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2015

Topspiel in Wolfsburg, Neustart in Frankfurt

Mit einem Sieg gegen den 1. FC Köln verschaffte sich der 1. FFC Turbine Potsdam am vergangenen Spieltag weiter Luft, mit Vize-Meister VfL Wolfsburg erwartet die Brandenburgerinnen nun einen unweit schwerere Aufgabe. Der 1. FFC Frankfurt trifft im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Colin Bell auf den SC Sand.

Der zehnte Spieltag findet vollständig am Sonntag statt, um 11 Uhr werden die Begegnungen in Jena und Frankfurt angepfiffen.

Angenehmes Weihnachtsfest bescheren Der FF USV Jena empfängt den 1. FC Köln, der mit lediglich zwei Punkten auf der Habenseite abgeschlagen auf dem letzten Tabellenrang liegt und unter Zugzwang ist. Für die Kölnerinnen ist es das erste Spiel mit dem neuen Trainer Marcus Kühn . Schenken wird Jena den Rheinländerinnen nichts: Zuletzt zeigte die Mannschaft von Trainer Daniel Kraus gegen den 1. FFC Frankfurt, wie echter Siegeswille aussieht. In einem hart umkämpften Spiel präsentierte sich die Mannschaft hochmotiviert und verlor nur knapp mit 4:5. Gegen das Tabellenschlusslicht zählt für sie nichts anderes als ein Triumph. Co-Trainer Steffen Beck dazu: „Für uns kommen jetzt wichtige Wochen, in denen wir uns ein angenehmes Weihnachtsfest bescheren können.“

Frankfurt gegen Sand: Ein Spiel auf Augenhöhe Wie gegen Jena, möchte Frankfurt sicherlich nicht wieder derart mühevoll drei Punkte holen. Jedoch ist gegen den SC Sand tatsächlich eine Partie auf Augenhöhe zu erwarten. Sand liegt nur zwei Punkte hinter Frankfurt auf Platz 5. Zwar kam das Team zuletzt über ein Unentschieden gegen Freiburg nicht hinaus, zeigte aber schon in vorangegangenen Partien eine beeindruckende Leistung. Das weiß auch FFC-Interimstrainer Matt Ross: „Der SC Sand ist ein gutes Beispiel dafür, wie stark und ausgeglichen die Liga in dieser Saison ist – für mich ist die bislang gute Platzierung unseres Gegners keine Überraschung.“ Dennoch möchte das Team alles daran setzen, die „intakte Position im Kampf um die Champions-League-Plätze zu festigen.“

Knüpft Freiburg an seine beeindruckende Leistung an? Im dritten Aufeinandertreffen des zehnten Spieltags reist Bayer 04 Leverkusen zum SC Freiburg. Gegen Bayern München kassierte Leverkusen eine klare 0:5-Klatsche und auch in der einen oder anderen Begegnung davor, wie beispielsweise beim 1:1 gegen Werder Bremen, hatte sich Bayer vermutlich mehr erhofft. Um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien, zählt jeder Punkt. Aktuell noch auf Platz 10, möchte die Mannschaft weiter Boden gutmachen. Ob dies gegen Freiburg gelingen wird? Spätestens seit dem Spiel gegen Frankfurt und einem beeindruckenden 4:0-Sieg weiß die Bundesliga, dass der SC Freiburg immer für eine Überraschung gut ist.

Hoffenheim geht als Favorit ins Spiel gegen Bremen Ähnlich schwierig erscheint der zehnte Spieltag für den SV Werder Bremen. Lässt man ausschließlich die Zahlen sprechen, ist die TSG 1899 Hoffenheim der klare Favorit: Werder verbucht sechs Punkte auf seinem Konto und belegt aktuell Platz 11 in der Tabelle, die TSG sammelte bisher 12 Punkte und liegt auf Platz 6. Die letzte Partie verlief für Hoffenheim jedoch alles andere als erfolgreich: Zu Hause verlor das Team von Trainer Jürgen Ehrmann deutlich 0:4 gegen Wolfsburg. Das Ziel ist aber „natürlich, beim Aufsteiger drei Punkte zu entführen. Damit könnten wir uns ein deutliches Polster zu den Abstiegsrängen erarbeiten. Vor dem Tor müssen wir wieder zielstrebiger und effizienter im Abschluss werden“, so Ehrmann.

Wolfsburg gegen Potsdam im Topspiel Der VfL Wolfsburg hat zuletzt drei Siege in Serie feiern können und möchte daran gegen den 1. FFC Turbine Potsdam anknüpfen. Dabei muss das Team jedoch auf seine Stürmerin Alexandra Popp verzichten: Wegen einer Wadenverletzung kann Popp bis zur Winterpause nicht spielen. VfL-Trainer Ralf Kellermann erwartet eine enge Partie, auch wenn der Blick auf die Tabelle einen anderen Eindruck erwecken lässt: „Das ist für mich ganz klar ein Top-Spiel. Ich lasse mich nicht von Platzierungen blenden, sondern beurteile den Gegner nach dessen Potenzial – und das ist groß“. Dennoch kann Wolfsburg mit breiter Brust in die Begegnung gehen. In den vorangegangenen Spielen zeigte die Mannschaft eine solide Leistung, insbesondere auch im Defensivverhalten. Jede der letzten drei Partien entschieden sie zu Null für sich.