Champions League: Wolfsburg schafft Finaleinzug

Von am 27. April 2014 – 19.43 Uhr 55 Kommentare

Der VfL Wolfsburg ist erneut ins Finale der UEFA Women’s Champions League eingezogen. Nach dem 0:0 im Hinspiel gewann der Titelverteidiger ein umkämpftes und intensives Rückspiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam, obwohl er zweimal in Rückstand gelegen hatte. Im Finale wartet nun Tyresö FF.

Mit 4:2 (3:2) setzten sich die Wolfsburgerinnen gegen die brandenburgischen Gäste durch, die zunächst besser ins Spiel kamen.

Frühe Potsdamer Führung
Potsdam begann forsch und ging durch einen Treffer von Julia Simic bereits in der siebten Minute in Führung. Die Gäste gingen früh zum Ball und drückten aufs Tempo. Wolfsburg brauchte etwa eine Viertelstunde, um ins Spiel zu kommen. In der 17. Minute gelang dann durch Nadine Keßler der Ausgleich. Die Nationalspielerin konnte sich im gegnerischen Strafraum gleich gegen drei Potsdamerinnen behaupten und schloss erfolgreich ab.

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Evans verletzt vom Feld
Dieser Treffer in Kombination mit der verletzungsbedingten Auswechselung von Potsdams Lisa Evans zuvor schien einen kleinen Bruch im Spiel der Gäste zu bewirken. Die Wolfsburgerinnen kamen besser in die Partie, mussten mit der Verletzung von Lena Goeßling allerdings auch einen Rückschlag einstecken. Goeßling verletzte sich in einem Zweikampf an der Schulter, spielte jedoch weiter. Auch als nach etwa einer halben Stunde die Schulterverletzung erneut aufbrach, als sie einen Ball fangen wollte, kämpfte sie sich zurück aufs Feld und spielte die Partie angeschlagen zu Ende.

Kapitaler Fehler von Schult
Obwohl die Wolfsburgerinnen sich in die Partie gekämpft hatten, fiel der dritte Treffer dennoch auf Potsdamer Seite. Wolfsburgs Josephine Henning wollte Almuth Schult den Ball überlassen, doch die aus dem 16-Meter-Raum herausstürmende Torhüterin schlug das Leder nicht weg, sodass sie sich im Zweikampf mit Asano Nagasato wiederfand. Die Japanerin behielt die Oberhand und spielte zu Genoveva Anonma, die ins leere Tor nur noch einschieben musste (35.).

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55 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    @sarah: Das ist schon richtig, bis auf dass von der Bank bei Potsdam nicht mehr das kommen konnte, was (besonders auch durch mich) vorher immer gepredigt wurde, nämlich neue Impulse. Das wurde dadurch unmöglich, da 2 Mal verletzungsbedingt gewechselt werden musste. Das hat taktische Veränderungen nicht mehr wirksam werden lassen.

    Die taktische Änderung hätte in der Halbzeitpause durch den Trainer mit den gleichen Spielerinnen kommen müssen (aber auch da konnte man den Ausfall von Draws nicht vorhersehen). Es war halt ein Ausfall von 2 Schlüsselspielerinnen, der sich auch direkt auf eine 3. Schlüsselspielerin (andere Position für Elsig) ausgewirkt hat.

    So wäre dann wohl nur noch der Wille impulsgebend gewesen. Aber den hatte Wolfsburg ebenso sehr wie Potsdam.

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  • Jennifer sagt:

    Spiel in voller Länge: Wolfsburg-Potsdam (Champions League Halbfinale)
    1. HZ: https://www.youtube.com/watch?v=ciH4EhsTuhA
    2. HZ: https://www.youtube.com/watch?v=HGQPQP-Y-Bs
    Courtesy of Eurosport, Deutsch. Dank an Uploader!

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  • Altwolf sagt:

    @tpfn.

    Es ist ja eigentlich nicht mein Part Spielerinnen von Turbine zu bewerten, jedoch finde ich die Kritik insbes. an P.Bremer u. L.Wälti(mal an deren Alter denken) nicht angebracht. Auch wenn das Ergebnis enttäuschend für Turbine ist, sollte man die Leistung der Mannschaft nicht so herabwürdigen.

    Während beide im Hinspiel noch einen starken offensiven Auftritt hatten, mußten sie die so nicht zu erwartenden läuferischen und auch spielerischen Qulitäten von A.Blässe und V.Faißt kompensieren und dadurch wesentlich mehr Defensivarbeit leisten, was dann bes. L.Wälti gegen A.Blässe ausbaden mußte.

    Daß A.Popp einen so starken Auftritt hinlegt, war ebenfalls nicht zu erwarten, so daß gegen diese Kopfballstärke nur J.Elsig gegenhalten, aber nun nicht überall präsent sein kann, weshalb S.Draws u. T.Kemme dabei den Kürzeren zogen.

    Da A.Popp bei einem Kopfzusammenstoß mit T.Kemme – deren Stirn auf den Hinterkopf von A.Popp – zu Boden ging und nicht T.Kemme, die ja den Zusamenstoß selbst am Besten einschätzen konnte, sondern J.Simic sich zu dem Gezerre hinreißen ließ, sollte sie froh sein, bei einer möglichen ernsthaften Verletzung nicht noch zu einer Verschlimmerung beigetragen zu haben. Daß es keine reine „Schauspieleinlage“ war, konnte man auch daran sehen, daß T.Kemme J.Simic dann von A.Popp wegschieben konnte. Gerade Turbine hat doch bei Kopfverletzungen üble Erfahrungen machen müssen.

    Diese Aktion war eigentlich nur der Auslöser der „Auspfeifferei“, denn J.Simic hatte fast jegliche Aktion vorher in Verbindung mit Zweikämpfen genutzt, um sich intensiv bei der Schiri zu beschweren – und das hat schon genervt.

    Nur so am Rande – ich pfeiffe niemanden aus. 🙂

    Engagement ist gut und auch gewünscht, aber hat sich auch an Grenzen zu halten.

    Auch ich finde die erlittenen Verletzungen von S.Draws u.L.Evans bedauerlich und hoffe für beide eine nur kurze Leidenszeit, was natürlich auch für L.Gößling gilt.

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  • Alice sagt:

    @Ina: Richtig. Kann schon sein, dass der subjektive Betrachter im Eifer des Gefechts hier subjektive Schlüsse zieht. Wenn noch andere Aspekte hinzukommen als die simple Ungewissheit, ob Theatralik oder Schmerzen der Grund für das am Boden Liegen ist, nimmt die Nachvollziehbarkeit zu. Auch die Szenen danach waren grenzwertig.
    Aber du versuchst doch hier auch was Aufzuwiegen, oder nicht?

    Ich bin ja letztlich nur der Meinung, dass emotionale Reaktionen zum Fussball dazugehören. Auch auf den Rängen, solange alles im Rahmen bleibt und keine grob beleidigenden verbalen Äußerungen dazukommen. Der 12. Mann hat sich hier zu Wort mit seinen begrenzten Möglichkeiten „zu Wort“ gemeldet und im eigenen Stadion mit vielen Zuschauern hat das nochmal ne ganz eigene Dynamik. Während des Spiels wird oft nur ein begrenztes Maß an Verständins aufgebracht. Nach dem Spiel kann man Reflektieren. Dieses Mitgehen des Publikums vermisse ich das ein oder andere mal auf den Rängen bei FF-Spielen. Diese Meinung muss selbstverständlich nicht geteilt werden.

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  • Alice sagt:

    Nachtrag: Abgesehen davon hat Simic nicht nur an der Stelle den Unmut der gegnerischen Fans auf sich gezogen. Es fing ja schon recht früh damit an, dass sie sich bei Kessi und der Schiri beschwerte, nachdem diese von Elsig gefoult worden war. Nach dem Motto „Da war doch nichts“. Die Stimmung war aufgeladen, was dem Spiel nochmal eine kleine Prise mehr Würze gegeben hat.
    Ich kann den Potsdamern andersrum ihre Aussagen bezüglich Popp, Gößling, Kessi und Co. auch nicht verdenken. Man kommt drüber hinweg.

    @Ina: Also wenn ich nochmal drüber nachdenke muss ich dir zum Teil Recht geben. Wenn man den reinen Akt der Tätlichkeit betrachtet ist die Situation vergleichbar (was sie nicht weniger bedenklich macht). Außer, dass man beim Grad der zusätzlichen Verletzungsgefahr beim Armziehen Abstriche machen kann. Soweit hat aber wohl eh keiner der beiden gedacht.

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  • Detlef sagt:

    Mit etwas Abstand möchte ich nun noch einmal meine Eindrücke mitteilen!!!
    Es war ein perfekt organisierter Event um dieses Spiel!!!
    Auch die Aufregungen um die eventuell schlechteren Plätze für die TURBINE-Fans haben sich GsD nicht bewahrheitet!!! 🙂
    Die Ordner waren recht entspannt, was man in MF-Stadien auch eher selten sieht!!! 😉

    Die erste Halbzeit begann furios, gerade auch aus Gästesicht!!! 🙂
    Aber auch WOB hielt gegen, und suchte seine Chance!!!

    Das frühe Aus für LISA war natürlich sehr bitter, und brachte einen Bruch im TURBINE-Spiel!!! 🙁
    ADA konnte ihre tolle Leistung aus dem Hinspiel leider nicht wiederholen, blieb leider blaß, und konnte so den Ausfall unserer Schottin nicht kompensieren!!! 🙁
    Ähnliches traf auch auf LIA zu, die ja laut Schröder im Hinspiel noch „beste TURBINE“ war!!!
    Auch PAULI und TABBI blieben diesmal weit hinter ihren Möglichkeiten zurück!!! 🙁
    Diese Einschätzungen haben aber absolut nichts mit „herabwürdigen“ zu tun!!!

    Man geht halt auch ein Risiko ein, wenn man mit so jungen Spielerinnen in ein CL-Halbfinalspiel geht, und dann so ausgebufften Akteuren gegenübersteht!!!
    Ihnen fehlt halt noch die Konstanz und auch die Erfahrung!!!

    Das 1:1 von KESSI sah natürlich toll aus, aber was hat bitteschön unsere Abwehr da gemacht??? 🙁

    Nach dem Geschenk von Almuth (toll wie hier ASANO reagierte) faßte ich nocheinmal Mut, und hoffte darauf, daß Potsdams Offensive nun endlich wieder konstruktiv und mutig agieren würde!!!
    Aber keine Minute später war der Traum schon wieder vorbei, weil in unserer Defensive die Zuordnung nicht stimmte, und Poppi völlig unbehelligt einköpfen durfte!!! 🙁
    Das Gleiche kurz vor der Pause nocheinmal, weil wir nix aus der Szene davor gelernt hatten!!! 🙁
    Das waren mindestens solche Geschenke wie von Almuth!!!
    Darüber freut sich natürlich jede Stürmerin, wenn sie ohne Gegenspielerin sich die Ecke aussuchen darf!!!

    Nach der Pause hoffte ich auf ein Zeichen von der Bank, und auf einen ähnlich furiosen Beginn wie in Hälfte Eins!!!
    Doch Beides blieb leider aus!!!
    Wir kamen so aus der Kabine raus, wie wir hineingegangen waren, sowohl personel als auch spielerisch!!! 🙁
    Kein Kombinationsspiel, kein Flügelspiel und keine Doppelpässe, stattdessen lange Befreiungsschläge, die nur selten mal bei einer TURBINE ankamen!!! 🙂
    Das Mittelfeld hatten wir jetzt völlig aufgegeben, und niemand schien so richtig einen Plan zu haben!!! 🙁
    In Markus Bericht steht, Potsdam hätte einen Gang zurückgeschaltet!!!
    Das ist so nicht richtig, denn wir hatten schon lange gar keinen Gang mehr drin!!! 🙁

    Für mich völlig enttäuschend, daß Schröder hier nicht reagiert hat, und die völlig neben sich stehende ADA, oder aber auch LIA vom Platz nahm!!!
    Auch wenn TONI in ihren letzten Einsätzen nicht viel zeigen konnte, so hätte sie auch nicht schlechter spielen können!!!
    Womöglich wäre ausgerechnet in diesem Spiel bei der jungen Schwedin der Knoten geplatzt, aber Schröder ließ diese Möglichkeit leider ungenutzt!!!
    Auch NATASCHA wäre eine Option gewesen, die mit ihrem unkonventionellen Spiel schon oft Tore erzielt hat!!!
    Doch Schröder wechselte nur noch JENNY CRAMER für die schwerverletzte ULLA ein, was ich ebenfalls nicht nachvollziehen konnte, da JENNY noch immer nicht bei 100% ist!!!
    Und so konnte leider kein Druck mehr auf das WOB-Gehäuse ausgeübt werden, und das rettende 3:3 lag in weiter Ferne!!!

    Spätestens nach dem vierten Tor der Wölfinnen (wieder stand niemand bei Müller) war der Fisch putzt, und auch die letzte Hoffnung verflog!!! 🙁
    Man kann in Wolfsburg sicher verlieren, aber so wie wir gestern in Hälfte Zwei gespielt haben, war das schon sehr enttäuschend!!! 🙁

    Zur Szene mit JULIA nur so viel,
    ich konnte sie zwar verstehen, aber meinte schon im Stadion, daß sie das lieber lassen sollte!!!

    […]

    Eigentlich hätte JULIA dafür auch die gelbe Karte bekommen müssen, denn Poppi hatte ja nicht darum gebeten, wieder auf die Füße gestellt zu werden, ganz im Gegenteil!!!
    TABBI zog JULIA wohl deshalb schnell weg, damit sich die nicht noch zu Anderem provozieren ließ, und dafür dann die Gelbe sieht!!!

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Till sagt:

    Also ich muss sagen, dass ich das Auspfeiffen von J.Simic absolut daneben fand – klar vielleicht zwei/drei Minuten oder so, aber nicht für das restliche Spiel.
    Das das Publikum natürlich in seiner Mehrheit parteiisch ist, ist absolut verständlich, aber das geht aus meiner Sicht weit über den fairen Spielgedanken hinaus. Die Situation ist emotional aufgeladen, ein KO-Rückspiel und so weiter. Die Aktion von Simic war sicherlich nicht fair und hätte durchaus mit einer gelben Karte bedacht werden können/sollen – aber mehr auch nicht.
    Und wenn wir dabei sind, wegen schlimmere Verltzungen riskieren … dann sollte man auch schleunigst anfangen die Zweikämpfe abzupfeifen (und zu bestrafen), bei denen mit dem Ellebogen vorraus die Gegnerin attackiert wird – von der Variante ist eine Alex Popp nämlich auch eine häufige Vertreterin… Sie geht halt dahin wo es wehtut und das ohne Rücksicht auf Verluste weder an sich, als auch der Gegnerin. Natürlich ist sie aber nicht die Einzigste und in aller Regel schätze ich gerade ja auch ihren Einsatzwillen (wenn er im fairen Rahmen bleibt).
    Aus meiner Sicht muss aber auch das Publikum aufpassen, dass die Atmosphäre bei den Spielen nicht zu viel Aggressivität „gewinnt“ – was ich in letzter Zeit gegenüber zB der Schiedsrichterin erlebt habe fand ich echt bedenklich – zumal die meisten halt nicht objektiv bei der Sache sind … was ja auch okay ist, aber dann sollte man sich auf die eigene Mannschaft konzentieren und nicht den Gegner und die Schiedsrichterin runter machen …
    Bei dem Spiel hat mich besonders der Durchhaltewillen von L. Goeßling beeindruckt – gibt es da eigentlich eine genauere Info, was sie sich zugezogen hat?

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  • Aldur sagt:

    Ein emotionales extrem kurzweiliges Spiel, mit einem letzlich wohl verdienten Sieger. Das es so unterhaltsam war, lag natürlich an den zahlreichen Torchancen, die aber durch teilweise haarsträubende Fehler in der jeweiligen Defensive ermöglicht wurden. So resultieren das 0:1 und das 2:2 aus kapitalen Stellungsfehlern in der jeweiligen IV, dazu der Aussetzer von Schult beim 1:2, und dass – Zweikampfverhalten trifft es eigentlich nicht wirklich – von Mjelde, Kemme und Elsig beim 1:1. Was beide Mannschaften speziell in der 1.Halbzeit defensiv geboten haben, war nicht immer „Werbung für den Frauenfussball“. Sieht man andererseits nur den Unterhaltungsfaktor, ist dieses Etikett für das Spiel natürlich höchst berechtigt. Überragend für mich einmal mehr Keßler, auch Blässe mit einer sehr starken Partie als permanenter Unruheherd – auf Potsdamer Seite ist mir vor allem Elsig positiv aufgefallen (abgesehen von ihrer Rolle beim 1:1). Auch wenn deren Zweikampfführung oft hart an der Grenze ist, ist da eine tolle Entwicklung seit dem verletzungsbedingt verzögerten Start bei Turbine erkennbar.

    Da das im Frauenfussball nicht so oft vorkommt, muss ich in dem Zusammenhang auch die Schiedsrichterin loben. Die unaufgeregte Spielleitung hat mir sehr gut gefallen, auch dass sie das Spiel oft hat laufen lassen, und die Karten mit Bedacht eingesetzt hat, war in so einem emotionalen Spiel sicher nicht verkehrt. Einzig die Gelbe für das Allerweltsfoul von Cramer fand ich überzogen. Richtig fand ich dagegen, dass Elsig für das taktische Foul, bei dem Goeßling sich verletzt hat, nicht sofort Gelb sah, denn damit hätte sie sich sehr früh unter Druck gesetzt in der weiteren Zweikampfbewertung.

    Was die Pfeiferei angeht, denke ich, dass man mit solchen Dingen leben muss, wenn man mehr Zuschauer, vielleicht auch außerhalb der klassischen kleinen „Frauenfussballgemeinde“ anziehen will. Als Dauerkarteninhaber eines Männer-Zweitligisten erlebe ich leider ab und an eine noch extremere Seite, so dass ich solche Situationen wie am Sonntag relativ entspannt sehe. Auch da fand ich es übrigens gut, dass die Schiedsrichterin die Situation ohne Gelb für Simic gelöst hat. Nebenbei bemerkt ist Potsdam in punkto auspfeifen ja selbst kein unbeschriebenes Blatt – da war doch mal was, mit Garefrekes, nachdem die einen „Einwurf“ von Kemme abbekommen hatte… 😉

    Auch wenn es mir schwer fällt, Tyresö realistisch einzuschätzen, sehe ich Wolfburg gefühlsmäßig fürs Finale leicht favorisiert, wenn sie die derzeitige Form konservieren können.

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  • Detlef sagt:

    Auspfeifen von Spielerinnen, Schauspieleinlagen am laufenden Band, sieht so die Zukunft des FF aus??? 🙁
    Wird sich irgendwann keiner mehr darüber wundern, so wie heute im anderen CL-Halbfinale in München??? 🙁
    Warum auch, ist doch alles ganz normal??? 🙁

    Wenn der FF immer weiter in diese Richtung driftet, werde ich mich genauso davon abwenden, wie ich es einst beim MF getan habe!!! 🙁

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  • dummkopf sagt:

    War das typisch Frauenfussball?
    Irgendwie schon ein wenig. Die Damen überraschen doch gerne immer wieder mal im unerwartetsten Moment.
    Nicht nur mit inzwischen anscheinend schon wieder völlig vergessen Pflegemutter Aussagen.

    Nach x vergebenen Anläufen, und in einer Situation bei einem Spiel, wo jeder verstehen kann, dass man sich vorsichtig abtastet, wird plötzlich drauflosgespielt, als gäbe es kein Morgen mehr.

    So würde man die Zuschauerzahlen sicher steigern können. Aber warum waren denn all die anderen Spiele so müde Kicks dagegen, bitteschön?

    Da hat man sich diesmal natürlich auch gegenseitig eingeladen zum Toreschiessen, aber die Bereitschaft und Leidenschaft war zu spüren, die Einladungen dann auch mit allem was man hat, anzunehmen.
    Dafür entwickeln mE die meisten Sportzuschauer ein feines Näschen, egal um welchen Sport es geht. Und wer gestern zugeschaut hat, der überlegt sich sicher, ob er im Mai wieder dabei sein kann.
    Hoffentlich wurde jedenfalls der kommende BL-Termin im Stadion öfter genannt und beworben als auf ES.

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  • dummkopf sagt:

    Man fragt sich immer noch, warum da so ein Unterschied zum ersten Spiel war.
    Gerade Simic hatte von 3-4 tollen Schuss-Chancen innerhalb des 16ers im Vorspiel noch nicht eine wenigstens aufs Tor gebracht, und diesmal die erste gleich ganz selbstverständlich gekonnt eiskalt versenkt.
    Und nicht nur wurden Flanken von aussen in den Strafraum geschlagen, was im Vorspiel genau wie oft vorkam? Jetzt wurden 2 davon sogar gleich grossartig verwandelt.
    Zum Glück hat man bei Nahaufnahmen erkennen können, dass da nicht andere Spielerinnen auf dem Platz standen als letzte Woche (Und in den BL-Spielen).
    Ernsthaft. Wer Popp letzte Woche gesehen hat, hat sich eher fragen müssen, ob die aus 11m wohl gerade ins leere Tor treffen würde. Das die zu solchen Kopfbällen fähig ist, hätte man anhand der gezeigten Leistung letzte Woche wohl völlig ausschliessen müssen.
    Letzte Woche hat man nach dem Spiel nachschauen müssen, ob Blässe überhaupt gespielt hat. Hat sie? Ausgewechselt oder eingewechselt? Wieviel Szenen von ihr hat man noch in Erinnerung? Und So. hat man sie gar nicht alle zählen können.
    Was aber auch daran lag, dass für Wälti leider genau das umgekehrte galt. Letzte Woche hui, diese Woche leider gar nichts. Eine Verletzung im Kehlkopfbereich taugt da als Erklärung eher nicht.
    Womit man dann zum taktischen Bereich kommen würde. Da hat man aber den Vorteil, dass die Werbewirksamkeit eines Spiels von Einsatzfreude und Leidenschaft und fussballerisch gekonnten Aktionen weit mehr abhängt, als von einer gelungenen taktischen Vorstellung.

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  • Detlef sagt:

    @dummkopf,
    Der Knackpunkt war die frühe Verletzung von LISA, und damit der Bruch der durch die Mannschaft ging!!! 🙁
    Das war mM auch der Grund, warum Bunte und Blässe so gut ins Spiel gefunden haben, denn im Hinspiel sahen beide gegen die schnelle Schottin ziemlich alt aus!!!

    Ob diese Verletzung jetzt auch der Grund dafür war, daß ADA, LIA, TABBI und auch PAULI nicht ihre gewohnte Leistung abrufen konntem, bleibt natürlich reine Spekulation!!!
    Fakt ist allerdings, daß TURBINE nur als Mannschaft funktionieren kann!!!
    Und wenn es so viele Schwachpunkte im Team gibt, funktioniert das gesamte Gebilde nicht mehr!!!

    Ein anderer wichtiger Punkt war, daß KESSI im Rückspiel viel besser drauf war als noch in Potsdam, wo wir sie doch weitestgehend im Griff hatten!!!
    Diesen Punkt hat Schröder gestern noch einmal deutlich hervorgehoben, da sie an allen Gegentreffern beteiligt war!!!

    Auch die von vielen so gelobte JULIA hat mich am Sonntag gar nicht überzeugt!!! 🙁
    Ihr Tor war natürlich erste Sahne!!! 🙂
    Aber auch sie fiel nach LISAS Auswechslung in eine Lethargie, und war nicht mehr so bissig wie im Hinspiel, oder den ersten 20 Minuten!!!
    Die Aktion mit Poppi mag ein Versuch gewesen sein, ein Zeichen zu setzen, blieb aber letztlich erfolglos!!! 🙁
    In Hälfte Zwei war von ihr nicht ein gescheiter Paß mehr zu sehen, die Potsdamer Kreativabteilung war quasi geschlossen!!! 🙁
    Wir hatten sie gestern gefragt, ob das Gepfeife sie blockiert hätte, was sie aber verneinte!!!

    Damit hatten Goeßling und KESSI natürlich freie Fahrt, denn auch JOJO, die mit Abstand beste Potsdamer Mittelfeldspielerin war komplett mit Defensivaufgaben beschäftigt, erst recht als ULLA auch noch vom Platz getragen werden mußte!!! 🙁

    Zu guter Letzt hat wohl auch Schröder seinen Teil zur Niederlage beigetragen, indem er bei seinen Wechseln kein glückliches Händchen bewieß!!! 🙁
    Außerdem hatte er auf einen Wechsel komplett verzichtet, obwohl da auf der Bank noch viele Optionen gesessen haben!!!
    Ob das etwas gebracht hätte kann natürlich keiner sagen, aber zumindest den Versuch wäre es Wert gewesen!!!

    Kellermann und Schröder hatten schon vor dem Hinspiel sicher zurecht davor gewarnt, daß Kleinigkeiten am Ende darüber entscheiden werden, wer ins Finale einziehen wird!!!
    Es blieb auf beiden Seiten aber nicht bei Kleinigkeiten, sodaß die Mannschaft am Ende nach Lissabon fährt, die die wenigsten Fehler gemacht hat!!!

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Interessant, was du über Turbine als Mannschaft sagst, wo der Ausfall einer Spielerin dazu führen kann, dass das ganze Mannschaftsgefüge zerbricht. Was ist das anderes als bei Bartusiak und Frankfurt? Auch Frankfurt funktioniert mittlerweile nur noch als Team!

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  • Altwolf sagt:

    @Detlef.

    „Auspfeifen von Spielerinnen, Schauspieleinlagen am laufenden Band, sieht so die Zukunft des FF aus??? 🙁 “

    Da teile ich deine Auffassung und Einstellung, denn auch ich habe mich für den FF interessiert, da ich den noch als „authentisch“ empfinde und bisher die „Theatralik“ im Spiel kaum eine Rolle spielte.

    Die sogg.“Professionalisierung“ scheint jedoch auch hier mit negativen Eigenschaften Einzug zu halten, wobei die Spielerinnen es selbst in der Hand haben sich „demonstriert“ verletzt zu haben oder aber sich den Geschehnissen entsprechend zu verhalten und den Versuch den Schiedsrichter zu täuschen unterlassen.

    Leider wird dieses „negative“ Verhalten von den Medien durch Kommentare wie „clever verhalten“ „gerne angenommen“ usw. bagatellisiet und auch noch positiv unterstützt, als klar zu kritisieren und auch anzuprangern.
    Wenn in England tatsächlich „Schwalbenkönige“ demonstrativ ausgepfiffen werden, dann ist das vielleicht der einzige Weg ein solches Verhalten zu verändern.

    Andererseits muß man J.Simic nicht ständig auspfeiffen, jedoch ist es doch eigentümlich, daß sie A.Popp „Schauspielerei“ unterstellt, wenn sie nicht selbst auch solch ein Verhalten für sich möglich hält.

    Viel kritischer sehe ich das im Zusammenhang mit wirklichen schwereren Verletzungen, denn durch das „Abstumpfen“ infolge ständiger Theatralik, werden diese möglicherweise nur verzögert zur Kenntnis genommen ( siehe auch das Ereignis mit L.Wälti).

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  • Alice sagt:

    Spielerinnen Schauspielerei vorzuwerfen ist ganz schön abgedroschen. Schmerzempfinden ist subjektiv und auch Artikulation und Verhalten von Menschen in bestimmten Situationen treten nicht „genormt“ auf. Wer seid ihr (die Menschen, welche solche Aussagen tätigen und nicht nur im Eifer des Gefechts!) denn, sowas zu beurteilen! Wenn tatsächlich ruppige Berührungen vorliegen ist es ganz schön anmaßend Spielerrinen Schmerzen abzusprechen nur weil andere vielleicht besonders „hart im nehmen“ sind. Auch der sogenannte „sterbende Schwan“ ist nicht unbedingt ein Anzeichen von Schauspielerei, sondern eine Art mit Schmerzen umzugehen.

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