Bayern München feiert Schützenfest gegen Herford

Von am 14. November 2014 – 22.25 Uhr 25 Kommentare

Der FC Bayern München hat am 10. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga mit einem hohen Sieg gegen den Herforder SV die Tabellenführung gefestigt. Beste Torschützin war die Schweizerin Vanessa Bürki.

Vor 310 Zuschauern im Grünwalder Stadion fiel die Entscheidung beim 7:0 (5:0)-Sieg bereits in der ersten Halbzeit.

Führung durch Lewandowski
Nach etwas zerfahrenem Beginn gingen die Münchnerinnen durch Gina Lewandowski in Führung (11.), deren Schuss über den Innenpfosten den Weg ins Tor fand. Ebenfalls mit Hilfe des Innenpfostens erhöhte Vanessa Bürki auf 2:0 (23.), nur kurz darauf war die Schweizerin ein zweites Mal erfolgreich (30.).

Anzeige

Die Schweizerinnen treffen
Kurz vor der Pause war Bürki erneut erfolgreich (45.), doch einen lupenreinen Hattrick verhinderte der vierte Bayern-Treffer, den zuvor Carolin Abbé per Kopf erzielte (42.).

Caroline Abbe, Gina Lewandowski

Trafen beide gegen Herford: Carolin Abbé (li.) und Gina Lewandowski (Archivbild) © Karsten Lauer, girlsplay.de

Leupolz und Stengel treffen nach der Pause
Nach der Pause ließen es die Münchnerinnen gemächlicher angehen, dennoch machte Melanie Leupolz das halbe Dutzend voll (64.). Die eingewechselte Katie Stengel setzte dann den Schlusspunkt.

Jetzt lesen
VfL Wolfsburg ist B-Juniorinnen-Meister

Tabellenführung als Momentaufnahme
Die dreifache Torschützin Vanessa Bürki meinte nach der Partie: „Wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Wer die Tore macht, ist egal. Wir genießen den derzeitigen Tabellenstand, aber wir wissen, dass es eine Momentaufnahme ist.“

Prüfer: „Können vom Tempo nicht mithalten“
Herfords Trainer Jürgen Prüfer meinte: „Wir waren gar nicht so schlecht im Spiel, aber dann schenken wir zwei, drei Tore weg. Diese Fehler machen uns das ganze Spiel kaputt. Wir wissen aber auch, dass wir vom Tempo her nicht mithalten können.“

Allianz  Frauen-Bundesliga, 10. Spieltag, Ergebnisse

FC Bayern München Herforder SV 7:0 (5:0)
TSG 1899 Hoffenheim 1. FFC Frankfurt -:-
MSV Duisburg FF USV Jena -:-
Bayer 04 Leverkusen SC Freiburg -:-
1. FFC Turbine Potsdam SC Sand -:-
VfL Wolfsburg SGS Essen -:-

Allianz Frauen-Bundesliga, Tabelle

Rang Verein Spiele Tore Punkte
1. FC Bayern München 10 32:3 26
2. VfL Wolfsburg 9 23:1 23
3. 1. FFC Frankfurt 9 32:6 22
4. 1. FFC Turbine Potsdam 9 24:10 19
5. SGS Essen 9 16:11 15
6. TSG 1899 Hoffenheim 9 10:10 14
7. SC Freiburg 9 15:23 12
8. FF USV Jena 9 10:17 7
9. SC Sand 9 9:19 7
10. Bayer 04 Leverkusen 9 6:21 6
11. MSV Duisburg 9 5:27 2
12. Herforder SV 10 9:43 2

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

25 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    @Altwolf:

    danke für Deine wohlwollenden Anmerkungen zur Qualität von Essen. Es tut gut, mal etwas zu dieser Mannschaft von einem „Wolfsburg-Insider“ zu lesen.

    Das Manko von Essen liegt tatsächlich momentan vor allem in der schlechten Chancenverwertung. Charline Hartmann leidet momentan unter Ladehemmung, Dallmann trifft auch nicht und so hängt alles an Doorsoun, der jungen Lea Schüller oder evtl. noch Isabelle Wolf. Der Rest der Mannschaft ist eigentlich keine große Hilfe beim Toreschießen.

    Die Essener Spielerin mit der Nr. 16 war übrigens Jaqueline Klasen, die wegen der Gelb-Rot-Sperre von Irini Ioannidou deren Position übernommen hatte, sie spielt sonst rechte AV.

    Mich würde noch interessieren, ob die junge Isabel Hochstein (Nr.14) tatsächlich auf der Doppel-6 neben Lehmann startete und Charline Hartmann im zentralen Mittelfeld agierte und Högner erst zu Beginn der 2.Halbzeit mit der Einwechselung von Linda Dallmann und später Lea Schüller für mehr Offensivpower sorgte. Dann hat Högner gegenüber dem letzten Spiel gegen Hoffenheim tatsächlich einige bemerkenswerte Änderungen vorgenommen. Insbesondere die 45minütige Pause für Dallmann ist ein Novum.

    (0)
  • Karl sagt:

    @Statistiker: Ich glaube das mit den Schichten solltest du mal naeher erlaeutern. Wer gehoert denn in welche Schicht? Ist das Einkommensabhaengig oder Ausbildungsabhaengig? Und dass Fussball ein Unterschichtensport gewesen sein soll kann ich , ausser im Ruhrpott vielleicht, auch nirgends erkennen. Soweit ich weis wurde er zunaechst auf Gymnasien und Universitaeten eingefuehrt.

    Auch bei den Hardcore Maennerfussballfans die ich kenne (oft mit Dauerkarten) wuerde ich eigentlich keinen der Unterschicht zuordnen (nicht nur deshalb weil die wahrscheinlich auch alle akademiker sind).

    Ich glaube die „Unterschicht“ hat schlichtweg kein Geld fuer Stadionbesuche oder gar Dauerkarten.

    Wie auch immer , sowas wie Hooligans braucht niemand , weder im Maenner- noch im Frauenfussball.

    (0)
  • Altwolf sagt:

    @enthusio.

    Ich habe leider nicht auf alle Essenerinnen achtgegeben und dummerweise die Spielinformationen der Wölfinnen-Ausgabe vergessen mitzunehmen,so daß ich die Spielerinnen nicht genau identifizieren konnte,wie z.B. J.Klasen u.I.Hochstein.

    Zu der Umstellung in der 2.HZ war jedoch klar erkennbar,daß mutiger,zielstrebiger und gut über die Flügel gespielt wurde, sowohl li. L.Dallmann als auch über rechts und C.Hartmann und Doorsoun mehr zentral, dabei hatte die letztgenannte eigentlich neben C.Hartmann noch eine gute Torchance jedoch am Tor vorbei verzogen. Das war phasenweise Fuball, wie wir ihn uns auch zu sehen wünschen.

    Positiv ist mir J.Klasen auch deshalb aufgefallen,da sie selbst die Schnelligkeit von A.Blässe an diesem Tage mitgehen konnte und so auch WOBs re.Seite nach vorn am Vorstoß oft hindern konnte.

    Vielleicht ist das auch derzeit Essens Problem, nämlich gegen die TOPs motiviert und engagiert aufzutreten und gegen die eigentlich auf Augenhöhe bzw, sogg. „schwächeren“ Teams eher verkrampft zu spielen und sich selbst unter dem „gewinnen Wollens u. gewinnen Müssens“ ihrer Fähigkeiten berauben.

    (0)
  • Cujo31 sagt:

    @enthusio

    Die 2. 6 war Janssen beim Spiel in Wolfsburg.
    Hartmann sollte wohl soetwas wie eine 10 darstellen.
    2. Außenverteidiger war im übrigen.
    Weiß. Freutel,Martini,Hochstein,Klasen.Janssen und Lehmann.Doorsoun,Hartmann,Gidion.Wolf
    so sah es in etwa aus.

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Statistiker,
    In Deinen Ausführungen steckt wohl leider sehr viel Wahres!!!
    Allerdings wird der FF wohl niemals diesen Stellenwert „genießen“ dürfen, den der MF heute erreicht hat!!!

    Aber 5000 – 10.000 Zuschauer im Schnitt halte ich durchaus für realistisch, wenn man den Bekanntheitsgrad der FF-Vereine und auch der Nicht-Nationalspielerinnen steigern kann!!! 🙂
    Damit wird sich natürlich auch der Anteil der Problem-Fans steigern, was ja leider heute schon bei den Vereinen mit dem höchsten Zuschauerschnitt zu beobachten ist!!! 🙁

    Aber meine Hoffnung ist die, daß die echten Krawall-Hardcore-Hools weiterhin beim MF ihr Unwesen treiben, und die FF-Bühne für sie weiterhin uninterressant bleibt, da viel zu klein und unbedeutend!!! 😉

    Übrigens irrst Du, wenn Du diese Krawallmacher allein der „Unterschicht“ zuordnest!!!
    Gerade unter den „hirnlosen Radaubrüdern“ sind nicht gerade wenige Akademiker, Ärzte,Lehrer, ja sogar Anwälte!!! 😉
    Für die ist das wohl so eine Art „Ausgleichsbetätigung“ zu ihren oft öden Hauptberufen!!! 😉
    Da lief mal vor Jahren ein Bericht im TV, da bin ich echt vom Glauben abgefallen!!! 🙁

    (0)