U17-WM: DFB-Elf verliert gegen Ghana
Die deutsche U17-Frauenfußball- Nationalelf hat ihr zweites Gruppenspiel bei der WM in Costa Rica gegen Ghana knapp verloren. Aus eigener Kraft kann die DFB-Elf nun nicht mehr in die K.-o.-Runde einziehen.
Ein Kopfballtor von Gladys Afombea besiegelte vor 3 250 Zuschauern in Liberia kurz vor der Pause (43.) die 0:1 (0:1)-Niederlage der Auswahl von DFB-Trainerin Anouschka Bernhard , der nun bereits ein frühes WM-Aus droht.
DFB-Elf braucht Sieg und Ghanas Schützenhilfe Damit steht Ghana nach zwei Siegen vorzeitig im Viertelfinale, während Deutschland zum Abschluss der Vorrunde nicht nur sein Gruppenspiel gegen Nordkorea gewinnen, sondern gleichzeitig darauf hoffen muss, dass Ghana nicht gegen Kanada verliert, um im Turnier zu bleiben. Die Kanadierinnen haben nach dem 1:1 gegen Nordkorea bereits zwei Punkte auf der Habenseite und könnten sich mit einem Sieg gegen Ghana vor der deutschen Mannschaft platzieren.
Chancen zu Beginn Die deutsche Mannschaft kam gut in die Partie, ein abgefälschter Freistoß von Laura Widak (11.) sowie ein Kopfball von Lea Schüller (21.), die für die verletzte Jasmin Sehan (Gehirnerschütterung) ins Team gekommen war, sorgten für Gefahr, aber keine Tore. Lily Niber-Lawrence vergab die erste gute Chance der Westafrikanerinnen (25.).
Erneuter Gegentreffer aus Standardsituation Ghana kam nach und nach immer besser in die Partie und ging kurz vor der Pause nach einer Standardsituation in Führung, als die Zuordnung in der DFB-Abwehr nicht stimmte und die nur 1,61 Meter große Amfobea mit einem platzierten Kopfball für die Führung sorgte (43.) – für Deutschland war es bereits der dritte Gegentreffer im Turnier aus einer Standardsituation. In der zweiten Halbzeit war die DFB-Elf zwar um den Ausgleich bemüht, doch es fehlte an der nötigen Durchschlagskraft und Kreativität.
Mangelnde Durchschlagskraft Amfobea hätte hingegen fast aus 30 Metern ihren zweiten Treffer erzielt, scheiterte aber an der Latte (51.). Nina Ehegötz (81.), zweimal Stefanie Sanders (82., 85.) und Lisa Karl (85.) hatten zwar noch einmal Gelegenheiten, doch der Sieg Ghanas war am Ende nicht unverdient, so dass die DFB-Elf nun am Samstagabend gegen Nordkorea (0 Uhr live auf Eurosport ) unter Zugzwang ist und die Schützenhilfe Ghanas benötigt.