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2014

Bayern ringt Essen nieder, Remis in Jena

Am 14. Spieltag der Frauenfußball- Bundesliga biss sich der FC Bayern München an der SGS Essen eine Stunde lang die Zähne aus, um am Ende doch noch einen klaren Sieg zu feiern. Der FF USV Jena und der SC Freiburg teilten sich die Punkte.

Der FC Bayern München gewann gegen die SGS Essen vor 420 Zuschauern im Stadion an der Grünwalder Straße mit 3:0 (0:0). Gina Lewandowski (63.), Jenny Gaugigl (65.) und Vanessa Bürki (68.) versetzten den Gästen nach einer guten Stunde im Drei-Minuten-Takt den K.o.

Starker Beginn der Bayern Dabei hatten sich beide Teams nach einer starken Anfangsphase der Münchnerinnen mit einer guten Chance von Nora Holstad nach Freistoß von Katharina Baunach (3.) und einem Lattentreffer von Lewandowski (5.) eine Stunde lang weitgehend neutralisiert. Einzig Sarah Hagen kam einem Treffer nah, als sie einen Schnitzer von Dominique Janssen fast ausgenutzt hätte (21.).

Pressekonferenz nach dem Spiel

Essen kommt besser ins Spiel Essens Trainer Markus Högner meinte: „Nachdem wir die ersten zehn Minuten überstanden hatten, haben wir besser agiert und besser nach vorne gespielt. Wir standen disziplinierter und hatten besseren Zugriff, Bis zur 60. Minute war es ein enges Spiel.“

Bayern zu fahrlässig mit den Chancen Und Bayern-Trainer Thomas Wörle monierte: „Am Anfang haben wir es versäumt, ein Tor zu machen, der Gegner wurde aufgebaut und wir haben uns immer schwerer getan, klare Torchancen herauszuspielen.“

Sattelfeste Bayern-Defensive Doch mit einer seit Wochen starken Viererkette im Rücken, die nichts anbrennen ließ, und guter Defensivarbeit des gesamten Teams blieben die Bayern-Spielerinnen geduldig und das sollte sich auszahlen.

Lotzen und Lewandowski sorgen für „Dosenöffner“ Nach schöner Vorarbeit von Lena Lotzen erzielte Rechtsverteidigerin Lewandowski mit einem präzisen Schuss sträflich allein gelassen die Führung (63.). „Das war der Dosenöffner“, so Wörle, denn ab sofort spielte seine Elf locker, befreit, gelöst und selbstbewusst auf.

Gaugigl trifft aus 25 Metern Nur drei Minuten nach der Führung fasste sich Jenny Gaugigl nach Lotzen-Pass ein Herz und hielt aus 25 Metern drauf, der Ball sprang an die Unterkante der Latte, Sarah Hagen verwertete den Abpraller, doch der Ball hatte bereits die Linie passiert, so dass der Treffer offiziell nachträglich Gaugigl gutgeschrieben wurde (66.).

Bayern kommt ins Rollen Die Bayern waren jetzt richtig in Schwung und weitere drei Minuten später erzielte Bürki nach erneut gelungener Vorarbeit von Lotzen mit einem Schrägschuss das 3:0 (69.). Und am Ende musste Essen froh sein, nicht noch höher zu verlieren, denn Torhüterin Lisa Weiß parierte einen Schuss von Vicki Schnaderbeck (73.), Lotzen (81.) und die eingewechselte Eunice Beckmann (85.) hätten das Ergebnis weiter ausbauen können.

Wörle: „Ruhe bewahrt und Ausfälle kompensiert“ Wörle freute sich: „Kompliment an meine Mannschaft, weil sie in der zweiten Halbzeit die Ruhe bewahrt hat. Wir wussten, dass wir hinten sehr gut stehen und das nicht erst seit heute. Wir haben keine klare Chance zugelassen, standen kompakt und wussten, dass wir unsere Chance kriegen werden. Mich freut speziell, dass wir den Ausfall von vier Stammspielerinnen [Sarah Romert, Niki Cross, Laura Feiersinger, Leonie Maier] bisher sehr gut kompensieren können.“

Högner: „Haben zu bieder gespielt“ Högner räumte ein: „Der Sieg ist über 90 Minuten verdient für Bayern München. Wir haben einen Tick zu bieder gespielt, hatten keine Entlastung nach vorne und haben uns über außen nie richtig durchsetzen können. Wir konnten keine gefährlichen Situationen kreieren und dann ist es kein Wunder, dass man dem Druck einer Mannschaft wie Bayern nicht dauerhaft standhalten kann.“

Blitztor von Leupolz Im zweiten Spiel des Tages trennten sich der FF USV Jena und der SC Freiburg mit 2:2 (1:1). Die ohne die gelbgesperrte Chioma Igwe angetretenen Gäste gingen bereits nach 14 Sekunden in Führung, Melanie Leupolz überwand Jenas Torhüterin Stenia Michel mit einem Distanzschuss aus 24 Metern (1.).

Neuseeland-Duo trifft Jena blieb von dem frühen Rückstand allerdings unbeeindruckt und drückte im Laufe der ersten Halbzeit zunehmend auf den Ausgleich. Folgerichtig netzte Amber Hearn nach einem Fehler von Freiburgs Torhüterin Laura Benkarth zum 1:1 ein (21.). Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden die Gastgeberinnen immer stärker, folgerichtig gelang Abby Erceg per Kopf aus fünf Metern nach Freistoß von Iva Landeka der Führungstreffer für die Thüringerinnen (61.).

Maier gleicht vom Punkt aus Doch die Elf aus dem Breisgau kämpfte sich in die Partie zurück, während Jenas Druck nachließ. Die wiedergenesene Sandra Starke, die anstelle von Margarita Gidion in die Startformation rutschte, wurde im Strafraum von den Beinen geholt, Kapitänin Juliane Maier verwandelte sicher zum Ausgleich (74.). Beide Teams drängten in der Schlussviertelstunde auf den Siegtreffer, doch am Ende blieb es beim 2:2.

Gemischte Gefühle bei Jena, Freiburg mit Punkt zufrieden Jena-Trainer Daniel Kraus meinte: „Ich kann schon zufrieden sein. Allerdings haben wir es verpasst, den Vorsprung zu halten. Unser Anspruch ist es, uns im oberen Mittelfeld festzusetzen. So gesehen ist das 2:2 allerdings zu wenig. „Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig meinte: „Das war ein gutes Bundesligaspiel mit zwei Mannschaften, die beide sehr gut gearbeitet haben. Die Arbeit gegen den Ball hat gut funktioniert und wir haben nach vorne über die Flügel viel mehr Druck entwickeln können. Wir hatten aber auch in Jena einen starken Gegner, das 2:2 war demnach eine leistungsgerechte Punkteteilung und wir können mit dem Punkt zufrieden sein.”