Turbine Potsdam trennt sich von Marina Makanza

Von am 6. Februar 2016 – 10.00 Uhr 26 Kommentare

Frauenfußball Bundesligist 1. FFC Turbine Potsdam hat den Vertrag mit seiner französischen Stürmerin Marina Makanza aufgelöst.

Die Vertragsauflösung sei in „beiderseitigem Einvernehmen“ über die Bühne gegangen, lässt sich Turbine-Präsident Rolf Kutzmutz auf der vereinseigenen Website zitieren. Makanza habe gegen vertragliche Verpflichtungen verstoßen. So soll die 24-Jährige am 5. Januar unentschuldigt beim Start ins Trainingslager gefehlt haben und anschließend zudem ihre Krankschreibung verspätet eingereicht haben.

Vertragsauflösung folgerichtig
„In den dazu geführten Gesprächen ist ihr die Fortsetzung ihres Vertrages zu den geltenden Bedingungen angeboten worden. Dieses Angebot hat sie nicht angenommen, sodass die Auflösung des Vertrages folgerichtig war“, so Kutzmutz.

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Makanza erhebt schwere Vorwürfe
Makanza selbst zeichnet via Twitter jedoch ein anderes Bild. „Drohungen und Druck seitens der Vereinsverantwortlichen haben mich dazu bewogen, diese Entscheidung zu treffen“, stellt sie ihrem ehemaligen Verein kein gutes Zeugnis aus.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • Eric sagt:

    „also zu gleichen Konditionen“… was könnte das wohl heißen?

    (-2)
  • FFFan sagt:

    @ Eric:

    Die Formulierung „also zu gleichen Konditionen“ ist nur eine Schlussfolgerung des PNN-Redakteurs. In der offiziellen Stellungnahme von Turbine Potsdam ist lediglich von den „geltenden Bedingungen“ die Rede:

    Zu diesen – vom Verein diktierten – Bedingungen gehörte offenbar auch die Strafversetzung in die zweite Mannschaft. Das wollte sich Makanza wohl nicht gefallen lassen.

    Auch letztes Jahr hatte Turbine Ärger mit einer unentschuldigt fehlenden Spielerin. Damals betraf es Genoveva Anonma, die daraufhin zur Strafe für ein Spiel aus dem Kader gestrichen wurde. Die Äquatorialguineerin nahm das hin, zog aber am Saisonende ihre Konsequenzen.

    (-5)
  • cosinus sagt:

    Super, was einige so genannte Fan`s hier vom Stapel lassen. Sie müssen dann ja Tag und Nacht bei TP anwesend sein, oder?
    Es fehlt jetzt nur noch, daß BS Schuld ist, daß so viele Flüchtlinge in Deutschland sind usw..
    Übrigens hat TP mehr Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs im
    BL-Kader als alle anderen- also keine Bange .
    Vielleicht möchten die Fan`s überall eine „Wohlfühl-Oase“ wie in Frankfurt/M..

    (11)
  • Detlef sagt:

    @OrbisJack,
    was Du über Schröder geschrieben hast, kann ich so unterschreiben!!!
    Doch ich sage es immer und immer wieder, er war nie anders!!!

    Vielleicht hast Du Recht, und frühere Kickerinnen waren da weniger dünnhäutig, was diese harte Gangart angeht!!!
    Ähnliches hatte früher schon mal VIOLA ODEBRECHT, und kürzlich erst JOSCHI SCHLANKE bei TzA angemerkt!!!

    Doch bei MARINA lag der Verstoß eindeutig bei ihr selber!!!
    Wie soll ihr trotziges Zwitschern da andere Spielerinnen abschrecken, zu TURBINE zu kommen???

    Fertig ausgebildete Topkräfte wie SVENJA HUTH werden wir zukünftig nur noch in Ausnahmefällen bekommen!!!
    Der Regelfall werden eher unbekannte Talente und eigene Nachwuchskräfte sein!!!
    Für die war und ist TURBINE weiterhin eine Topadresse!!! 🙂

    Ich finde es schon bemerkenswert, wie ein Disziplinverstoß einer Spielerin hier sofort in eine Verfehlung des Vereins umgewandelt wird!!!

    Aber das sind ja sowieso alles nur Verschwörungstheorien!!! 😉

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  • fisch sagt:

    Toll recherchiert Markus Juchem. Und wieder ein tolles Turbine-
    Bashing organisiert.

    (-9)
  • tpfn sagt:

    Das Turbine Trainingslager ist mit Sicherheit nix worauf sich die Mädels immer freuen, dass es dann zu bösem Blut kommt wenn eine meint sie könnte den „Drill“ etwas verkürzen indem sie einfach später anreist und dann noch nicht mal ne anerkannte Entschuldigung vorweisen kann, sollte man nachvollziehen können. Wenn dann seitens der Vereinsführung keine entsprechenden Konsequenzen gezogen werden, kann der Verein einpacken, dann funktioniert das ganze TP-System, was hauptächlich auf Disziplin und Gehorsam ausgerichtet ist, nicht mehr. Is man ein Ausnahmetalent schafft man es in jedem Verein bis zur Natio, is man dies nicht, schafft man es nur über Disziplin und harte Arbeit. Für Ausnahmetalente ist TP nicht attraktiv genug (zu rauher Umgangston, keine Besserstellung, geringe Bezahlung). Kommt es zur Disziplinlosigkeit bei TP, nimmt sich der Nachwuchs daran ein Beispiel und das Niveau wird sinken. Wenn man sich die Nachwuchsarbeit der anderen großen Vereine der BuLi mal anschaut, dann sollte man, im Sinne des deutschen Frauenfußball, mal schön den Ball flach halten mit der TP-Kritik wenn dort Disziplinlosigkeit hart geahndet wird.

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