DFB-Frauen für WM in Kanada qualifiziert
Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat mit einem souveränen Sieg in Russland die Teilnahme an der Endrunde der Frauen-WM 2015 in Kanada perfekt gemacht. Célia Sasic traf gleich dreimal und erzielte auch den schönsten Treffer des Tages.
Nach dem 4:1 (3:1)-Sieg im Luzhniki Sports Complex in Moskau ist der Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid der Sieg in WM-Qualifikationsgruppe 1 nicht mehr zu nehmen, so dass sich die DFB-Elf als viertes europäisches Team nach der Schweiz, England und Norwegen für die Titelkämpfe im kommenden Jahr qualifiziert hat.
Kathie Hendrich in der Startformation Neid musste verletzungsbedingt einige personelle Veränderungen vornehmen. So stand Kathie Hendrich als rechte Außenverteidigerin in der Startformation, die Doppel-Sechs bildeten Dzsenifer Marozsán und Lena Goeßling. Célia Sasic war einzige Sturmspitze im gewohnten 4-2-3-1-System.
Führung durch Simone Laudehr Melanie Behringer hatte in der Anfangsminute die erste Chance des Spiels, doch ihr Schuss war zu zentral und nicht hart genug. Doch schnell wurde klar, dass die DFB-Elf von Anfang an gewillt war, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Und schon nach fünf Minuten gingen die DFB-Frauen in Führung, als Simone Laudehr mit einem Flachschuss die Führung erzielte (5.).
U19: Mit zwanzig Spielerinnen nach Schweden Weltrangliste: Deutschland holt weiter auf Schweden fährt zur WM, Quartett in den Play-offs Russland gleich per Elfmeter aus Die Freude währte jedoch nicht lange, denn nach einem vermeintlichen Foul von Hendrich an Ekaterina Sochneva zeigte die schwedische Schiedsrichterin Pernilla Larsson auf den Elfmeterpunkt, Ksenia Tsybutovich bedankte sich mit dem Ausgleich (9.). Doch dies sollte einer der wenigen Aufreger vor dem deutschen Tor im gesamten Spiel bleiben.
Sasic bringt DFB-Frauen auf WM-Kurs Schon zehn Minuten später gingen die DFB-Frauen dann wieder in Führung, als nach Zuspiel von Dzsenifer Marozsán Célia Sasic erst noch per Kopf den Pfosten traf, ehe sie im Nachsetzen den Ball zum 2:1 im Netz unterbrachte (19.). Und nur wenig später gelang der Spielerin des 1. FFC Frankfurt ein weiterer Treffer. Nach erneuter Vorarbeit von Marozsán erzielte Sasic mit einem sehenswerten Volley den dritten deutschen Treffer (28.).
Kaum Highlights in Halbzeit zwei Früh war somit klar, dass den DFB-Frauen das Ticket für die Frauen-WM in Kanada kaum mehr zu nehmen sein würde, denn bereits ein Remis hätte zur erfolgreichen Qualifikation gereicht. Und so plätscherte das Spiel in der Folge vor sich hin, Marozsán hatte per Freistoß die erste Chance der zweiten Halbzeit, Anja Mittag und Sasic hatten weitere gute Torchancen. Sasic war es dann, die mit ihrem dritten Treffer und einem platzierten Flachschuss für die endgültige Entscheidung sorgte (72.).
DFB-Frauen lassen beste Torchancen aus In der Schlussphase kamen Melanie Leupolz für Anja Mittag und Svenja Huth für die dreifache Torschützin Célia Sasic zum Einsatz. Die DFB-Frauen blieben torhungrig, Melanie Behringer scheiterte nur knapp mit einem Schrägschuss (82.), Marozsán hatte kurz darauf Pech mit einem Heber (84.). Simone Laudehr umkurvte in der Schlussminute die russische Torhüterin Elvira Todua, schaffte es aber dann nicht, den Ball im leeren Tor unterzubringen (90.).
Zufriedene Neid Bundestrainerin Silvia Neid meinte: „Wir wussten, dass die Russinnen unangenehm sind, da muss man erst einmal die Tore machen. Die Mannschaft hat das heute gut umgesetzt und wir sind froh, dass wir uns qualifiziert haben. Wir haben auch in der Breite sehr viel Qualität und hatten immer einen guten Zusammenhalt. Von daher bin ich sehr zufrieden, das macht mich sehr stolz.“ Mit dem neunten Sieg im neunten WM-Qualifkationsspiel haben die DFB-Frauen eine perfekte Qualifkation hingelegt. Zum Abschluss geht es am kommenden Mittwoch in Heidenheim gegen Irland.