VfL Wolfsburg holt Meistertitel
Der VfL Wolfsburg hat sich zum zweiten Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft gesichert. Vor der Bundesliga -Rekordkulisse von 12 464 Zuschauern fiel die Entscheidung in einem dramatischen Finale erst kurz vor Schluss durch einen Kopfballtreffer von Alex Popp.
Beim 2:1 (1:0)-Sieg brachte Verena Faißt die Gastgeberinnen in Führung (16.), Kozue Ando glich spät für Frankfurt aus (82.). Doch Popp sorgte Augenblicke vor dem Ende für die Entscheidung (89.) und den zweiten Meistertitel in Folge.
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Frankfurt beginnt gut Die Gäste vom 1. FFC Frankfurt waren mit einem Punkt Vorsprung nach Wolfsburg gereicht und ein Remis hätte zum Titel gereicht, doch die Frankfurterinnen begannen in den ersten zehn Minuten forsch und unterbanden zunächst gut das Wolfsburger Aufbauspiel.
Wolfsburg kommt ins Rollen Doch ein Schuss von Lena Goeßling, der knapp am Frankfurter Tor vorbeistrich (10.), läutete eine Drangperiode der Wolfsburgerinnen ein, die die gesamte erste Halbzeit anhalten sollte. Und so dauerte es nicht lange, ehe Goeßling im Mittelfeld antrat und Kozue Ando stehen ließ, den Ball in den Lauf von Verena Faißt legte, die zur frühen 1:0-Führung traf (16.).
Alushi verpasst Die Vorzeichen hatten sich plötzlich geändert und nun benötigte der 1. FFC Frankfurt ein Tor und Fatmire Alushi wäre nach einem Schnitzer von Josephine Henning fast der Ausgleich gelungen, doch sie schob den Ball am halbleeren Tor vorbei (19.). Wolfsburg kombinierte aber munter weiter und Frankfurt erhielt immer weniger Zugriff auf das Spiel.
Keßler trifft Latte FFC-Torhüterin Desirée Schumann musste erst einen Kopfball von Martina Müller parieren und hatte dann auch beim Nachschuss von Nilla Fischer das bessere Ende für sich. Und als dann auch noch Wolfsburgs Kapitänin Nadine Keßler in der Nachspielzeit die Latte traf konnte Frankfurt froh, nur mit einem Ein-Tore-Rückstand in die Pause zu gehen. Doch Wolfsburg zahlte bei hochsommerlichen Temperaturen dem Sturmlauf der ersten Halbzeit Tribut.
Schult pariert Garefrekes-Kopfball Denn in der zweiten Halbzeit ließ der Druck im eigenen Spiel nach, Wolfsburg beschränkte sich auf das Verwalten der Führung und Frankfurt entwickelte kaum Ideen, wie man die Wolfsburger Abwehr in Gefahr bringen könnte. Es dauerte bis eine Viertelstunde vor Schluss, ehe echte Gefahr aufkam, als Kerstin Garefrekes einen Kopfball aufs Tor zirkelte, denn Schult jedoch stark parieren konnte.
Ando gleicht aus, doch Popp sorgt für Entscheidung Doch plötzlich schien sich das Blatt zugunsten der Frankfurterinnen zu wenden, als Kozue Ando aus dem Getümmel aus zehn Metern der 1:1-Ausgleich gelang (82.). Der VfL Wolfsburg in dieser Saison wäre jedoch nicht der VfL Wolfsburg, hätte er nicht noch einmal eine Antwort parat, denn nach Freistoß von Steffi Bunte sorgte Alex Popp für Riesenjubel im Lager der Wolfsburgerinnen und Katerstimmung bei den Gästen, die weiter auf den ersten Meistertitel seit 2008 warten müssen (89.).
Kellermann lobt Wolfsburger Mentalität Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meinte nach der Partie: “Unterm Strich war es von der Dramaturgie spannend und glücklich, aber ich denke, dass wir uns durch die letzten zehn Siege verdient haben, Meister zu werden. Wir haben so viele Nackenschläge gehabt, aber wir stehen wieder auf. Uns war klar, dass wir nicht mehr durch eine Kombination zum Erfolg kommen, sondern vielleicht eine Standardsituation benötigen. Alex Popp ist in der Luft schwer zu verteidigen, da ist sie die beste Stürmerin in Europa mit dem Kopf, das hat sie sich verdient.”
Bell traurig und enttäuscht Frankfurts Trainer Colin Bell meinte: “Glückwunsch an Ralf und seine Mannschaft zum Sieg und zur gewonnenen Meisterschaft. Ich bin richtig traurig, denn wir haben eine super zweite Halbzeit und eine super Saison gespielt und richtig gut gearbeitet. Natürlich fallen wir etwas weich, wir haben den DFB-Pokal gewonnen und die Champions-League-Qualifikation geschafft, aber ich wollte beide Titel, deswegen bin ich maßlos traurig und innerlich enttäuscht, dass ich diese tolle Mannschaft nicht zur Meisterschaft geführt habe, die nicht unverdient gewesen wäre.”