Kampf um die Champions League
Dass der 1. FFC Frankfurt und der VfL Wolfsburg in der Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden können, erscheint unrealistisch. Doch für beide geht es noch um den zweiten Rang und die damit verbundene Qualifikation zur Champions League. Am Sonntag treffen beide am 16. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga aufeinander. Der 1. FFC Turbine Potsdam hat zum Vereinsjubiläum die Werkself aus Leverkusen zu Gast.
Zwei Punke liegen momentan zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem VfL Wolfsburg. Wenn sich beide am Sonntag (14 Uhr, live auf DFB-TV) in Wolfsburg gegenüberstehen, hat der FFC die große Chance, seinen Vorsprung auf fünf Zähler auszubauen. Oder aber der VfL zieht wieder vorbei.
Bedeutendes Spiel „Es ist sicherlich ein sehr bedeutendes Spiel. Kein Endspiel, aber trotzdem sehr wichtig. Mit einem Sieg ziehen wir an Frankfurt vorbei. Gewinnen wir nicht, dann sind wir auf Schützenhilfe angewiesen“, sagt VfL-Trainer Ralf Kellermann. „Bei einer Niederlage aber, das ist völlig klar, wäre es uns kaum noch möglich, Zweiter zu werden.“ Fehlen werden Kellermann am Sonntag Stephanie Bunte und Vanessa Bernauer.
Kleinigkeiten entscheiden Von einem „richtungsweisenden Spiel“ spricht FFC-Trainer Matt Ross. „Wir stellen uns auf einen intensiven und hart umkämpften Schlagabtausch ein, in dem schon Kleinigkeiten den Ausschlag geben können. Ähnlich wie wir haben auch die Wölfinnen bislang einige überraschende Punktverluste hinnehmen müssen, doch letztlich wird derjenige sein Ziel erreichen, der in der entscheidenden Phase, die nun eingeläutet wird, die größere Konstanz an den Tag legt.“ Seit der Winterpause haben die Frankfurterinnen drei Siege einfahren können. „Nicht zuletzt hat diese kleine Serie auch für wachsendes Vertrauen in die eigene Stärke gesorgt“, so Ross, dem der komplette Kader zur Verfügung steht.
Sand will sich belohnen Hinter Frankfurt und Wolfsburg liegt der SC Sand momentan auf dem vierten Tabellenrang. Am Sonntag ist die Mannschaft von Trainer Alexander Fischinger beim 1. FC Köln zu Gast. „Wir können uns jetzt in jedem Spiel für die bisher schon toll verlaufende Saison belohnen und uns auch aufgrund der anderen Ansetzungen weiter im oberen Tabellenbereich festsetzen,“ sagt Fischinger vor dem Gastspiel beim Tabellenletzten. Für den FC wird die Luft im Abstiegskampf dagegen immer dünner. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt mittlerweile neun Punkte.
Leverkusen als Geburtstagsgast Neun Punkte vor den Kölnerinnen liegt Bayer 04 Leverkusen. Die Werkself tritt am Sonntag bei Tabellennachbar 1. FFC Turbine Potsdam an, der mit einem Familienfest sein Vereinsjubiläum begeht: 45 Jahre besteht der Club bereits. Im Jubiläumsjahr läuft es aber nicht rund. Nur zwei Punkte Vorsprung haben die Potsdamerinnen momenten auf die Werkself.
Ehrmann fordert Leistungssteigerung Wiederum einen Rang vor den Potsdamerinnen liegt die TSG 1899 Hoffenheim. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Ehrmann empfängt am Sonntag die SGS Essen. „Es bedarf einer Leistungssteigerung“, sagt Ehrmann mit Blick auf den kommenden Gegner, denn in der Rückrunde hat seine Mannschaft bislang drei Niederlagen in Folge kassiert. „Jetzt wollen wir wieder Punkte holen.“ Hinter den Einsätzen von Dóra Zeller und Stephanie Breitner stehen noch Fragezeichen. Definitiv ausfallen wird auf Hoffenheimer Seite Tamar Dongus.
Werder empfängt Freiburg Außerdem empfängt der SV Werder Bremen den SC Freiburg. Die Bremerinnen liegen auf dem vorletzten Tabellenrang, SC-Trainer Jens Scheuer will sich davon aber nicht beeindrucken lassen. „Natürlich lügt die Tabelle selten, aber wenn man sich die Spiele des SV Werder anschaut, dann weiß man danach oft nicht, wieso sie verloren haben. Wir müssen auf jeden Fall aufpassen und die Aufgaben lösen, die sie uns stellen werden.“ Im Hinspiel mussten die heimstarken Breisgauerinnen im eigenen Stadion Punkte lassen. Die Partie endete 2:2.