Turbine Potsdam kassiert nächste Niederlage

Von am 10. Oktober 2015 – 14.41 Uhr 27 Kommentare

Die Talfahrt des 1. FFC Turbine Potsdam hält an. Bei Bayer 04 Leverkusen kassiert die Elf von Trainer Bernd Schröder am 5. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga die vierte Niederlage.

Vor 778 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion feierte Bayer 04 Leverkusen dank eines Treffers von Turid Knaak und einer kämpferisch starken Leistung einen 1:0 (1:0)-Erfolg und kam damit zum ersten Saisonsieg.

Turid Knaak erzielt Tor des Tages

Knaak brachte die Gastgeberinnen mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze früh in Führung (9.). Zwar war Turbine Potsdam in der Folge über weite Strecke die Spiel bestimmende Mannschaft.

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Potsdam zu harmlos

Doch die Elf von Trainer Bernd Schröder verstand es kaum, sich gute Torchancen zu erarbeiten. Und so konnten die leidenschaftlich kämpfenden Leverkusenerinnen ihr eigenes Tor über die 90 Minuten sauber halten und sich am Ende über den ersten Saisonsieg freuen.

Spielszene Bayer 04 Leverkusen gegen Turbine Potsdam

Bayer 04 Leverkusen stürzt Turbine Potsdam in die Krise © foto2press / Oliver Zimmermann

Lia Wälti: Selbstvertrauen fehlt

Turbine-Kapitänin Lia Wälti meinte nach dem Spiel: „Es ist schwer zu sagen, woran es derzeit liegt. Wir hatten viel Ballbesitz und haben den Ball gut laufen lassen. Wir haben uns aber keine Chancen erspielt und Leverkusen hat das gut gemacht. Wenn man in der Krise ist, fehlt einem auch das Selbstvertrauen, mal eine Einzelaktion zu starten.“

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Turid Knaak: Stein vom Herzen gefallen

Leverkusens Torschützin Turid Knaak erklärte: „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen. Wir haben diesen ersten Sieg gebraucht und jetzt einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Es war in der zweiten Halbzeit keine spielerische Offenbarung, aber wir haben alles gegeben und leidenschaftlich gekämpft. Wir sind überglücklich.“

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Tabelle Frauen-Bundesliga

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • football-women.com sagt:

    @waiiy
    Das Spiel wurde, diesmal exakt wie im Vorbericht erwartet, durch die leverkusener defensivleistung entschieden, gekoppelt an die Frage, ob TP genug individuelle Klasse hat, da durch zu kommen, wenn sie gut ist.
    viel besser als Turbine das Spiel von Leverkusen zerstört hat, geht es doch gar nicht mehr. Das war viel, viel besser als in München zum Schluss und in Frankfurt, wo es nur Glück war, das es bis zur Hz nicht schon 0:3 stand.
    Und TP hat keine Stürmerin mehr, die solche Sachen so gut macht wie Knaak. Turid muss man dazu sagen. Und zwar sogar bei weitem nicht.

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  • Naryl sagt:

    Mir fehlt da gestern eindeutig überlegtes ruhiges Spiel.

    Wenn der Gegner tief steht, dann muss ich kontrolliert und ruhig spielen und auf die Lücke warten. Das scheint aber mit Spielerinnen, die nach dem Prinzip ‚Schnelles nach vorne Stürzen ist wichtiger als Technik‘ ausgesucht/trainiert werden, anscheindend nicht möglich.

    Wenn der Gegner am 16er auf dich wartet, bringt dir Schnelligkeit rein gar nichts, und das haben immer mehr Mannschaften als probates Mittel gegne Turbine erkannt.

    Ich denke die Mädels haben das Niveau im oberen Mittelfeld mitzuspielen, wenn sie taktisch richtig (und vor allem variabel) eingestellt sind und nicht immer wieder auf falschen Positionen eingesetzt werden.

    (5)
  • Frank sagt:

    @ enthusio

    Nur zu Info, Marina hatte sich einen Virus eingefangen. (Magen/Darm)

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  • Fuxi sagt:

    Was ich Samstag vom Spiel gesehen habe, hat mich fatal an die frühen 2000er-Spiele des HSV gegen die Großen der Liga erinnert: Tief stehen, lang nach vorn, und da helfe die liebe Göttin. Leverkusen spielte doch kaum anders. Allerdings mit Ex-HSVerinnen, die diese Zeiten – die Vreden-Ära – gar nicht mehr erlebt haben.

    Erschrocken bin ich richtig über Turbine. Ich kann mich nicht erinnern, die mal derart schwach und blutleer erlebt zu haben. Klar isses Kopfsache. Aber die Frage ist, schafft es Schröder noch, die Köpfe frei zu bekommen?

    Ich vermute: Ende des Jahres macht Bernd Schröder Schluss. Spätestens. Mit ihm ist Turbine groß geworden, da wird er sicher nicht derjenige sein (wollen), der sie ins Unterhaus führt. Das hätte er auch nicht verdient.

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  • enthusio sagt:

    @Frank:

    Alles klar, danke für die Info !

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  • Karate Gal sagt:

    Bloggerin Christin H. spricht mir aus dem Herzen, wenn sie schreibt:

    „In diesen Zeiten trennt sich die Spreu vom Weizen.

    Gesagt wurde zur Leistung schon zum Teil zu viel. Keiner von uns weiß wirklich was in den Köpfen der Spielerinnen los ist, welchen Knopf man drücken muss das die Wende gelingt.

    Wir als Fans können nur eines tun, versuchen sie zu stützen. Nichts ist in dieser Situation tödlicher als eine Mannschaft, die allein da steht.

    Wir müssen noch an sie glauben, wenn wir es nicht tun, wer dann.

    Turbine hat mir und anderen in den letzten 10 Jahren so viel gegeben. Jetzt ist es an der Zeit zurückzugeben, wo der Verein unsere Hilfe braucht.“

    Go Turbine! Wir glauben an Euch!

    Weil echte Liebe auch Krisen kennt und ihre Überwindung, sie erst besonders macht.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Karate Gal
    Diese wenigen Worte der Bloggerin aus dem Kontext gerissen, ist ein falscher Ansatz!
    Sie ist entgegen dieser Kurzaussage nämlich nicht wirklich kritikfähig, sondern lediglich eine recht verklärte Mitläuferin, die nicht die wahren Gründe für Turbines bereits mehrjährigen Abgesang, zu erkennen vermag.
    Nicht Oberflächlichkeit, sondern tiefgründige und vorallem langjährige Fanverbundenheit, jenseits von nur Konsum der sportlichen Erfolge, sind vonnöten. Durchhalteparolen und der Glaube, irgendwie wie man da schon rauskommen, wenn man mit den Spielerinnen spricht, ist zu monoton, anstatt zielführend zu sein.
    Übrigens, was soll man davon halten, wenn man über die TP-Kontaktmailadresse schon vor zig Wochen darauf hinweist und das per Link-Angabe untermauert, dass die ehem. Rekordkurzzeit-Turbine Nina Frausing Pedersen sich nicht ins Karriereende verabschiedet hat, wie unverändert auf der Webseite zu lesen ist, sondern Stammspielerin bei Fortuna Hjörring ist?
    Was will man damit noch vertuschen?
    Und noch ein Übrigens, hat sich mal jemand der TP-Fans gefragt, was aus der geplanten Sommerverpflichtung der japan. Nachwuchsspielerin wurde, die noch in der Winterpause vorgespielt hatte?
    Was wurde eigentlich aus Laura Engler, die auch als hoffnungsvolle Torhüterin galt, aber dann doch recht schnell in der Versenkung verschwand? Karrierende?

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