uns nicht umwerfen. Die Mannschaft selbst ist am meisten enttäuscht, aber so etwas passiert manchmal im Fußball. Wir haben es leider verpasst, einen weiteren Schritt nach vorne zu machen, das ist ärgerlich.“

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Dreierpack von Huth
Durch eine 0:6 (0:2)-Schlappe beim 1. FFC Turbine Potsdam muss Bayer 04 Leverkusen im Abstiegskampf nun wieder etwas zittern. Bereits in der neunten Minute erzielte Lia Wälti das 1:0 für die Gastgeberinnen. Bis zur Pause verdoppelte Ilaria Mauro (32.) auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel schraubten Svenja Huth (60., 80., 91.) und Viktoria Schwalm (82.) das Ergebnis weiter in die Höhe.

Die Wolfsburgerinnen bejubeln einen wichtigen "Dreier" gegen Frankfurt. © foto2press / Michael Täger

Die Wolfsburgerinnen bejubeln einen wichtigen „Dreier“ gegen Frankfurt. © foto2press / Michael Täger

Wolfsburg gewinnt, Schumann sieht Rot
Der VfL Wolfsburg hat im Spitzenspiel gegen den 1. FFC Frankfurt mit 3:1 (1:1) die Oberhand behalten und sich somit wieder auf den zweiten Tabellenrang vorgeschoben. Dabei lief es zunächst gut für die Gäste aus Frankfurt. Dzsenifer Marozsán brachte den FFC in der 23. Minute mit 1:0 in Führung. Caroline Graham Hansen gelang allerdings noch vor der Halbzeit der Ausgleich (34.). Die Vorentscheidung fiel in der 79. Minute vom Elfmeterpunkt. FFC-Torhüterin Desirée Schumann hatte zuvor nach einem Foul an Ramona Bachmann die Rote Karte gesehen, Graham Hansen verwandelte den fälligen Strafstoß zum 2:1. Zsanett Jakabfi legte in der Nachspielzeit noch das 3:1 für den VfL nach.

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Frauen-Bundesliga: Topspiel Potsdam gegen Wolfsburg

Klarer Sieg für Sand
Der SC Sand hat mit einem klaren 5:1 (2:1)-Erfolg beim 1. FC Köln seinen vierten Tabellenrang gefestigt. Gleichzeitig ist der SC nun im sechsten Spiel in Folge ohne Niederlage. Mit einem schnellen 1:0 legten allerdings die Kölnerinnen vor. Marie Pyko traf bereits in der zweiten Minute zur Führung. „Wir waren da im Tiefschlaf und hatten auch in den folgenden 20 Minuten keine Tormöglichkeit“, so Sands Co-Trainerin Claudia von Lanken, deren Mannschaften zunächst nicht in die Partie fand. Der Bann brach aber noch vor der Halbzeitpause. Chioma Igwe traf in der 37. Minute zum Ausgleich, Jovana Damnjanovic legte nur zwei Minuten später die Führung für die Gäste nach. Jana Vojtekova hätte in der 45. Minute für das 3:1 sorgen können, vergab aber den Elfmeter. Nach dem Seitenwechsel machte Sand dann aber doch alles klar: Nina Burger (58.), Anne van Bonn (63.) und Dominika Škorvánková (87.) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

Mit einem 4:0 (2:0)-Sieg gegen die SGS Essen hat die TSG 1899 Hoffenheim ihre Niederlagenserie beendet. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Ehrmann lag nach Treffern von Christine Schneider (9.) und Nicole Billa (28.) bereits zur Halbzeit mit 2:0 in Führung. In der zweiten Halbzeit trafen Theresa Betz (87.) und Martina Moser (92./Elfmeter).

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Tabelle Frauen-Bundesliga

Platz Team Spiele S U N Tore Tordifferenz Punkte
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28 Kommentare »

  • Herr Schulze sagt:

    @O.Christ: Prießen nie in Bad Neuenahr? Das wäre ja ärgerlich. Ich meine, das mal gelesen und dann so gespeichert zu haben. Jetzt stimmt mein ganzes Verschwörungstheorem nicht mehr. Ich muss um Entschuldigung bitten.

    (6)
  • F.B. sagt:

    @FFFan: „Denn Kellermanns Vorgehensweise war in höchstem Maße unsportlich, was ihm der DFB-Vizepräsident auch deutlich zu verstehen gegeben hat. In Zukunft müssen in solchen Fällen Sanktionen erfolgen!“

    Unsportlich womöglich schon und auch einen Hintergedanken würde ich nicht ausschließen, aber ganz sicher war es nicht unrechtens. Das Recht, eine Beschwerde einzulegen, hat in diesem Zusammenhang jeder. Da gibt es keine Grundlage für Sanktionen. Es ist ja auch möglich, Beschwerde gegen die Wertung eines Spiels einzulegen – wobei jeder weiß, wie gering auch dort die Erfolgsaussichten sind.

    (6)
  • Altwolf sagt:

    @FFFan.

    „Kellermanns Vorgehensweise war in höchstem Maße unsportlich“ das ist aber schon starker „Tobak“ und in keinster Weise gerechtfertigt, denn man kann sich schon fragen, welche Absicht hatte der zur Neutralität verpflichtete DFB mit dieser im Vorfeld schon belasteten Schiriansetzung. Dort kannte man den Protest von WOB schon bevor die Ansetzung erfolgte.

    Unsportlichkeit findet normalerweise auf dem Platz statt und dann sollte man mal definieren, was bei geäußerter Kritik denn daran unsportlich ist. Auch der DFB-Vizepräsident darf sich fragen, ob die Verantwortlichen im eigenen Hause auch die entsprechende „Neutralität“ wahren.
    Der Gipfel ist dann auch noch Sanktionen zu fordern – so kann man auch in aller „Selbstherrlichkeit“ weitermachen, denn Kritik wird nicht zugelassen – insbes. wenn es einen nicht selbst betrifft.
    Aufgrund der fehlenden „Einfühlsamkeit“ des DFB hat R.K. dieses Thema sicherlich „bewußt“ angesprochen um zu „sensibilisieren“, was den DFB-Verantwortlichen offenbar in ihrem „Handeln und Denken“ fehlt und diese Problematik letztlich auf dem Rücken von Fr. Baitinger austragen läßt.

    Das Problem, so auch von @F.B. angesprochen, sind die fehlenden „Konsequenzen“ bei berechtigter Kritik nach den Ereignissen.
    Das allein war sicherlich Grund für die „öffentliche“ Beschwerde, um auch den DFB mal aufzurütteln.

    Für mich hat das auch ein gewisses Maß an „Zivilcourage“, die es offenbar – B.Schröder ausgenommen – bei kaum jemandem gegenüber dem DFB gibt.

    (3)
  • Detlef sagt:

    @FFFan & F.B.,
    Eine Beschwerde gegen eine getroffene (Tatsachen)Entscheidung ist doch etwas völlig anderes, als quasi schon vorher den Verdachtsmoment auf die Schiri zu lenken!!!

    Hier hätte ich mir schon lange eine grundsätzliche Diskussion über die Qualität der aktiven Referees gewünscht!!!
    Und zwar sowohl von den Vereinsverantwortlichen, aber vor allem von den im FF aktiven Medien!!!
    Eine Aktion wie die von Kellermann ist doch nicht zielführend, dann bekommt in Zukunft jeder nur noch seine Lieblingsschiri!!! 😉

    Der Druck muß auf den DFB ausgeübt werden, und nicht auf die Schiris!!!
    Aber da verläßt leider viele der Mut!!! 😠

    (4)
  • waiiy sagt:

    @F.B: Du schriebst: „Unsportlich womöglich… Da gibt es keine Grundlage für Sanktionen.“

    Die Antwort liegt in §1 Grundregel 4 der Der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB. Und da Wolfsburg sicher im DFB sein und bleiben möchte, gibt es auch die Möglichkeit für Sanktionen bei Unsportlichkeit.

    (1)
  • shane sagt:

    @Detlef: „Der Druck muß auf den DFB ausgeübt werden, und nicht auf die Schiris!!!“

    das ist, was kellermann getan hat – er HAT den dfb fuer die ansetzung kritisiert (und damit versucht dort etwas anzustossen), nicht baitinger selbst.
    wie sonst soll mensch denn druck auf den dfb aufbauen? auf nichtoeffentlichen wegen klappt das ja offenbar nicht, denn da bin ich ueberzeugt, dass wob/kellermann das durchaus probiert haben.

    (3)
  • Detlef sagt:

    @shane,
    Auf den ersten Blick hast Du recht!!!
    Aber wenn man genauer hinsieht, gilt die Kritik nicht dem DFB, sondern der Leistung von Frau Baitinger!!!

    Zitat MAZ-Sportbuzzer;
    „Das ist eine äußerst fragwürdige Ansetzung angesichts der Leistungen der Vergangenheit“, sagte VfL-Cheftrainer Ralf Kellermann

    Mit „Kritik am DFB“ meinte ich nicht, daß jetzt jeder Verein (oder gar nur speziell Bevorzugte) im Vorfeld seine Bedenken äußern darf, um so den ohnehin hohen Druck auf die Schiri bei solch brisanten Begegnungen noch weiter zu erhöhen!!!

    Der USV Jena dürfte nach ihren grottigen Leistungen in München nie wieder von Frau Derlin gepfiffen werden, oder??? 😉

    Der DFB hätte jetzt endlich die Möglichkeit, mit den Aufzeichnungen aller Bulispiele , die Fehler der Schiris und Assistentinnen konsequent zu analysieren!!!
    Das war bisher der große Vorteil des MF gewesen, wo zig Kamerapositionen jeden Schirifehler gnadenlos aufzeigten!!!
    Oder anders herum, wie jetzt im Fall Baitinger in Wolfsburg, wo die laufenden Bilder hinterher deutlich zeigten, daß der Schiri mit seiner Entscheidung goldrichtig gelegen hat!!! 🙂

    Und ich bleibe auch weiterhin dabei, daß sich für die Schiris ihr Engagement im FF in Zukunft auch finanziell mehr lohnen sollte als heute!!!
    Denn wir wissen ja, was nix kostet, das is auch nix!!! 😉

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  • Altwolf sagt:

    @Detlef.

    Ich sehe es genauso wie @shane, denn der „nichtöffentliche“ Protest beim DFB hatte nicht im Vorfeld schon zu einer Ansetzung einer der vielen anderen Schiri geführt, sondern genau die Schiri angesetzt, die zuvor wegen ihrer „unglücklichen“ Entscheidungen“ kritisiert worden war.
    Es ist sicherlich kein „Zufall“, warum die Verantwortlichen beim DFB diese Wahl getroffen haben.

    Wenn R.Kellermann sich dann dazu entschließt nun auch „öffentlich“ zu protestieren, dann muß er auch die Gründe dafür darlegen und das bedingt zwangsläufig die persönliche Kritik an Fr. Baitinger.

    Deine gedankliche „Erweiterung“ auf das Wünschen der Clubs ihre „Lieblingsschiri“ dadurch zu erhalten, teile ich nicht, da die Kritik an bestimmte Vorfälle gebunden ist und keinen „aktiven“ Wunsch, sondern einen Schutz sowohl der Vereinsinteressen, als auch der Schiri selbst bedeuten.

    Wie schon zuvor erwähnt, gab es auch schon beim MF in solchen Ausnahmefällen eine Zeitspanne, in der kritisierte Schiri Spiele dieses Clubs nicht leiteten.

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