Champions League: Wolfsburg schafft Finaleinzug
Der VfL Wolfsburg ist erneut ins Finale der UEFA Women’s Champions League eingezogen. Nach dem 0:0 im Hinspiel gewann der Titelverteidiger ein umkämpftes und intensives Rückspiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam , obwohl er zweimal in Rückstand gelegen hatte. Im Final wartet nun Tyresö FF.
Mit 4:2 (3:2) setzten sich die Wolfsburgerinnen gegen die brandenburgischen Gäste durch, die zunächst besser ins Spiel kamen.
Frühe Potsdamer Führung Potsdam begann forsch und ging durch einen Treffer von Julia Simic bereits in der siebten Minute in Führung. Die Gäste gingen früh zum Ball und drückten aufs Tempo. Wolfsburg brauchte etwa eine Viertelstunde, um ins Spiel zu kommen. In der 17. Minute gelang dann durch Nadine Keßler der Ausgleich. Die Nationalspielerin konnte sich im gegnerischen Strafraum gleich gegen drei Potsdamerinnen behaupten und schloss erfolgreich ab.
Evans verletzt vom Feld Mit diesem Treffer in Kombination mit der verletzungsbedingten Auswechselung von Potsdams Lisa Evans zuvor schien einen kleinen Bruch im Spiel der Gäste zu bewirken. Die Wolfsburgerinnen kamen besser in die Partie, mussten mit der Verletzung von Lena Goeßling allerdings auch einen Rückschlag einstecken. Goeßling verletzte sich in einem Zweikampf an der Schulter, spielte jedoch weiter. Auch als nach etwa einer halben Stunde die Schulterverletzung erneut aufbrach, als sie einen Ball fangen wollte, kämpfte sie sich zurück aufs Feld und spielte die Partie angeschlagen zu Ende.
Kapitaler Fehler von Schult Obwohl die Wolfsburgerinnen sich in die Partie gekämpft hatten, fiel der dritte Treffer dennoch auf Potsdamer Seite. Wolfsburgs Josefine Henning wollte Almuth Schult den Ball überlassen, doch die aus dem 16-Meterraum herausstürmende Torhüterin schlug das Leder nicht weg, sodass sie sich im Zweikampf mit Asano Nagasato wiederfand. Die Japanerin behielt die Oberhand und spielte zu Genoveva Anonma , die ins leere Tor nur noch einschieben musste (35.).
Doppelschlag von Popp Der erneute Wolfsburger Ausgleich ließ jedoch keine 60 Sekunden auf sich warten. Bei einer Flanke von Keßler hatte die Potsdamer Defensive einmal mehr das Nachsehen – Alexandra Popp köpfte zum 2:2 ein. Die Partie hatte längst Fahrt aufgenommen: Die über 10.000 Zuschauer bekamen ein intensives, offensiv geführtes und umkämpftes Halbfinale zu sehen, bei dem die Gastgeberinnen dann noch vor der Halbzeitpause in Führung gingen. Nach einer Flanke von Anna Blässe konnte die Potsdamer Abwehr einen erneuten Kopfballtreffer von Popp nicht verhindern (41.).
Entscheidung durch Müller Nach dem Seitenwechsel waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware, insbesondere die Potsdamerinnen kamen nicht mehr gefährlich vor den Kasten von Schult. Stattdessen mussten sie noch eine zweite Verletzung verkraften, als Spielführerin Stefanie Draws in der 56. Minute ausgewechselt werden musste.
Auf Wolfsburger Seite versuchte es Verena Faißt in der 68. Minute mit einem Distanzschuss. In der 80. Minute sorgte schließlich Martina Müller für die Entscheidung. Nach einem Eckball verlängerte Keßler an den langen Pfosten, wo Müller sicher zum 4:2-Endstand einköpfte.
Klarer Erfolg für die Schwedinnen Im Finale am 22. Mai trifft der Titelverteidiger auf einen Debütanten: Die Schwedinnen von Tyresö FF setzten sich nach einem torlosen Hinspiel gegen Birmingham City im zweiten Aufeinandertreffen deutlich mit 3:0 (0:0) durch. Hier ließen die Treffer allerdings eine Stunde auf sich warten, dann sorgte Christen Press mit einem Doppelschlag (61./72.) für die Vorentscheidung. In der Nachspielzeit legte Marta das 3:0 nach. Dabei hätte die Brasilianerin schon eher treffen können – sie vergab in der 49. Minute jedoch einen Strafstoß.