Turbine Potsdam kritisiert Bremer-Nominierung
Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Turbine Potsdam hat am Tag nach der erstmaligen Nominierung seiner Spielerin Pauline Bremer für die A- Nationalelf öffentlich Kritik in Richtung DFB und Bundestrainerin Silvia Neid geäußert.
Am Montag hatte der DFB bekanntgegeben, dass Bremer für die verletzte Célia Šašić für die beiden Qualifikationsspiele zur Frauenfußball-WM 2015 in Kanada gegen die Republik Irland und Slowenien nachnominiert wird .
Potsdam kritisiert mangelnde Kommunikation „Schließlich gab es durch den DFB die öffentliche Bekanntgabe der Nachnominierung, ohne mit unserem Verein das Für und Wider abgestimmt zu haben“, kritisiert der Verein in einer gemeinsamen schriftlichen Stellungnahme von Trainer Bernd Schröder und Geschäftsführer Mathias Morack.
Überraschende Entscheidung „Die Nominierung von Pauline Bremer für die oben genannten Spiele hat uns sehr überrascht, unter anderem, weil es gewissermaßen ohne ‚Vorwarnung‘ geschah.“ Zudem habe Schröder erst am Montagabend um 20.12 Uhr über Handy von Bremer erfahren, dass sie nachnominiert worden sei.
Nominierung zum falschen Zeitpunkt? In der Stellungnahme heißt es weiter: „Auch wir haben gerade für eine 17-Jährige eine angemessene Fürsorgepflicht auf allen Wegen der sportlichen und beruflichen Entwicklung, die wir gemeinsam mit dem Elternhaus ständig abstimmen. Wir haben letztendlich Pauline Bremer keine Steine in den Weg gelegt. Es fehlt uns aber nach wie vor an Überzeugung, dass es für sie zum derzeitigen Zeitpunkt eine ausgewogene Entscheidung ist.“
Turbine verlangt Aussprache Laut Verein sei dies „leider kein Einzelfall einer mangelnden Kommunikation der verantwortlichen Trainerinnen des DFB mit den Vereinen.“ Und es heißt weiter: „Eine Aussprache mit allen Beteiligten erachten wir als dringend notwendig.“
DFB: Verein wurde informiert Der DFB teilte auf Anfrage mit, Spielerin und Verein seien vor der öffentlichen Bekanntgabe informiert worden. So habe Assistenztrainerin Ulrike Ballweg Schröder am Montagabend um 18.45 Uhr eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen, den Rückruf Schröders, der beim Zweitligaspiel Union Berlin gegen Energie Cottbus weilte, jedoch verpasst und deswegen noch eine SMS geschickt.