U17-WM: DFB-Elf verliert gegen Ghana

Von am 19. März 2014 – 9.06 Uhr 21 Kommentare

Die deutsche U17-Frauenfußball-Nationalelf hat ihr zweites Gruppenspiel bei der WM in Costa Rica gegen Ghana knapp verloren. Aus eigener Kraft kann die DFB-Elf nun nicht mehr in die K.-o.-Runde einziehen.

Ein Kopfballtor von Gladys Afombea besiegelte vor 3 250 Zuschauern in Liberia kurz vor der Pause (43.) die 0:1 (0:1)-Niederlage der Auswahl von DFB-Trainerin Anouschka Bernhard, der nun bereits ein frühes WM-Aus droht.

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DFB-Elf braucht Sieg und Ghanas Schützenhilfe
Damit steht Ghana nach zwei Siegen vorzeitig im Viertelfinale, während Deutschland zum Abschluss der Vorrunde nicht nur sein Gruppenspiel gegen Nordkorea gewinnen, sondern gleichzeitig darauf hoffen muss, dass Ghana nicht gegen Kanada verliert, um im Turnier zu bleiben. Die Kanadierinnen haben nach dem 1:1 gegen Nordkorea bereits zwei Punkte auf der Habenseite und könnten sich mit einem Sieg gegen Ghana vor der deutschen Mannschaft platzieren.

Chancen zu Beginn
Die deutsche Mannschaft kam gut in die Partie, ein abgefälschter Freistoß von Laura Widak (11.) sowie ein Kopfball von Lea Schüller (21.), die für die verletzte Jasmin Sehan (Gehirnerschütterung) ins Team gekommen war, sorgten für Gefahr, aber keine Tore. Lily Niber-Lawrence vergab die erste gute Chance der Westafrikanerinnen (25.).

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DFB-Trainerin Anouschka Bernhard droht mit ihrem Team ein frühes WM-Aus © Ben Gladwell

Erneuter Gegentreffer aus Standardsituation
Ghana kam nach und nach immer besser in die Partie und ging kurz vor der Pause nach einer Standardsituation in Führung, als die Zuordnung in der DFB-Abwehr nicht stimmte und die nur 1,61 Meter große Amfobea mit einem platzierten Kopfball für die Führung sorgte (43.) – für Deutschland war es bereits der dritte Gegentreffer im Turnier aus einer Standardsituation. In der zweiten Halbzeit war die DFB-Elf zwar um den Ausgleich bemüht, doch es fehlte an der nötigen Durchschlagskraft und Kreativität.

Mangelnde Durchschlagskraft
Amfobea hätte hingegen fast aus 30 Metern ihren zweiten Treffer erzielt, scheiterte aber an der Latte (51.). Nina Ehegötz (81.), zweimal Stefanie Sanders (82., 85.) und Lisa Karl (85.) hatten zwar noch einmal Gelegenheiten, doch der Sieg Ghanas war am Ende nicht unverdient, so dass die DFB-Elf nun am Samstagabend gegen Nordkorea (0 Uhr live auf Eurosport) unter Zugzwang ist und die Schützenhilfe Ghanas benötigt.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

21 Kommentare »

  • holly sagt:

    @ Dummkopf

    das ist die KSV Holsein Kiel. Die Quali zur EM war schon sehr holprig obwohl man das erste Spiel der Quali gegen 10 Schweizerinnen 6:0 gewonnen hatte, kam dann gegen Belgien und die Niederlande nur noch Krampf bei rum.
    Michaela Brandenburg ist auch sehr talentiert zumal sie zu den Spielerinnen gehört die fast auf allen Postionen im Defensivbereich spielen können.
    Ich persönlich habe den Verdacht das die BT garnicht wissen was ihre Spielerinnen alles drauf haben. Ich habe bisher áuch noch nie irgendeine BT bei einem B Mädchen BL Spiel gesehen.
    Von Specht halte ich eigentlich auch sehr viel genauso wie von Ehegötz aber die ist mir noch ein wenig zu schwankend.
    Fellhauer ist ein wohl das größte Talent aus der Mannschaft.
    sicher macht man sich abhänig von Sehan was ich auch für den falschen Weg halte. Daher hat es mich sehr gefreut das man Laura diesmal mit dazugenommen hat.
    Walkling kann aber viel mehr wie sie bei der WM gezeigt hat, was aber auch nach der langen Pause klar war.
    Normalerweise geht einem das Herz auf wenn man Ricarda spielen sieht. Alles weitere dann sicher im Thema zum WM aus.

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