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2015

Wolfsburg gegen Rosengård – die Stimmen zum Spiel

Im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League trennten sich der VfL Wolfsburg und der FC Rosengård 1:1 . Womensoccer.de ging nach dem Spiel auf Stimmenfang.

Verena Faißt (Torschützin VfL Wolfsburg ) Wir haben das Spiel über 90 Minuten klar dominiert und es fühlt sich eher wie eine Niederlage an. Die Rote Karte hat uns schon ein bisschen wehgetan. Dann kann man natürlich nicht mehr so nach vorne spielen, wie mit elf Mann. Aber es gibt noch ein Rückspiel und es steht 1:1. Wir müssen die Torchancen besser ausnutzen, müssen noch ein bisschen mehr über außen kommen und dann einfach die Dinger reinmachen. Die Chancenverwertung ist unser großes Manko. Daran müssen wir arbeiten. Klar hätten wir gerne gewonnen, aber das machen wir dann nächsten Samstag.

Alex Popp (Stürmerin VfL Wolfsburg ) Man kann erhobenen Hauptes sagen, dass wir über 90 Minuten die bessere Mannschaft waren, egal ob wir zu Elf oder zu zehnt waren. Wir hätten glaube ich sogar noch das Spiel drehen können. Aber da fehlt uns einfach das Glück. Wir sind bombastisch ins Spiel gekommen und hatten die ganze Zeit Chancen, waren auch bei den Standards immer wieder gefährlich. Da hätte schon der eine oder andere sitzen müssen. Aus dem Nichts haben wir dann das Gegentor kassiert, weil Babs und Nilla sich nicht ganz einig waren, wer hingeht. Aber es zeigt wieder einmal unseren Charakter, dass wir zurückkommen und das Spiel sogar noch hätten gewinnen können. Wir wissen jetzt, wie sie spielen, sie werden bei sich nicht so offensiv spielen. Sie werden sich ein bisschen hinten reinstellen, weil wir kommen müssen. Und das werden wir auch tun. Wir sind jetzt definitiv motiviert, weil wir heute ein richtig gutes Spiel gezeigt haben.

Nilla Fischer (Abwehrspielerin VfL Wolfsburg) Das ist kein optimales Ergebnis, aber wir haben auch nur mit zehn Spielerinnen gespielt. Wir fahren nach Malmö mit Selbstvertrauen, wir wollen dort gewinnen. Manchmal macht man einfach die Tore nicht und wir kreieren auch keine so klaren Torchancen. Wir könnten noch effektiver werden.”

Ich bin natürlich parteiisch, aber ich denke, sie [Caroline Graham Hansen) war zuerst am Ball, dreht sich und dann kommt Marta aus der anderen Richtung. Marta hatte sicher Schmerzen, weil ihr Fuß getroffen wurde, aber das ist meiner Meinung nach keine Rote Karte.

Anja Mittag (Stürmerin FC Rosengård)

Das 1:1 ist für uns natürlich eine gute Ausgangssituation. Wir haben ein Auswärtstor geschossen. Wir hatten sicherlich das ein oder andere Mal auch Glück, denn Wolfsburg hat die Partie beherrscht. Ich fand uns nicht so offensiv, normalerweise spielen wir offensiver, da hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht. Wir wissen um Wolfsburgs Stärke und dass es auch im Rückspiel nicht einfach wird. Wir werden Wolfsburg sicherlich nicht mal eben 3:0 schlagen.

Am Ende hat die Schiedsrichterin das Spiel nicht mehr so unter Kontrolle gehabt. Ich muss auch sagen, das war nicht unbedingt eine Rote Karte, aber es hat auch keiner verdient, ausgebuht zu werden.

Marta (Stürmerin FC Rosengård)

Sie [Caroline Graham Hansen] hat mich wirklich hart am Bein getroffen. Ich lag am Boden und habe mich versorgen lassen. Ich habe gar nicht gesehen, wie sie die Rote Karte bekommen hat und dann werde ich ausgebuht? Wenn man so hart getroffen wird, darf man keine Schmerzen haben? Ich bin auch nur ein Mensch. Das Publikum hat sehr schlecht reagiert, aber sie scheinen mich einfach zu hassen und müssen akzeptieren, dass es im Spiel auch mal nicht so laufen kann. Ich habe das aber schon wieder vergessen, negative Dinge sollte man sofort hinter sich lassen.

Ralf Kellermann (Trainer VfL Wolfsburg) Wir haben uns trotz der Rückschläge nicht aus dem Konzept bringen lassen. Wir waren auch mit 10 Mann noch die aktivere Mannschaft. So sind wir noch im Geschäft und wissen um die schwere Aufgabe.

Zur Schiedsrichterleistung:

Was soll ich dazu sagen? Es ist mir unerklärlich. Aber wir reden immer wieder über das gleiche Thema, es macht einfach keinen Spaß mehr.

Zu Lena Goeßlings Verletzung:

Ich hoffe, dass keine große Muskelverletzung vorliegt und dass sie uns nächste Woche wieder helfen kann.

Markus Tilly (Trainer FC Rosengård) Ich bin superzufrieden mit dem Ergebnis. Wir wurden nur unter Druck gesetzt, besonders am Anfang und in den ersten 20 Minuten bis zur Verletzungspause. Wolfsburg ist eine tolle Mannschaft, deswegen bin ich superzufrieden.

Ich konnte es nicht hundertprozentig sehen, aber ich fand die Rote Karte auch sehr zweifelhaft.