Prestigeduell zum Auftakt, VfL Wolfsburg im neuen Stadion

Von am 14. Februar 2015 – 11.43 Uhr 21 Kommentare

Mit dem 14. Spieltag rollt ab Sonntag in der Allianz Frauen-Bundesliga wieder der Ball, und zum Auftakt dürfen sich die Fans auf das Prestigeduell zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam freuen (11 Uhr, live auf DFB-TV). Doch diesmal geht es nicht um die Tabellenspitze. Beide Teams sind in der Verfolgerrolle und brauchen Punkte, um den Anschluss nicht zu verlieren. Meister VfL Wolfsburg empfängt in seinem neuen Stadion Bayer 04 Leverkusen.

Mit 31 Punkten liegt der 1. FFC Turbine Potsdam derzeit auf dem dritten Tabellenrang, der 1. FFC Frankfurt auf dem vierten mit 28 Punkten. Die Meisterschaft scheint für die Frankfurterinnen schon in weite Ferne gerückt zu sein, sollten sie ihr Heimspiel gegen die Potsdamerinnen verlieren, könnte auch die direkte Qualifikation für die Champions League fast außer Reichweite geraten.

Wörle will Rhythmus finden
Fünf Punkte beträgt derzeit der Rückstand des 1. FFC Frankfurt auf den zweitplatzierten FC Bayern München. Der FCB, der gerade die Verpflichtung von Nationalspielerin Sara Däbritz bekanntgab, tritt am Sonntag bei der TSG 1899 Hoffenheim an und ist nach dem bisherigen Saisonverlauf klarer Favorit, wenngleich der Respekt vor sechstplatzierten Hoffenheimerinnen groß ist. „Im ersten Spiel nach der Winterpause geht es darum, sich mit aller Macht wieder in den Rhythmus zu kämpfen. Allerdings wissen wir um die Qualitäten unseres Gegners. Hoffenheim ist eine konter- und spielstarke Mannschaft. Das hat sie in einigen Partien, unter anderem bei der äußerst knappen 0:1-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg, der zur Zeit besten Mannschaft Europas, eindrucksvoll gezeigt“, sagt Bayern-Trainer Thomas Wörle, der neben den Langzeitverletzten auch auf Nora Holstad (Fußprobleme), Mana Iwabuchi (Bänderverletzung) und Laura Feiersinger (Muskelverletzung) verzichten muss.

Anzeige

Nicht zu ängstlich sein
Auch die Verletztenliste in Hoffenheim bleibt lang, fit ist dafür wieder Leonie Keilbach. „Das Spiel gegen Bayern ist für uns eine gute Standortbestimmung, da wird uns aufgezeigt, wo es lang geht. Wir dürfen aber nicht zu ängstlich sein, gegen solche Gegner kann man einen Rückstand nur schwer aufholen“, so TSG-Trainer Jürgen Ehrmann.

„Es geht um alles oder nichts“
In Frankfurt werden beide Teams auf den ersten Patzer der noch ungeschlagenen Münchnerinnen hoffen, um nach vorne Boden gut zu machen. Der schwierigen Lage im Kampf um die vorderen Ränge sind sich beide Mannschaften bewusst: „Für uns schlägt gegen Frankfurt die Stunde der Wahrheit. Es geht um alles oder nichts“, erklärt Turbines Cheftrainer Bernd Schröder. „Der Verlierer kann das internationale Geschäft vergessen. Und nach Europa wollen wir unbedingt, wie auch der 1. FFC Frankfurt. Dies verleiht dem ohnehin schon spannenden Match noch eine zusätzliche Brisanz.“

Lidija Kulis, Mandy Islacker

Zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam dürfte sich ein enges Spiel entwickeln. © Sascha Pfeiler, girlsplay.de

Jetzt lesen
Jil Strüngmann verlässt die SGS Essen

Frankfurts Trainer Colin Bell: „Für die besondere Brisanz dieses Top-Spiels sind wir letztlich ein Stück weit selbst verantwortlich, schließlich haben wir uns während der Hinrunde in eine Lage gebracht, in der man sich mit Blick auf unser Saisonziel in der Bundesliga keine Nachlässigkeiten mehr erlauben darf. Aus dieser Situation schöpfen wir jedoch eine große Motivation.“

Leverkusen wittert eine Chance
Meister VfL Wolfsburg empfängt unterdessen Bayer 04 Leverkusen. Zwei Punkte beträgt derzeit der Vorsprung an der Tabellenspitze auf den FC Bayern München. Sollten die Wolfsburgerinnen ihrer Favoritenrolle gegen die Leverkusenerinnen, die in der Winterpause mit starken Hallenauftritten überzeugten, gerecht werden, würden sie ihre Spitzenposition also verteidigen. Auf Leverkusener Seite sieht man aber auch seine Chancen: „Einen besseren Zeitpunkt, um gegen diese Spitzenmannschaft anzutreten, kann es für uns kaum geben“, sagt Bayer-Trainer Thomas Obliers. „Wolfsburg kann nach der langen Winterpause noch nicht im Rhythmus sein, den so eine Topmannschaft für besonders starke Leistungen braucht. Dazu waren dort viele Nationalspielerinnen unter der Woche mit ihren Teams unterwegs. Wir haben absolut nichts zu verlieren.“ Die Partie ist zudem die erste in der neuen Heimstätte der Wolfsburgerinnen im Allerpark.

SC Sand reist nach Essen
Weit entfernt von Spitzenpositionen sind die SGS Essen und der SC Sand, wenngleich beide Mannschaften bislang eine ordentliche Saison gespielt haben und die SGS das Feld hinter dem Spitzenquartett anführt. Am Sonntag treffen beide in Essen aufeinader. Für die Gastgeberinnen ist nach vorne in der Tabelle kaum etwas zu machen, es geht daher um die Verteidigung des fünften Rangs. Der SC Sand möchte wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib einfahren.

Freiburg will Hinrundenerfolg wiederholen
Dabei wird man auf Seiten der Kraichgauerinnen auch sehr genau verfolgen, was der MSV Duisburg beim SC Freiburg macht. Momentan liegen die Duisburgerinnen drei Punkte hinter Sand und somit auf einem Abstiegsrang. In der Hinrunde gewann der Sportclub mit 2:0. „Natürlich wollen wir das erste Heimspiel, welches durchaus ein richtungsweisendes Spiel sein kann, gewinnen. Mit dem Sieg gegen den MSV haben wir in der Hinrunde eine kleine Siegesserie gestartet, das würden wir gerne wiederholen“, sagt SC-Trainer Dietmar Sehrig, der den Verein zum Saisonende verlassen wird. Das Rezept dafür hat er auch bereits ausgegeben: „Intensiv spielen, hoch stehen, aggressiv pressen.“

Die Partie zwischen dem Herforder SV und dem FF USV Jena wurde auf Mittwoch verschoben.

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

21 Kommentare »

  • dummkopf sagt:

    oops
    wenn ein Platz um 1100 unbespielbar gefroren ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es um 1200 geht wohl eher eine sehr kleine Restchance.
    Wenn es anfängt aufzutauen, wird es erst mal zu sehr rutschig und matschig.
    Hört sich aber eher nach etwas anderem (FF-typischen?) an.

    (0)