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2014

DFB-Pokal: Knüller in Frankfurt, Potsdam gewarnt

Am Wochenende stehen die Viertelfinalspiele im DFB-Pokal auf dem Programm. Dabei will der 1. FFC Frankfurt am Sonntag im Topspiel gegen den FC Bayern München den Beweis erbringen, auch gegen Spitzenteams gewinnen zu können. Bereits am Samstag sind der VfL Wolfsburg und der 1. FFC Turbine Potsdam im Einsatz, der bei Pokalschreck 1. FC Köln antritt.

Der VfL Wolfsburg eröffnet am Samstag ab 14 Uhr in seinem letzten Spiel im VfL-Stadion am Elsterweg die Viertelfinalpartien gegen den SC Sand . Dabei sind die Wolfsburgerinnen auch ohne die wegen Oberschenkelproblemen fehlende Alex Popp klarer Favorit, zumal dem Aufsteiger am Spieltag eine mehrstündige, um 6.30 Uhr beginnende Zugfahrt in den Knochen stecken wird, die der sportlichen Leistung nicht gerade förderlich sein dürfte.

Kellermann fordert Sieg, Kahlert ohne Illusionen „Ich erwarte, dass wir von der ersten Sekunde an keinen Zweifel aufkommen lassen“, so Wolfsburgs Trainer Kellermann , der mit seinem Team bereits im Bundesligaspiel beim SC Sand Mitte Oktober mit 4:0 klar die Oberhand behielt. Sands neuer Trainer Sven Kahlert gibt sich keinen Illusionen hin: „Wir sind sicher krasser Außenseiter. Wolfsburg ist bestimmt das Nonplusultra in Deutschland und Europa.“

Wird Köln erneut zum Pokalschreck? Ab 15 Uhr stehen sich der 1. FC Köln, souveräner Tabellenführer der 2. Frauenfußball-Bundesliga Süd, und der Bundesligadritte 1. FFC Turbine Potsdam gegenüber. Was auf dem Papier nach einer klaren Angelegenheit aussehen mag, dürfte sich für die Potsdamerinnen alles andere als ein Spaziergang erweisen. Denn in der vergangenen Saison warf der 1. FC Köln unter anderem den FC Bayern München aus dem Pokal, in Torhüterin Stina Lykke Pedersen und Stürmerin Lise Munk verfügen die Kölnerinnen über Topkräfte.

Elsig-Einsatz fraglich Turbine-Trainer Bernd Schröder meint : „Wir nehmen das sehr, sehr ernst. Köln hat im letzten Jahr die Bayern aus dem Pokal geschmissen. Wir müssen alles in die Waagschale werfen und wissen, dass der Gegner uns nichts schenken wird.“ Fraglich ist der Einsatz der unter einer Oberschenkelzerrung leidenden Johanna Elsig.

Köln heiß auf „besondere Partie” Die Kölnerinnen haben alle ihre elf bisherigen Ligaspiele gewonnen und dabei nur drei Gegentore kassiert. FC-Trainer Willi Breuer sagt : „Wir freuen uns auf diese besondere Partie. Turbine gehört zu den besten Mannschaften Deutschlands. Auch wenn unsere Chancen gering sind, möchten wir alles versuchen, um für die nächste Sensation zu sorgen.“

Topspiel in Frankfurt Am Sonntag um 11 Uhr (live im HR) treffen im Topspiel der Runde der 1. FFC Frankfurt und der FC Bayern München aufeinander. Vor zwei Wochen gab es an gleicher Stelle für die Frankfurterinnen nach einer schwachen ersten Halbzeit eine enttäuschende 1:2-Niederlage. Gegen die Topteams aus Wolfsburg, Potsdam und München gab es in den vergangenen zwei Jahren nur wenig zu holen.

Bell: „Bayern in der Breite besser als unser Team” „Wir wollen endlich zeigen, dass wir auch wieder Spitzenspiele gewinnen können – und es gäbe keine bessere Gelegenheit, dies am Sonntag unter Beweis zu stellen“, so Frankfurts Trainer Colin Bell, der die vermeintliche Underdog-Rolle des Gegners nichts akzeptiert. „Thomas Wörle verkauft sein Team gerne als Außenseiter, dabei verfügt er über eine absolute Top-Mannschaft mit 15 Nationalspielerinnen, die in der Breite besser besetzt ist als unser Team.“

Leupolz: Hopp oder top Bayern-Spielerin Melanie Leupolz meint: „Wir haben gezeigt, dass wir gegen Frankfurt gewinnen können, das gilt es jetzt zu bestätigen. Es ist ein Pokalspiel, da gibt es nur hopp oder top. Wir wollen natürlich gewinnen”, so die Mittelfeldspielerin. In Frankfurt wird Bayern womöglich weiterhin ohne die angeschlagenen Tinja-Riikka Korpela und Vivianne Miedema auskommen müssen.

So lief die Saison bisher: SC Sand VfL Wolfsburg verpflichtet Julia Simic DFB-Pokal: Frankfurt gelingt Revanche, Freiburg gewinnt Krimi Sehrig: „Sind natürlich klarer Favorit” Ebenfalls um 11 Uhr empfängt der SC Freiburg im heimischen Möslestadion den FSV Gütersloh, zweiter verbliebener Zweitligist im Wettbewerb, der in der Runde zuvor bereits die SGS Essen beim 1:0-Sieg aus dem Pokal warf. Die Freiburgerinnen können dabei wieder auf Myriam Krüger bauen, die ihre Hüftprobleme auskuriert hat, wegen einer Fußprellung erneut fehlen wird hingegen Anja Maike Hegenauer. Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig meint: „Wir sind natürlich der klare Favorit und wollen dieser Rolle auch gerecht werden.“

Gütersloh mit Selbstvertrauen Auf die leichte Schulter nimmt Sehrig den Gegner aber nicht. „Da kommt eine körperlich starke Mannschaft zu uns, in der mit Torfrau Vivien Brandt, Mittelfeldspielerin Melanie Ott und Angreiferin Nina Ehegötz drei aktuelle U19-Nationalspielerinnen stehen. Gütersloh wird vermutlich sehr defensiv auftreten. Aber sie kommen auch mit einem gewissen Selbstbewusstsein.“

“Highlight des Fußballjahres” Gästetrainer Ralf Lietz erwartet in Freiburg eine „sehr anspruchsvolle Aufgabe, die wir ambitioniert angehen.“ Gestärkt durch den überraschenden Viertelfinaleinzug will er mit seinem Team „jede noch so kleine Chance nutzen.“ Für seine Mannschaft stellt das Spiel in Freiburg „das Highlight unseres Fußballjahres“ dar.