Topteams siegen, Sand gewinnt Abstiegsduell

Von am 14. Dezember 2014 – 16.52 Uhr 20 Kommentare

Tabellenführer VfL Wolfsburg, der FC Bayern München und der 1. FFC Frankfurt haben am 13. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga ihre Aufgaben ohne große Mühe gelöst. Im Duell gegen den Abstieg landete Aufsteiger SC Sand im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Sven Kahlert einen wichtigen Dreier.

Wolfsburg souverän
Der VfL Wolfsburg kam in seinem letzten Spiel im heimischen VfL-Stadion am Elsterweg zu einem ungefährdeten 3:0 (2:0)-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Lena Goeßling (26.) und Luisa Wensing (34.) trafen in der ersten Halbzeit, Martina Müller brachte den Erfolg in trockene Tücher (54.).

Bayern in Torlaune
Noch weniger Mühe hatte der FC Bayern München beim 5:0 (4:0)-Erfolg gegen den SC Freiburg. Nora Holstad (15.), Vanessa Bürki (27.), Mana Iwabuchi (35.) und Kathie Stengel (37.) sorgten bereits in der ersten Halbzeit für die Entscheidung, Stengel  stellte dann in der zweiten Halbzeit mit ihrem zweiten Treffer den Endstand her (55.).

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Wörle will noch mehr
„In den ersten 13 Spielen haben wir mit einer neu zusammengestellten Mannschaft eine herausragende Leistung gezeigt. Nun wollen wir uns in der nächsten Woche in Frankfurt mit dem Weiterkommen im Pokal noch zusätzlich belohnen.“

Wolfsburgs Torschützin Lena Goeßling (re.) im Duell mit Theresa Betz © foto2press / Oliver Baumgart

Wolfsburgs Torschützin Lena Goeßling (re.) im Duell mit Theresa Betz © foto2press / Oliver Baumgart

Frankfurt kann doch noch siegen
Bereits am Vormittag kam der 1. FFC Frankfurt zu einem souveränen 4:0 (2:0)-Sieg beim MSV Duisburg. Peggy Kuznik (14.) und Kerstin Garefrekes (35.) brachten die Gäste in Front, nach der Pause leisteten die Gastgeberinnen dann zweimal Schützenhilfe. Erst erzielte Verónica Boquete den dritten Frankfurter Treffer (75.) dann beförderte Duisburgs Torhüterin Meike Kämper den Ball ins eigene Netz (87.).

Grings verärgert
Duisburgs Trainerin Inka Grings räumte ein: „Wir haben gar keinen Zugriff auf das Spiel bekommen, man hat gemerkt, dass Frankfurt eine Weltklassemannschaft ist. Geärgert hat mich allerdings, dass die ersten zwei Tore nach Standards gefallen sind und dass nicht alle Spielerinnen ihre mögliche Leistung abgerufen haben.“

Wichtige Punkte für den SC Sand
Die meisten Treffer des Tages fielen beim Abstiegsgipfel zwischen dem SC Sand und dem Herforder SV. Die Gastgeberinnen setzten sich mit 4:2 (2:0) durch und verschafften sich somit ein wenig Luft im Abstiegskampf.

Patricia Hanebeck (9.) und Ilaria Mauro (23.) sorgten für eine komfortable Halbzeitführung,, zumal Herford nach dem Platzverweis gegen Friederike Abt (34.) in Unterzahl spielen musste. Mauro erzielte dann auch den dritten Sander Treffer (54.). Doch Herford bewies Moral und kam durch Treffer von Friederike Schaaf (61.) und Giustina Ronzetti noch einmal heran (75.), doch Hanebeck versetzte den Westfälinnen dann den K.o. (85.).

Siege für Jena und Potsdam
Am Samstag unterlag Bayer 04 Leverkusen gegen den FF USV Jena mit 0:1 (0:0). Und bereits am Freitagabend gewann der 1. FFC Turbine Potsdam mit 3:1 (3:1) gegen die SGS Essen.

Allianz Frauen-Bundesliga, Ergebnisse 13. Spieltag

1. FFC Turbine Potsdam SGS Essen 3:1 (3:1)
Bayer 04 Leverkusen FF USV Jena 0:1 (0:0)
MSV Duisburg 1. FFC Frankfurt 0:4 (0:2)
VfL Wolfsburg TSG 1899 Hoffenheim 3:0 (2:0)
FC Bayern München SC Freiburg 5:0 (4:0)
SC Sand Herforder SV 4:2 (2:0)

Tabelle Allianz Frauen-Bundesliga

Rang Verein Spiele Tore Punkte
1. VfL Wolfsburg 13 34:1 35
2. FC Bayern München 13 39:4 33
3. 1. FFC Turbine Potsdam 13 35:14 31
4. 1. FFC Frankfurt 13 44:11 28
5. SGS Essen 13 17:18 17
6. TSG 1899 Hoffenheim 13 12:22 15
7. SC Freiburg 13 17:35 15
8. FF USV Jena 13 17:22 14
9. Bayer 04 Leverkusen 13 14:25 13
10. SC Sand 13 15:28 10
11. MSV Duisburg 13 8:33 7
12. Herforder SV 13 13:52 2

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

20 Kommentare »

  • tpfn sagt:

    Julia Simic hat mMn einige sehr gute Spiele und mindestens ebenso viele schlechte Spiele für TP gemacht. Unterm Strich bleibt mMn ein kleines Minus für TP aber ein großes Plus auf der Habenseite für Julia Simic.

    Die freundschaftliche Beziehung die Schröder und Simic pflegen, erwähnte Simic schon recht früh in einem Interview (Video) und Schrödi beruhigte die Presse auf der PK am letzten Freitag (Video) mit den Worten, dass die Ursache für den Abgang der Spielerin zur Winterpause diesmal definitiv nicht in seiner Person begründet ist.

    In der Natur des Menschen begründet, werden positive Erinnerungen auf lange Zeit und stets abrufbar gespeichert während Negatives schnell in Vergessenheit gerät. So sind mir bspw. ihre Zuckerpässe noch immer allgegenwärtig und vorallem auch ihr Traumtor im CL-Spiel gegen Wolfsburg sowie die sicher verwandelten Elfmeter. Beim Negativen käme ich schon stark in Bedrängnis wäre da nicht das Internet, denn das Internet vergisst nie!

    Meine eigenen zahlreichen Kommentare zum Thema Simic, die ich natürlich aus Sicht einen TP-Anhängers verfasste, in denen Julia so ganz und garnicht gut bei wegkam, überwiegen hier deutlich den positiven Kritiken und so blieb in meiner Einschätzung unterm Strich ein Minus für Turbine.

    Das mMn deutliche Plus auf der Habenseite von Simic begründe ich folgendermaßen: Nach ihren langjährigen verletzungsbedingten Pausieren (zwei Kreuzbandrisse in Folge) hatte sie wohl niemand mehr aufm Zettel, dass sie bei Thommy noch Einsatzzeiten bekommen hätte, halte ich für unwahrscheinlich bei dem Radikalschnitt was bei den Bayern stattfand, da mussten ganz andere Stammspielerinnen ihre Koffer packen die keine Aufbauphase hätten absolvieren müssen und ein Interesse anderer TopVereine wie Wolfsburg oder Frankfurt grenzt an Utopie.

    Schrödi nahm damals Simic mit den Worten „Hier ist dein Lieblingstrainer“ unter seine Fittiche und ließ sie, trotz offensichtlicher Defizite, jedes Spiel auflaufen. Vielleicht waren wir hier alle mal Zeuge der menschlichen Seite des Herrn Schröder. Er baute die Spielerin wieder auf und in der Rückrunde konnte Simic dann das ein oder andere Mal voll überzeugen aber leider, was für ein Dilemma, fehlte es an der Konstanz.

    Für die hochgesteckten Ziele des Vereins braucht es aber dringend Konstanz und Simic als Backup-Spielerin wird sich Turbine nicht leisten können und auch Simic selbst wird sich, nachdem sie wieder in aller Munde ist, nicht mit solch einer Rolle abfinden wollen.

    Fazit: nach eigenen Aussagen ist sie wieder Topfit und hat vollstes Vertrauen in ihr Knie. Wenn die Gerüchte stimmen wechselt sie zum Vfl Wolfsburg und hat sehr gute Chancen auf den Meistertitel und den CL-Sieg. Auch wenn sie dort evtl ebenfalls nur eine Backup Rolle spielen sollte, so hat sie dennoch einen Vertrag beim wahrscheinlich derzeit besten Verein der Welt, das war vor Ihrem Wechsel zur Turbine undenkbar.

    Also wenn das kein deutliches Plus auf der Habenseite bei Julia Simic ist, dann weiß ich auch nicht.

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  • Altwolf sagt:

    Ich persönlich wäre nicht „glücklich“ mit einem solchen Wechsel v. J.Simic zu WOB.

    Sie ist, in guter Form, sicherlich eine überdurchschnittliche MF-Spielerin, jedoch über die Saison bzw. die Zeit bei Turbine gesehen,hat sie mich nicht überzeugt und ich halte sie für zu stimmungslabil – ähnlich D.Maroszan.

    Sinn würde es aus WOB-Sicht nur machen, wenn sie, wie L.Magull u.S.Wagner, zur Rückrunde als Backup für N.Keßler verpflichtet würde, um mehr Rotation zu ermöglichen oder Ausfälle bei den noch sehr vielen Spielen vor der WM 2015mit Buli,Pokal,N11 u.CL,zu kompensieren.

    Wie ich schon zuvor äußerte, würde für mich ein Wechsel zum 1.FFC mehr Sinn machen, denn D.Maroszan wird sicherlich so bald wie möglich gen Westen ziehen, zumal auch der Verbleib von Fishlock wohl nur befristet ist.

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  • kelly sagt:

    glaube simic hart sich im Osten irgendwie nicht wohl gefühlt.manchmal ,das weiss man vorher nicht passt es nicht.jetzt muss sie aber beim neuen verein konstant zeigen was sie kann.

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  • tpfn sagt:

    @kelly
    Simic`s Wurzeln sind ja eigentlich zur Hälfte noch etwas östlicher angesiedelt, was natürlich nicht bedeutet, dass sie es auch mögen muss.

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  • tpfn sagt:

    @Altwolf
    aus Wolfsburger Sicht ist es auch recht gefährlich, wer sagt denn dass bei einem BackupEinsatz dann auch ein Stimmungshoch gegeben ist, 50/50 ist mMn schon optimistisch.

    Ich denke Julia sollte ihren aktuellen Marktwert nutzen und bei einem maximal in der Liga Mitte angesiedelten Verein anheuern, dann ist sie ähnlich wie Hanebeck der Star der Mannschaft und wird zwangsläufig glänzen auch wenn sie keinen so guten Tag erwischt hat, das wird ihre Sponsoren freuen. Vielleicht hat sie das ja auch vor, möchte aber zuerst noch auf die Schnelle einen Titel mitnehmen, das wäre dann recht clever von ihr, könnt ich mir auch gut vorstellen, denn ein dummkopf ist sie definitiv nicht.

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