1. FFC Frankfurt deklassiert Potsdam
Am 14. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga feierte der 1. FFC Frankfurt im Topspiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam einen überraschend klaren Erfolg. Der FC Bayern München bleibt in der Liga weiter ungeschlagen. Am Nachmittag gewann der VfL Wolfsburg souverän bei seiner Premiere im neuen Stadion.
Die Partie in Frankfurt wurde wegen der Platzverhätnisse erst um 12 Uhr angestoßen. Frankfurts Trainer Colin Bell überraschte mit einer taktischen Umstellung und agierte mit Dreierkette, womit die Gäste aus Potsdam ihre Probleme zu haben schienen. Am Ende stand es 5:1 (3:0) für die Gastgeberinnen. „Wir haben das richtige System gefunden und gut umgesetzt“, so Frankfurts Célia Šašić. „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute ein überragendes Spiel aufgezogen.“
Führung durch Standards Offensive Frankfurterinnen setzten die „Turbinen“ früh unter Druck und übernahmen von Beginn an die Initiative. Allerdings war es ein Foulelfmeter, verursacht an und geschossen von Šašić, der in der vierten Minute die Führung brachte. Auch das 2:0 war eine Standardsituation: Dzsenifer Marozsán verdoppelte die Führung mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 12. Minute.
Potsdam ohne Konzept In der Folge überzeugten die Gastgeberinnen allerdings auch spielerisch, wohingegen Potsdam keinen Zugriff auf das Spiel bekam und kaum ein geordnetes Angriffsspiel vortragen konnte. „Das war ein rabenschwarzer Tag. Wir haben zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden“, kommentierte Potsdam Pauline Bremer. Eine der wenigen Potsdamer Möglichkeiten ergab sich in der 28. Minute, als Frankfurts Torhüterin einen Kopfball von Felicitas Rauch zunächst nicht festhalten konnte. Die Frankfurter Defensive konnte allerdings klären. Nur eine Minute später fiel der nächste Frankfurter Treffer. Šašić verwandelte eine hohe Hereingabe überlegt zum 3:0.
Šašić sorgt für Entscheidung Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Frankfurterinnen tonangebend. In der 50. Minute fiel die endgültige Entscheidung, als Šašić ein sehenswertes Zusammenspiel mit Kerstin Garefrekes zum 4:0 abschloss. In der 70. Minute traf Potsdam Inka Wesely mit einem Kopfball lediglich die Latte.
Schumann mit Glanztat Nächste Möglichkeit hatten die Potsdamerinnen, als Schiedsrichterin Moiken Wolk in der 79. Minute erneut auf den Elfmeterpunkt zeigte – diesmal für die Gäste. Schumann hielt allerdings sowohl Elfmeter als auch den Nachschuss von Jennifer Cramer. Der Ehrentreffer gelang dann Wesely in der 89. Minute, ehe die eingewechselte Mandy Islacker in der Nachspielzeit den 5:1-Endstand markierte.
„Radio FF“ blickt auf Turbine-Pleite MSV Duisburg baut sportliche Leitung um Prestigeduell zum Auftakt, VfL Wolfsburg im neuen Stadion FC Bayern gewinnt in Hoffenheim In der Tabelle haben die Frankfurterinnen aufgrund des besseren Torverhältnis die „Turbinen“ vom dritten Rang verdrängt. Der Rückstand auf den zweiten Platz ist allerdings nicht geringer geworden, denn der FC Bayern München gewann bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 2:1 (1:1). Katie Stengel brachte den FCB in der 21. Minute in Führung. Zwei Minuten später glich Stephanie Breitner vor 1215 Zuschauern aus, ehe Eunice Beckmann nach dem Seitenwechsel zum 2:1-Endstand traf (68.).
Remis in Freiburg Ein 2:2 (1:1)-Unentschieden gab es unterdessen zwischen dem SC Freiburg und dem MSV Duisburg. Vor gerade einmal 211 Zuschauern erzielte Sandra Starke bereits in der siebten Minute das 1:0 für den Sportclub. Lucie Voňková glich in der 24. Minute zum 1:1-Halbzeitstand aus. Nach dem Seitenwechsel ging der MSV durch Stefanie Weichelt (73.) in Führung. Kurz vor dem Abpfiff konnte Chioma Igwe allerdings ausgleichen (86.)
Meister Wolfsburg souverän Am Nachmittag kam Meister VfL Wolfsburg bei seiner Premiere im AOK-Stadion vor der stattlichen Kulisse von 2 078 Zuschauern zu einem 5:0 (1:0)-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen. Martina Müller brachte den Tabellenführer durch einen verwandelten Handelfmeter in Führung (32.). Nach der Pause schraubten Lena Goeßling (47.), Alex Popp (70.), Yuki Ogimi (76.) und erneut Müller (85.) das Ergebnis in die Höhe.
Sand holt Punkt in Essen Aufsteiger SC Sand erkämpfte sich bei der SGS Essen beim 2:2 (2:1) einen wertvollen Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Aus einem frühen 0:1-Rückstand durch das Tor von Lea Schüller (9.) machte Sand noch vor der Pause nach Treffern von Julia Zirnstein (20:9 und Christine Veth (30.) eine Führung. Doch die Gastgeberinnen verhinderten durch Irini Ioannidou (82.) in der Schlussphase zumindest eine Niederlage.
Das Spiel zwischen dem Herforder SV gegen den FF USV Jena wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes auf Mittwoch, 18. Februar verschoben. Die Anstoßzeit steht noch nicht fest.