Spitzenspiel und Prestigeduell
Der 14. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga hält gleich zwei Top-Spiele bereit: Am Samstag (12.15 Uhr live auf DFB-TV) empfängt der VfL Wolfsburg Tabellenführer FC Bayern München. Tags darauf spielt der 1. FFC Turbine Potsdam gegen den 1. FFC Frankfurt.
Es ist ein spannendes Fernduell, dass sich der VfL und der 1. FFC Frankfurt liefern. Momentan liegen beide Teams punktgleich auf den Rängen zwei und drei. Meister FC Bayern München hat bereits einen Vorsprung von zwölf Zählern.
Kampf um Rang zwei Seit 36 Spielen ist der FC Bayern München in der Liga ungeschlagen. Aufgrund dieser Serie und des großen Vorsprungs der Münchenerinnen stellt auch VfL-Trainer Ralf Kellermann das Fernduell um den zweiten Platz in den Vordergrund: „Dieses Spiel ist natürlich sehr bedeutend für uns. Ich sage aber bewusst: nicht um Deutscher Meister zu werden, sondern um den zweiten Platz zu behaupten. Sollten die Bayern mal schwächeln, dann müssen wir zur Stelle sein. Ansonsten ist es aber unrealistisch, den Rückstand noch aufzuholen.“ Personell sieht es im VfL-Kader gut aus. Einzig hinter dem Einsatz von Vanessa Bernauer, der zwei Weisheitszähne gezogen wurden, steht noch ein Fragezeichen.
Das ewige Duell Wolfsburgs Konkurrent um die direkte Qualifikation für die Champions League ist der 1. FFC Frankfurt, der am Sonntag beim 1. FFC Turbine Potsdam antritt. Für den bisherigen Interimstrainer Matt Ross ist es das erste Spiel als Cheftrainer . „Spiele zwischen dem 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam, den Pionieren im deutschen Frauenfußball, sind immer etwas Besonderes – völlig unabhängig von der aktuellen Tabellensituation“, so Ross – denn so weit lagen die beiden Teams in der Tabelle schon lange nicht mehr auseinander. Die Potsdamerinnen rangieren derzeit auf dem achten Platz, zum Rückrundenauftakt beim SC Freiburg setzte es eine 0:2-Niederlage.“Der Schlüssel zum Erfolg liegt auch am Sonntag wieder in der defensiven Stabilität sowie in der Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Gerade in den Vergleichen mit den Top-Teams der Liga – und hierzu zähle ich Turbine ungeachtet des aktuellen Tabellenstands – kommt es darauf an, seine Chancen konsequent zu nutzen“, sagt Ross.
Süd-Derby Die Freiburgerinnen, die gegen den 1. FFC Turbine Potsdam und den 1. FFC Frankfurt in der laufenden Saison Heimsiege feiern konnten, treten am Sonntag bei Tabellenschlusslicht 1. FC Köln an. Im Falle eines erneuten Sieges könnte der Sport-Club auf den vierten Tabellenrang klettern. Dafür ist aber die Mithilfe der TSG 1899 Hoffenheim nötig. Sie spielt auf eigenem Platz gegen den SC Sand, der einen Punkt mehr auf dem Konto hat als Freiburg. „Der SC Sand hat mit einem deutlichen Sieg gegen die SGS Essen seine starke Form nach der Winterpause bereits bewiesen. Die Südbadenerinnen stiegen mit ihren 21 Punkten auf Platz vier der Bundesligatabelle. Damit hat der Sport-Club bereits mehr Punkte gesammelt als in der gesamten Vorsaison“, zollt TSG-Trainer Jürgen Ehrmann dem Gegner großen Respekt. Einen Grund für die bisherigen Leistungen sieht Sands Trainer Alexander Fischinger auch in Harmonie des Teams. „Wir haben eine positive Stimmung in der Mannschaft und es hat sich gezeigt, dass es richtig war, auf Neuzugänge zu verzichten.“