Schluss mit der Schönfärberei!

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Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat durch eine 0:2-Niederlage gegen die USA den Einzug ins Finale der Frauenfußball-WM in Kanada verpasst. Doch es war nicht Pech, das die DFB-Elf ausgebremst hat.

Zugegeben: Das Glück war der deutschen Frauenfußball-Nationalelf im WM-Halbfinale gegen die USA nicht hold. Erst verschoss Célia Sasic einen Elfmeter, dann gab es einen fragwürdigen Elfmeter für die Amerikanerinnen. Dennoch: Verdient hätte die DFB-Elf den Finaleinzug nach den Leistungen gegen Frankreich und die USA nicht. Schon das Erreichen des Halbfinales kam unter glücklichen Umständen zustande. In den Duellen mit den neben Japan beiden besten spielerischen WM-Teams aus Frankreich und den USA traten sowohl die individuellen als auch die taktischen Defizite offen zutage. „Wie wir uns im Verein technisch weiterentwickeln müssen, so muss sich auch die Nationalelf technisch weiterentwickeln, dass man sich auf engem Raum fußballerisch befreien kann. Frankreich und Japan haben im Spielaufbau Vorteile“, sagt etwa VfL Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann.

Nur zwei Weltklassespielerinnen
Das Prädikat Weltklasse verdienten sich innerhalb der DFB-Elf nur Torhüterin Nadine Angerer und mit Abstrichen Simone Laudehr. Das ist heute zu wenig, um den WM-Titel zu holen. Spielerinnen wie Annike Krahn mögen über reichlich Erfahrung sowie ein gutes Auge und Stellungsspiel verfügen, in der Endphase einer WM ist das auf dem Topniveau gegen Gegner mit individuellen Einzelkönnerinnen wie etwa Alex Morgan aber nicht mehr genug. Dabei stand auf der Bank in der dreifachen Champions-League-Siegerin Josephine Henning eine bessere Alternative bereit. Im gemeinsamen Verein Paris St. Germain spielte Krahn in der Regel nur, wenn Henning verletzt war.

Sasic mit Defiziten
Auch Célia Sasic blieb den Beweis der Weltklasse einmal mehr schuldig. In 1:1-Situationen gegen starke Abwehrspielerinnen kann sie sich trotz allen Bemühens nicht durchsetzen, bei der Ballannahme und Ballmitnahme hat sie weiterhin technische Defizite. Auch wenn es womöglich vor allem dank dreier Tore gegen Fußballzwerg Elfenbeinküste und zweier verwandelter Elfmeter für den Goldenen Schuh als beste WM-Torschützin reichen wird – Oleg Salenko, Torschützenkönig der Männer-WM 1994, lässt grüßen, der fünf seiner sechs Treffer in einem einzigen Spiel gegen einen unterlegenen Gegner erzielte. Auch andere Spielerinnen müssen sich hinterfragen, ob sie genug dafür tun, ihre individuellen Schwächen abzustellen.

Zu früh zufrieden
Bei der WM zeigte die DFB-Elf eine gute Halbzeit gegen Norwegen, holte einen überzeugenden Sieg gegen allerdings schwache Schwedinnen und bot eine kämpferisch ansprechende Leistung gegen Frankreich. Unterbewusst hat sich eine gewisse Selbstzufriedenheit breit gemacht. So wurden die erfolgreiche Olympia-Qualifikation und das Erreichen des WM-Halbfinales bereits vor dem Spiel gegen die USA als großer Erfolg gewertet. Nicht unbedingt der Nährboden für eine weitere Leistungssteigerung. Diese schmerzhafte Erfahrung musste auch schon Paris St. Germains Trainer Farid Benstiti vor dem Champions-League-Finale gegen den 1. FFC Frankfurt machen, als er seinem Team öffentlich attestierte, mit dem Finaleinzug bereits mehr als erwartet geleistet zu haben und somit den Druck aus dem Kessel nahm.

Kein Überraschungsfaktor
Nach der durchwachsenen Leistung gegen Frankreich gegen die USA eine nahezu unveränderte Startformation aufzubieten, setzte ebenfalls ein falsches Signal sowohl an die Spielerinnen auf dem Platz wie die auf der Ersatzbank. Taktisch erinnerte das Halbfinale fatal an das Viertelfinale gegen Japan vor vier Jahren. Schon gegen Frankreich war das 4-2-3-1-System nicht die beste Variante, gegen die USA blieben überzeugende taktische Umstellungen vor und während des Spiels aus.

Enttäuschung bei der DFB-Elf nach dem Halbfinalaus.© Nora Kruse, ff-archiv.de
Enttäuschung bei der DFB-Elf nach dem Halbfinal-Aus © Nora Kruse, ff-archiv.de

Falsche Signale
Ganz anders der Gegner, dem mit dem Wechsel von Carli Lloyd in eine offensivere Position mit vielen individuellen Freiheiten ein entscheidender Schachzug gelang. Dass dann ausgerechnet die noch angeschlagene Dzsenifer Marozsán in der Schlussphase als einzige Einwechselspielerin die Kohlen aus dem Feuer holen sollte, passte da in das Gesamtbild. Genauso wie das falsche Signal, trotz eines Rückstands eine gleichermaßen vorlagenstarke wie treffsichere Stürmerin vom Platz zu holen und durch eine Mittelfeldspielerin zu ersetzen.

Kein Plan B
Wie vor vier Jahren verstand es Bundestrainerin Silvia Neid nicht, mit einem wie auch immer gearteten Wechsel, sei es einer taktischen Änderung auf dem Feld oder individuell von der Bank, frische Impulse zu setzen. Ein Plan B war wie schon damals in Wolfsburg nicht zu erkennen. Es wurde verpasst, in der Schlussphase das starre taktische Korsett aufzubrechen – wenigstens hätte man es allein schon wegen der Signalwirkung auf die eigenen und die gegnerischen Spielerinnen probieren können.

Bell: „Deutschland hat nur reagiert“
Colin Bell, Trainer von Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt, sagt: „Die deutsche Mannschaft hat nur reagiert, nicht agiert. Dabei ist sie in der Lage, ein Spiel zu dominieren.“ Und so bleibt auf den Tag genau zehn Jahre, nachdem Silvia Neid das Amt übernommen hat, wie schon bei der Heim-WM das Bild einer eher ratlosen Neid in den Köpfen hängen. Doch auch auf dem Feld vermochte es keine Spielerin, mit einer ungewöhnlichen Aktion Akzente zu setzen. Womöglich, weil Individualität und individuelle Geniestreiche im von der U15 an gelehrten, einheitlichen taktischen Konzept des DFB keinen Platz haben und auch nicht honoriert werden.

Schönfärberei statt kritischer Analyse
„Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte Neid auf der Pressekonferenz nach der Niederlage gegen die USA. Bleibt zu hoffen, dass zumindest nach Turnierende die Schönfärberei in der Schublade verschwindet und Platz schafft für eine schonungslose, kritische Analyse. Denn es gilt noch bevor der Staffelstab an Steffi Jones weitergereicht wird, sich kritische Fragen zu stellen. Etwa, wie die individuelle, technische Ausbildung der Spielerinnen optimiert werden kann, mit welchen Mitteln man in den kommenden Jahren den zunehmenden Trend des ballbesitzorientierten Kombinationsfußballs begegnen will und wie man in Zukunft den Spielerinnen ein größeres taktisches Know-how verpasst. Dabei sollten auch externe Experten ein Wörtchen mitreden dürfen, wie es etwa bei der Männer-Nationalmannschaft unter der Leitung von Urs Siegenthaler bereits seit Ende 2004 praktiziert wird.

Letzte Aktualisierung am 12.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Kicker20
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Endlich mal alles klar ausgesprochen und zusammengefasst! Dieses Schöngerede ist kaum zu ertragen. Zudem hätten viele weitere Spielerinnen das Potenzial zu „Weltklassespielerinnen“,wenn man diese denn auf ihren eigentlichen Positionen spielen lassen würde. Neid hat lange Jahre gute Arbeit geleistet,keine Frage.Allerdings hat sich der Frauenfußball in den letzten Jahren weiterentwickelt,ist technisch stärker und kreativer geworden.Und genau diesen Punkt hat frau Neid verpasst,der Frauenfußball funktioniert eben nicht mehr wie vor 8 Jahren. Zudem dieses krampfhafte Klammern an einigen Spielerinnen wie Krahn oder Sasic in jedem Spiel,egal wie schlecht die jeweilige Leistung ist. Die Frage ist da zum Beispiel auch,warum nach dem Ausfall… Weiterlesen »

balea
balea

Danke Herr Juchem,

sehr wichtige und richtige kritische Anmerkungen. Nachdem ich heute abend noch Frau Fitschen in einem ZDF Interview habe sagen hören, dass die Mannschaft „doch sehr gut gegen den Ball gearbeitet“ hätte (und Wechsel deswegen sowieso nicht nötig gewesen wären), kann ich nur sagen: Ich würde mir mal eine deutsche Frauschaft wünschen, die auch mal sehr gut MIT dem Ball arbeitet. Aber das setzt wohl ein Umdenken voraus. Hoffentlich kein Wunschtraum.

BirgitsStiefsohn
BirgitsStiefsohn

Die Äußerungen von Sylvia Neid und Doris Fitschen nach der Niederlage konnten einem wirklich erstmal die Sprache rauben. Vielleicht hatte das wirklich nur taktische Gründe, um den Druck von den Spielerinnen zu nehmen. Aber so geht das nicht.
Wenn man sieht, welch begeisterndes Spiel die vorher wesentlich schwächer einzuschätzenden Engländerinnen gegen Japan geliefert haben, dann kann einem für das Spiel um den dritten Platz wirklich bange werden.

Thomas Oeckenpöhler
Thomas Oeckenpöhler

Lieber Markus Juchem, sie sprechen mir aus der Seele. Ich war vom Deutschen Spiel auch sehr enttäuscht. Die Frauschaft war zu defensiv ausgerichtet und es fehlte der Zug zum Tor. Olympia Quali ist schön, aber Steffi sollte die Chance bekommen das Team darauf entsprechend vorzubereiten. Wen wundert es ernsthaft, das Maren Meinert kein Interesse hat, die Erste zu betreuen. Leider ist man / Frau beim DFB nicht bereit Personal zu beschäftigen das auch mal kritische Anmerkungen macht. MVT wurde nicht zum Traineramt eingeplant, weil sie sagt wo der Schuh drückt. Schade. Trotzdem natürlich viel Erfolg im Spiel um Platz drei… Weiterlesen »

Wolfsburg Fan
Wolfsburg Fan

Ich hab euch oft gewarnt dass wenn wir ohne Spielmacherinnen im Mittelfeld und zwei vernünpftige Flügelspielerinnen gegen Mannschaften wie USA oder Frankreich Schwierigkeiten haben werden. Ich hatte schon von Anfang an ein ungutes Gefühl im Magen, da wir bei der WM ohne ein vernünpftiges Mittelfeld (+Spielmacher) und Flügelspielerinnen aufgetreten sind, Laudehr rechts wirkte für mich im Schweden Spiel nicht mehr fit genug und Popp lief die ganze WM wie Falschgeld herum und konnte keine vernünpftigen Flanken oder Pässe kreieren und dribble stark ist sie auch überhaupt nicht, Popp war und ist links außen völlig falsch auf der Position. Leupolz &… Weiterlesen »

timmy
timmy

Im Spiel um Platz 3 spielen dann 10 Neue von Beginn. Neid kann sagen, sie hat allen eine Chance gegeben und der standesgemäße Sieg wird dann als erfreulicher Abschluss gefeiert.

Gregor Schürer
Gregor Schürer

Sehr richtig und wahr. Ich habe überhaupt nicht verstanden, warum Neid nach dem 0:1 gegen die USA – da waren immerhin noch 20 Minuten zu spielen – nicht sofort zwei neue Spielerinnen gebracht und die Taktik auf Volloffensive umgestellt hat. Außerdem lag unser Problem in der Defensive m.E. nicht an den beiden Außenverteidigerinnen Tabea und Leonie, die stark gespielt haben, sondern an den Innenverteidigerinnen Krahn und Bartusiak. Und im Mittelfeld an einer schwachen Lena Goeßling, die nach vorne überhaupt keine Akzente setzen konnte und sehr viele Fehlpässe fabriziert hat Und auch in der Offensive gibt es Alternativen. Nicole Rolser ist… Weiterlesen »

Sven
Sven

Vermutlich gibt’s am Samstag wieder ein Grottenkick gegen eine allenfalls mittelmäßige englische Mannschaft, obwohl Frau Neid wohl vorher wieder ein „Spiel auf Augenhöhe gegen ein Topgegner“ prognostizieren dürfte….

Schelle
Schelle

Sehr guter Kommentar Herr Juchem. Ich sehe ähnliche Defizite – Starres System – Mentales Einlullen (eventuell ein wenig verständlich als Result auf den wohl zu hohen Druck während der WM 2011 – aber die US hat von Anfang an gesagt wir wollen Weltmeister werden – bei uns war man scheinbar schon mit dem HF zufrieden – das war wohl leider auch ein wenig in den Köpfen drin) Auch der Nachwuchsbereich macht wenig Hoffnung. Wir haben keine Spielerin mehr, die den Unterschied ausmachen kann. Wenn ich mir die nun kommenden Jahrgänge anschaue mache ich mir Sorgen: Ich sehe da Leupolz und… Weiterlesen »

FFFan
FFFan

Bin mit den Aussagen des Artikels weitgehend d’accord, aber diese Passage ist unzutreffend:

„Im gemeinsamen Verein Paris St. Germain spielte Krahn in der Regel nur, wenn Henning verletzt war.“

Das mag in der Hinrunde so gewesen sein, aber in der Endphase der Saison, z.B. auch im CL-Finale, spielte A.Krahn, obwohl J.Henning wieder fit war. Außerdem hat Krahn im Viertelfinale eine überragende Leistung gezeigt und wurde zu Recht von allen gelobt. Ob Henning das genausogut hinbekommen hätte, wissen wir nicht.

P.S. @ Markus:

Könntest du bitte skizzieren, was genau du unter „ballbesitzorientiertem Kombinationsfußball“ verstehst?

Michele
Michele

Ich kann mich immer noch nicht beruhigen: Was Neid und Fitschen da in Interviews von sich geben, ist einfach nur traurig!
Warum hat sie nur einmal gewechselt? Ach ja, man hat ja gut gespielt!
Nach der WM wird man sich dann hinstellen und sagen, dass alles toll!

wfm
wfm

Journalisten haben ja das Pech, dass sie stets etwas schreiben müssen, ob es nun gerade passt oder nicht. Ich kann mich den Lobhudeleien von Markus Juchem hier und heute leider nicht anschließen. Obwohl ich ihn sonst als einen der wenigen kompetenten Beobachter der Frauenfußballs sehr schätze. Von den übrigen selbsternannten Experten für Frauenfußball erwarte ich ja nichts anderes. Aber was bitteschön erwarten sie von einer Trainerin deren Mannschaft gerade ein riesige Enttäuschung erlebt und zugleich ein wichtiges Spiel gegen einen erneut sehr starken Gegner auszutragen hat? Dass sie sich hinstellt, Selbstkritik oder gar Kritik an ihrer Mannschaft übt? Absurd! Kein… Weiterlesen »

Schnappa
Schnappa

Klasse auf den Punkt gebracht! Ich weiß nicht was mich mehr ärgert: Die Niederlage oder der anschließende Umgang damit seitens der Verantwortlichen, welche sich nicht verantwortlich fühlen wollen.
Meine generelle Meinung zu dem Thema hat sich seit 2013 auch nicht geändert:
https://www.womensoccer.de/2013/07/17/ideenlose-dfb-elf-unterliegt-norwegen/#comment-630637

@timmy
Für die betroffenen Spielerinnen würde ich das sehr hoffen. Und am Ende überzeugt die eine oder andere sogar noch mit guter Leistung.

waiiy
waiiy

Sehr guter Kommentar!

Übrigens kann man Angerer als Werltklassespielerin in 3 Tagen auch streichen, da sie ja nicht mehr in der N11 spielen wird.

Ich glaube nicht, dass es gegen diese Engländerinnen zum Sieg reichen wird und das wäre auch nicht gut.

Schelle
Schelle

Und noch ein Wort zum System. Ich werde das Gefühl nicht los, dass der DFB im Frauenbereich auf „Teufel komm raus“ das niederländsiche System der 90er Jahre kopieren möchte. Man spielt in allen Jugend- und Senioren Mannschaften nur ein System. Dieses System galt lange Zeit als das non plus ultra System. Nun muss man wissen, dass die Niederlande, als sie mit diesem System Erfolg hatte, auch immer herausragenden Individualisten in ihren Reihen hatte. Und auch in den Niederlanden gilt das System nicht mehr als unantastbar (van Gaal ist sogar während der WM 2014 davon abgewichen). Auch hier heißt es sich… Weiterlesen »

opossum69
opossum69

Sehr guter Artikel!Aber der Hund liegt schon viel tiefer begraben in den Zulieferern. Findet in den einigermaßen etablierten Vereinen noch eine gute Jugendarbeit statt, wird diese doch auch da meistens im Amateurstatus ausgeführt. Spätestens im Frauenbereich ist dann der Hobbycharakter der Tod jeder qualitativen Weiterentwicklung in eine Richtung, die den im o.g. Artikel auch nur irgendwann annähernd nahe kommen. Qualität kostet Geld, im Jugendbereich und im Frauenbereich erst recht, wenn man die Frauen und Mädels nicht nur im studentischen Konsens beschäftigen will.Die wenigsten können sich ab diesem Alter so weiter entwickeln, dass sie qualitativ in den gewünschten Bereich kommen.

waiiy
waiiy

Ich finde, dass in Deutschland zuviel „gleich gemacht“ wird. Alles sind immer gleich wichtig. Und wenn man jemand den Status „Star“ bekommt, dann ist es ein Mensch, der von der ganzen Mentalität dafür gar nicht geeignet ist (Marozsan) und eigentlich eher der Künstler ist. Dadurch fehlen am Schluss Figuren, die in schwierigen Situationen das Heft in die Hand nehmen und Spiele drehen können. Bei uns gibt es keine Lloyd, zu der alle hinschauen, keine Rapinoe oder Wambach, die ein ganzes Stadion auf den Kopf stellen, wenn sie eingewechselt werden, keine Sawa, die man mit 37 zurückholt, weil sie selbst als… Weiterlesen »

Andreas
Andreas

Auch von mir großes Lob. Sehr guter Artikel. Diese Schönfärberei ist echt schwer zu ertragen. Und damit ist für mich nicht gemeint, dass sich die Bundestrainerin schützen vor die Manschaft stellt, aber so zu tun als ob jetzt alles toll wäre, nur weil man wieder unter den besten 4 Manschaften der Welt war, geht einfach nicht. Aber zu soviel Selbstkritik ist SN wahrscheinlich einfach nicht fähig. Und wenn der einzige Lernprozess der letzten WM eine größere Lockerheit war, und dass sie jetzt von allen Spielerinnen geduzt werden darf, ist das eben zu wenig. Eine Bundestrainerin müsste sich ja eigentlich ständig… Weiterlesen »

Floria Buechting
Floria Buechting

Huhu zusammen, erstmal Kompliment, gut gebrüllt, Meister Markus 🙂 Ich kann dem Ganzen hier nur zustimmen, auch wenn ich dem „Elend“ aus beruflichen Gründen nicht immer live und vollständig beiwohnen konte. Das Team wirkt – wie schon zu „meinen“ letzten Frauenfussball-Jahren 2009 und 2010 – oft etwas holzig, starr… Fast stur… und damit ist es auch leicht auszurechnen. Es fehlen mir auch ein paar Beißer und Typen. Eigentlich kann ich im ersten Blick nur mit Nadze und Simon voll identifizieren, spannende – und offenbar auch durchaus talentierte – Gesichter wie Lena Petermann finden zu wenig statt, Spielerinnen mit hohem Potential… Weiterlesen »

translate
translate

@wfm „Aber was bitteschön erwarten sie von einer Trainerin deren Mannschaft gerade ein riesige Enttäuschung erlebt und zugleich ein wichtiges Spiel gegen einen erneut sehr starken Gegner auszutragen hat? Dass sie sich hinstellt, Selbstkritik oder gar Kritik an ihrer Mannschaft übt? Absurd! Kein Wunder also, dass sich Neid vor ihre Mannschaft stellt Wenn es einen Grundsatz für erfolgreichen Leistungssport gibt dann den, dass die volle Konzentration immer der nächsten Aufgabe gelten muss.“ Deine Aussage hört sich für mich nicht wirklich stimmig an. Auch hat Markus hier keine „Lobhudelei“ angestimmt, sondern es geht um die völlig lachhaften („traurigen“/@Michele) Lobhudeleien von SN,… Weiterlesen »