Bayern München spitze – Herford abgestiegen
Der FC Bayern München hat am 19. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga dank eines knappen Sieges bei Aufsteiger SC Sand zumindest für die nächsten zwei Wochen die Tabellenspitze übernommen. Dabei ließen sich die Münchnerinnen durch einen frühen Rückstand nicht aus der Bahn werfen. Erster Absteiger ist der Herforder SV.
Da der VfL Wolfsburg und der 1. FFC Frankfurt wegen ihrer Champions-League-Teilnahme ihre Spiele erst am 12. April nachholen, übernahm der FC Bayern München durch den 2:1 (1:1)-Sieg bei SC Sand die Tabellenspitze. Katharina Baunach ersetzte die aufgrund muskulärer Probleme pausierende Leonie Maier und Katherine Stengel die durch einen Mittelfußanbruch länger ausfallende Vanessa Bürki.
Comeback von Lotzen Durch ein Tor von Allison Scurich gerieten die Münchnerinnen früh in Rückstand (1.), doch Gina Lewandowski (29.) und Caroline Abbé (69.) drehten die Partie und hielten somit die Titelträume der Bayern am Leben. Nationalspielerin Lena Lotzen feiert in der 57. Minute nach langer Verletzungspause ihr Comeback.
Potsdam mit Mühe Der 1. FFC Turbine Potsdam mühte sich gegen dem MSV Duisburg trotz eines Übergewichts an Torchancen zu einem 1:0 (1:0)-Erfolg. Dabei profitierten die Potsdamerinnen von einem Eigentor von Julia Debitzki kurz vor der Pause, die einen Freistoß von Natasa Andonova ins eigene Netz spitzelte (42.).
Kurzfristige Ausfälle MSV-Trainerin Inka Grings musste die Startelf heftig umbauen, weil mit Jennifer Oster, Marina Himmighofen und Steffi Weichelt gleich drei Routiniers kurzfristig grippegeschwächt zu Hause bleiben mussten. So verteidigte Lara Heß hinten rechts und auf den offensiven Außenbahnen spielten Schenk und Pulver; in der Offensive gab Grings Sofia Nati eine neue Chance.
Grings stolz auf ihre Elf „Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft; denn trotz der krankheitsbedingten Ausfälle, die uns sehr weh taten, sind wir hier gut aufgetreten und wir haben erneut bewiesen, dass wir auf einem guten Weg sind. Nun können wir durchatmen und uns voll konzentrieren auf die drei letzten, entscheidenden Spiele.“
Essen souverän Die SGS Essen kam zu einem fulminanten 5:1 (2:1)-Heimsieg gegen den SC Freiburg. Charline Hartmann (1.) und Ina Lehmann (35.) sowie Sylvia Arnold für die Gäste (45.) trafen vor der Pause, in der zweiten Halbzeit schraubten die Gastgeberinnen das Ergebnis durch Tore von Linda Dallmann (55.), Jana Feldkamp (60.) und Lea Schüller (86.) in die Höhe. „Das war heute eine absolut verdiente Niederlage gegen eine starke Essener Mannschaft, die uns heute überlegen war und Grenzen aufgezeigt hat“, so Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig enttäuscht.
Hoffenheim-Kapitänin Martina Moser (li.) schickte mit ihrem Tor Herford in Liga 2. foto2press / Yvonne Gottschlich
Herfords Abstieg besiegelt Erster Absteiger der Allianz Frauen-Bundesliga ist der Herforder SV, der sein Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim vor 291 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion mit 2:3 (1:2) verlor und damit nun auch rechnerisch den Klassenerhalt nicht mehr schaffen kann. Die Gäste haben ihrerseits durch den Erfolg den Klassenerhalt gesichert.
Nur kurze Hoffnung Nach dem Führungstreffer von Giustina Ronzetti (15.) durften die Herforderinnen noch einmal Hoffnung schöpfen, doch Silvana Chojnowski sorgte nur fünf Minuten später für den Ausgleich (20.). Anne Fühner sorgte für die erstmalige Gästeführung (43.). Kirsten Nesse gelang Mitte der zweiten Halbzeit zwar noch einmal der Ausgleich (69.), doch Martina Moser besiegelte mit ihrem Treffer den Abstieg der Herforderinnen (73.).
Echtes Kampfspiel Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann meinte: „Das war ein echtes Kampfspiel. Man hat gesehen, dass Herford die letzte Chance nutzen wollte. Die haben offensiv schon Qualität, vor allem bei den langen Bällen auf McDonald. Das war nicht einfach zu verteidigen. Auf dem tiefen Platz war Fußball spielen irgendwann nicht mehr möglich. Trotzdem haben wir es phasenweise erfolgreich versucht. Nach unserem 2:3 hatte Herford keine Torchance mehr.“