Schluss mit der Schönfärberei!

Von am 2. Juli 2015 – 2.33 Uhr 78 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat durch eine 0:2-Niederlage gegen die USA den Einzug ins Finale der Frauenfußball-WM in Kanada verpasst. Doch es war nicht Pech, das die DFB-Elf ausgebremst hat.

Zugegeben: Das Glück war der deutschen Frauenfußball-Nationalelf im WM-Halbfinale gegen die USA nicht hold. Erst verschoss Célia Sasic einen Elfmeter, dann gab es einen fragwürdigen Elfmeter für die Amerikanerinnen. Dennoch: Verdient hätte die DFB-Elf den Finaleinzug nach den Leistungen gegen Frankreich und die USA nicht. Schon das Erreichen des Halbfinales kam unter glücklichen Umständen zustande. In den Duellen mit den neben Japan beiden besten spielerischen WM-Teams aus Frankreich und den USA traten sowohl die individuellen als auch die taktischen Defizite offen zutage. „Wie wir uns im Verein technisch weiterentwickeln müssen, so muss sich auch die Nationalelf technisch weiterentwickeln, dass man sich auf engem Raum fußballerisch befreien kann. Frankreich und Japan haben im Spielaufbau Vorteile“, sagt etwa VfL Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann.

Nur zwei Weltklassespielerinnen
Das Prädikat Weltklasse verdienten sich innerhalb der DFB-Elf nur Torhüterin Nadine Angerer und mit Abstrichen Simone Laudehr. Das ist heute zu wenig, um den WM-Titel zu holen. Spielerinnen wie Annike Krahn mögen über reichlich Erfahrung sowie ein gutes Auge und Stellungsspiel verfügen, in der Endphase einer WM ist das auf dem Topniveau gegen Gegner mit individuellen Einzelkönnerinnen wie etwa Alex Morgan aber nicht mehr genug. Dabei stand auf der Bank in der dreifachen Champions-League-Siegerin Josephine Henning eine bessere Alternative bereit. Im gemeinsamen Verein Paris St. Germain spielte Krahn in der Regel nur, wenn Henning verletzt war.

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Sasic mit Defiziten
Auch Célia Sasic blieb den Beweis der Weltklasse einmal mehr schuldig. In 1:1-Situationen gegen starke Abwehrspielerinnen kann sie sich trotz allen Bemühens nicht durchsetzen, bei der Ballannahme und Ballmitnahme hat sie weiterhin technische Defizite. Auch wenn es womöglich vor allem dank dreier Tore gegen Fußballzwerg Elfenbeinküste und zweier verwandelter Elfmeter für den Goldenen Schuh als beste WM-Torschützin reichen wird – Oleg Salenko, Torschützenkönig der Männer-WM 1994, lässt grüßen, der fünf seiner sechs Treffer in einem einzigen Spiel gegen einen unterlegenen Gegner erzielte. Auch andere Spielerinnen müssen sich hinterfragen, ob sie genug dafür tun, ihre individuellen Schwächen abzustellen.

Zu früh zufrieden
Bei der WM zeigte die DFB-Elf eine gute Halbzeit gegen Norwegen, holte einen überzeugenden Sieg gegen allerdings schwache Schwedinnen und bot eine kämpferisch ansprechende Leistung gegen Frankreich. Unterbewusst hat sich eine gewisse Selbstzufriedenheit breit gemacht. So wurden die erfolgreiche Olympia-Qualifikation und das Erreichen des WM-Halbfinales bereits vor dem Spiel gegen die USA als großer Erfolg gewertet. Nicht unbedingt der Nährboden für eine weitere Leistungssteigerung. Diese schmerzhafte Erfahrung musste auch schon Paris St. Germains Trainer Farid Benstiti vor dem Champions-League-Finale gegen den 1. FFC Frankfurt machen, als er seinem Team öffentlich attestierte, mit dem Finaleinzug bereits mehr als erwartet geleistet zu haben und somit den Druck aus dem Kessel nahm.

Kein Überraschungsfaktor
Nach der durchwachsenen Leistung gegen Frankreich gegen die USA eine nahezu unveränderte Startformation aufzubieten, setzte ebenfalls ein falsches Signal sowohl an die Spielerinnen auf dem Platz wie die auf der Ersatzbank. Taktisch erinnerte das Halbfinale fatal an das Viertelfinale gegen Japan vor vier Jahren. Schon gegen Frankreich war das 4-2-3-1-System nicht die beste Variante, gegen die USA blieben überzeugende taktische Umstellungen vor und während des Spiels aus.

Enttäuschung bei der DFB-Elf nach dem Halbfinalaus.© Nora Kruse, ff-archiv.de

Enttäuschung bei der DFB-Elf nach dem Halbfinal-Aus © Nora Kruse, ff-archiv.de

Falsche Signale
Ganz anders der Gegner, dem mit dem Wechsel von Carli Lloyd in eine offensivere Position mit vielen individuellen Freiheiten ein entscheidender Schachzug gelang. Dass dann ausgerechnet die noch angeschlagene Dzsenifer Marozsán in der Schlussphase als einzige Einwechselspielerin die Kohlen aus dem Feuer holen sollte, passte da in das Gesamtbild. Genauso wie das falsche Signal, trotz eines Rückstands eine gleichermaßen vorlagenstarke wie treffsichere Stürmerin vom Platz zu holen und durch eine Mittelfeldspielerin zu ersetzen.

Kein Plan B
Wie vor vier Jahren verstand es Bundestrainerin Silvia Neid nicht, mit einem wie auch immer gearteten Wechsel, sei es einer taktischen Änderung auf dem Feld oder individuell von der Bank, frische Impulse zu setzen. Ein Plan B war wie schon damals in Wolfsburg nicht zu erkennen. Es wurde verpasst, in der Schlussphase das starre taktische Korsett aufzubrechen – wenigstens hätte man es allein schon wegen der Signalwirkung auf die eigenen und die gegnerischen Spielerinnen probieren können.

Bell: „Deutschland hat nur reagiert“
Colin Bell, Trainer von Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt, sagt: „Die deutsche Mannschaft hat nur reagiert, nicht agiert. Dabei ist sie in der Lage, ein Spiel zu dominieren.“ Und so bleibt auf den Tag genau zehn Jahre, nachdem Silvia Neid das Amt übernommen hat, wie schon bei der Heim-WM das Bild einer eher ratlosen Neid in den Köpfen hängen. Doch auch auf dem Feld vermochte es keine Spielerin, mit einer ungewöhnlichen Aktion Akzente zu setzen. Womöglich, weil Individualität und individuelle Geniestreiche im von der U15 an gelehrten, einheitlichen taktischen Konzept des DFB keinen Platz haben und auch nicht honoriert werden.

Schönfärberei statt kritischer Analyse
„Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte Neid auf der Pressekonferenz nach der Niederlage gegen die USA. Bleibt zu hoffen, dass zumindest nach Turnierende die Schönfärberei in der Schublade verschwindet und Platz schafft für eine schonungslose, kritische Analyse. Denn es gilt noch bevor der Staffelstab an Steffi Jones weitergereicht wird, sich kritische Fragen zu stellen. Etwa, wie die individuelle, technische Ausbildung der Spielerinnen optimiert werden kann, mit welchen Mitteln man in den kommenden Jahren den zunehmenden Trend des ballbesitzorientierten Kombinationsfußballs begegnen will und wie man in Zukunft den Spielerinnen ein größeres taktisches Know-how verpasst. Dabei sollten auch externe Experten ein Wörtchen mitreden dürfen, wie es etwa bei der Männer-Nationalmannschaft unter der Leitung von Urs Siegenthaler bereits seit Ende 2004 praktiziert wird.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

78 Kommentare »

  • gerd karl sagt:

    jetzt hat sich auch seine heiligkeit, bernd schröder, der kritik angeschlossen.
    moment bernd schröder der trainer von turbine potsdam der seit drei spielzeiten in der allinz frauen bundesliga keine titel mehr gewinnt, der übt kritik und fordert einen umbruch.
    jawohl ein umbruch auch in potsdam, schröder muss sofort zurücktreten und einem neuen trainer platz machen der den erfolg wieder nach potsdam holt.
    oder colin bell, zwei meisterschaften verspielt oder
    ralf kellermann, eine meisterschaft und eine champions league verspielt.
    bitte auch zurücktreten.
    kritik und verbesserungen, JA, aber erst nach der wm.
    jaja, wer im glashaus sitzt………… und so weiter und so weiter

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  • Andi sagt:

    Sie sprechen mir aus der Seele. Zur Pause erwarte ich mindestens zwei Wechsel und eine taktische Umstellung. Doch nichts geschah. Nach dem 0:1 erwarte ich umgehend drei Offensivwechsel, wieder geschah nichts, außer die angeschlagene Maroszan. Dass Frau Neid und Frau Fitschen hinterher aber jedwede kritische Reflexion vermissen ließen, hat sie für mich disqualifiziert. Ich hoffe, der DFB überlegt den Trainerwechsel sofort durchzuführen. Man sollte auch überlegen ob man, bei aller Gleichberechtigung, immer an einem rein weiblichen Führungsteam festhalten muss, oder eben nicht aus dem Männerfußball heraus neue Impulse kommen könnten. Bernd Schröder galt vor vier Jahren als Nestbeschmutzer, als er ähnliche Kritik äußerte, schön dass so erfahrene Trainer wie Kellermann und Bell das jetzt genauso sehen.

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  • egjowe sagt:

    @tpfn
    Vielleicht beantwortet mein Kommentar von 01:26 Uhr ja Deine Frage.
    Einen anderen Grund für Frau Neids Wohlfühlsein kann ich mir nicht erklären.
    (gefühlt, als wenn es ihr alles am Allerwertesten vorbeigeht)

    Ich muss all denjenigen widersprechen, die hier jetzt behaupten, es hätte vor dem USA-Spiel keine (heftige) Kritik an den Entscheidungen/Maßnahmen von Frau Neid gegeben.
    Diejenigen sollten sich die Kommentare ab dem Norwegen-Spiel (noch) einmal durchlesen.
    Nicht nur ich hatte ihre Positionsbesetzungen, Aus- und Einwechslungen sowie ihr Festhalten an den Etablierten kritisiert, und zwar schon ab dem zweiten Spiel.

    Ich glaube, Steffie Jones hat all die Defizite bereits erkannt und sich auch deshalb vehement dafür eingesetzt, die Position als Bundestrainerin zu übernehmen.
    Um Veränderungen durchzusetzen, muss man erst einmal am Schalthebel sitzen.
    Ich bin überzeugt, dass sie bereits ganz klare Vorstellungen/Pläne hat, die sie in dieser Position dann auch umsetzen kann/darf.
    Ob sie eine gute Trainerin wird, weiß ich nicht, kann es mir aber vorstellen, weil sie bisher jede neue Aufgabe mit Erfolg gemeistert hat.
    Eine gute Managerin ist sie allemal.
    Sie sollte allerdings schon vor den Olympischen Spielen das Ruder übernehmen.

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  • Spielerfrau sagt:

    Danke, Herr Juchem, für das Anschieben einer Diskussion.
    Auch wenn hier wahrscheinlich eh keiner der Verantwortlichen drüberliest.

    DOCH – für mich selbst ist es mittlerweile bezeichnend, dass ich persönlich das Weiterkommen gegen Frankreich peinlich fand, und mir das Spiel der Französinnen einfach Freude gemacht hat.
    Und das sehe ich auch bei anderen Mitschreibern hier.

    Für mich ist das Verhalten des Trainerstabes zynisch – die Mannschaft zwei Halbzeiten alleine scheitern zu lassen – die Trainerin wirkte schon fast schmollig, weil ihr Plan nicht aufging -, und dann klebrige Soße drüberzuschmieren.
    Da ist mir ein wütender oder enttäuschter Trainer tausendmal lieber, der auch mal sein eigenes Scheitern zugibt.

    Attacken gegen einzelne Spielerinnen gehen mE jedoch nicht – auf Celia lastete einfach zuviel Verantwortung. Fußball ist immer noch ein Mannschaftssport.

    Aber diese Haltung fällt mir auch bei den Männern auf – „zweite Plätze feiert man nicht“.

    Und warum soll ich als Fan einer Mannschaft zugucken, die mit dem HALBFINALE zufrieden ist?

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  • Detlef sagt:

    @Markus,
    Also das nenne ich doch mal einen gelungenen Beitrag!!! 🙂
    Wahrere Worte wurden wohl selten geschrieben, übrigens auch in diesem Blog nicht, und schon gar nicht von Dir!!! 😉
    Die Schönmalerei hatte doch hier immer ein heimiliges Zuhause, und Kritiker der Bundesgöttin wurden nur all zu oft zensiert!!! 😉

    Selbstreflektion ist noch nie ihr Ding gewesen!!!
    Die relativ harsche Kritik aus vielen Medien, die ihr nach der verpatzten Heim-WM entgegenschwappte saß sie einfach aus!!!
    Irgendwann ist FF eben kein Thema mehr im Blätterwald, und man kann genauso weiter vor sich hinmurksen wie vorher!!! ;(

    Ein Jogi Löw muß sich ständig erklären und rechtfertigen, sie konnte immer tun was sie wollte, ohne Konsequenzen!!!

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  • shane sagt:

    na das sind ja schonmal huebsche aussichten, fuer alle eventualitaeten schonmal abgesichert: „Neid sagte dazu: „Wir wollen dann den dritten Platz, aber wir können auch mit erhobenen Hauptes nach Hause fahren, wenn wir Vierter würden.““ (aus nem n-tv artikel)

    mit dem #titeltraum hingefahren, und mit platz4 nach zwei (bzw. dann vermutlich drei) grottigen spielen zurueckgekommen. aber zufrieden. na wenigstens das. da kann frau bundes-neid ja ein weiteres jahr ruhig schlafen.

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  • Dori sagt:

    @translate:
    Das passt ja wieder zu dem Punkt, der hier eigentlich nach so gut wie jedem Spiel angesprochen wird. Unsere Spielerinnen haben viel mehr Talent, als sie mit Neid als Trainerin zeigen können, weil sie entweder auf falschen Positionen eingesetzt werden oder unter dem System und der Taktik der Bundestrainerin und deren Ideenlosigkeit leiden müssen. Meistens wurden ja hier die „falschen“ Flügelspielerinnen als Beispiel genannt, aber natürlich trifft das auch auf eine Marozsan zu. Unsere Spielerinnen sind meiner Meinung nach nicht das Problem. Wir wären mit der richtigen Taktik und der richtigen Vorbereitung auf die Gegner ganz sicher auch wieder in der Lage auf Top-Niveau zu spielen.

    Wie ich ja schon ein paar mal erwähnt habe, hoffe ich einfach, dass Jones als Trainerin einiges besser machen wird, denn wenn das noch lange so weiter geht, brauchen wir uns gar keine Hoffnungen mehr auf irgendeinen Titel zu machen.

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  • Fussball, F1 sagt:

    Vielleicht täte es so manchem gut, die Kirche im Dorf zu lassen.

    Was hier zu lesen ist, vom ersten bis zum letzten Wort gäbe es nicht, wenn Deutschland im Finale stehen würde. Außerdem ist das Spiel um Platz 3 auch erarbeitet und nicht geschenkt worden. Eine Analyse ist hier nicht im Ansatz zu erkennen. Einzig Ralf Kellermann machte sich da einigermaßen etwas Mühe.

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  • pinkpanther sagt:

    @Schelle: 🙂 :-):-)
    Nach dem WM-Aus 2011 habe ich nicht gepfiffen im Stadion! Mir taten die deutschen Spielerinnen leid, dass der Traum vom Titel dahoam schon so früh geplatzt war. Natürlich habe auch ich das Bemühen honoriert und Applaus gespendet. Und selbstverständlich habe auch ich versucht, das Gesehene und Erlebte zu verarbeiten, und entsprechend kritische (und sachliche) Kommentare verfasst. Da es leider nicht viel mehr Möglichkeiten gibt, treten die Kritiken natürlich hier in diesem Forum gehäuft auf – und das ist auch gut so!
    Und ich freue mich weiterhin über jede fundierte Kritik, die ich in faz, süddeutsche usw. lesen kann, weil die sich mit der NM und dem Frauenfußball auseinandersetzen und denen es NICHT egal ist wie sehr, sehr vielen anderen Menschen. Das kenne ich aus meinem Bekanntenkreis zur Genüge: Frauenfußball = interessiert mich nicht, ist doch langweilig, egal, uninteressant usw. Und das wird sich bestimmt nicht ändern, wenn schwache Darbietungen wie gegen Frankreich oder die USA schöngeredet oder gar noch als Erfolg verkauft werden. Das erreichen der Top-4 bei der WM ist ein Erfolg, ja! Hierzu herzlichen Glückwunsch an die deutsche Frauen-NM! Die Art und Weise wie das Finale und die Möglichkeit, am Ende ganz oben zu stehen, verschenkt wurde ist definitiv suboptimal und darf und muss auch während der WM kritisiert werden!!! Hierfür ein Dankeschön an die Herren Juchem, Kellermann und Bell.
    Übrigens: Auch bei den Herren sind und waren es in der öffentlichen Wahrnehmung nicht ausschließlich die Ergebnisse, die zählten. Der zweite Platz 2002, bei dem sich die Jungs dank glücklicher Auslosung und zum großen Teil mäßigen Leistungen bis ins Finale durchgewurstelt hatten, hatte einen deutlich niedrigeren Stellenwert als die zwei dritten Plätze 2006 und 2010. Warum? 2006 war eine Aufbruchstimmung zu erkennen, eine deutliche Verbesserung gegenüber den Jahren zuvor, und … eine Perspektive! Da konnte man den Jungs die HF-Niederlage gegen einen taktisch überlegenen und clevereren Gegner (ITA) auch leicht verzeihen. 2010 dann noch mal eine deutliche Steigerung mit überragenden Spielen auch in der KO-Runde. Auch hier war eine Mannschaft cleverer und weiter (SPA), aber es war nicht annähernd ein solch riesiges Gefälle wie bei dieser WM zwischen Deutschland und Frankreich bzw. USA. Btw: Den Vize-WM-Titel unserer U20-Frauen 2012 bewerte ich persönlich unterm Strich auch um einiges höher als den WM-Titel 2014.

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  • pinkpanther sagt:

    @gerdkarl: Lass es einfach!

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  • pinkpanther sagt:

    @Fussball, F1: Das stimmt so nicht ganz! Die Kritik wurde hier bereits viel früher formuliert und ich denke nicht, dass sich hier alle im Falle des Finaleinzugs oder dem Gewinn des Titels mit Lobhudelei überboten hätten.
    Klar, es war viel Frust und Enttäuschung bei vielen SchreiberInnen. Aber: Es finden und fanden sich auch immer sehr treffende Analysen hier wie auch in einigen Medien, die sich ernsthaft mit dem FF und der deutschen NM auseinandersetzen und berichten.
    Und ja, das Erreichen des HF und damit des Spiels um Platz 3 ist tatsächlich ERARBEITET und erkämpft. Und ich denke, dass die wenigsten hier das nicht auch anerkennen.
    Sollte morgen Platz 3 rausspringen würde ich mich – unabhängig vom Spielverlauf – über das Ergebnis freuen, würde es „nur“ zu Platz 4 reichen, würde ich wahrscheinlich sagen, dass dieser Platz unter dem Strich den über das Turnier gezeigten Leistungen angemessenen wäre. Von den bereits ausgeschiedenen Teams war letztlich auch nur eine Mannschaft (FRA) definitiv besser als die deutsche – auch wenn es im VF nicht gereicht hat.

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  • never-rest sagt:

    Is was? SN genießt weiter das „totale Vertrauen“ des DFB, sagt Sandrock. Die Wortwahl sagt alles über den Verband. Schlaft weiter. Ist auch total egal.

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  • wfm sagt:

    @translate
    Es ist leider wirklich bitter für Maro wie auch für die Mannschaft, dass sie sich erneut vor Beginn des Turniers verletzt hat.
    Über ihren Einsatz bei der N11 während der WM können wir zurzeit gar nichts sagen, weil es von der Schwere ihrer Verletzung abhängt. (Solche Informationen bräuchte man aber für eine faire Beurteilung der Leistung auch der N11 insgesamt.
    Wir erfahren ja auch erst jetzt, das Lotzen angeschlagen ist/war)
    Ist/war Maro aber nur bedingt einsatzfähig, was nichts mit ihrer Fitness zu tun hat, denn die war so gut wie noch nie, dann verbietet sich ihr Einsatz auf der laufintensiven Postion 6 wie es Bell gemacht hat. Das verstehe ich dann auch an seinen Äußerungen nicht. Ohne Maro hätte er seine Ballbesitz-Spielweise gegen PSG nicht durchsetzen können.
    Neid hat sie ja schon mit Erfolg auf der 6 eingesetzt, nur verbietet sich diese Variante eben, wenn sie nicht voll einsatzfähig ist.

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  • translate sagt:

    @Dori
    Genau so ist es!
    Maro ist nur ein Einzelfall.

    Wie gesagt man kann Steffi’s Nachfolge (aus den verschiedensten Gründen) durchaus kritisch sehen – in einem bin ich mir aber sicher, dass sie zumindest pädagogisch besser mit ihren Mädels und ihrem ganzen Umfeld umgehen wird – dass sie einfach mehr MENSCH ist.

    Und allein DAS … ist nicht wenig.

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  • Pauline sagt:

    Ich hoffe das wir morgen eine andere Startelf sehen, denn England ist ein Gegner und keine Elfenbeinküste,
    Ein Spiel mit Klasse würde unseren Mädels gut tun und nicht mit Krampf und Kampf.

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  • vikkybummsy sagt:

    Bell: “Deutschland hat nur reagiert”

    mmhh..ist das nicht der, der überhaupt nicht auf irgendwas reagiert. Ist das nicht der, der schon 2 Spielzeiten auf die „alten“ zählt. Was unterscheidet das Bell’sche System von SN System. Absolut nichts.

    Manchmal wäre es einfach besser, den Mund zu halten und nicht in jedes Microfon zu pusten. Natze hat es auf der PK treffend erwähnt.

    Es gibt keinen Unterschied zwischen Neid und Bell. Beide „predigen“ Angsthasenfußball mit null Mut zum Risiko.

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  • sonic sagt:

    @wfm

    Ich gebe dir Recht, zur Bewertung der Leistung einzelner Spielerinnen muß man auch einbeziehen, wie gesund/fit sie sind.

    Andererseits bestätigst du damit einen Kritikpunkt an der Bundestrainerin. Weshalb nimmt sie reihenweise Spielerinnen mit zur WM, die nicht fit, gesundheitlich angeschlagen sind oder denen die Spielpraxis fehlt? Und weshalb läßt sie dann auch noch genau diese Spielerinnen immer wieder auflaufen, obwohl der Kader nach ihrer Aussage sehr ausgeglichen ist, also genügend Alternativen vorhanden sind?

    Die Kritik, die hier geäußert wird/wurde, richtet sich ja nicht primär gegen die Spielerinnen, die haben alle zweifelsohne ihre Qualitäten (auch eine Sasic), sondern gegen die Bundestrainerin, die es nicht mehr schafft aus dem „Spielerinnenmaterial“ das Optimum herauszuholen, da sie taktisch zu unflexibel ist, die Mannschaft nur noch bedingt erreicht und zu sehr an einigen Stammkräften hängt.

    Was ein wenig frischer Wind bewirken kann, sieht man ja recht gut an den Engländerinnen. Man vergleiche ihre Leistung bei der EM vor zwei Jahren und jetzt bei der WM. Sie sind nicht überragend, aber ich habe das Gefühl, daß sie das Optimum aus ihren Möglichkeiten herausholen und nur das erwarte ich auch von der deutschen Mannschaft. Wenn das dann gegen die USA oder Frankreich nicht reicht, ist das ok. Aber das was die Mannschaft in den letzten beiden Partien geboten hat, ist es nicht.

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  • shane sagt:

    sonic, genau so sehe ich das auch.
    ne niederlage gegen frankreich oder die usa an sich ist nicht das problem. das problem lag im wie. und, fuer mich auch, in der reaktion von trainerteam und teilen der mannschaft auf die kritik, die folgte.

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