FFC Frankfurt trennt sich von Colin Bell

Von am 1. Dezember 2015 – 15.26 Uhr 38 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt und Trainer Colin Bell haben sich einvernehmlich geeinigt, zukünftig getrennte Wege zu gehen. Bell zieht es nach Skandinavien.

Der Verein verständigte sich nach vertrauensvollen und intensiven Gesprächen darauf, dass das Arbeitsverhältnis zum Jahresende im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst und beendet wird. Bell wechselt zum norwegischen Vizemeister Avaldsnes IL, wie der norwegische Verein auf seiner Facebook-Seite bestätigte.

Colin Bell wird ab sofort das Training nicht mehr leiten, stattdessen werden die beiden Co-Trainer Matt Ross und Kai Rennich die Betreuung der Mannschaft interimsmäßig übernehmen. Das Bundesligateam wurde heute Nachmittag über die Veränderung informiert. Colin Bell hatte die Position des Cheftrainers am 1. Juli 2013 angetreten und mit der Mannschaft große Erfolge erzielt. So wurde der 1. FFC Frankfurt in dieser Zeit DFB-Pokalsieger sowie Vize-Meister 2014 und gewann 2015 die UEFA Women‘s Champions League.

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Dank für Zusammenarbeit
Auch aktuell spielt der 1. FFC Frankfurt in der Allianz Frauen-Bundesliga mit drei Punkten hinter dem Spitzenduo weiter um die Champions-League-Qualifikation und steht im Viertelfinale von Europas Königsklasse. FFC-Vorsitzender Bodo Adler erklärt: „Wir haben Fußballlehrer Colin Bell viel zu verdanken und in den letzten zweieinhalb Jahren gut und erfolgreich zusammengearbeitet. Wir wünschen ihm als Trainer und persönlich für die Zukunft weiterhin viel Erfolg. Die Art und Weise der einvernehmlichen Trennung entsprach der Qualität unserer vertrauensvollen Zusammenarbeit.“

Colin Bell

FFC-Trainer Colin Bell sucht eine neue Herausforderung © Volker Nagraszus / girlsplay.de

Dietrich: Neu durchstarten
FFC-Manager Siegfried Dietrich meint: „Nach einer erfolgreichen Ära unter unserem Cheftrainer Colin Bell haben wir jetzt die Gelegenheit, neu durchzustarten und unsere anspruchsvollen Ziele in der laufenden Saison weiter im Blick zu haben. Dabei vertrauen wir auf die beiden bisherigen Co-Trainer Matt Ross und Kai Rennich, die das Training interimsmäßig leiten werden und natürlich auf unsere sehr gut aufgestellte Mannschaft.“

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Bell: Beruflich neu ausrichten
Colin Bell sagt: „Ich hatte eine großartige Zeit beim 1. FFC Frankfurt und bin sehr stolz und dankbar, mit unserer tollen Mannschaft und dem engagierten Betreuerteam zusammengearbeitet zu haben. Ich wünsche dem 1. FFC Frankfurt und meinen bisherigen Spielerinnen das Allerbeste und werde dem Verein verbunden bleiben. Nach der schönen und erfolgreichen Zeit in Frankfurt ist es für mich jetzt einfach wichtig, eine neue Herausforderung anzunehmen und mich beruflich neu auszurichten.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

38 Kommentare »

  • Player sagt:

    Kommt jetzt Sascha Glass zürück?

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  • Hitzfeld09 sagt:

    Oder Sven Kahlert ? … 😉
    Zorniger hat gerade auch nix zu tun.
    O.K., just kidding …

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  • FFFan sagt:

    @ translate:
    „… dabei seien „einige Tränen geflossen“.“

    Es könnte sich dabei aber -bei der ein oder anderen Spielerin- auch um Freuden- bzw. ‚Krokodilstränen‘ gehandelt haben! 😉

    (10)
  • vikkybummsy sagt:

    mal am Spamen beteiligen:

    Es soll Frauen geben die können auf Kommando heulen (hab ich mal irgendwo gelesen 🙂

    Heulen wird überbewertet

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  • Fuxi sagt:

    @holly

    Feifel hat Anfang Oktober die bis dahin punktlosen U16-Junioren beim HSV übernommen, als Nachfolger von Rodolfo Cardoso. Die männlichen. Und die spielen als HSV II. in der U17-Regionalliga, als Unterbau der U17-Bundesliga von Christian Titz und Bastian Reinhardt.

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  • wisser sagt:

    aus den potsdamer erfahrungen kann ich den verantwortlichen nur raten die finger von A.F. zu lassen. er will viel kohle und bringt nicht die entsprechende gegenleistung. aber ein austausch zwischen potsdam und frankdurt findet aus bekannten gründen nicht statt.die potsdamer würden den alleswisser S.D. eher ins messer laufen lassen.wer passt zu dem team und S.D.? Ich kenne niemanden der sich pausenlos bevormunden lässt, selbst vor der PK gibt D.die statesments vor.keine ahnung, aber reden!von welchen anspruchsvollen zielen spricht er eigentlich immer schon seit jahren, immer die gleichen texte!!

    (-1)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @vikkybummsy
    > Heulen wird überbewertet
    Schreibst Du das auch, wenn es Freudentränen waren?

    Über die Art der geflossenen Tränen muss sich jeder selbst ein Bild machen, aber bisher scheint mir da ausschliesslich Trauer damit verbunden zu werden.

    (-1)
  • translate sagt:

    @vikkybummsy:
    „Es soll Frauen geben die können auf Kommando heulen.“
    Man(n?) sind wir heute wieder gut drauf – das ist ja wahnsinnig lustig!

    @wisser:
    „Wer passt zu dem team und S.D.?“
    Einen kompetenten Coach für das Team zu finden, dürfte kein Problem sein.
    Gleichzeitig wird ein wirklich kompetenter/integrer Trainer aber nie den Lakai für S.D. spielen – zumindest, höchstens für einen gewissen Zeitraum (bis das Toleranzpotential erschöpft ist und er hinwirft).
    Er müsste wohl erst noch geboren werden …

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  • holly sagt:

    @ danke Fuxi, hatte mich schon gewundert das ich nichts davon gehört habe. Das es die männlichen U16 HSVer sind erklärt es dann.

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  • vikkybummsy sagt:

    „Man(n?) sind wir heute wieder gut drauf – das ist ja wahnsinnig lustig“

    Ich bin halt ein lustiges Menschenkind und kann mich selbst supergut leiden.

    „Über die Art der geflossenen Tränen muss sich jeder selbst ein Bild machen, aber bisher scheint mir da ausschliesslich Trauer damit verbunden zu werden“

    Ich war nicht dabei und kann es deswegen nicht beurteilen. Mein Kommentar war eher flapsig gemeint ohne große Aussagefähigkeit, eben nur mal so. Wenn Du dabei warst und hast echte Tränen gesehen, entschuldige ich mich hier in aller Form, aber nur wenn Du selbst vor Ort warst, gelle.
    Ich kann mir eben nicht vorstellen das es den Mädels nicht bewußt war das es mit CB so nicht weitergehen konnte.

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  • Zaunreiter sagt:

    @Detlef:
    Ich muss dir widersprechen, mit deiner Aussage, dass der „Helenio Herrera des Frauenfußballs“, dessen emotionale Art ja so sympathisch an der Linie in Bad Neuenahr daherkam. Er ließ den bis dato schlimmsten Fußball spielen. Und getobt wie in Frankfurt hat er da auch schon. Ich glaub *sinnier* die Maßeinheit für „Herumtoben an der Seitenlinie“ heißt Didi Schacht. Kann natürlich auch inzwischen „Bell“ heißen. Es war nicht schön, sich so manches Unentschieden anzutun. Ich halte ihm nur zugute, dass er Laura Störzel weiterentwickelte. Die da zuletzt im DM von Frankfurt einen guten Job gemacht hat. Ich hoffe nur, dass der neue australische Trainer an Kuznik und Störzel festhält.

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  • enthusio sagt:

    Sucht Frankfurt nicht noch eine gute Stürmerin ?
    Hier ist eine auf dem Markt:

    https://ffschweden.wordpress.com/2015/12/08/kosovare-asllani-verlaesst-psg/

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  • shane sagt:

    um gottes willen, enthusio. FFC, haende weg von der drama queen asllani! es sei denn der FFC will wieder zum full-of-stars-but-not-a-team werden. asslani konnte sich bisher nirgends einfuegen und deutet gern mal an, dass da dann andere dran schuld sind. und als herausragende stuermerin hat sie sich mindestens in den letzten jahren auch nicht ausgezeichnet – kam in der schwedischen N11 nicht an schelin vorbei, dort jetzt auch von jakobsson und schough ueberholt; bei psg durch mittag&christiane ersetzt. arg ueberschaetzt, auch gerade durch sich selbst.

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  • FFFan sagt:

    @ enthusio:

    K.Asllani hat in dieser Saison noch kein Champions-League-Spiel für PSG bestritten, wäre also spielberechtigt. Das könnte sie in der Tat für den 1.FFC Frankfurt, aber auch z.B. für den VfL Wolfsburg interessant machen!

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  • translate sagt:

    Finde auch, dass Asllani’s Potential völlig überbewertet wird.
    Kann mir nicht vorstellen, dass Matt Ross darauf ‚reinfällt‘.
    Wenn sein Team eine Stürmerin braucht, dann eher den klassischen Knipsertyp (ohne Diva-Allüren).
    Auch Kellermann (@FFFan) dürfte erstmal die Nase voll haben einen zusätzlichen ‚Star‘ zu verpflichten.

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  • enthusio sagt:

    @shane:

    Keine Ahnung, ob Siggi Dietrich oder Ralf Kellermann auch dieselbe Meinung über Asllani haben wie Du. Natürlich kann ich auch nicht beurteilen, ob sie als Stürmertyp in das Schema von Frankfurt oder Wolfsburg passt.
    Aber das @ FFFan eingebrachte Argument (Spielberechtigung in der Champions League) könnte sie für beide Vereine interessant machen. Welche gute Stürmerin ist denn sonst noch auf dem Markt ?

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  • holly sagt:

    spielberechtigung hin und her. Was nutzt dir die spielberechtigung wenn die Spielerin nicht in die Mannschaft passt.

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  • shane sagt:

    @enthusio: was hilft eine spielerin, die zwar potentiell verfuegbar und spielberechtigt ist, aber nicht ins mannschaftsgefuege passt (und dazu noch teuer ist)?

    asslani mag ein enormes potential haben. ist aber hypersensibel (dagegen sind schough, goransson, jakobsson ausgeburten an (mentaler) robustheit. und die hatten auch alle grosse schwierigkeiten mit der deutschen, doch etwas raueren mentalitaet und clubatmosphaere). es braucht also ein gutes mass an einfuehlungsvermoegen und geduld, sie zu integrieren. wenn du ihre clubhistorie anschaust, wirst du sehen, dass das bisher niemandem gelang. ich bezweifle, dass gerade der FFC (oder auch irgend ein anderer dt. spitzenclub) da den durchbruch schafft.

    ich finde aber sowieso, dass dieser fokus auf spielerinnen nach „spontanbedarf“ einkaufen unsinn ist. die muessen eh auch in die mannschaft integriert werden. und das geht eben meistens nicht von jetzt auf gleich, sondern braucht zeit. wenn diese zeit in die spielerinnen investiert wird, die schon da sind (aka die im vorherigen transferfenster verpflichtet wurden), ist im allgemeinen mehr gewonnen. in der regel sind neuverpflichtungen, die nicht sofort einschlagen, naemlich nicht fehlverplichtungen an sich, sondern ein versagen des vereins in der integration von neuspielerin und vorhandenen team/gefahrener taktik.

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