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2014

Wolfsburg gegen Potsdam – Topspiel ohne Kapitäninnen

Nachholspiel mit Brisanz: Am Freitag, 16. Mai (ab 19 Uhr live auf DFB-TV), kommt es im Nachholspiel vom 17. Spieltag der Frauen- Bundesliga zum vierten Mal in dieser Saison zum Kräftemessen zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FFC Turbine Potsdam . Für die Gastgeberinnen ist ein Sieg im Titelkampf Pflicht, doch beiden Teams fehlen im Topspiel die Kapitäninnen.

„Die Bedeutung der Partie ist ähnlich groß wie die des Champions-League-Finals. Wenn wir weiter im Titelrennen bleiben wollen, müssen wir gewinnen“, bringt es Wolfsburgs Trainer und Sportlicher Leiter Ralf Kellermann auf den Punkt . Nach sechs Siegen in Folge könnte der Meister mit einem Erfolg bis auf einen Punkt an Tabellenführer 1. FFC Frankfurt und Gegner 1. FFC Turbine Potsdam heranrücken.

Wolfsburg unter Zugzwang „Die Mannschaft ist sehr fokussiert und brennt darauf, Turbine zu bezwingen“, so Kellermann, dessen Team sich durch die 1:3-Niederlage beim FC Bayern München Mitte Februar selbst in Zugzwang gebracht hat. Doch wie schon in der vergangenen Saison fehlen Kellermann ausgerechnet im Saison-Endspurt wichtige Spielerinnen.

Ohne Keßler und Henning Wolfsburgs Kapitänin Nadine Keßler muss wegen einer beim 3:2-Sieg gegen den SC Freiburg am vorigen Sonntag erlittenen Bauchmuskelzerrung pausieren, Innenverteidigerin Josephine Henning erlitt beim 9:1-Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel und wird womöglich in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen . Dazu fehlen weiterhin die schon länger verletzten Zsanett Jakabfi, Lina Magull, Maren Tetzlaff und Johanna Tietge.

„Ausfälle im Kollektiv auffangen“ Doch Kellermann verspricht: „Wir werden eine konkurrenzfähige Mannschaft aufstellen, auch wenn Nadine nicht gleichwertig zu ersetzen sein wird. Sie ist die Taktgeberin auf dem Platz und enorm torgefährlich. Ihren Ausfall müssen wir im Kollektiv auffangen. Zwei, drei Ideen schweben mir schon im Kopf.“

Potsdam will wieder in die Champions League Bei den Gästen ist man jedoch hoffnungsvoll, sich für die 2:4-Niederlage aus dem Halbfinal-Rückspiel der UEFA Women’s Champions League vor zwei Wochen revanchieren zu können. „Wir wollen uns wieder für die Champions League qualifizieren. Dafür dürfen wir morgen nicht verlieren“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder . Doch auch Schröder kann personell nicht aus dem Vollen schöpfen.

Ohne Draws und Wälti Kapitänin Steffi Draws fehlt langfristig wegen eines Kreuzbandrisses , auch Lia Wälti wird wegen Beckenproblemen in Wolfsburg nicht spielen können. Dazu ist Lisa Evans noch nicht wieder vollwertig einsetzbar und auch Natasa Andonova ist nach einem Schlag aufs Knie angeschlagen.

Schröder: „Funktionieren als Mannschaft“ „Wolfsburg hat gute Einzelspielerinnen, die vom Niveau her besser sind als unsere“, so Schröder. „Doch wir funktionieren als Mannschaft und müssen über den Zusammenhalt Spielerinnen wie Nadine Keßler, Alexandra Popp oder Martina Müller ausschalten.“

Keine Lücken lassen Tabea Kemme meint: „Wir haben nach dem Champions-League-Aus gegen Wolfsburg noch eine Rechnung offen. Wir müssen hinten souveräner stehen, Druck nach vorne machen und die Lücken nicht zu groß werden lassen. Dann wird Wolfsburg an uns zu knabbern haben.“