VfL Wolfsburg übernimmt Tabellenführung

Von am 4. Oktober 2014 – 18.13 Uhr 42 Kommentare

Mit einem Sieg im Spitzenspiel hat der VfL Wolfsburg am sechsten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga die Tabellenführung übernommen. Gegen den 1. FFC Turbine Potsdam war es einmal mehr Martina Müller, die für die Entscheidung sorgte.

Beim 2:1 (1:1)-Erfolg der Wolfsburgerinnen fehlten ihnen Nadine Keßler und Lena Goeßling. Letztere wurde nach überstandener Fußverletzung allerdings für die letzte halbe Stunde wieder eingewechselt

Frühe Potsdamer Führung
Dabei standen die Vorzeichen zunächst gut für die Potsdamerinnen, denn in der 16. Minute erzielte Genoveva Anonma das 1:0 für die Gäste. Ihr erster Schuss hatte noch das Aluminium getroffen, den Abpraller brachte sie dann im Tor unter – für den VfL Wolfsburg war es der erste Gegentreffer der laufenden Saison. Fast hätte Asano Nagasato nur zwei Minuten später die Führung verdoppelt, doch VfL-Torhüterin Almuth Schult war zur Stelle. In der Folge kam der VfL vor 2785 Zuschauern besser in die Partie. In der 31. Minute gelang Alexandra Popp der Ausgleich für die Gastgeberinnen.

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Lia Wälti, Alexandra Popp

In einer kampfbetonten Partie siegte der VfL Wolfsburg – auch dank eines Treffers von Alexandra Popp (re.) – mit 2:1. © foto2press.de / Jan Kuppert

Späte Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel erarbeitete sich der VfL leichte Vorteile und hatte insbesondere in der Schlussphase aussichtsreiche Möglichkeiten zum Siegtreffer. Die Entscheidung fiel in der 88. Minute, als Martina Müller. Als Vorbereiterin war Popp auch an diesem Treffer beteiligt.

München und Frankfurt wollen Anschluss halten
In der Tabelle liegt der VfL Wolfsburg nun mit 16 Punkten auf dem ersten Rang. Es folgen die Potsdamerinnen mit 15 Punkten. Beide Mannschaften werden ihren Platz auch nach den restlichen Partien am Sonntag behalten, denn der FC Bayern München hat auf dem dritten Rang momentan elf Punkte, der 1. FFC Frankfurt dahinter zehn.

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42 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    @Statistiker: Ja, das spielt sicher mit hinein, was im Frühjahr gewesen ist. Aber es ist eben auch so, dass Spielerinnen wie Anonma schon immer polarisieren. Sie spielt halt immer mit vollem Einsatz, sieht Fouls und Nickligkeiten auch als Mittel im Spiel und ist dabei auch immer gefährlich. Dazu ist sie auch noch sehr emotional und wandelt so zwischen Genie und Wahnsinn. Und sie bietet deshalb auch die Möglichkeit, angreifbar zu sein. Und wenn man sie verunsichert und so aus dem Spiel nimmt, hat man als Gegner viel gewonnen.

    Wenn ich ehrlich bin, würde ich (wenn ich nicht Turbine Fan wäre) mir auch genau Anonma aussuchen für Trash Talk, auch als Gegenspielerin. Die Ohrfeige würde ich riskieren. Das Pendant auf Wolfsburger Seite ist Popp. Da funktioniert das genauso. Es ist aber auch wichtig, dass man im Team eine Spielerin hat, die diese Aktionen auf sich zieht und stark genug ist dabei. Paradespielerin war darin Grings. Sie konnte man leidenschaftlich hassen, aber dabei auch hoch wertschätzen.

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  • Statistiker sagt:

    @waiiy: Ich sehe Samstag von Anonma keine einzige Aktion, die eine solche Reaktion nach sich gezogen hätte. Deine Argumentation ist dort brüchig. Im Gegenteil, Anonma hat Samstag meines Erachtens bis auf das Tor sehr, sehr unauffällig gespielt.

    Anders als Popp, bei der die Pfiffe meines Erachtens eine bestimmte Art ihres Verhaltens betreffen, nämlich die Horizontal-Neigung. Inka Grings hatte ähnliche Aktionen, aber ich habe im FF keine einzige Pfeif-Aktion ohne direkten Anlass im Spiel oder einen schwerwiegenden in einem vorhergehenden Spiel erlebt.

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