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2015

VfL Wolfsburg gewinnt DFB-Pokal

Der VfL Wolfsburg hat mit einem klaren Sieg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam zum zweiten Mal nach 2013 den DFB-Pokal gewonnen. Dabei war einmal mehr Wolfsburgs Urgestein Martina Müller mit zwei Toren und einer Torvorlage Garantin für den Erfolg.

Vor 19 204 Zuschauern im RheinEnergieStadion von Köln gewannen die Wolfsburgerinnen mit 3:0 (1:0). Zwei Treffer von Martina Müller (13., 61. Foulelfmeter) sowie ein Tor von Alex Popp (71.) machten den verdienten Erfolg der Wolfsburgerinnen perfekt.

Müller: “Das ist grandios” Doppel-Torschützin Martina Müller freute sich: “Das ist grandios. Wir haben die Champions League verspielt, aber waren heute wieder fokussiert auf diesen Titel. Wir haben heute unser Spiel durchziehen können.” Tabea Kemme meinte: “Wir haben auch unsere Chancen, aber wir sind einfach nicht so konsequent wie Wolfsburg. An der Motivation hat es nicht gelegen.”

Sarholz statt Wang im Tor Potsdams Trainer Bernd Schröder überraschte mit der Aufstellung von Torhüterin Anna Sarholz anstelle der Chinesin Fei Wang, beim VfL Wolfsburg lief die erwartete Formation auf. Nach einem zerfahrenen Beginn auf beiden Seiten leitete Nilla Fischer die Führung ein.

Müller nutzt Elsig-Patzer Bei einem weiten Ball der Schwedin aus der eigenen Hälfte verschätzte sich Potsdams Abwehrspielerin Johanna Elsig, Müller ging auf und davon , umkurvte Sarholz und schob zur Führung ein (13.). Kurz darauf kam Vanessa Bernauer in aussichtsreicher Position zum Schuss, den Potsdam aber gerade noch abblocken konnte (14.).

Viele Fehlpässe In einer weiterhin zerfahrenen Partie mit vielen Fehlpässen sorgten nur individuelle Fehler für Torgefahr. Nach einem Fehler von Jennifer Zietz konnte Sarholz Caroline Graham Hansen gerade noch den Ball vom Fuß spitzeln (26.). Nach rund einer halben Stunde fand Potsdam besser ins Spiel. Ein Freistoß von Tabea Kemme fast von der Mittellinie hätte Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult fast überrascht (35.).

Wolfsburg kommt in Schwung Ein Fehler von Noelle Maritz leitete die nächste Potsdamer Chance ein, doch Anna Blässe konnte im letzten Moment den Schuss von Lidija Kulis blocken (39.). Die erste Chance nach der Pause bot sich Verena Faißt nach Vorlage von Müller, doch Faißts Aktion war nicht zielstrebig genug, Sarholz war auf der Hut (46.). Und nach erneut toller Vorarbeit von Müller war Sarholz ebenfalls zur Stelle und klärte gegen Hansen (54.).

Müller trifft vom Elfmeterpunkt Eine Fehlentscheidung der ansonst gut leitenden Schiedsrichterin Moiken Wolk sorgte nach einer Stunde für die Vorentscheidung. Nach einem Foul von Nina Frausing-Pedersen gegen Popp außerhalb des Strafraums zeigte Woik auf den Elfmeterpunkt, Müller verwandelte sicher zum 2:0 (61.). Für die endgültige Entscheidung sorgte Popp, als sie nach Vorarbeit von Müller von links an Inka Wesely vorbei in den Strafraum eindrang und den Ball an Sarholz vorbei ins Netz schob (71.).

Andonova trifft die Latte Potsdam gab jedoch nicht auf, Genoveva Anonma schoss knapp am Tor vorbei (77.) und auch Natasa Andonova hatte Pech, als sie aus gut 20 Metern nur die Latte traf (85.). Doch auch Wolfsburg hatte Chancen auf weitere Tore, Popp verpasste nach Flanke von Lena Goeßling nur knapp (83.), Müller schoss (86.) ebenfalls vorbei, es blieb beim 3:0-Endstand für den VfL Wolfsburg.

Kellermann: “Verdienter Sieg” Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann erklärte: “Wir haben verdient gewonnen, auch wenn das Pokalfinale spielerisch heute nicht auf allerhöchstem Niveau war. Ich finde es klasse, dass Martina heute nochmal eine große Bühne hatte und so ihrer Karriere beenden kann.”

Schröder: “Es war eine klare Sache” Turbine-Trainer Bernd Schröder meinte: “Es war von unserer Seite nicht das große Spiel. Vielleicht ist Köln nicht unser Pflaster. Das 0:1 war der Knackpunkt, wir waren in der ersten Halbzeit dran. Pauline Bremer hat uns gefehlt, Anonma war allein. Es war eine klare Sache und wir haben nur ein bisschen mitgespielt.”