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2015

DFB-Pokal-Halbfinale: Klassiker und Fishlock-Abschied

Heute Nachmittag stehen die beiden Halbfinalspiele im DFB-Pokal auf dem Programm. Während der VfL Wolfsburg beim SC Freiburg klarer Favorit ist, kommt es in Frankfurt zum Klassiker zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam – zugleich das Abschiedsspiel von Jessica Fishlock.

45 Tage nach dem 5:1 in der Allianz Frauen-Bundesliga stehen sich der formstarke 1. FFC Frankfurt und der 1. FFC Turbine Potsdam heute ab 15.30 Uhr (live im hr-fernsehen) erneut im Stadion am Brentanobad gegenüber. Für die Gäste aus Potsdam ist es die vermeintlich letzte Chance, in dieser Saison noch im Rennen um einen Titel zu bleiben.

Abschied von Jessica Fishlock Dabei wird Jessica Fishlock zum vorläufig letzten Mal ein Pflichtspiel im Frankfurter Trikot absolvieren: Die 28-jährige Mittelfeldspielerin kehrt zu Seattle Reign in die US-Profiliga NWSL zurück und wird vor dem Spiel vom FFC-Vorsitzender Bodo Adler und Manager Siegfried Dietrich offiziell verabschiedet. „Natürlich ist dies sehr schade, da wir unseren Weg gerne bis zum Saisonende mit ihr gegangen wären und sie nicht ,eins zu eins‘ zu ersetzen ist.“, so FFC-Trainer Colin Bell. „Aber ich bin fest davon überzeugt, dass sich Jess noch einmal für uns zerreißen wird, um sich mit einem Erfolg aus Frankfurt zu verabschieden.“

Hoher Bundesliga-Erfolg kein Gradmesser Bell meint zur Partie: „Uns erwartet im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Turbine Potsdam eine schwere Aufgabe, die wir mit einer großen Portion Selbstvertrauen, aber auch dem nötigen Verstand angehen werden. Dass wir in der Bundesliga 5:1 gegen Potsdam gewinnen konnten, ist im Hinblick auf das Halbfinale völlig uninteressant – ich bin mir sehr sicher, dass sich Turbine diesmal ganz anders präsentieren wird. Partien zwischen dem FFC und Potsdam sind immer Highlights, wobei der Pokal-Charakter eines ,Alles-oder-nichts-Spiels‘ für zusätzliche Spannung sorgt.

Wolfsburg klarer Favorit Der zweite Finalist wird ab 16.30 Uhr im Spiel zwischen dem SC Freiburg und dem VfL Wolfsburg ermittelt. Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meint: „Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns, weil wir die Chance haben, ins Pokalfinale einzuziehen. Das Finale in Köln ist für den Frauenfußball immer ein riesen Event. Wir wissen aber auch um die schwere der Aufgabe, weil der SC Freiburg alles dran setzen wird, zum ersten Mal das Finale zu erreichen.“

Goeßling und Jakabfi fehlen Auch ohne Lena Goeßling, die wegen einer Nervenentzündung im Rücken eine zehntägige Trainingspause einlegen muss, und Zsanett Jakabfi (Schnittwunde am Knie) ist der VfL Wolfsburg klarer Favorit. „Ich bin optimistisch, dass wir mit diesen tollen Leistung aus der Champions League eine Menge Rückenwind haben und so die große Chance nutzen werden, um ins Pokalfinale einzuziehen.“

Benkarth: “Haben nichts zu verlieren!” SC Freiburgs Kapitänin und Torhüterin Laura Benkarth, die nach ihrer Achillessehnen-Problematik gegen den VFL ins Tor zurückkehren will, meint: „Wir müssen versuchen, möglichst lange die Null zu halten. Vielleicht wird der VFL dann nervös. Der Druck liegt eindeutig bei ihnen, wir haben nichts zu verlieren!“