Turbine Potsdam übernimmt Tabellenführung

Von am 24. September 2014 – 21.19 Uhr 28 Kommentare

Am vierten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga hat der 1. FFC Turbine Potsdam die Tabellenführung übernommen. Dabei profitierten die Potsdamerinnen von der Punkteteilung im Top-Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München.

0:0 endete die Begegnung in Wolfsburg, wodurch der VfL nun auf dem zweiten Tabellenrang liegen.

München hat mehr vom Spiel
Vor 1781 Zuschauern hatte der FC Bayern München dabei über weite Strecken mehr vom Spiel. „Wir hätten mehr verdient“, urteilte daher auch FCB-Trainer Thomas Wörle. Dabei hatte sein Team auch Pech, als Caroline Abbés Kopfball in der 59. Minute nur den Pfosten traf. In der 84. Minute rutschte die Schweizerin darüber hinaus an einem Freistoß von Melanie Behringer vorbei.

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Melanie Behringer, Lina Magull

Lina Magull (r.) hatte in der Nachspielzeit den Siegtreffer auf dem Fuß. © Oliver Baumgart, foto2press.de

Auf der anderen Seite hielt die Schlussphase aber auch Chancen für die Wolfsburgerinnen bereit. In der 82. Minute konnte Luisa Wensing eine Flanke von Caroline Hansen nicht verwerten. In der Nachspielzeit scheiterte Lina Magull an Bayern-Torhüterin Tinja Riikka Korpela. „Ich kann mit dem Ergebnis absolut leben“, so VfL-Trainer Ralf Kellermann, der mit seinem Team nach 13 Siegen in Serie erstmals wieder Punkte abgab.

Potsdam gewinnt beim Sportclub
Durch das Remis in Wolfsburg übernahm der 1. FFC Turbine Potsdam dank eines 4:2 (3:1)-Erfolgs beim SC Freiburg die Tabellenführung. Bereits in der vierten Minute erzielte Julia Šimić das 1:0 für die Gäste. Inka Wesely verdoppelte die Führung in der 21. Minute, Asano Nagasato erzielte nur acht Minuten später das 3:1. Kurz vor der Halbzeit gelang Sandra Starke der Anschlusstreffer für den Sportclub (40.). Mit dem 4:1 sorgte Jennifer Cramer in der 53. Minute allerdings für die Vorentscheidung, sodass Starkes zweiter Treffer (72.) letztlich nur Ergebniskosmetik war.

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Frankfurt gelingt Heimsieg
Der 1. FFC Frankfurt hat sein Heimspiel gegen Aufsteiger SC Sand unterdessen mit 3:0 (2:0) gewonnen. Kerstin Garefrekes (9.) und Dzsenifer Marozsán (31.) trafen in der ersten Halbzeit. Célia Šašic gelang in der 91. Minute vor 1310 Zuschauern der 3:0-Endstand. Die Frankfurterinnen liegen nun auf dem vierten Tabellenrang, der SC Sand rutschte auf den achten Rang ab.

Zweimalige Führung reicht Leverkusen nicht
Nach dem Punktgewinn in Jena konnte der Herforder SV auch im Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen einen Zähler holen. 2:2 (2:2) endete die Partie gegen die Werkself, obwohl der HSV zweimal in Rückstand gelegen hatte. Anna Gasper traf bereits in der 11. Minute zum 1:0 für die Gäste. Herfords Neuzugang Jessica McDonald glich in der 28. Minute aus. Nur eine Minute später gelang Isabelle Linden vor 427 Zuschauern die erneute Leverkusener Führung, aber auch diesmal hatte McDonald die richtige Antwort parat und egalisierte (36.). Die Leverkusenerinnen liegen nun auf dem siebten Tabellenrang, der HSV verbesserte sich zumindest vorübergehend auf Platz 10.

Essen unterliegt dem USV
Die SGS Essen hat ihr Heimspiel gegen den FF USV Jena mit 1:2 (0:1) verloren. In der ersten Halbzeit traf Iva Landeka (26.) zur Jenaer Führung. Ivana Rudelic erhöhte in der 65. Minute auf 2:0, ehe Charline Hartmann kurz vor dem Schlusspfiff noch den Anschlusstreffer für die Gastgeberinnen erzielte. Durch den ersten Saisonsieg verbesserte sich der USV in der Tabelle auf den sechsten Rang, die SGS fiel auf den fünften zurück.

Die Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem MSV Duisburg findet am Donnerstag um 18 Uhr statt.

 

 

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28 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    @SF.

    Wenn du diesen Eindruck hattest, dann wirst du wohl, wie offenbar „dein“ Reporter auch, das Ergebnis nicht „gerecht“ finden.

    Ich war halt „live“ dabei im Stadion und habe für mich diesen Eindruck gewonnen und entsprechend widergegeben. Ob man mir nun eine „grün-weiße“ Sichtweise unterstellen möchte, sei mal dahingestellt.

    Sicherlich hätte der FCB mit etwas mehr „Fortune“ auch das Spiel gewinnen können – haben sie aber nun mal nicht.

    @waiiy.

    Ja , diesen Gedanken hatte ich auch schon mal in meinen Überlegungen zum Spiel der Wölfinnen gegen den FCB, doch ich denke es ist eine Frage des „Selbstverständnisses“ mit dem erlangten und erarbeiteten Selbstbewußtsein aktiv das Spiel zu gestalten und nicht nur abwartend reagieren. Es würde auch die Spielerinnen in ihrer Einstellung verändern und das wird ihnen möglicherweise nicht gut tun.

    Taktisch bzw. theoretisch könnte ich mir das durchaus vorstellen und ich wäre auch auf die Reaktion von Bayern sehr gespannt.

    Andererseits hat WOB ein Remis gegen Bayern in der abgelaufenen Spielzeiten nicht sonderlich „geschadet“. 🙂

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  • FF-Fan sagt:

    Wenn ich die Spiele der Duisburgerinnen betrachte,da merkt man,dass Frau Grings die nötige Erfahrung fehlt!Eine sehr gute ehemalige Spielerin muss ja nicht unbedingt gleich eine erfolgreiche Trainerin sein.Irgendwe hab ich auch das Gefühl,wenn man die schweizer Verpflichtungen sieht,dass Frau Voss auch im Hintergrund mitmischt.Dass man die sehr guten Torfrau Kämper mal wieder auf die Bank setzt,find ich auch mehr als fraglich! Es wird spannend,was der Trainerin einfällt,damit sie die abstiegszone verlässt!
    Die pädagogischen Maßnahmen des Essener Trainers ist ja mal schön nach hintern losgegangen!Wenn man meint,man könne einfach mal eine Top-Torfrau auf die Bank setzen,mus smit den Folgen leben!Aber auch in der Offensieve hat man wieder gemerkt,dass eine gute Stürmerin einfach fehlt!Kann man nur hoffen,dass der Trainer nicht nur die Spielweise seiner Spielerinnen kritisiert,sondern auch mal sein Handeln hinterfragt.Mit einer Mannschaft mit dem Großteil von durchschnittlichen Spielerinnen,kann man nicht so pokern.Der Bericht von Sven trifft zu 100 Prozent zu!

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  • holly sagt:

    @ waiiy.

    ich sehe das ähnlich wie Altwolf. Wenn ein Team es gewöhnt ist immer offensiv zu spielen bzw das Spiel zu machen, dann würde man höchst wahrscheinlich mit so einer neuen Taktik komplett baden gehen.

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  • Statistiker sagt:

    Interessante Veränderung im Bayernspiel! Das 5-3-2, was sich bei der Männer-WM zur Modeerscheinung entwickelte, ist nun auch im FF angekommen. Interessant bei diesem System: Generell ist es darauf angelegt, das Spiel nicht machen zu können, sondern ausschließlich über schnellen Konterfußball zu kommen. Ohne Bürki und Feiersinger sicher das beste, was Bayern mit seinem Personal machen kann. Leupolz, Behringer und Brooks haben so den Platz im Mittelfeld und auch Stengel und Iwabuchi können sich zurückfallen lassen, auf die Außen ausweichen und sind daher sehr flexibel. Selbst, wenn Wolfsburg das Spiel Bayern überlassen hätte und sich hinten eingeigelt hätte, hätte das wohl nicht viel bewirkt, da Bayern immer nur mit 5 Spielerinnen überfallartig angegriffen und sich dann sehr schnell wieder geordnet zurückgezogen hätte.

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  • waiiy sagt:

    @Altwolf und Holly: Ja, das verstehe ich schon. Aber ich finde es halt taktisch gesehen armselig, wenn man nur diese eine Grundausrichtung kann. Dann darf man im Gegenzug den Byerinnen gar nicht so sehr vorwerfen, dann sie sich schwer tun gegen Gegner, wo sie das Spiel machen müssen.

    Viel schlimmer finde ich es beispielsweise von Potsdam gegen Wolfsburg, wo immer versucht wird, die Wölfinnen reinzudrücken, obwohl das spielerisch schon seit ca. 3 Jahren nicht mehr geht. Das ist einfach an der Realität vorbei. Da kommen dann solche Spiele wie der Schlagabtausch in der CL letzte Saison bei raus, die zwar den neutralen Zuschauer freuen, die aber den Verein leider nicht eine Runde weiterbringen.

    Ich finde, es muss auch möglich sein, dass man taktisch mal defensiv spielt und eigentlich muss man das auch innerhalb des Spieles umstellen können. Das erwarte ich von europäischen Spitzenmannschaften, wie es Wolfsburg, Frankfurt und auch Potsdam sind. Ansonsten steht man im Taktikverständnis und der Spielintelligenz auf einer Stufe mit Mannschaften, die durch den Kader bedingt nur ein Spielsystem beherrschen können.

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  • balea sagt:

    Nach den ersten 4 Spieltagen finde ich es interessant, dass Bayern und Potsdam die überzeugendste Performance hingelegt haben – Frankfurt und Wolfsburg als CL – Mannschaften dagegen Schwächen aufweisen, bzw ihnen der nötige Biss fehlt. Die Debatte über Verletzte kann man sich, glaube ich schenken, ALLEN Mannschaften fehlen sehr wichtige Spielerinnen.

    WOB fand ich in keinem der drei übertragenen Spiele beeindruckend, oder sehr kämpferisch oder kreativ; zu Frankfurt wurde ja schon einiges wg dem Potsdam Spiel geschrieben, sie scheinen gut klarzukommen, wenn es gegen unterlegene Gegner geht, München fehlt lediglich Effektivität im Sturm. Potsdam ist da zZ wohl zurecht an der Tabellenspitze – allerdings hat Schröder wohl recht, wenn er implizit sagt, dass die Mannschaft nicht sehr viel besser spielen kann. Wenn die anderen Mannschaften also noch deutlich zulegen können, wird sich zeigen, ob Potsdam dann noch mithalten kann.

    Mir kommt es vor, als ob der Weggang von Hegerberg gar nicht geschadet hat, vielleicht sogar im Gegenteil: Anonma und Nagasato spielen sehr harmonisch zusammen und dieses zwanghafte Suchen nach der Kopfballchance entfällt. Im Moment ist der Angriff variabler geworden.

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  • tpfn sagt:

    Als Lehrbeispiel für mustergültigen Kampf/Pressing hat TP`s Spiel gegen Frankfurt scheinbar die Runde gemacht, überraschen kann TP damit leider keinen mehr. Freiburg war jedenfalls bestens darauf eingestellt und konnte mit Sanni Starke, einer ExTurbine und wahrer Eyecatcher des deutschen FF, empfindliche Nadelstiche setzen. Ich muss gestehen seit der U20 WM bin ich auch Fan von Sara Däbritz, is mir völlig unverständlich warum Freiburg mit solcher Spielerinnenqualität soweit unten in der Tabelle rumgurkt.

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  • soccerin sagt:

    Der MSV Duisburg hat mit Frau Grings einen schlechten Griff getan.
    Erstens: Ernennung einer neuen Kapitänin, die sich bisher weder spielerisch noch verbal hervorgetan hat, und einer Co-Kapitänin, welche weder sprachgewandt noch ein Vorbild für die Mannschaft ist. Beide sind meines Erachtens nach kein Aushängeschild für den MSV ( auch nicht in Bezug auf ihre „Mitgliedschaft). Da sind Osti, Himmi, Baba, Weichelt, Laura, Dori, Meike, Alice eher Typen des MSV
    Zweitens: Die Aussage, dass Duisburg großen Wert auf Nachwuchsarbeit legt. Welche der Nachwuchsspielerinnen darf denn aufs Feld? Alice Hellfeier, die es ohne weiteres mit einer Kiwic aufnehmen kann, kommt kaum zum Einsatz. Meike Kämper, die eine weltmeisterliche U20 WM gespielt hat ( Beste Torfrau des Turniers), wird kein Vertrauen geschenkt, dafür spielt auch da die Schweiz. Gurbet Kalkan ist anscheinend gar kein Thema mehr und Sarah Schmitz anscheinend nur dazu da den Kader zu füllen. Dafür spielt aber eine Vonkova, die weder Antritt noch Torgefahr hat. Einzig Balla Schenk kam ab und an zum Einsatz. Wo kann man hier dann von „Nachwuchsarbeit“ sprechen????
    Drittens: Warum kommt eine Thälmann, als sie in der 1.ten Mannschaft nicht gespielt hat, sofort zum Einsatz in der 2.ten Mannschaft, aber eine Hellfeier oder Kämper nicht?
    Viertens: Warum sitzt eine Barbara Müller ständig auf der Bank aber eine Geldona Morino spielt und spielt und spielt?
    Fünftens: Sind Meike und Himmi diejenigen, welche eine schlechte Moral beim Spiel gegen Freiburg gezeigt haben? Das habe ich nicht so gesehen! Himmi gibt immer alles und Meike hat ein gutes Spiel abgeliefert. Vonkova ist dagegen total abgetaucht und auch Kiwic hat sich nicht durch Lauffreude hervorgetan.
    Auch ich bin übrigens der Ansicht, dass Frau Voss bzw. der Sponsor der Schweizerinnen hier ein gehöriges Wort mitreden.
    Schade um die Mannschaft, schade um so klasse Nachwuchsspielerinnen wie Meike Kämper, die auf der Bank versauern und nicht weiter gefördert werden. Ihr ist fast zu wünschen, dass der Verein entweder absteigt oder sie die Chance hat schnellstens zu wechseln.

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