Wolfsburg und Potsdam siegen souverän

Von am 19. März 2014 – 18.22 Uhr 32 Kommentare

Meister VfL Wolfsburg und Vizemeister 1. FFC Turbine Potsdam haben ihre wegen der Teilnahme am Viertelfinale der UEFA Women’s Champions League vorgezogenen Bundesligaspiele vom 14. Spieltag locker gewonnen.

Der VfL Wolfsburg kam beim VfL Sindelfingen zu einem 7:0 (4:0)-Sieg, der 1. FFC Turbine Potsdam behielt beim MSV Duisburg mit 4:0 (4:0) die Oberhand.

Zwischenstand im Bundesliga-Tippspiel anschauen

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Wagner trifft doppelt
Conny Pohlers, erstmals seit längerer Zeit wieder über 90 Minuten im Einsatz, brachte die Wolfsburgerinnen vor 170 Zuschauern im Floschenstadion in Führung (10.) und legte nur wenige Minuten später einen Treffer nach (18.), Nadine Keßler (42.) und Jovana Damnjanovic (44.) sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Nach der Pause traf Selina Wagner (53., 75.) doppelt, die der VfL Wolfsburg für die Champions League nachgemeldet hat.

Selina Wagner

Selina Wagner feierte mit zwei Treffern ein eindrucksvolles Comeback © Sascha Feuster / girlsplay.de

Einige tammspielerinnen geschont
Den Schlusspunkt setzte die eingewechselte Martina Müller (88.) für die Elf, in deren Startformation Trainer Ralf Kellermann zahlreiche Spielerinnen wie Nilla Fischer, Lena Goeßling oder auch Alex Popp für das Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League am Sonntag gegen den FC Barcelona schonte.

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Turbine macht früh alles klar
Noch schneller alles klar machte der 1. FFC Turbine Potsdam, der durch zwei Blitztreffer von Julia Simic (8., 12.) schon in der ersten Viertelstunde die Weichen für den Sieg stellte. Noch vor der Pause erhöhten Asano Nagasato (31.) und Johanna Elsig (42.) zum Endstand, da nach der Pause keine Treffer mehr fielen. Die Potsdamerinnen übernahmen durch den Erfolg zumindest bis Sonntag die Tabellenführung.

Frauen-Bundesliga, 14. Spieltag

VfL Sindelfingen VfL Wolfsburg 0:7 (0:4)
MSV Duisburg 1. FFC Turbine Potsdam 0:4 (0:4)

Tabelle

Rang Verein Spiele Tore Punkte
1. 1. FFC Turbine Potsdam 14 48:12 35
2. 1. FFC Frankfurt 13 49:9 33
3. VfL Wolfsburg 14 44:12 31
4. FC Bayern München 13 27:16 24
5. Bayer 04 Leverkusen 13 30:22 18
6. FF USV Jena 13 19:21 17
7. MSV Duisburg 14 17:27 17
8. SGS Essen 13 27:23 15
9. SC Freiburg 13 17:25 13
10. TSG 1899 Hoffenheim 13 24:39 12
11. BV Cloppenburg 13 18:35 9
12. VfL Sindelfingen 14 2:81 1

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

32 Kommentare »

  • dummkopf sagt:

    Mein Hero hat ja leider gerade das Feuer verloren, das ihn als jugendlichen Liebhaber so dermassen unwiderstehlich gemacht hat, dass selbst seine ärgsten Widersacher seinem Sog nicht entkommen konnten (Sprich, die meisten hatten tatsächlich Angst bekommen, die Saison wäre Ende März schon entschieden)
    Aktuell ist von ihm höchstens noch ein laues Lüftchen übrig geblieben, der seine Liebe statt im Sturm zu erobern und ihr die Welt zu Füssen zu legen nur noch im zähen Stellungskampf bis zum Saisonende gegen die bösen Stolperfallen des Lebens verteidigen will. Wie langweilig im Verhältnis zu so einem satten 5:0-Tip!

    Dafür gibt es zum Glück nun einen anderen Verein, der auch schon mal ein paar Tore schiesst gegen einen solchen übermächtigen Stolperstein.
    Und ausgehend von den Tomaten, die der Trainer nach zwei vermeintlich schwachen Auswärtsspielen angeblich auf den Augen hatte, weil er diversen zentralen Spielgestalterinnen nicht endlich die längst überfällige Ersatzbankpause zugewiesen hatte, wird er plötzlich schon einmal zum Heiland auserkoren, weil er alle die, die nicht mehr laufen können, zu Nationalspielerinnen macht. 😉

    Nun nehme man mir bitte nicht gar zu Übel, dass ich ab und zu einmal einen Scherz versuche, aber ein wenig mehr Ausgeglichenheit im Zickzackkurs ist nicht nur bei meinem Knutsch-Freund manchmal schon eine überlegenswerte Möglichkeit.

    Zickzackkurs-Freunde sind aber auch die Ladies in Duisburg. Denn nach der Kehrtwende nach oben hat man nun wieder genauso schnell den Weg zurück „zu alter Stärke“ – wie es so schön heisst – gefunden.

    Dabei kann bemerkt werden, dass die Kehrtwende zum Guten in die Zeit fiel, als der Trainer die Mannschaft nur noch aus der Ferne betreuen durfte, und nun da er wieder zurück ist, auch langsam der Alltag wieder zurückkehrt.
    Ich kenne aber das Karma des Trainers nicht und genauso kann man natürlich auch sagen, dass die Kehrtwende nach oben während der Phase der Unsicherheit über die sportliche Zukunft geschafft wurde, während jetzt „in Sicherheit“ sich wieder Bequemlichkeit? Platz macht.

    Das scheint auf jeden Fall eine plausible Erklärung, motiviert aber hoffentlich andere Vereine nicht, nun zur Motivation der Spielerinnen ständig Insolvenzen hinzulegen.

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  • Detlef sagt:

    DAWIDenko schrieb;
    „Allerdings würde mich interessieren, warum das Ergebnis so blieb.“

    Das wüßte ich auch zu gerne!!! 🙁

    Der Spielbericht auf der TURBINE-HP gibt darüber auch nur sehr wage Auskunft!!!

    Chancen gab es wohl etliche, aber irgendwie ging in Hälfte Zwei wohl leider die Präzision verloren!!! 🙁
    Schröder sprach ja am Ende auch von einem „Spiel mit zwei Gesichtern“!!!
    Sehr sehr schade, denn so hätten wir wieder etwas für unser Torekonto tun können!!!

    Aber 4:0 ist natürlich trotzdem stark, denn mit so einem klaren Ergebnis hatte ich gar nicht gerechnet!!! 🙂
    Außerdem müssen unsere Mädels die „Zebras“ in Durchgang Eins förmlich schwindelig gespielt-, und schon da einige sehr gute Möglichkeiten ausgelassen haben!!!
    Im Spielbericht steht sogar etwas von Zweiklassenunterschied, was man sich (in Erinnerung des äußerst knappen Hinspielergebnisses) nur schwer vorstellen kann!!! 🙂

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  • tpfn sagt:

    @Detlef
    ich habe auch gegrübelt warum TP gegen Duisburg in der 2.Hz ein bis zwei Gänge runter geschaltet hat obwohl hier scheinbar durchaus ein Ausrufezeichen (Kantersieg) drin gewesen wäre, denn so sahen es auch Duisburger Fans im Stadion.

    Wenn ich als Außenstehender was nicht verstehe, versuche ich mich grundsätzlich in die Lage der Akteure zu versetzen, betrachte es aus ihrem Blickwinkel und da wird mir dann einiges klarer, wie auch im vorliegenden Fall.

    In zahlreichen Interviews der Mädels wird der Stellenwert einer Teilnahme an der Champions League betont, A. Hegerberg erwähnte es sogar bei Interviews als sie mit ihrer Nationalmannschaft unterwegs war. Mit TP haben die Mädels nicht nur die Möglichkeit in der Champions League zu spielen sondern haben sogar eine reelle Chance sie auch zu gewinnen und wer möchte da nicht zum Kader gehören die es erreicht haben. 3Tage nach dem Duisburg –Spiel hieße es dann Abflug zum Champions League Viertelfinal-Hinspiel gegen den italienischen Meister Torres Calcio im sardinischen Sassari.

    Nach dem Duisburg-Spiel sprach Schröder von fehlender „Aggressivität“ in der 2.Hz, welche eher was von einem Freundschaftsspiel hatte. Da man weiß das aggressive Zweikämpfe natürlich auch die Verletzungwahrscheinlichkeit erhöhen und schon eine dumme Prellung etc. die Mitfluggelegenheit nach Sardinien am Samstag zum Champions League Viertelfinal-Spiel gefährden könnte, gingen die Mädels bei einem Spielstand von 4:0 einfach keine Risiken mehr ein, ihr freundschaftliches Gekicke reichte aus um keine einzige Chance der Duisburgerinnen mehr zuzulassen.

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  • Detlef sagt:

    @tpfn,
    Das die CL-Begegnung in den Hinterköpfen steckte,
    war auch meine „Befürchtung“!!! 🙁
    Aber Schröder hatte wohl genau das schon vor dem Spiel thematisiert, und hatte somit die Devise ausgegeben, das Sonntagspiel auszublenden!!!
    Leider scheint er damit keinen Erfolg gehabt zu haben!!! 🙁

    Auch JULIA hat wohl indirekt zugegeben, daß man sich nach dem 4:0 unbewußt zurückgehalten hat!!!
    Doch gerade Spielerinnen wie NATASCHA, TONI, ASANO und LIDIJA, hätten die Gunst der Stunde nutzen müssen, um sich für einen Stammplatz empfehlen zu können!!!

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  • Sven sagt:

    Also ich war Mittwoch im Stadion der Zebras. Meine Sicht:
    In der ersten Halbzeit haben die Turbinen klar den Takt angegeben und sich ca. 6 gute Tormöglichkeiten (4 waren davon drin) erspielt. Die Duisburger Abwehr war mit Neboli (nach langer Verletzungspause nicht wirklich fit) und der angeschlagenen Costa in der Innenverteidigung sehr anfällig. Auch Dori und Müller sind viel gelaufen, haben aber nicht ihren besten Tag gehabt (und so einen benötigt man gegen Potsdam). duisburg hatte 2 sehr gute Chancen, aber das war es.
    In der zweiten Halbzeit hat sich Turbine (wie hier öfter vermutet) NICHT zurückgenommen. Sie haben genauso weitergespielt. Allerdings wurde die Innenverteidingung mit der zur Halbzeit eingewechselten Himmighofen sicher! es gab noch kleinere Möglichkeiten der Turbinen, die aber entweder abgelaufen wurden, oder nicht wirklich von Ihnen zu Ende gespielt wurden.

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  • @detlef sagt:

    @detlef
    Kulis wurde doch gegen Duisburg gar nicht eingewechselt, wie hätte sie sich da beweisen sollen?
    Und ich finde Asano hat sich mit 2 Torvorbereitungen und 1 selbst erzielten Tor durchaus empfohlen!

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  • DAWIDenko sagt:

    @ Sven:
    Danke für deinen Augenzeugenbericht vom Spiel.

    Wie in dem Bericht auf der TP-Homepage steht (Danke Detlef)hatte Anonma noch eineige Möglichkeiten in der 2. Halbzeit.

    Schade, dass sie nicht getroffen hat.
    Nach ihrem Dutzend Toren gegen Sindelfingen keimte ja die Hoffnung auf, dass der Knoten bei ihr geplatzt ist.
    Die nächste Chance kommt schon am Sonntag gegen Torres.

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  • DAWIDenko sagt:

    @ tpfn:

    Ein Kantersieg war nicht nur drin. Am Ende war es auch Realität.
    Ein Sieg mit 4 Toren Abstand wird meistens schon als Kantersieg bezeichnet.

    Allerdings, man denkt seit dem Sindelfingen-Spiel nun in anderen Dimensionen 😉

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  • tpfn sagt:

    Bei aller Euphorie muss man leider feststellen, das TP`s Qualität ohne gemeinschaftlich aggressiven Kampf nicht ausreicht um gegen Gegner wie Duisburg sicher zu bestehen. Ob man wirklich alle Spielerinnen für jedes kommende Spiel derart motivieren kann bleibt abzuwarten, jeder hat mal nen schlechten Tag. Nicht TP`s aktuelle Qualität sondern deren Mut und Kampfstärke hat sich europaweit rumgesprochen. Ich hätte eigentlich lieber die Qualität, denn Mut und Kampfeswille ist von zu vielen Faktoren abhängig.

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  • Detlef sagt:

    @ „@detlef“,
    Ich meinte natürlich JENNY CRAMER und nicht LIDIJA!!! 😉

    @Sven,
    Danke für Deine Eindrücke aus dem Stadion!!! 🙂
    Ich interpretierte Schröders Worte;
    „In der zweiten Halbzeit war es dann, als hätten wir zwei Gänge zurückgeschaltet, obwohl wir genau das nicht wollten.“ halt mit der Annahme, daß TURBINE eben nicht so weiterspielte wie in Hälfte Eins!!!
    Auch JULIA meinte nach dem Abpfiff;
    „„Nach dem 4:0 war dann ein bisschen die Luft raus, obwohl wir versucht haben weiter zu kombinieren. Wir haben unsere Angriffe dann nicht mehr so gut ausgespielt…“, worin sie mM nach Schröder bestätigte!!!
    An Himmighofen allein kann es ja unmöglich gelegen haben, daß der Spielbericht zu diesem Fazit kam;
    „Zwar beherrschten die Brandenburgerinnen das Geschehen nach wie vor, doch lief der Ball nun nicht mehr so flüssig, viele Kombinationsläufe erstickten vorzeitig, phasenweise entwickelte sich ein recht zerfahrenes Spiel“
    Und die Chancenverwertung in Durchgang Zwei beschreibt der Bericht wiefolgt;
    „Doch entweder scheiterten sie an Torhüterin Petersen oder der eigenen Ungenauigkeit“
    Von Frau Himmighofen ist hier kein Wort zu lesen!!!
    Alle diese Aussagen wiederlegen mM nach Deine Beobachtung;
    „In der zweiten Halbzeit hat sich Turbine (wie hier öfter vermutet) NICHT zurückgenommen. Sie haben genauso weitergespielt.“

    tpfn schrieb;
    „Bei aller Euphorie muss man leider feststellen, das TP`s Qualität ohne gemeinschaftlich aggressiven Kampf nicht ausreicht um gegen Gegner wie Duisburg sicher zu bestehen.“
    Diese Aussage scheint mir dann doch etwas übertrieben!!!
    Denn Potsdam war ja weiter die spielbestimmende Mannschaft, und hielt Duisburg auch weriterhin vom eigenen Kasten fern!!! 🙂
    Ich glaube, mit dem klaren Ergebnis ging die Konzentration, und damit auch die Präzision verloren!!!
    Die fehlende Aggessivität kann man sicherlich damit erklären, daß sich keine Spielerin mehr dem „unnötigen“ Risiko einer Verletzung aussetzen wollte, und so lieber zurückzog!!!

    tpfn schrieb;
    „Ob man wirklich alle Spielerinnen für jedes kommende Spiel derart motivieren kann bleibt abzuwarten, jeder hat mal nen schlechten Tag.“

    Das sollte eigentlich der interne Konkurrenzkampf von ganz allein erledigen!!! 😉
    Mangelnde Motivation mag Schröder ganz und gar nicht, und das würde die betreffende Spielerin bald zu spüren bekommen!!! 😉

    Wenn es bei ein-zwei Spielerinnen bliebe, die mal einen schlechten Tag erwischen, wäre es ja nicht so schlimm!!!
    Leider kommt es gar nicht so selten vor, daß diese dann die komplette Mannschaft „infizieren“, und man selbst mit Auswechslungen nix mehr bewirken kann!!! 🙁

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  • tpfn sagt:

    @Detlef
    ich wollte eigentlich „gegen Gegner wie Duisburg sicher zu gewinnen“ schreiben, doch da war die Zeit leider abgelaufen und die Korrektur wurde nicht mehr angenommen, von bestehen kann keine Rede sein, wie du es ja schon geschrieben hast.

    Ob man wirklich alle Spielerinnen für jedes kommende Spiel derart motivieren kann bleibt abzuwarten, jeder hat mal nen schlechten Tag.

    „Mangelnde Motivation mag Schröder ganz und gar nicht, und das würde die betreffende Spielerin bald zu spüren bekommen!!!“

    Ich analysiere lediglich die Aussagen der Spielerinnen und die sagen eigentlich alles. Es war noch in keiner Saison der letzten Jahre so oft und deutlich kommuniziert worden dass TP es nur über den gemeinschaftlichen Kampf schaffen kann, die Spielerinnen beziehen sich da immer gern auf das Lyon-Spiel und dass Schröder den Kader dieser Saison mit seiner Art und Weise motivieren kann bezweifle ich stark (siehe DFB-Hallenpokal, Duisburg-Spiel).

    Spielerinnen wie Hegerberg, Simic und Jojo haben ihren eigenen Kopf, es gab selten soviele Platzhirsche neben Schröder bei TP. Diese Mannschaft kann sich nur selbst motivieren.(siehe DFB-Hallenpokal, Bayern-Spiel(achtet mal auf Hegerbergs Reaktion in Richtung Bremer nach dem Kopfballtor der Bayern, da zeigt sich ein Motivator). Da die Platzhirsche einen starken Einfluss auf besonders befreundete Spielerinnen ausüben zB. Jojo auf Wälti, Simic auf Nagasato, Hegerberg auf Evans ist ein Erfolg nur garantiert wenn alle an einem Strang ziehen und das hatte ich gemeint und das kommunizieren die Mädels auch ständig, man muss nur genau hinhören.

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  • Sven sagt:

    @ Detlef
    Tu mir einen gefallen und lese nicht nur Spielberichte, die du dann interpretierst, sondern schau dir das Spiel selbst an!
    Wenn der Bericht über vorzeitig erstickte Kombinationsläufe spricht, liegt das wohl daran, dass diese Kombinationen gestört (womöglich auch durch Duisburger Gegenspieler) wurden. Das machten die Duisburgerinnen in der zweiten Hälfte einfach besser. Nicht immer nur die Turbinen schlechter 😉

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