Nadine Angerer beendet Karriere
DFB-Torhüterin Nadine Angerer wird nach der Frauenfußball-WM in Kanada (6. Juni bis 5. Juli 2015) ihre Laufbahn in der DFB-Elf beenden und im September vom aktiven Fußballsport zurücktreten.
Angerer erklärt: „Ich bin topfit und könnte von meinen körperlichen Voraussetzungen noch zwei, drei Jahre auf höchstem Niveau spielen. Aber ich denke, dass es auch großartig ist, nach fast 20 Jahren Leistungssport sagen zu können: Meinem Körper geht es richtig gut. Für mich war es auch wichtig, dass ich entscheide, wann ich aufhöre und nicht eine Verletzung oder jemand anderes mein Karriereende bestimmt. Es ist eine ganz bewusste, selbstbestimmte Entscheidung.“
Im September ist Schluss Angerer wird bis zu den möglichen Play-off-Spielen in der US-amerikanischen Profi-Liga im September 2015 ihren Vertrag bei den Portland Thorns erfüllen. Die 36-Jährige debütierte am 27. August 1996 gegen die Niederlande in der Frauen-Nationalmannschaft und absolvierte bislang 138 Länderspiele. Sie wurde zweimal Welt- und viermal Europameisterin. Im September 2011 wurde sie Nachfolgerin von Birgit Prinz als Spielführerin der DFB-Frauen .
Klarheit vor der WM Angerer weiter: „Mein Entschluss steht fest, und deshalb möchte ich ihn auch vor der WM schon bekannt geben, damit Klarheit herrscht. Das wird keinen Einfluss auf meine Leistung oder die Leistung meiner Mannschaft bei der WM haben – und wenn, dann höchstens einen positiven.“ Nach dem Ende ihrer Karriere plant die Weltfußballerin von 2013 sich zunächst ein Jahr lang in den verschiedensten Bereichen weiterzubilden, beispielsweise möchte sie die Trainer-A-Lizenz erwerben.
Wichtige Vertrauensperson Bundestrainerin Silvia Neid sagt: „Natze ist eine außergewöhnliche Spielerin und ein besonderer Mensch. Für mich war und ist sie eine wichtige Vertrauensperson. Ich finde es zwar schade, dass sie nach der WM aufhört, aber ich kann ihre Entscheidung auch nachvollziehen. Sie ist für unsere Mannschaft extrem wichtig, eine absolute Führungspersönlichkeit und tolle Spielführerin, die es versteht, gerade die jungen Spielerinnen auf ihre spezielle Art mitzunehmen.“