FC Bayern enteilt der Konkurrenz

Von am 20. Dezember 2015 – 17.32 Uhr 45 Kommentare

Der FC Bayern München hat am 12. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga seinen Vorsprung an der Tabellenspitze weiter ausgebaut. Nachdem die beiden Verfolger gepatzt hatten, setzte sich der FCB beim 1. FFC Turbine Potsdam durch. Auch die TSG 1899 Hoffenheim ging als Sieger vom Platz.

Zwölf Punkte beträgt bereits der Vorsprung des FC Bayern München auf die Verfolger VfL Wolfsburg und 1. FFC Frankfurt. Beide Teams verloren ihre Partien, der VfL mit 1:2 gegen den FF USV Jena, der FFC mit 2:3 bei der SGS Essen. Weiter unbesiegt ist hingegen der FCB, der das Topspiel beim 1. FFC Turbine Potsda mit 2:0 (1:0) gewann.

München weiter ungeschlagen
Die Potsdamerinnen hielten zunächst gut mit dem Deutschen Meister mit, der FCB konnte sich kaum Chancen erspielen. Eine der wenigen nutzte dann aber Gina Lewandowski in der 21. Minute zur Gäste-Führung. Ilaria Mauro hatte für die Potsdamerinnen knapp sieben Minuten später die Möglichkeit zum Ausgleich, Tinja-Riikka Korpela im Bayern-Tor klärte allerdings. Nach dem Seitenwechsel verdoppelte Vivianne Miedema (48.), die in der ersten Hälfte noch im 1:1-Duell an Potsdams Torhüterin Lisa Schmitz gescheitert war, und stellte damit vor 2380 Zuschauern den Endstand her.

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Vivianne Miedema (Mitte) sorgte für die Entscheidugn in Potsdam. © foto2press, Karsten Lauer

Vivianne Miedema (Mitte) sorgte für die Entscheidung in Potsdam. © foto2press, Karsten Lauer

Hoffenheim beendet Freiburgs Serie
Ebenfalls drei Punkte eingefahren hat die TSG 1899 Hoffenheim, die sich im Derby gegen den SC Freiburg mit 2:0 (0:0) durchsetzen konnte. Leonie Pankratz gelang in der 59. Minute die Führung für die TSG. In der Nachspielzeit legte Anne Fühner das 2:0 für die Gastgeberinnen nach, die dadurch den Sportclub in der Tabelle überholt haben und nun auf dem sechsten Tabellenrang liegen. „In der ersten Halbzeit haben wir zu schnell nach vorne und damit Freiburg ein wenig in die Karten gespielt. Insgesamt hatten wir es aber auch da schon gut im Griff und stark dagegengehalten. In der zweiten Halbzeit wollten wir dann mehr Ballbesitz und klarer spielen“, so TSG-Trainer Jürgen Ehrmann.

Bei den Freiburgerinnen, die zuletzt fünf Spiele in Folge unbesiegt geblieben waren, sah Trainer Jens Scheuer einen Leistungsabfall: „Wir […] sind nicht annähernd an die Leistung der letzten Wochen herangekommen. Wir haben über weite Strecken den unbedingten Willen vermissen lassen, dieses Spiel heute zu gewinnen. In der zweiten Halbzeit, nach dem 0:1, hatten wir dann eine gute Phase, in der wir aber vor dem Tor nicht kaltschnäuzig genug sind. Aber jede Sache hat etwas Gutes für sich. Vielleicht ist uns diese heutige Niederlage eine Lehre und wir besinnen uns wieder auf unsere Stärken und nicht auf Dinge, die von außen an uns herangetragen werden.“

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Remis zwischen den Aufsteigern
Die beiden weiteren Partien des Sonntags endeten remis. Im Duell der Aufsteiger trennten sich der 1. FC Köln und der SV Werder Bremen 2:2 (1:2). Katharina Schiecht brachte Werder mit einem frühen Tor in Führung (4.). Lise Munk könnte für Köln in der 31. Minute ausgleichen, dennoch gingen die Gäste mit der Führung in die Halbzeit: Michelle Ulbrich erzielte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:1 für Bremen. Im Gegensatz zum Hinspiel, als die Kölnerinnen in Bremen eingebrochen waren, kämpften sie sich diesmal wieder ins Spiel. Yvonne Zielinski gelang in der 58. Minute der Ausgleich für Köln.

Keine Tore in Leverkusen
0:0 endete die Partie zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem SC Sand. In der 54. Minute bekam Leverkusen nach einem Foul an Rebecca Knaak einen Strafstoß zugesprochen. Sands Torfrau Kristina Kober flog beim Strafstoß von Marisa Ewers zwar in die richtige Ecke, hatte aber das Glück, dass der Ball vom rechten Innenpfosten an der Torlinie entlang und anschließend ins Toraus kullerte.

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Tabelle Frauen-Bundesliga

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45 Kommentare »

  • OrbisJack sagt:

    @tiberias

    Wenn dass gelingt in Berlin ist es sowieso dann Schluss und Aus für Turbine. Und ich muss auch sagen, die „Leistungsdichte“ die so gesprochen wird (mit Essen, Sand und Freiburg als beispiel) ist für mich eine Illusion die entsteht weil Wolfsburg so eine blamabele hinrunde gespielt hat. Hätten die ihre Kader Potenzial erfüllt hätten die Freiburg, Sand, Jena und auch Potsdam zu Hause besiegt, nur eine Punkt hinter Bayern und ELF punkte vor wer-auch-immer-den-dritten-platz-belegt.

    Es ist ein Mirage. Eigentlich hat nur die alte Vereine in Potsdam und Frankfurt die Realität eingeholt. Keine die genannten Vereine wird CL spielen, und am Ende werden auch ihre ‚Junge Wilde‘ sich nach München oder Wolfsburg sehnen. Wenig Geld hat gerreicht für eine Angriff auf den Dritten Platz (wobei die Frage bald entsteht fûr die Übrigen Zehn: wie viel will man überhaput ausgeben um dritte zu werden?)

    @holly

    Mit Probleme sich beschäftigen ist das eine…aber ohne eine dramatische Wendung (entweder verliert die Grpssen Männervereine interesse, oder Potsdam bekommt eine Milliarden Schwere „Sugar-Daddy“), muss du akzeptieren dass Potsdam einfach kein Macht auf dem Markt hat, und wahrscheinlicher ist dass die ihre Jungen an die anderen verlieren als sich verstärken. Dass die anderen ein bisschen Erfolg hat, habe ich schon als Wolfsburgs Pleiten geschuldet…und sowieso, sind die alle auch nur Farm teams am ende. SGS in die Champions League? Nee…genauso wenig wie die anderen.

    (3)
  • holly sagt:

    @orbis Jack, es ist sicher wahr das Wob und der FFC eine miese Hinrunde gespielt haben. Aber Teams wie Freiburg, Essen waren schon immer so ungefähr in dem Bereich.
    Freiburg hat auch jedes Jahr seine besten Spielerinnen immer verloren und schafft es jedes Jahr die Qualität im Kader zu halten.
    Wobei ich bei Freiburg etwas enttäuscht bin.
    Hatte vor der Saison vermutet das sie mindestens auf dem 5 Platz(und 19-20 Punkte) stehen werden.
    Sand hat sich genau richtig verstärkt und die Spielerinnen abgegeben die man nicht mehr wollte.
    Leider wird es den FFC und Turbine noch ärger erwischen wenn dort nicht bald die verantwortlichen aufwachen.
    Sicher wird es schwer bis unmöglich wie du natürlich richtig schreibst die CL Quali zu schaffen, aber es gibt ja noch viel Platz zwischen Platz 3-4 und noch tiefer gelegenen Rängen.
    Wenn bei den beiden Vereinen sich nichts ändert werden sie bald in der Tabelle auch hinter Clubs wie Sand und Jena liegen sicher nicht diese Saison. Aber es gibt ja noch die Zukunft und da sehe ich den FFC und Potsdam im Moment am schlechtesten aufgestellt. Ich würde mir wünschen das beide wieder zu alter Stärke zurück finden. Umso mehr Teams auf einem Niveau umso mehr Spannung ist in der Liga.

    (1)
  • holly sagt:

    @ Orbis Jack, ich denke von einem zusammenschluss der Berliner Vereine muss Turbine sich nicht fürchten. Denke aber wenn Red Bull mit Leipzig komplett in den Frauen/Mädchen Bereich einsteigt. Dann wird es für Turbine richtig eng.

    (-2)
  • OrbisJack sagt:

    @holly

    1. Ich hab nur Wolfsburgs miese hinrunde erwähnt. Was Frankfurt gemacht hat ist mir nicht so überraschend.

    2. „Verantowrtliche aufwachen“….und dann was machen? Würde gern hören wie diese Mannschaften agieren könnte ohne ein richtig heftige Fiannzspritze. Ich rede hier nicht von ‚besser als Sand stehen‘ sondern mithalten mit Bayern und Wolfsburg (was schon eigetnlich zu vergessen ist).

    3. Bis zum UEFA eine richtige reform des CL machen ist platz 3 genauso wertlos eigentlich wie platz 4 bis 10. Gibt es überhaupt Preisgeld dafür? Wenn selbst die Champions League eine Riene Prestige wettbewerb ist (das Geld da ist auch lächerlich) was wird eine Verein dsazu bewegen viel Geld an eine 3 platz zu werfen. Wenn du Geld reinpumpstist das NUR für CL…genaus das Problem Turbine hat. Schaumal z.B. die Männer Bundesliga an. 18 Vereine, VIER geht zur UCL, nächsten 2 oder 3 zum Europa League…darunter schon Abstiegsgefahr. Wenn die Frauen Bundesliga solche bedingungen hätte, wäre das behalten und verpflichtungen von Spielerinnen ganz anders…also, da ist ein platz auf den Wolfsburger bank gar nicht so attraktiv wie heute.

    4. Red Bull sowieso…aber auch eine erst ligisten aus Berlin wird problematisch for Potsdam. Ich hoffe aber dass es für die reine Frauen Vereine was passiert (was, weiss ich nicht), weil es droht für mich eine Liga aus Franchises von Männervereine…unf am Ende werden die immer andere prioritäten haben. RB Leipzig wäre am Ende nicht anders.

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  • holly sagt:

    @Orbis Jack, sicher wird es immer schwieriger für reine FF Vereine. Das Geld was man hat, sollte man schon sinnvoll investieren, auch wenn es weniger ist wie andere Vereine haben. Turbine war schon immer ein Ausbildungsverein und wird das auch ewig bleiben. Alles andere wäre Utopie bei der Entwicklung des FF.
    Turbine hat im Moment noch den Vorteil das sie in ihrer Region und dem etwas weiter entfernten Jena schon eine Vormachtstellung haben. Diese gilt es zu nutzen. Dabei ist sicher nicht hilfreich alten Zeiten nach zu weinen. Essen ist auch froh immer „the best of Rest“ zu sein. Obwohl die am Anfang der Saison auch immer tiefstappeln sie wollen erstmal die Punkte gegen den Abstieg haben.
    Die nächsten 10 Jahre sehe ich die reinen FF BL nicht gefähredet da die MF Vereine zu wenig investerien (außer Wob und München). Man sieht ja dieses Jahr wie schwer sich Werder und Köln tun. Ähnlich wird es nächstes Jahr Gladbach gehen.
    Es sei denn der DFB verkleinert die BL was ich nicht hoffe.
    Mit RB müssen wir uns denke ich schon eher beschäftigen wie mit dem Berliner Gemeinschaftsverein. Theoretisch hat RB fast alle Grundlagen schon gelegt im Mächenbereich. Sie müssten eigentlich nur noch den FFV übernehmen und könnten dann an den Start gehen. Das denke ich wird spätestens in 5 Jahren soweit sein. Bisher hiess es immer das man kein Intresse hätte. Zur Zeit lehnt man es nicht mehr so kategorisch ab wie sonst.

    (2)