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2015

Remis gegen Norwegen: die Stimmen zum Spiel

Trotz des Remis gegen Norwegen im zweiten Vorrundenspiel hat die deutsche Nationalmannschaft aufgrund des Torverhältnisses beste Chancen, noch den Gruppensieg zu erreichen. Entsprechend fiel das Fazit nach der Partie nicht allzu negativ aus.

Silvia Neid (Bundestrainerin) „Ich bin total zufrieden. Wir haben eine recht gute erste Halbzeit abgeliefert und fast gar nichts zugelassen, das war grandios gegen einen Gegner wie Norwegen und das zeigt, dass wir alles richtig gemacht haben. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr ganz so gut gearbeitet und haben von Anfang an unseren guten Faden verloren. Aber ich habe kein Problem mit dem 1:1. Wir wurden müder, haben nicht mehr ganz so gut gearbeitetet gegen den Ball und damit einen starken Gegner noch stärker gemacht. Das hat Norwegen Auftrieb gegeben und dann fällt schnell mal das 1:1.“

Dzsenifer Marozsán (Spielerin des Spiels): „Ich war vor dem Spiel nervöser als sonst. Wir haben eine klasse erste Halbzeit gespielt, das hat viel Spaß gemacht. Schade, dass wir die zweite Halbzeit ein bisschen aus der Hand gegeben haben. Aber wenn wir das Turnier weiter so wie in der ersten Halbzeit spielen, werden wir erfolgreich sein. In der ersten Halbzeit hätten wir das eine oder andere Tor mehr machen müssen. Wir haben uns gute Chancen herausgespielt, waren aber nicht konsequent genug im Abschluss.

Nadine Angerer (Torhüterin) „Die erste Halbzeit war sensationell, in der zweiten haben die Norwegerinnen umgestellt und uns haben auch die Kräfte nachgelassen. Das war sehr energieraubend. Mit dem 1:1 können wir erstmal sehr zufrieden sein. Ich orientiere mich an der ersten Halbzeit, die zweite war nicht optimal gelöst. Das Tor von Norwegen war aber auch ein Sonntagsschuss, ansonsten hatten sie aus dem Spiel heraus nicht wirklich Chancen.“

Anja Mittag (Mittelfeldspielerin) „Ich denke, das ist ein bisschen unglücklich. Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Chancen liegengelassen, in der zweiten hat uns die Bindung gefehlt. Wir waren nicht mehr so präsent wie in der ersten Halbzeit. Jetzt müssen wir Thailand schlagen, für den Gruppensieg ist noch alles offen.“

Annike Krahn (innenverteidigerin) „Sicher haben wir in der zweiten Halbzeit nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben ein bisschen den Faden verloren, aber dann auch einen Sonntagsschuss reinbekommen. Jetzt wollen wir gegen Thailand gewinnen, das ist das klare Ziel.“

Saskia Bartusiak (Innenverteidigerin) „Wir waren direkt im Spiel, haben es aber versäumt, das zweite Tor zu machen. In der zweiten Halbzeit haben wir nachgelassen und uns nicht mehr so klare Torchancen herausgespielt.“