VfL Wolfsburg holt Meistertitel

Von am 8. Juni 2014 – 15.59 Uhr 55 Kommentare

Der VfL Wolfsburg hat sich zum zweiten Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft gesichert. Vor der Bundesliga-Rekordkulisse von 12 464 Zuschauern fiel die Entscheidung in einem dramatischen Finale erst kurz vor Schluss durch einen Kopfballtreffer von Alex Popp.

Beim 2:1 (1:0)-Sieg brachte Verena Faißt die Gastgeberinnen in Führung (16.), Kozue Ando glich spät für Frankfurt aus (82.). Doch Popp sorgte Augenblicke vor dem Ende für die Entscheidung (89.) und den zweiten Meistertitel in Folge.

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Frankfurt beginnt gut
Die Gäste vom 1. FFC Frankfurt waren mit einem Punkt Vorsprung nach Wolfsburg gereicht und ein Remis hätte zum Titel gereicht, doch die Frankfurterinnen begannen in den ersten zehn Minuten forsch und unterbanden zunächst gut das Wolfsburger Aufbauspiel.

Wolfsburg kommt ins Rollen
Doch ein Schuss von Lena Goeßling, der knapp am Frankfurter Tor vorbeistrich (10.), läutete eine Drangperiode der Wolfsburgerinnen ein, die die gesamte erste Halbzeit anhalten sollte. Und so dauerte es nicht lange, ehe Goeßling im Mittelfeld antrat und Kozue Ando stehen ließ, den Ball in den Lauf von Verena Faißt legte, die zur frühen 1:0-Führung traf (16.).

Lira Alushi (li.) im Duell mit Alex Popp © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Lira Alushi (li.) im Duell mit Alex Popp © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

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Alushi verpasst
Die Vorzeichen hatten sich plötzlich geändert und nun benötigte der 1. FFC Frankfurt ein Tor und Fatmire Alushi wäre nach einem Schnitzer von Josephine Henning fast der Ausgleich gelungen, doch sie schob den Ball am halbleeren Tor vorbei (19.).  Wolfsburg kombinierte aber munter weiter und Frankfurt erhielt immer weniger Zugriff auf das Spiel.

Keßler trifft Latte
FFC-Torhüterin Desirée Schumann musste erst einen Kopfball von Martina Müller parieren und hatte dann auch beim Nachschuss von Nilla Fischer das bessere Ende für sich. Und als dann auch noch Wolfsburgs Kapitänin Nadine Keßler in der Nachspielzeit die Latte traf konnte Frankfurt froh, nur mit einem Ein-Tore-Rückstand in die Pause zu gehen. Doch Wolfsburg zahlte bei hochsommerlichen Temperaturen dem Sturmlauf der ersten Halbzeit Tribut.

Schult pariert Garefrekes-Kopfball
Denn in der zweiten Halbzeit ließ der Druck im eigenen Spiel nach, Wolfsburg beschränkte sich auf das Verwalten der Führung und Frankfurt entwickelte kaum Ideen, wie man die Wolfsburger Abwehr in Gefahr bringen könnte. Es dauerte bis eine Viertelstunde vor Schluss, ehe echte Gefahr aufkam, als Kerstin Garefrekes einen Kopfball aufs Tor zirkelte, denn Schult jedoch stark parieren konnte.

VfL Wolfsburg neuer Deutscher Meister

Der VfL Wolfsburg bejubelt den zweiten deutschen Meistertitel in Folge © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Ando gleicht aus, doch Popp sorgt für Entscheidung
Doch plötzlich schien sich das Blatt zugunsten der Frankfurterinnen zu wenden, als Kozue Ando aus dem Getümmel aus zehn Metern der 1:1-Ausgleich gelang (82.).  Der VfL Wolfsburg in dieser Saison wäre jedoch nicht der VfL Wolfsburg, hätte er nicht noch einmal eine Antwort parat, denn nach Freistoß von Steffi Bunte sorgte Alex Popp für Riesenjubel im Lager der Wolfsburgerinnen und Katerstimmung bei den Gästen, die weiter auf den ersten Meistertitel seit 2008 warten müssen (89.).

Kellermann lobt Wolfsburger Mentalität
Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann meinte nach der Partie: „Unterm Strich war es von der Dramaturgie spannend und glücklich, aber ich denke, dass wir uns durch die letzten zehn Siege verdient haben, Meister zu werden. Wir haben so viele Nackenschläge gehabt, aber wir stehen wieder auf.  Uns war klar, dass wir nicht mehr durch eine Kombination zum Erfolg kommen, sondern vielleicht eine Standardsituation benötigen. Alex Popp ist in der Luft schwer zu verteidigen, da ist sie die beste Stürmerin in Europa mit dem Kopf, das hat sie sich verdient.“

Bell traurig und enttäuscht
Frankfurts Trainer Colin Bell meinte: „Glückwunsch an Ralf und seine Mannschaft zum Sieg und zur gewonnenen Meisterschaft. Ich bin richtig traurig, denn wir haben eine super zweite Halbzeit und eine super Saison gespielt und richtig gut gearbeitet. Natürlich fallen wir etwas weich, wir haben den DFB-Pokal gewonnen und die Champions-League-Qualifikation geschafft, aber ich wollte beide Titel, deswegen bin ich maßlos traurig und innerlich enttäuscht, dass ich diese tolle Mannschaft nicht zur Meisterschaft geführt habe, die nicht unverdient gewesen wäre.“

Frauenfußball-Bundesliga, Ergebnisse, 22. Spieltag

1. FFC Turbine Potsdam FC Bayern München 1:1 (0:0)
VfL Wolfsburg 1. FFC Frankfurt 2:1 (1:0)
MSV Duisburg VfL Sindelfingen 7:0 (3:0)
SC Freiburg BV Cloppenburg 7:2 (4:0)
TSG 1899 Hoffenheim FF USV Jena 1:1 (0:1)
Bayer 04 Leverkusen SGS Essen 0:1 (0:1)

Abschlusstabelle Saison 2013/14

Rang Verein Spiele Tore Punkte
1. VfL Wolfsburg 22 68:16 55
2. 1. FFC Frankfurt 22 80:15 53
3. 1. FFC Turbine Potsdam 22 64:20 49
4. FC Bayern München 22 49:27 39
5. FF USV Jena 22 36:32 31
6. SGS Essen 22 37:42 27
7. Bayer 04 Leverkusen 22 44:38 26
8. SC Freiburg 22 39:42 25
9. TSG 1899 Hoffenheim 22 39:61 23
10. MSV Duisburg 22 27:45 22
11. BV Cloppenburg 22 34:60 17
12. VfL Sindelfingen 22 4:123 2

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

55 Kommentare »

  • dummkopf sagt:

    @altwolf

    Nach den Spielerinnen freut mich die Meisterschaft für dich am zweitmeisten!

    Das Raunen bei dem Sasic-Eier-Schuss hast du aber mitbekommen?

    Angerer:

    ist super angekommen.

    Ein Reporter bezeichnete sie letzte Woche bgeistert als beste TH in der Liga. Hat dann gemerkt, dass das nicht so gut kommen könnte, und dann schnell angefügt: „Zumindest auf einer Höhe mit Solo und den anderen US-N11 Hüterinnen“

    Allerdings klappt es im Club gar nicht.
    Zuletzt 1:4 verloren und dann gegen NY? voller Hoffnung ins Spiel gegangen, da Morgan nach 7-Monatspause und Boquete von Tyresö beide zum erstenmal in der Saison aufliefen.
    Und da dann Angerer mit roter „letzte Frau“ Karte und 0:5 verloren. Dabei hatte Angerer die Stürmerin gar nicht berührt, wie die Zeitlupe ergab.

    Noch ist aber für Portland nichts verloren, weil dort die besten 4 Clubs am Ende in Einzelspielen die Meisterschaft ausspielen. Allerdings mit bald der halben Saison gespielt, wird es Zeit, eine Aufholjagd zu starten, denn zZt ist man ein Stück von den play offs entfernt. Ist Portland aber durchaus zuzutrauen.

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  • GG sagt:

    Unlängst wurde von einer FFC-Spielerin im Interview geäußert, „Kleinigkeiten“ werden entscheiden. In meiner Gesamtschau trete ich den Versuch an, diese Aspekte und Impulse aufzuführen:
    1) Nach dem Heimsieg gegen Jena (16.03.2014) war es Josie Henning, die in einem Interview mit der WAZ die Einstellungssache des Teams öffentlich angeprangert hat. Glücklicherweise ohne persönliche Konsequenzen für sie – das Jena-Spiel war der Beginn der 10-Siege-Serie in der Bundesliga.
    2) Ich erinnere mich an ein kurzes Gespräch mit Nadine Keßler am Abfluggate in Barcelona am 30.03.2014. Zuvor war die Nachricht durchgedrungen, der FFC habe „nur Unentschieden“ gegen Bayer 04 Leverkusen gespielt. Auf meine Frage nach den weiteren Aussichten für die Meisterschaft hat sie bejaht, das jetzt wohl wieder einiges möglich sei.
    3) Das UWCL-Rückspiel gegen Turbine Potsdam am 27.04.2014 war in mehrfacher Hinsicht letztlich ausschlaggebend: Das nahezu unfaßbare Durchhaltevermögen von Lena Goeßling, der unglaubliche Auftritt von Nadine Keßler – gekrönt von Treffer zum 1:1 Ausgleich, und die beiden Tore von Alex Popp zum 2:2 und 3:2 – als sie unter Beweis gestellt hat, das sie doch in der Lage ist Spiele zu ihren Gunsten zu entscheiden.
    Und so kam es m. E. nicht von ungefähr, dass im UWCL-Finale eben Alex Popp in der 2. Halbzeit die bestimmenden Akzente mit dem Anschlußtreffer zum 1:2 und der Vorlage zum 3:3 durch Verena Faißt (!!) gesetzt hat. Und auch im nächsten Finale am gestrigen Sonntag den Siegtreffer wollte.
    WOB hat durch die bereits genannten Spielerpersönlichkeiten – dazu zählen aber zumindest auch noch Nilla Fischer, Luisa Wensing und Martina Müller – aus den vorhandenen Möglichkeiten das Optimum erreichen können. Der FFC hatte gestern durchaus eine große Chance, sich für die Bundesligasaison zu belohnen. Dafür hätte es aber insbesondere des Einsatzes von Babett Peter als LV bedurft, Simone Laudehr in der IV ist verschenktes Potential, und das Duell Kerstin Garefrekes vs. Stefanie Bunte war von Beginn an so eindeutig, dass man hier hätte mehr machen müssen. Aufgrund meiner Sympathien für WOB bin ich froh, dass sich der nahezu Ausfall von Lena Goeßling in der 2. Hz „nur“ durch den Ausgleichstreffer bemerkbar gemacht hat – dem die eigentlich einzige nennenswerte Aktion von D. Maroszan vorausging. Und so war für mich als Besucher des Spiels zu diesem Zeitpunkt auch spürbar, dass WOB noch eine Antwort würde haben werden.

    Nicht nur, dass ich für die kommende Spielzeit mit noch mehr Ausgeglichenheit in der Bundesliga rechne, ich bin sehr gespannt, wie Silvia Neid (und ihr Trainerteam) im Hinblick auf die WM2015 und die hiermit verbundene Qualifikation für Rio2016 weiter agieren wird. Wenngleich ich befürchte, dass sie ihre „FFC-Brille“ nicht wird ablegen wollen (u.a. Kim Kulig, Saskia Bartusiak), will ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass sie die Eindrücke vom gestrigen Spiel bei künftigen Entscheidungen wird berücksichtigen können.

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  • dummkopf sagt:

    Selbst das Gerücht, dass Henning zu PSG gehen könnte, ist nicht uninteressant.
    Krahn war im Pokalfinale gegen OL im Kader(?), hat dort aber nicht zur Startelf gehört.
    War sie nur angeschlagen?
    Therese?
    PSG-Kenner?

    Oder sind das nun erste Anzeichen, dass sich da einmal mehr auf wunderbare Weise Hilfe von aussen für die Bundeslöwin anbahnt?

    Falls der Club (der sie ja täglich beobachtet) zeigt, dass er die zweifelsfrei tolle Spielerin Krahn aber eben für absolute internationale Top-Aufgaben für nicht (mehr?) (ganz?) stark genug hält?

    Man wird sehen, ob das alles nur Zufall war …

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.

    Danke für den Glückwunsch. Natürlich ist da Freude pur. 🙂

    Aber auch richtig, dieser letzte Ball war schon ein tückisches Ding und wir mußten da alle mal tief durchatmen.

    In der Hintertorkamera konnte man aber auch sehen, daß Almut da noch ihr Finger an den Ball bekommen hat und noch die Richtung am Pfosten vorbei ändern konnte.

    Das hatte D.Schumann aber auch noch beim Nachschuß von N.Fischer hinbekommen, so daß wir 2 wirkliche Top-Torhüterinnen erleben konnten.

    Danke für deine Infos über Natze.

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  • Sheldon sagt:

    @GG: Es wird Silvia Neid total überfordern, einen Kader zu bilden. Sie hat 4 Top-Teams, das macht mindestens 30 Spielerinnen allein in diesen Teams, die in den engeren Kreis kommen, dazu mit Angerer, Alushi, Krahn, Mittag und weitere aus der Liga.
    Neid wird dieselben Spielerinnen wie immer nominieren, weil die Differenzen sehr gering sein werden, ZU gering für Neid, als dass sie eine Entscheidung anhand der Leistung treffen könnte. Also wird sie zu den normalen Spielerinnen greifen, die sie schon ausprobiert hat.

    Für mich bleibt von dieser Bundesligasaison nur, dass Wolfsburg verdient Meister geworden ist, weil sie von verschiedenen durchschnittlich spielenden Spitzenteams den größten Willen hatten. Das kann man durchaus anerkennen. Aber die Auftritte von Frankfurt haben gezeigt, dass in dieser Mannschaft das absolut größte Potential steckt und diese Mannschaft es wie keine andere versteht, Fußball zu spielen. Dass ein Colin Bell es gleich in seiner ersten Saison schafft, Wolfsburg beinahe vom Thron zu stürzen, mit der Chaostruppe, ist eine Meisterleistung, bei einem Team ohne Struktur, ohne Hierarchie, ohne festes Spielsystem, das kurz vor dem Zerfall steht.

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  • netflyer sagt:

    Glückwunsch an Wolfsburg. Tolle Kulisse, aber ausverkauft??? Es war noch ziemlich viel Platz auf den Rängen, das mit dem ausverkauft mag ich bezweifeln. Sind Zuschauer, die eine Karte kaufen wollten, nach Hause geschickt worden oder ist es zufällig genau aufgegangen 😉

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  • holly sagt:

    Herzlichen Glückwunsch an den VFL. Das Publikum war super. Schon als die Torhüterinnen zum aufwärmen rauskamen gab es riesen Beifall wie ich es noch nie bei einem FF BL oder N11 Spiel erlebt habe.
    Für mich haben die Frankfurterinnen am Anfang zu ängstlich oder zurückhaltend gespielt wenn das die Vorgabe von Colin Bell war, dann war das schon ein Spiel entscheidender Fehler.
    Bis zur Auswechslung von Ana Maria lief fast alles im Wob Spiel über ihre Seite und sie sah da meist schlecht aus. Mit Svenja wurde es dann besser.
    Wie Almut sich nach dem Ausgleich den Ball geschnappt hat und ihm zum anstoß gebracht hat, zeigte das ein großer Teamspirit in Wob ist.
    Bei Wob waren alle super. Beim FFC fand ich nur Desi gut und K.G.
    Der Rest hatte das schwache Niveau der Rückrunde.

    Josy wird auf jeden Fall in Europa bleiben. Wohin sie geht will sie im Laufe der Woche bekannt geben.
    Ich tippe (hoffe auf einen deutschen Verein). aber das ist nur stochern im Nebel.
    Lina Magull würde gerne mit zur U20 WM fahren. Es wird wohl sehr knapp werden mit ihrem Heilungsprozeß bis dahin.
    Ich glaube garnicht das da soviel mit MF Jahreskarten waren.
    Es gab schon viele Fans die im Stadion waren und Trikots von Lena, Nadine, Josy usw anhatten.
    Ich denke der FF ist in Wob jetzt sicher auch beim Publikum angekommen. Natürlich haben die Erfolge der letzten beiden Jahre enorm dazu beigetragen.
    Nur weil die Frauen auch von VW gesponsert werden heisst das nicht automatisch das sie solche Unsummen wie die Männer oder die gleiche gute medizinische Versorgung haben.
    Obwohl ich nach einem IV das ich neulich mal gesehen habe, angeblich auch fast jeder MF Verein medizinisch schlecht aufgestellt sein soll.

    @ Sheldon, woher kommt dein Sinneswandel im Laufe der Saison (bis Freitag)hast du noch ganz anders geschrieben. Ich habe gestern nichts von filetieren und auseinander nehmen gesehen. Die einzige FFC Spielerin die was auseinander nehmen wollte war Laudehr, sie hatte es mehrmals auf die Bandenwerbung abgesehen auf die sie dann eintrat.
    In der nächsten Saison wird es beim FFC nicht viel besser werden. Soweit ich Colin Bell richtig bei der PK verstanden habe, wird man in Mainhattan in Zukunft mehr auf junge Spielerinnen bauen und nicht auf Stars.
    Mich persönlich freut es für Dick,Mattheis usw. habe da aber noch nicht den wirklichen Glauben daran das sie ihre faire Chanace bekommen. Ein Trainer der auf sie bauen würde, der hätte sie sonst schon längst mal auf die Bank gesetzt bzw hätte sie schonmal gegen schwächere Teams getestet.

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  • Ralligen sagt:

    @Holly
    Nochmals einige Zielsetzungen des Frankfurter Teams vor ca 3 Monaten welche ein bekannter User hier zu Blatt brachte:
    Da gibt es viele sportliche Ziele und Rekorde, die man in der Liga brechen kann – 38 Tore von Inka Grings als Torschützenkönigin, 115 Tore von Turbine Potsdam in einer Saison, 10 Gegentore in einer Saison, 7 Tore in einem Spiel von Heidi Mohr, 1314 Minuten ohne Gegentor von Katja Kraus, auch kann man übereuropäisch beispielsweise nach Frankreich schauen, da wurden jetzt mit 46 Siegen in Folge, 87 Spielen ungeschlagen und 165 Heimspielen ungeschlagen drei Serien aufgestellt, die es ebenfalls zu knacken gilt.
    und nun will er uns mitteilen man sei mit dem erreichten zufrieden!!!!!!
    Freue mich schon auf Märchenjahr 2014/15 mit Sheldon,somit wird es mir nie langweilig hier im Forum.

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  • enthusio sagt:

    @FFFan:

    „12.464 Zuschauer bedeuten nicht nur Bundesligarekord, sondern auch Meisterschaftsrekord: endlich wurde der Uralt-Rekord aus dem Jahr 1979 (!) abgelöst – damals sahen 12.000 Zuschauer im Bergisch Gladbacher Kreisstadtstadion das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft zwischen der SSG Bergisch Gladbach und dem FC Bayern München!“

    Respekt, Du bist ja wirklich ein wandelndes Frauenfussball-Lexikon. 🙂
    Vielen Dank für diese interessante Info ! Ich finde ohnehin, dass Du sehr sachkundige und interessante Beiträge hier ablieferst, die Deine Fachkenntnis unterstreichen.
    Mich würde sehr interessieren, woher Du diese Info hast, ob Du damals schon als Fan „am Ball gewesen“ bist oder ob überhaupt jemand von den hier schreibenden Kommentatoren sich schon in der grauen Vorzeit für „Damenfußball“ interessiert hat und z.B. Silvia Neid noch als junge Spielerin aktiv erlebt hat.

    Kleine Randnotiz: das Final-Hinspiel damals in München sahen eine Woche zuvor nur 800 (!) Zuschauer. 🙂 (Quelle: Wikipedia)
    Sissy Raith könnte zu beiden Spielen sicherlich noch eine Menge erzählen. Wäre doch mal ein Interview wert, oder ?

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  • Sheldon sagt:

    Ihr habt das denke ich alles nicht verstanden, oder? Die Zielsetzungen, die hier über die Saison ausgegeben wurden, waren natürlich provokativ. Ich gehe durchaus davon aus, dass – wenn in Frankfurt alles absolut glatt gelaufen wäre – diese Ziele erreicht hätten werden können. Auch das, was @Ralligen geschrieben hat, waren natürlich Bestmarken, die bei optimalem Saisonverlauf drin gewesen wären.

    Diese Saison ist in der Rückrunde einfach sehr unglücklich gelaufen. Es sollte aber auch den anderen Teams zu denken geben, dass es schon derartig viele Ausrutscher und unglückliche Zufälle von Frankfurt brauchte, damit Wolfsburg Meister werden konnte. Verdient hat diesen Titel dieses Jahr keiner, so grottenschlecht wie jede Mannschaft zum Teil in dieser Saison gespielt hat.

    @holly: Ich denke schon, dass es nächstes Jahr besser werden wird. Letztlich fehlten zum ganz großen Wurf nur Nuancen, die auch – wie oben beschrieben – äußerlichen Faktoren zuzuschreiben sind. Wäre Frankfurt nicht die komplette Rückrunde seine Abwehrchefin und Kapitänin ausgefallen, dann wäre es wahrscheinlich egal gewesen, wie das Spiel am Sonntag ausgegangen wäre!

    Ich denke, da werden einige Transfers noch folgen. Bell hat schon verlauten lassen, dass man zwar auf junge Spielerinnen setzen wird, die aktuellen Transfers von Hendrich und Prießen aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein werden.

    Zudem bringt es überhaupt noch nichts, junge Spielerinnen zu bringen, wenn es zwischen den aktuellen Spielerinnen noch überhaupt keine feste Hierarchie gibt und diese sich erst entwickeln muss. Man sollte bedenken, was Smisek letztes Jahr nach der Saison über das mannschaftsinterne Teamgefüge gesagt hat, da war absolute Eiszeit und der FFC Frankfurt war lediglich eine Zweckgemeinschaft, die durch die Trainer mehr schlecht als recht zusammengehalten wurde. Das mit denselben Spielerinnen erstmal wieder gerade zu biegen, braucht eine ganze Menge Zeit und geht nicht einfach so schnell! Das sah man bis zuletzt in den Abstimmungsschwierigkeiten bei Pässen etc. Da läuft noch gar nichts flüssig und das benötigt Zeit, gerade, wenn man bedenkt, dass Frankfurt eigentlich nahezu keine Vorbereitungszeit hatte!

    Wenn man dann nächstes Jahr 17-18 gleichwertige fitte Spielerinnen hat und dazu das ein oder andere Talent, die auch eingeschworen sind und eingespielt, dann wird das noch einmal eine ganz andere Qualität werden, insbesondere, wenn man dann hinten in der IV mit Bartusiak, Kuznik, Prießen und vllt Henning genug Spielerinnen hat und der LV-Position mit Huth, Hendrich und Crno auch ausgesorgt hat, sodass sich Laudehr ihren Aufgaben vorne widmen kann!

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  • ziefle sagt:

    Auf Sheldon ist Verlass!

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  • waiiy sagt:

    Herzlichen Glückwunsch nach Wolfsburg! Ich war zwar zeitgleich im Karli in Potsdam, habe aber die Daumen gedrückt. Wobei man sagen muss, dass das Potsdamer Publikum geteilter Meinung war. Es gab durchaus auch Beifall, als der Frankfurter Ausgleich im Stadionrund bekannt wurde.

    Letztendlich waren wie vermutet die Begegnungen der Spitzenvereine untereinander ausschlaggebend: Potsdam kann nur 1 Punkt zu Hause gegen Wolfsburg holen, Frankfurt holt 7 Punkte (davon 6 gegen Potsdam) und bei Wolfsburg sind es 8. So in etwa sehen zum Schluss auch die Abstände aus.

    Was kann man noch so lernen? Popp kann doch entscheidende Tore treffen und ist auch effektiver geworden. Man merkt, dass Keßlers Bälle immer öfter punktgenau in ihrem Fuß oder auf ihrem Kopf landen.

    Alushi gewinnt in Frankfurt keine Meisterschaft, genauso wie auch Peter. Und wenn man sich die Transferaktivitäten so ansieht, sieht es bei Bayern und auch Wolfsburg erheblich besser aus in der nächsten Saison.

    Die beiden derzeit besten Torhüterinnen standen meiner Meinung nach gestern in Potsdam zwischen den Pfosten. Was da an Strafraumbeherrschung, Reaktion auf der Linie und ausgestrahlter Ruhe zu sehen war, war schon eindrucksvoll. Gerade das letzte Attribut trifft auf Sarholz und Längert in besonderem Maße zu. So wurden Gunnarsdottir und Berger gestern mit ruhigem Gewissen verabschiedet vor dem Spiel.

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  • FFFan sagt:

    @ enthusio:

    Nein, ich war 1979 nicht im Stadion… 😉

    Infos über Zuschauerzahlen etc. kannst du aus vielen Quellen bekommen, sei es Wikipedia, framba.de oder auch dfb.de.
    Die alten Meisterschaftsendspiele (vor Einführung der eingleisigen Bundesliga) mit Mannschaftsaufstellung (leider nur des Siegerteams), Schiedsrichter und Zuschauerzahl findet man aber z.B. auch im ‚Standardwerk‘ des Fußballs, dem „kicker Almanach“.

    Viele interessante Statistiken speziell zum Frauenfußball enthält außerdem das Buch „Frauenfußball von A-Z“ von Ronny Galczyski, das ich an dieser Stelle empfehlen möchte.

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  • Jan sagt:

    Letzlich nutzte Wolfsburg nuancielle Vorteile – und genau DAS macht Meister aus! :
    – der Heimvorteil – nicht auszumalen, vor BuLi-Rekordkulisse den Titel herzuschenken…
    – Frankfurt setzte strategisch wohl auf einen späten Ausgleich – der aber nicht reichte, denn
    – Garefrekes kann bei Buntes Freistoß Fischer u. Popp ja nicht gleichzeitig bewachen

    und der offensichtlichste u. (un)wichtigste Vorteil schien mir :
    – Bei der großen Hitze reflektierte Wolfsburgs fast vollkommen weiße Spielkleidung die intensive Sonnenstrahlung hervorragend – während Frankfurts rote dunkle Spielkleidung die Sonnenstrahlung absorbierte. Vllt. hätten die Frankfurterinnen sich dieses simple physikalische Phänomen besser vorher im Phaeno in Wolfsburg erklären lassen sollen! Deswegen mag ich Liras u. Maros Leistung nicht allzu sehr kritisieren, da Lira wohl 1-2 gute Torchancen hattte u. Maro den Ausgleich genial vorbereitete. Man/Frau muss halt im entscheidenden Moment das Richtige machen! (wie im Film „Cincinnati Kid“) Möglicherweise gelten die dt. Herren bei WM u. EM im Sommer ja nur wegen ihrer meist weißen Trikots als Turniermannschaft? – obwohl ich eher deren grüne Trikots bevorzuge; zwecks Tarnung auf dem Rasen. 😉

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