Bayern München auf Champions-League-Kurs
Der FC Bayern München hat am 20. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga mit einem Sieg gegen den FF USV Jena den zweiten Tabellenplatz zurückerobert und nimmt somit weiter Kurs auf die Champions League . Im Abstiegsgipfel zwischen dem MSV Duisburg und dem SC Sand gelang den Gästen ein wertvoller Punktgewinn.
Die Münchnerinnen, bei denen erstmals nach ihrer Verletzung Lena Lotzen wieder in der Startformation stand, setzten sich gegen die Elf aus Thüringen mit 2:1 (2:0) durch.
Umstrittenes Jena-Tor Melanie Behringer mit einem gefühlvollen Freistoβ (19.) und Dagny Brynjarsdóttir mit einem Flachschuss (25.) trafen für die Gastgeberinnen, Julia Arnold gelang für die Gäste in der Schlussphase durch einen direkt verwandelten Eckball der Anschlusstreffer (81.), Caroline Abbé konnte den Ball erst hinter der Linie klären.
Wörle: „Spiel unnötig aus der Hand gegeben“ Bayern-Trainer Thomas Wörle meinte nach der Partie: „Es war das erwartet schwere Spiel. Jena war in den Zweikämpfen super aggressiv, aber wir haben gut dagegen gehalten. Nach der Halbzeitpause müssen wir die Entscheidung selbst herbeiführen, geben das Spiel dann aber leider unnötig aus der Hand. Aber letztendlich war das ein völlig verdienter Sieg für uns. Wir sind sehr froh, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben und uns nun mit zwei weiteren Siegen die Teilnahme an der Champions League sichern können.“
Remis im Abstiegsgipfel Im Abstiegsgipfel zwischen dem MSV Duisburg und dem SC Sand kamen die Gastgeberinnen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Vor der Saisonrekordkulisse von 1 088 Zuschauern sorgte Steffi Weichelt zwar nach einem Fehler von Sands Torhüterin Maria Korenciova für die Führung der Gastgeberinnen (52.), doch die Freude währte nur kurz, denn Christine Veth erzielte nur fünf Minuten später mit einem sehenswerten Heber den Ausgleich (57.).
„Mit viel Herzblut gekämpft“ Duisburgs Trainerin Inka Grings meinte: „Wir haben mit viel Herzblut gekämpft und wollten natürlich mehr, das hat man 90 Minuten lang gemerkt. Alle meine Spielerinnen waren nach dem Schlusspfiff total erschöpft. Positiv nehmen wir mit, dass immer noch alles drin ist und wir werden auch niemals aufgeben. Jetzt atmen wir durch und bereiten uns auf Jena vor.“
Sand hält Schicksal in der Hand Sands Assistenztrainerin Claudia von Lanken erklärte: „Wir sind keinen Schritt weiter, aber haben alles noch selbst in der Hand. Das war Abstiegskampf pur, bis an die Schmerzgrenze und gelegentlich darüber hinaus. Wir müssen und können mit dem Unentschieden leben.”
Hoffenheim siegt Die TSG 1899 Hoffenheim kam gegen die SGS Essen zu einem 3:1 (0:0)-Erfolg. Nach torloser erster Halbzeit gelang Emily Evels für die Gastgeberinnen der Führungstreffer (55.), Sabine Stoller erhöhte (67.). Kurz darauf sorgte Stoller mit ihrem zweiten Treffer für die Entscheidung (76.), den Gästen gelang durch Sarah Freutel nur noch der Ehrentreffer (82.).
Zufriedener Ehrmann Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann meinte: „Es war ein offener Schlagabtausch. Klar, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, über weite Strecken auch mit dem Spiel. Unser Ziel ist es, die Mannschaft so weiter zu entwickeln, dass wir öfters solche Spiele sehen wie heute.”
Essen bitter enttäuscht Essens Trainer Markus Högner meinte: „Wir sind bitter enttäuscht, dass wir keinen Sieg oder zumindest einen Punkt geholt haben. In der ersten Halbzeit war es ein Fehlpassfestival. Es war ein bisschen Sommerfußball. Wir hatten unsere Torchancen, aber wir haben heute in den entscheidenden Momenten die Tore nicht gemacht, und das war der Grund, dass Hoffenheim heute gewonnen hat.”
Potsdam patzt gegen Leverkusen Im letzten Spiel des Tages kam der 1. FFC Turbine Potsdam nicht über ein enttäuschendes 0:0 gegen Bayer 04 Leverkusen hinaus und ging somit erst zum zweiten Mal in dieser Saison in einem Heimspiel nicht als Sieger vom Platz. Damit sind die Chancen der Elf von Trainer Bernd Schröder auf ein mathematisches Minimum gesunken, vielleicht doch noch einen Startplatz für das internationale Geschäft in der kommenden Saison zu ergattern.