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2016

Wolfsburg rettet Punkt gegen Bayern

Im Topspiel des 14. Spieltags der Allianz Frauen-Bundesliga sah Tabellenführer FC Bayern München bis in die Schlussminute wie der sichere Sieger aus. Doch dann gelang dem VfL Wolfsburg durch einen Joker der schmeichelhafte Last-Minute-Ausgleich. Dennoch können die Bayern mit dem Remis besser leben.

Beim 1:1 (0:0) vor 1 979 Zuschauern im Wolfsburger AOK-Stadion brachte Bayern-Kapitänin Melanie Behringer die Münchnerinnen mit einem Aufsetzer in Führung (58.), in der Schlussminute gelang der erst kurz zuvor eingewechselten Tessa Wullaert für die Wolfsburgerinnen der Ausgleich (90.).

Die Münchnerinnen blieben somit im 37. Spiel in Folge ungeschlagen und streben mit weiterhin 12 Punkten Vorsprung unaufhaltsam der Titelverteidigung entgegen. Der 1. FFC Frankfurt könnte mit einem Sieg beim 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntag auf Platz 2 klettern und den Abstand zu Bayern auf zehn Punkte verkürzen.

Bissige Partie In der teils hart geführten Partie hatten die Wolfsburger in der ersten Halbzeit zunächst mehr vom Spiel, doch die kompakte Bayern-Formation ließ nur wenige gefährliche Aktionen zu. Caroline Hansen hatte per Freistoß die beste Chance der ersten Halbzeit, doch der Ball streifte nur den Pfosten (26.).

Bayern-Führung durch Behringer Doch in der zweiten Halbzeit übernahm Bayern München mehr und mehr die Hoheit. Einen Schuss von Sara Däbritz konnte DFB-Torhüterin Almuth Schult noch um den Pfosten drehen (52.), Minuten später war sie machtlos, als ein Aufsetzer von Behringer in ihrer rechten unten Ecke einschlug (60.).

Schult verhindert K.o. Wolfsburg war zwar in der Folge sichtlich bemüht, agierte aber weitgehend einfallslos. Hansen (60.) und Lara Dickenmann versuchten es vergeblich aus der Distanz (63.). Kurz vor Schluss hatten zunächst die Münchnerinnen den Sieg vor Augen, doch Schult lenkte einen Kopfball von Nora Holstad an die Latte (89.).

Last-Minute-Treffer durch Wullaert Im Gegenzug flankte Hansen vom rechten Flügel nach innen, wo die erst in der 82. Minute eingewechselte Tessa Wullaert am zweiten Pfosten einen Schritt schneller war als Leonie Maier und den Ball zum glücklichen Ausgleich einnetzte (90.).

Behringer zwischen Freude und Ärger Behringer meinte nach dem Spiel: „Ich weiß nicht, ob ich mich freuen oder ärgern soll. Es sah lange nach einem Sieg für uns aus und es ist total ärgerlich, dass wir noch das 1:1 kassiert haben, auch wenn es über die gesamte Partie betrachtet, in Ordnung geht. Wolfsburg hatte in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, in der zweiten waren wir die bessere Mannschaft.“

Kellermann: „Das Positive mitnehmen“ Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meinte: „Das Remis geht in Ordnung. Die erste Halbzeit ging an uns, die zweite bis auf die letzten Minuten an Bayern. Von daher war es zwar ein glücklicher Ausgleich, aber eine gerechte Punkteteilung. In der zweiten Halbzeit haben wir uns den Schneid abkaufen lassen. Für mich ist aber wichtig, dass wir zurückgekommen sind. Wir nehmen das Positive mit.“