Drei Neuzugänge bei Turbine Potsdam

Von am 3. März 2015 – 7.36 Uhr 103 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Turbine Potsdam hat die ersten drei neuen Spielerinnen für die Saison 2015/16 verpflichtet. So werden ab der kommenden Saison Svenja Huth, Alison Scurich und Rückkehrerin Patricia Hanebeck das Turbine-Trikot tragen.

In Svenja Huth wechselt erstmals eine Spielerin vom ehemaligen Erzfeind 1. FFC Frankfurt nach Potsdam. Die 24-Jährige unterschrieb einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2017.

Erfahren und flexibel
„Svenja Huth ist eine Spielerin, die – auch vom Alter her – sehr gut in die Struktur unserer Mannschaft passt“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder. „Sie hat sich ihren Weg nach Potsdam lange überlegt. Svenja bringt eine Menge Erfahrung mit und kann eine wichtige Rolle in unserer Mannschaft übernehmen. Mit ihr bekommen wir eine flexibel einsetzbare Spielerin insbesondere in der Offensive.“

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Svenja Huth in Aktion

Kommt vom 1. FFC Frankfurt: Svenja Huth © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Huth sucht neuen Impuls
Huth freut sich auf die neue Herausforderung: „Nach wunderschönen zehn Jahren beim 1. FFC Frankfurt, in denen ich sehr viel erlebt, erreicht und gelernt habe, möchte ich meiner Karriere einen neuen Impuls geben. Ich freue mich auf einen neuen Lebensabschnitt bei Turbine Potsdam und auf eine erfolgreiche und tolle Zeit gemeinsam mit der Mannschaft.“

Duo aus Sand
Vom SC Sand kommen Allison Scurich und Patricia Hanebeck nach Potsdam. Die 28-jährige Scurich soll den Abwehrbereich verstärken. „Sie bringt viel Erfahrung mit, ist eine großgewachsene Spielerin und soll für uns eine zusätzliche Variante im defensiven Verbund sein“, so Schröder. Scurich; US-Amerikanerin mit kroatischen Wurzeln, war seit 2012 beim SC Sand aktiv, 2011 debütierte sie im Nationalteam Kroatiens.

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Überraschende Rückkehr
Mit Patricia Hanebeck kehrt überraschend ein bekanntes Gesicht zurück nach Potsdam. Die 29-jährige Mittelfeldakteurin trug bereits von 2011 bis 2013 das Trikot der Turbinen und wurde mit den Potsdamerinnen 2012 Deutsche Meisterin. 2013 wechselte sie zum damaligen Zweitligisten SC Sand, von dem es sie jetzt zurück nach Potsdam zieht.

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Ziel Champions League
„Ich möchte mich noch einmal sportlich verändern und auch nochmal oben angreifen“, erklärt Hanebeck ihre Beweggründe für den Wechsel ins Schröder-Team. „Ich glaube, in Potsdam die beste Form meiner sportlichen Laufbahn gehabt zu haben und da will ich wieder hinkommen. Ich möchte mit Turbine ganz weit oben landen und die Champions-League-Qualifikation erreichen.“

Strategische Verpflichtung
Schröder erklärt: „Patricia Hanebeck weiß genau, was sie hier in Potsdam erwartet. Sie kennt den Verein, unsere Struktur und Spielweise. Sie ist eine erfahrene Spielerin, von der ich mir erhoffe, dass wir ihr Leistungsniveau gemeinsam weiter erhöhen können. Für uns soll sie im strategischen Bereich, insbesondere hinsichtlich unserer sehr jungen Mannschaft, eine wichtige Rolle spielen.“

Weitere Verpflichtungen in Planung
Der Turbine-Kader für die Saison 2015/16 nimmt somit weiter Gestalt an. Zuvor hatten bereits die Nationalspielerinnen Jennifer Cramer und Tabea Kemme sowie die Japanerin Asano Nagasato ihre Verträge um jeweils zwei Jahre verlängert. „Unsere Planungen für die neue Saison sind damit aber noch nicht abgeschlossen“, so Schröder.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

103 Kommentare »

  • tpfn sagt:

    Die Italienerin Ilaria Mauro (SC Sand) wird als heiße Kandidatin für TP`s künftigen Sturm gehandelt.

    bz-berlin schreibt: „Eine weitere Stürmerin hat ebenfalls bereits unterschrieben, der Transfer aber noch nicht verkündet. Schröder geheimnisvoll: „Wir spielen in dieser Saison noch gegeneinander.““

    TP muss noch gegen Bayer Leverkusen, SC Sand und gegen FF USV Jena spielen. Demnach wäre eine Verpflichtung von Ilaria Mauro (SC Sand) sogar sehr wahrscheinlich.

    https://www.bz-berlin.de/berlin-sport/turbine-trainer-schroeder-will-mehr-cl-plaetze

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  • FF-Tale sagt:

    @ tpfn: Scurich, Hanebeck und(!) Mauro nach Potsdam? Klingt aber (sofern Schröders Andeutungen stimmen) durchaus plausibel. Ob es für ein Noch-Spitzenteam allerdings sinnvoll ist, gleich blockweise bei einem Fast-Absteiger „einzukaufen“, sei einmal dahingestellt.

    Für die Top-Vier-Team-Ansprüche kämen bei den noch verbleibenden Potsdam-Gegnern in Sand ansonsten keine andere in Frage (Veth als zweitbeste Sander Torschützin sehr gut für das obere Tabellenmittelfeld, aber nicht für Potsdam) und in LEV z.Zt. auch keine (Lindens Transfer ist ja schon durch) und bei Jena käme allein Hearn in Frage. Letzteres unwahrscheinlich, da Hearn (wie die andere Jenaer Neuseeländerin Percival auch) noch Vertrag bis 2016 hat.
    Nebenbei: Schaut man sich die internationalen neuseeländischen Transfers an, geht da der Trend auch eindeutig eher in Richtung USA statt zu europäischen Spitzenclubs. Das wird bei denen wahrscheinlich genauso verbandsseitig mitbeeinflusst sein wie z.B. vergleichbar der Deutschland-BuLi-Trend beim Schweizer Verbands-FF.

    Mauro wird verglichen dazu summasummarum doch relativ einfach nach Potsdam zu mobilisieren sein.

    PS: Größere Namen wie Islacker etc. dürften somit also auch durch sein für den Transfersommer, oder?

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  • Holle sagt:

    Auf „Patrick Hahnebeck“ bis ich jedenfalls gespannt.

    Naja, BZ eben…

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