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2015

FC Bayern holt Rang zwei zurück

Der FC Bayern München hat den zweiten Rang in der Allianz Frauen-Bundesliga zurück erobert. Die Münchenerinnen siegten im Topspiel des 18. Spieltags gegen den 1. FFC Turbine Potsdam mit 1:0 (0:0).

Durch die Niederlage in München sind die Potsdamerinnen im Kampf um die Qualifikation zur Champions League nun ins Hintertreffen geraten. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den zweitplatzierten FC Bayern. “Wir hatten den Sieg auf dem Fuß, aber jetzt sind wir raus aus dem Geschäft”, so Turbine-Trainer Bernd Schröder.

Erste Chance für Potsdam Die Potsdamerinnen erwischten den besseren Start und waren in der ersten Viertelstunde das präsentere Team. Folgerichtig gehörte ihnen auch die erste Großchance. Nach einem Fehler von FCB-Torhüterin Tinja-Riikka Korpela hatte Lisa Evans die Führung auf dem Fuß, Gina Lewandowski rettete jedoch. Nach etwa zwanzig Minuten kamen die Gastgeberinnen besser in die Partie. Lewandowski hatte die erste Chance für den FCB, Turbine-Torhüterin Wang Fei war allerdings zur Stelle. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel auf mäßigem Niveau, in dem beide Mannschaften recht viele Abspiel- und Ballannahmefehler machten und insgesamt kein allzu großes Risiko eingingen.

Mäßige Partie Das Bild setzte sich nach dem Seitenwechsel fort. Diesmal gehörte die erste gute Möglichkeit aber den Münchnerinnen, doch Dagny Brynjarsdottir verfehlte in der 49. Minute nach schönem Zuspiel von Melanie Behringer den Kasten. In der 60. Minute schoss Genoveva Anonma aus gut zwanzig Metern knapp über das Tor, fünf Minuten später prallte an ihr ein Ball aus dem Gewühl im Strafraum heraus ab und sprang so ebenfalls über das Tor.

Brynjarsdottir trifft Im Anschluss plätscherte die Partie ein wenig vor sich hin. Es gelangen kaum strukturierte Angriffe, und insbesondere den Gastgeberinnen gelang in dieser Phase im Spiel nach vorne wenig. Dennoch fiel die Führung auf Münchener Seite. Als es schon fast so aussah, als hätte Vivianne Miedema den Ball verstolpert, kam er noch zu Brynjarsdottir, die zum 1:0 abschloss. Fast im Gegenzug hatte Anonma die Chance zum Ausgleich, doch wieder ging der Ball über das Tor. Doch mehr als diese Möglichkeit war von den Gästen nicht mehr zu sehen. Der Schlussspurt blieb aus, und so brachten die Münchenerinnen das knappe 1:0 nach Hause.

“Es war ein sehr umkämpftes Spiel mit gesunder Härte. Wir haben viel Druck gemacht, Aggressivität und Laufstärke waren herausragend. Wir hatten aber auch das nötige Glück”, resümiert FCB-Trainer Thomas Wörle. Schröder sah ein “hochintensives Spiel, keinen brillanten Fußball. Es war eine unglückliche Niederlage, denn es war ein typisches Unentschieden-Spiel. Wir haben unsere Chancen nicht verwertet.”