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2015

Deutschland will Elfenbeinküste nicht unterschätzen

In ihrem Auftaktspiel bei der Frauenfußball-WM in Kanada trifft die deutsche Frauenfußball-Nationalelf am Sonntagabend auf die Elfenbeinküste (ab 21.45 Uhr live im ZDF). Von der Papierform her ist das Duell mit dem WM-Neuling eine klare Sache, doch Bundestrainerin Silvia Neid sah das auf der Abschlusspressekonferenz ganz anders.

In der Weltrangliste trennen Deutschland (1) und die Elfenbeinküste (67) 66 Plätze und somit Welten, doch für Bundestrainerin Silvia Neid kein Grund, den afrikanischen WM-Neuling zu unterschätzen. „Von der Weltrangliste halte ich bei einer WM gar nichts, die Tagesform wird entscheiden. Wir schätzen die Elfenbeinküste sehr stark ein“, so Neid auf der Abschlusspressekonferenz am Tag vor dem WM-Auftakt.

Starker Gegner Zwar hatte der DFB-Stab tzunächst Probleme, an aussagekräftiges Videomaterial zu kommen, doch inzwischen meint man, den Gegner gut einschätzen zu können. „Sie haben auf jeden Fall Stärken im Spiel nach vorn. Sie sind unheimlich schnell und zweikampfstark und können gut miteinander kombinieren.“

Spiel der Elfenbeinküste unterbinden Deswegen soll ihre Mannschaft laut Neid von „Anfang an dagegenhalten“ und die „Räume eng machen“, um den Gegner nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. An Selbstbewusstsein mangelt es dem westafrikanischen Team zumindest nicht. „Im Fahrstuhl haben deren Betreuer uns schon mehrfach gefragt: ‚Are you ready to lose‘?“, wusste Neid aus dem Team-Quartier zu berichten. Doch vom Verlieren will man bei der DFB-Elf nichts wissen und die Aufgabe gegen die Elfenbeinküste sollte für die DFB-Elf lösbar sein.

Krahn voller Vorfreude „Uns geht es gut, die Stimmung ist gut und wir freuen uns, dass es los geht“, so Abwehrspielerin Annike Krahn, die sich auch wenn den vorhergesagten sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad nicht aus der Ruhe bringen lässt. „Wenn es so ist, dann ist es so.“

Marozsán-Einsatz weiter ungewiss Weiterhin unklar ist, ob Mittelfeldspielerin Dzsenifer Marozsán zum Einsatz kommen kann, die am Samstagmorgen immerhin schon wieder zum Joggen konnte. „Der Fuß sieht gut aus, aber es gibt immer noch Fragezeichen, ob sie spielen kann“, so Neid.