Souveräne Siege für Bayern, Frankfurt und Wolfsburg

Von am 28. Februar 2016 – 16.40 Uhr 26 Kommentare

Die Topteams der Allianz Frauen-Bundesliga FC Bayern München, 1. FFC Frankfurt und der VfL Wolfsburg haben am 15. Spieltag allesamt souveräne Siege eingefahren. Der SC Sand blieb zum fünften Mal in Folge ohne Niederlage.

Tabellenführer FC Bayern München gab sich beim 2:0 (1:0)-Sieg gegen Aufsteiger SV Werder Bremen keine Blöße. Kapitänin Melanie Behringer brachte ihr Team kurz vor der Pause in Führung (43.), Verónica Boquete stellte anfangs der zweiten Halbzeit den Endstand her (47.). Für die Münchnerinnen war es der 13. Saisonsieg.

Frankfurt souverän

Der 1. FFC Frankfurt hatte im Duell mit Aufsteiger 1. FC Köln beim 4:0 (3:0) ebenfalls keine Mühe. Dzsenifer Marozsán (1.), Mandy Islacker (32., 33.) und Kerstin Garefrekes (58.) sorgten für einen deutlichen Erfolg der Elf von Trainer Matt Ross.

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Wolfsburg mit Effizienz

Bereits am Vormittag gewann der VfL Wolfsburg beim SC Freiburg mit 2:0 (1:0). Lena Goeßling brachte die Wolfsburgerinnen mit einer direkt verwandelten Ecke in Führung (18.), Lara Dickenmann sorgte mit einem Flachschuss aus 20 Metern für die Entscheidung (78.). Freiburgs Trainer Jens Scheuer meinte: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Ich denke, es war ein ausgeglichenes Spiel, auch was die Chancen angeht. Leider haben wir es nicht verstanden, unsere Chancen zu nutzen, Wolfsburg war da einfach ein bisschen effizienter und auch glücklicher.“

Jubel des 1. FFC Frankfurt

Der 1. FFC Frankfurt bejubelt einen Treffer gegen den 1. FC Köln © foto2press / Markus Römer

Punkteteilung in Sand

Der SC Sand und der 1. FFC Turbine Potsdam teilten sich beim 1:1 (1:1) die Punkte. Ex-Sand-Spielerin Ilaria Mauro sorgte für die Gästeführung (10.), doch noch vor der Pause gelang Nina Burger der Ausgleich (40.), so dass die Elf aus der Ortenau zum fünften Mal in Folge ohne Niederlage blieb. „Es war von beiden Seiten kein schlechtes Spiel, aber wir haben zwei Punkte verschenkt“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder. Sand-Trainer Alexander Fischinger war mit dem Punktgewinn zufrieden. „Potsdam hatte die bessere Passqualität und hat im Spiel nach vorne mehr gemacht.“

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Siege für Essen und Leverkusen

Zu einem deutlichen 4:1 (2:0)-Auswärtssieg kam die SGS Essen beim FF USV Jena. Isabel Hochstein (5.) und Sara Doorsoun-Khajeh (18.) stellten früh die Weichen für den Sieg, Die Nationalspielerin war dann ein zweites Mal erfolgreich (63.), ehe Nina Brüggemann die Essener Führung gar weiter in die Höhe schraubte (73.). Lucie Voncova gelang in der Schlussminute der Ehrentreffer (90.). Den zweiten Sieg in Folge feierte Bayer 04 Leverkusen beim 2:1 (2:0)-Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Merle Barth (25.) und Francesca Weber (35.) sorgten für eine komfortable Halbzeitführung, Silvana Chojnowski traf für die Gäste (74.).

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Tabelle Frauen-Bundesliga

Platz Team Spiele S U N Tore Tordifferenz Punkte
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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • Goal sagt:

    Zum Wolfsburg-Spiel
    Aus meiner Sicht hat Wolfsburg das Spiel klar bestimmt.
    War in der 1hz der SC noch in der Lage das Spielgeschehen neutral zu gestalten,
    so war die 2hz eindeutig für Wolfsburg.
    Ungenau Pässe habe ich auf beiden Seiten gesehen, deutlich mehr aber beim SC und bei einigen SC Spielerinnen waren deutlich technische Defizite auffällig (Petermann, Zehnder und auch Clark)
    Die Verwertung der Chancen war bei beiden sehr bescheiden ….die Tore kamen eher glücklich zustande, aber alleine Popp(erschreckend schwach) hätte zwei mehr rein setzen müssen.
    -Wolfsburg war im Mittelfeld überlegen hatte aber durch die angeblich starke und durchschlagkräftige Offensive (Popp) keine grossen herausgespielten Möglichkeiten
    -Freiburg ein lahmendes Mittelfeld ohne erkennbares System, teilweise zu verspielt (Magull) oder ungenaues hektisches Passspiel (Zehnder), so dass es erst gar nicht zu sehenswerten (gültigen) Offensivmöglichkeiten kam.
    Bestnoten würde ich auf Wolfsburger Seite Jakabfi und Dickenmann und auf Freiburger Seite Karl und Schöne geben.
    Ein Spiel, das die Aussage von Kellermann bestätigt und die von Scheuer eher wiederlegt, aber die Leistungsstärke beider Mannschaften deutlich in der Tabelle wiederspiegelt.

    (7)
  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Ich würde es mal etwas positiver ausdrücken als Du!!! 😉
    MARUSCHKA wußte natürlich um ihren Fehler im Freiburgspiel, als sie Hasret Kajici nicht energisch genug angriff!!!
    Diesmal wollte sie es unbedingt besser machen, und schoß in ihrem ersten Zweikampf gleich mal übers Ziel hinaus!!!
    Typischer Fall von Übermotivation!!!

    Ob es wirklich ein absichtliches Foul war, um taktisch den Spielfluß von Sand unterbrechen zu wollen, kann ich nicht mal sagen!!!
    Zumindest sah es von außen so aus!!!
    Das Foul war in Höhe der Mittellinie, noch in der Hälfte von Sand!!!
    Hinter der Holländerin standen also noch ein paar TURBINE-Abwehrspielerinnen, die notfalls hätten eingreifen können!!!
    Ein taktisches Foul war eigentlich unnötig an dieser Position!!!

    (0)
  • Altwolf sagt:

    @F.B.
    Ich nehme zur Kenntnis, das Du eine andere Sichtweise als ich bezüglich des VFL hast und offenbar R.Kellermann für alles „Negative“ der Entwicklung bei den Wölfinnen für dich steht.

    Doch in einigen Punkten möchte ich Dir widersprechen, da sie faktisch nicht stimmen.

    Ich habe das Spiel nicht als „überlegen geführtes Spiel“ der Wölfinnen bewertet, sondern es an der Chancenverwertung festgemacht, da es bei einer höheren Torausbeute ( z.B. 4:0 o. 4:1) für manche User enen möglichen anderen Eindruck vermittelt hätte.

    Na und „Keine einzige Chance wurde wirklich herausgespielt.“ da mußt Du zwischenzeitlich wohl häufiger die Augen geschlossen oder woanders hingeschaut haben.
    Allein die Chance von Poppi, wo sie den Ball nicht vernünftig annimmt, sich nochmals dreht und dann über das Tor schießt, war eine solche. Auch andere Möglichkeiten wurden durchaus herausgespielt, jedoch desolat abgeschlossen oder im letzten Zuspiel vernichtet.

    Es gibt nach meiner Einschätzung in dieser Saison kein Team der ABL, das mehr herausgespielte Chancen kreiert als WOB und hierdurch „spielerisch“ zu mehr Toren kommt.

    Deine Argumentation bezüglich der Wertschätzung v. L.Wensing kann ich schon garnicht nachvollziehen.
    Luisa mußte sich einer OP unterziehen, hatte eine lange Reha-Zeit zu absolvieren, ist erst Ende des Jahres wieder in ein Mannschaftstraining eingestiegen, konnte zumindest an der Wintervorbereitung in Portugal teilnehmen und sucht in der 2.des VFL wieder Spielpraxis und Wettkampfhärte zu gewinnen.
    Wie kommst Du zu der Behauptung, sie ist seit 5 Monaten fit ?

    Der Vergleich mit C.Hansen hinkt, da sie an einer Überlastung d. Patellasehne litt und deshalb nur dosiertes Training absolvierte, jedoch nie wie Luisa bei Null anfangen mußte. Caro wurde anfangs aus diesem Grunde auch nur 1 HZ eingesetzt und erst seit der Wintervorbereitung kann sie wieder auch die volle Spielzeit leisten.

    Das die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen noch nicht gut harmoniert, das steht außer Frage, jedoch ist das Team ja nicht erfolglos und spielt nun auch nicht einen so schlechten Fußball, das man nun diesen Trainer in die Wüste schicken müßte. Es wird Dir ja nicht entgangen sein, daß es einen Umbruch gab und dabei auch Spielerinnen zu uns kamen, die mit anderen Spielsystemen vertraut waren.
    Natürlich muß R.Kellermann wieder ein Team daraus formen und das wird er auch und für neue „Impulse“ , die Du vermißt, hat man ja auch Co-Trainer u. Co-Trainerinnen verpflichtet.

    (8)
  • Detlef sagt:

    Oskar Walter schrieb;
    „Wer dem Gegner eine simple Taktik vorwirft, schmälert die Leistung der eigenen Mannschaft.“

    Genau das war auch meine Absicht!!!
    Sand glänzte nicht wie Frankfurt eine Woche zuvor mit raffinierten Spielzügen und guter Ballbehandlung!!!
    Es war eine einfache simple Kontertaktik, denn es gab immer nur eine Spitze die bedient wurde!!!
    Darauf hätte man sich einstellen können, was bis zum Abpfiff leider nie richtig gelang!!!
    Und das trotz so erfahrener Spielerinnen wie ULLA DRAWS, TABBI KEMME, LIA WÄLTI und INKA WESELY!!!

    Den Satz kann man übrigens auch umdrehen!!! 😉
    „Wer die Spielweise des Gegners schönredet, der hebt damit gleichzeitig die eigene Mittelmäßigkeit mit hinauf“!!!
    Aber das hilft keinem Team sich wirklich weiterzuentwickeln!!!
    Und Schröder tritt jetzt wohl endgültig in die Phase der Altersmilde ein!!!
    Früher hätte er solch eine lasche Spielweise scharf kritisiert!!!

    Oskar Walter schrieb;
    „Vielleicht war es positiv für Sand, dass Ilario Mauro in der 2. Halbzeit nicht mehr auf dem Platz war, da Potsdam seine Chancen sonst vielleicht besser genutzt hätte“

    ILARIA war noch nicht richtig fit, daß hat man deutlich gesehen!!!
    Von ihrem schönen Tor mal abgesehen, gelang ihr ansonsten garnichts!!!
    Ich war echt froh, als sie zur Pause ausgewechselt wurde, bevor sie sich wieder ernsthaft verletzt!!!

    Das Flügelspiel war auf beiden Seiten schlecht!!!
    Warum konnte es vom Gegner so leicht unterbunden werden???
    Weil die Paßgenauigkeit auf beiden Seiten sehr zu wünschen übrig ließ!!!
    Kam dann doch mal einer an, wurden die Flanken meistens schlecht und unpräzise hereingegeben, vor allem von PATTI!!!
    Sie hat eigentlich die Fähigkeit, geniale Pässe aus dem Fußgelenk zu spielen!!!
    Aber im Moment klappt auch bei ihr fast nix!!! 🙁

    Am Ende gab es lange Gesichter bei Potsdam, sowohl bei den Spielerinnen, als auch bei den Fans!!!
    Zum Glück haben wir nicht wieder verloren, war dann das etwas zerknirschte Fazit!!!

    @Kayleigh,
    Ich bezweifle doch etwas, daß diese Taktik gegen die Bayern-Ladies aufgehen wird!!!
    Die werden solche Lücken wie TURBINE sie anbot nicht zulassen, dafür ist ihre Disziplin viel zu groß!!!
    Gegen die Wölfinnen konnte man das sehr gut beobachten, wie sie wie auf einer Perlenschnur aufgereiht standen!!!
    Mit einer einzigen Spitze kommt man dagegen nicht an!!!

    (-2)
  • F.B. sagt:

    @Altwolf:
    Es ist falsch, dass ich Kellermann für alle Probleme verantwortlich. Wir hatten in der Rückrunde einige Verletzungssorgen und auch für die Formschwäche z.B. einer Alex Popp kann man ihn nicht verantwortlich machen. Dennoch sind viele Probleme hausgemacht und auf das Verschulden des Trainerteams zurückzuführen. Es wurden die falschen Spielerinnen verpflichtet, das Leistungsprinzip z.T. ausgesetzt und auch nach Monaten passt das Zusammenspiel bei einigen Spielerinnen überhaupt noch nicht. Das sind alles Dinge, die in die Verantwortlichkeit des Cheftrainers fallen. Es ist doch ein Märchen, dass es im Sommer einen Umbruch gegeben hat. Das Karriereende von Martina Müller ist natürlich ein Verlust, aber ansonsten hat keine Stammspielerin aus der vorherigen Saison den Verein verlassen. Dass einige andere Spielerinnen keine Rolle mehr spielen, liegt daran, dass sie von Kellermann aussortiert wurden, die Probleme sind also hausgemacht.

    „Luisa mußte sich einer OP unterziehen, hatte eine lange Reha-Zeit zu absolvieren, ist erst Ende des Jahres wieder in ein Mannschaftstraining eingestiegen, konnte zumindest an der Wintervorbereitung in Portugal teilnehmen und sucht in der 2.des VFL wieder Spielpraxis und Wettkampfhärte zu gewinnen.
    Wie kommst Du zu der Behauptung, sie ist seit 5 Monaten fit ?“

    Was du über Luisa und Caro schreibst, entspricht nicht den Tatsachen. Luisa spielt schon seit Monaten in der 2. Mannschaft, erstmalig am 12.10. und zwar über die volle Spielzeit. Ich weiß nicht, wann sie genau wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, aber um 90 Minuten spielen zu können, müsstet das mindestens Ende September gewesen sein.

    „Der Vergleich mit C.Hansen hinkt, da sie an einer Überlastung d. Patellasehne litt und deshalb nur dosiertes Training absolvierte, jedoch nie wie Luisa bei Null anfangen mußte. Caro wurde anfangs aus diesem Grunde auch nur 1 HZ eingesetzt und erst seit der Wintervorbereitung kann sie wieder auch die volle Spielzeit leisten.“

    Auch hier sind deine Angaben falsch. Caro hatte eine Entzündung der Patellasehne und musste knapp fünf Monate mit dem Training aussetzen, was sie auch die WM gekostet hat. Von „dosiertem Training“ kann also keine Rede sein. Wenn man fünf Monate ausfällt, ist das für mich schon ein Start von null. Es ist ebenfalls falsch, dass sie erst seit der Wintervorbereitung über die volle Zeit gehen kann, denn sie hat bereits am 18.11. in der CL 90 Minuten gespielt.
    Auch wenn man die beiden Fälle nicht 100% miteinander vergleichen kann, bleibt festzuhalten, dass die eine Spielerin (Caro) nach Aufnahme des Trainings wieder sehr schnell im Kader stand und Spielzeit erhielt, während die andere (Luisa) seit Monaten in der zweiten Mannschaft spielt. Welche Schlüsse man jetzt bezüglich Wertschätzung daraus zieht, überlasse ich jedem Einzelnen selbst.

    (2)
  • holly sagt:

    @F.B., naja eine Spielerin die nach der 2ten OP fast drei Monate nicht auftreten durfte, braucht nunmal Zeit um wieder die Sicherheit und das richtige Gefühl zu bekommen. Hoffe aber auch das Luisa bald wieder in der ersten spielt. Zwischen erster und zweiter Mannschaft besteht ein sehr großer Unterschied. Es wäre sehr schade wenn es anders wäre.

    (-3)