Topspiel in Frankfurt, Wolfsburg will zurück in die Spur
Nach den zwei EM-Qualifikationsspielen gegen Russland und die Türkei nimmt die Allianz Frauen-Bundesliga am Wochenende wieder ihren Betrieb auf. Das Topspiel ist zweifellos die Begegnung zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem FC Bayern München. Aber auch andere Partien versprechen Spannung.
Die Spiele finden sowohl Samstag als auch Sonntag und Montag statt. Den Anfang machen am Samstag um 14 Uhr die SGS Essen und der 1. FC Köln.
SGS Essen empfängt den 1. FC Köln Köln konnte bisher keinen Sieg in der laufenden Saison verbuchen und steht langsam unter Zugzwang. Aktuell belegen die Spielerinnen um Trainer Willi Breuer den letzten Tabellenplatz. Jeder Punkt ist für die Mannschaft also Gold wert, um in der nächsten Saison nicht wieder in der Zweiten Bundesliga zu spielen. Ob dies gegen Essen gelingen wird? Gegen Turbine Potsdam strauchelte das bisher oft stark auftrumpfende Team leicht und kam über ein Unentschieden nicht hinaus. Dennoch geht die SGS als Favorit ins Spiel. Neuzugang Kozue Ando ist gegen Köln bereits spielberechtigt.
Jena gegen Freiburg: Spiel auf Augenhöhe? Weitere vier Partien finden am Sonntag statt. Viel Spannung verspricht die Begegnung zwischen dem FF USV Jena und dem SC Freiburg; in der Tabelle sind beide Mannschaften punktgleich. Nur die Tordifferenz beschert Freiburg momentan einen kleinen Vorteil, sodass sich die Breisgauerinnen vor Jena auf Platz 8 befinden – beste Voraussetzungen also für ein ausgeglichenes und spannendes Spiel auf Augenhöhe. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Frauen des USV ihre Stärken einbringen werden, dazu zählen ihre Athletik, ihre Physis und die Robustheit. Da müssen wir von der ersten Sekunde an dagegenhalten“, sagt SC-Trainer Jens Scheuer.
Champions-League-Sieger trifft auf Deutschen Meister Ebenfalls um 11 Uhr kommt es zum Topspiel des Spieltags: Der 1. FFC Frankfurt empfängt den FC Bayern München. Bayern ist in der Bundesliga seit anderthalb Jahren ungeschlagen. Frankfurt hingegen zeigte zuletzt Nerven. Gegen Aufsteiger Bremen erzielten die Hessinnen nur einen Punkt und blieben unter den eigenen Erwartungen. „Es ist eine große Motivation, alles dafür zu tun, den Bayerinnen mal wieder eine Bundesliga-Niederlage zuzufügen und ihre beeindruckende Serie zu brechen. Dafür brauchen wir aber auch einen guten Tag, an dem alles passt“, sagt FFC-Trainer Colin Bell, der dennoch die Gäste in der Favoritenrolle sieht.
Gelingt Werder Bremen der nächste Coup? Zeitgleich treffen der SC Sand und Werder Bremen aufeinander. Spannend wird sein, ob Bremen an seinen Achtungserfolg gegen Frankfurt am vergangenen Spieltag anknüpfen kann. Das Selbstbewusstsein dürfte davon in jedem Fall profitiert haben. Sand hingegen konnte in der letzten Partie gegen Wolfsburg zwar für keine Überraschung sorgen, zeigte aber auch schon in Begegnungen davor, dass mit der Mannschaft zu rechnen ist. Dabei sei vor allem an den Sieg gegen Wolfsburg erinnert. „Uns unterschätzt nach dem Sieg in Wolfsburg niemand mehr, und jeder Gegner wird gegen uns hoch motiviert zur Sache gehen“, denkt Sands Trainer Alexander Fischinger.