Valais Cup: Bayern München im Finale gegen Olympique Lyon

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Der Deutsche Meister FC Bayern München hat nach einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Paris Saint-Germain das Finale beim Valais Cup erreicht. Dort geht es gegen Olympique Lyon, das einen Kantersieg gegen den FC Zürich Frauen feierte.

Im verregneten Stade d’Octodure von Martigny musste nach einem 0:0 nach regulärer Spielzeit von 90 Minuten das Elfmeterschießen entscheiden, dort hatte die Elf von Trainer Thomas Wörle mit 4:3 das bessere Ende für sich. Hier trafen Melanie Behringer, Caroline Abbé, Nora Holstad und Gina Lewandowski, nur Eunice Beckmann scheiterte, während der französische Vizemeister gleich zwei Versuche nicht im Tor unterbrachte.

Gute Bayern-Chancen kurz vor Schluss
In der an Torchancen armen Partie hatte Behringer mit einem Schuss die beste Bayern-Chance der ersten Halbzeit, doch Paris-Torhüterin Katarzyna Kiedrzynek konnte parieren (37.). Vivianne Miedema hatte dann kurz vor Schluss Pech, als der Außenposten für Paris rettete, den Nachschuss von Behringer klärte die inzwischen das Tor hütenden Ann-Katrin Berger (90.). Kheira Hamraoui (63.) und Anja Mittag (68.) hatten die besten Chancen auf Seiten der Französinnen.

Tinja-Riikka Korpela freut sich
Tinja-Riikka Korpela (re.) parierte zwei Elfmeter (Archivbild) © Karsten Lauer /girlsplay.de

Wörle: „Idealer Test“
Bayern-Trainer Wörle meinte: „Das Team hat in großen Teilen auf dem Platz zeigen können, was wir zuletzt im Training eingeübt haben und wir haben weitere Punkte gesehen, an denen wir noch arbeiten werden. Paris war gut organisiert, physisch und fußballerisch stark, ein idealer Test für uns zu diesem Zeitpunkt.“

Benstiti lobt Bayern
Paris-Trainer Farid Benstiti erklärte: „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, im Sommer gegen einige der besten europäischen Mannschaften zu testen. Es war ein erster großer Test gegen Bayern München, das seinen Status in der Champions League unter Beweis stellen wird. Ich habe einige gute Dinge gesehen, aber auch einige, die es zu korrigieren gilt.“

Finale live auf Eurosport
Im Finale geht es für die Münchnerinnen nun am Sonntag (ab 18.15 Uhr live auf Eurosport) im schweizerischen Lens gegen den französischen Meister Olympique Lyon, der das zweite Halbfinale gegen den Schweizer Meister FC Zürich Frauen unter anderem dank dreier Treffer von Neuzugang Pauline Bremer mit 9:3 gewann.

Paris Saint-Germain – FC Bayern München 3:4 i. E., 0:0

Paris: Kiedrzynek (45. Berger) – Houara-d’Hommeaux, Delannoy, Henning, Morroni – Seger (76. Lahmari), Cruz (76. Declerc), Hamraoui – Delie (60. Katoto), Mittag (76. Karchouni), Asllani (60. Sarr)

Bayern: Korpela, Holstad, Abbé, Maier (60. Lewandowski), Schnaderbeck (60. Feiersinger), Behringer, Leupolz (76. Wenninger), Däbritz (60. Iwabuchi), Stengel (45. Evans), Rolser (60. Beckmann), Bürki (60. Miedema)

Tore: Elfmeterschießen: Behringer, Abbé, Holstad, Lewandowski treffen, Beckmann verschießt / Korpela pariert zweimal

Schiedsrichterin: Sandra Strub

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FFFan
FFFan

Der FC Bayern steht nach torlosen 90 Minuten und einem 4-3 im Elfmeterschießen im Endspiel des Valais Cup. Er trifft dort auf Olympique Lyon, das sich gegen den FC Zürich mit 9-3 (!) durchsetzte.

Beim Deutschen Meister ist noch reichlich ‚Sand im Getriebe‘. Das Kombinationsspiel stockt noch, die Laufwege passen noch nicht, die Neuzugänge müssen erst integriert werden. Es sind bis zum Saisonstart aber auch noch zwei Wochen Zeit, bis dahin sollte auch die Spritzigkeit zurück sein.

enthusio
enthusio

@FFFan:

„Sand im Getriebe“ ist noch sehr freundlich ausgedrückt für das, was München und Paris dem interessierten Zuschauer gestern zugemutet haben. Mit solch einer Spielweise und so vielen technischen Unzulänglichkeiten wird man dem Frauenfussball keine neuen Freunde dazugewinnen. Selbst die Elfmeter waren teilweise grauenhaft geschossen. Ein Spiel zum Vergessen ! Hoffentlich zeigt wenigstens Lyon morgen ansehnlichen Fußball. Einziger Lichtblick gestern: die drei eingesetzten Torhüterinnen.

Ein ausführlicher Bericht zum Lyon-Spiel:

https://www.frauenfussballmagazin.ch/2015/08/torreigen-im-wallis/

Dori
Dori

@enthusio: Das Spiel war wirklich nicht gerade sehr spannend (nett ausgedrückt) und es waren doch einige Fehler im Spiel nach vorne zu erkennen. Besonders aus Münchner Sicht gab es viele lange Bälle von Behringer und Abbe, die nicht ankamen und auch Leupolz hat oft den Ball verloren. Paris hat es aber auch nicht besser gemacht. Die Defensivarbeit war sowohl von FCB als auch von PSG nicht schlecht, der Angriff dafür umso mehr. Aber das finde ich gar nicht mal schlimm. Es war ja nichts weiter als ein Test und man konnte sehen, dass beide Mannschaften bis auf ein paar kleinere… Weiterlesen »

Altwolf
Altwolf

Wenn man die Spielausrichtung beider Teams berücksichtigt, war eigentlich solch ein Spiel zu erwarten. Beide Teams wollen und können wohl auch aufgrund ihrer MF-Spielerinnen das Spiel gegen gleichstarke Teams nicht machen, sondern warten nur auf Fehler, um daraus dann die ein o. andere Torchance zu entwickeln. Weder M.Behringer noch M.Leupolz haben da ausreichende kreative bzw. spieltechnische Fähigkeiten, so daß Bayern nur auf Vero hoffen kann. Auch PSG spielt mit einem wenig kreativen MF, wobei höchstens Cruz ähnliche Fähigkeiten wie Vero hat, denn auch C.Seeger konzentriert sich mehr auf ihre Defensivaufgaben. Derzeit dürfte es nur 2 Teams geben, die auch gegen… Weiterlesen »

Digger Dunn
Digger Dunn

Nur der Kommentator auf Eurosport war wirklich schlimm. Von Linda Evans über Maria Miedema bis zu Eunice Beckham waren fast alle Varianten zu hören. Und den Namen von Eunice Beckmann kann man getrost deutsch aussprechen und nicht als „Backman“ dem geneigten Publikum zum Besten geben. Auweia, das ging ja gar nicht.

translate
translate

@Digger Dunn
FF-Spiele schauen wir uns (familienintern) generell nur ohne Ton an.
Der Gewinn an Fokus auf das Wesentliche ist wirklich immens!
Und, 1x erlebt – möchte man auf diesen ‚Luxus‘ nur ungern verzichten.

Detlef
Detlef

Hier kann ich Altwolf absolut zustimmen!!! Es spielten gestern zwei Mannschaften, deren großes Problem es ist, wenn sie das Spiel selber machen müssen!!! Auf beiden Seiten fehlten die Ideen, um das Abwehrbollwerk des Gegners überwinden zu können!!! Und so belauerten sie sich 90 min lang, wer den entscheidenden Fehler machen wird!!! Dabei hatte München mit Iwabuchi zumindest eine Kreative auf dem Platz, aber auch ihr fiel nicht viel ein!!! PSG hatte davon sogar 3-4, aber das Ergebnis war das selbe!!! Und so rannten sie alle Kopflos auf einander zu, und überbrückten das nicht vorhandene MF mit langen ungenauen Pässen!!! Ich… Weiterlesen »

Michele
Michele

Bayern war gestern die klar bessere Mannschaft!Wenn manche neidisch sind, ist das deren Problem! Los gehts: mit den Daumen runter!

Altwolf
Altwolf

@Michele.

Schön, wenn man sich selbst auf den Arm nehmen kann.

Dori
Dori

@Michele: Hier hat auch niemand gesagt, dass PSG besser war. Es gibt immer noch einen Unterschied zwischen „besser als das andere Team“ und „spielerische Leistung des Teams an sich“. Mag sein, dass Bayern vielleicht mehr Ballbesitz hatte oder mehr Torchancen. Aber beide Teams haben unterm Strich nicht viel auf die Reihe bekommen, wobei man aber auch sagen muss, dass es viel mit dem guten Defensivverhalten und Gegenpressing der beiden Mannschaften zu tun hatte. Mir kam es vor, als würden sie hauptsächlich das Abwehrverhalten üben wollen und nicht so sehr den Angriff. Wenn eine Mannschaft zumindest im Spiel nach vorne nicht… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

@Altwolf: Sehr treffend!

Aber solch eine Spielweise reicht eben (leider) auch oft aus – „Offense wins games, defense wins championships.“

Detlef
Detlef

@Michele,
Falls Du das Spiel der Herren gegen zwei Klassen schlechtere Hamburger meinst, magst Du Recht haben!!! 😉

Wo Du allerdings eine Überlegenheit der Bayern-Ladies gesehen haben möchtest, dürfte Dein persönliches Geheimnis sein!!! 😉

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

@Michele
…aber Sonntag gibt’s richtig Haue von OL! Trotz Deiner roten Filzbrille trennt sich morgen Weizen von Spreu.
Leupolz in genau der desolaten Form wie zur WM in Canada ist keine die im Mittelfeld Fäden ziehen kann und das FCB-Angriffsspiel anzukurbeln in der Lage ist!
Schröder wird sich beide Spiele sicher angeschaut haben bzw. noch anschauen. Ist schliesslich die beste Vorbereitung für den BL-Auftakt.

dummkopf
dummkopf

In solchen seltenen Spielen gegen Topgegner kann man sehr viele Dinge richtig machen: 1. Die Spielerinnen insbesondere in der Offensive Dinge individuell ausprobieren lassen, um sie Erfahrungen sammeln zu lassen (=vorbereiten) für die Ernstsituation, wenn man gegen einen guten Gegner ein Tor machen muss. 2. Dazu gehört auch, die individuelle Kreativität zu fordern, fördern, schulen und zu testen. 3. Ausprobieren, welche Spielerinnen für eine Offensive Spielweise gg gute Gegnerinnen besser geeignet sind, weil man da vllt andere Spielertypen brauchen kann. 4. Ausprobieren oder absichtliches Stärkerbelasten der Defensive gegen starke Gegner. zB welche Verteidigerin ist auch noch gut, wenn man nicht… Weiterlesen »