Potsdam will Frankfurt unter Druck setzen

Von am 14. März 2014 – 10.17 Uhr 44 Kommentare

Am 13. Spieltag der Frauen-Bundesliga kämpft das Spitzenduo der Liga im Fernduell um die Tabellenführung. Am anderen Ende des Klassements geht es für den BV Cloppenburg darum, den Anschluss an die Nicht-Abstiegsränge zu wahren.

Zwei Punkte besteht der Rückstand des Aufsteigers aus Niedersachsen auf das rettende Ufer. Am Sonntag tritt der BVC ab 14 Uhr bei Bayer 04 Leverkusen an. Im Hinspiel trennten sich beide Teams remis. Der würde diesmal nicht reichen, um die Abstiegsränge zu verlassen. Auf der anderen Seite geht es für die Werkself darum, sich im Mittelfeld der Liga weiter zu etablieren. Momentan liegt Bayer auf dem siebten Tabellenrang.

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Hoffenheim empfängt den MSV
Sollte Cloppenburg verlieren, könnte der Rückstand auf die einen Rang besser platzierte TSG 1899 Hoffenheim auf fünf Punkte anwachsen – dazu müsste die TSG aber zunächst den MSV Duisburg besiegen. „Natürlich werden wir alles abrufen“, so TSG-Trainer Jürgen Ehrmann, der zwar mit einer langen Verletzungsliste zu kämpfen hat, aber dennoch nach vorne blickt. „Wir sind positiv gestimmt und möchten uns am Sonntag für ein gutes Spiel belohnen. Wir dürfen den Start der Partie nicht verschlafen und müssen sofort die Zweikämpfe annehmen.“

Turbine Potsdam jubelt

Können die Potsdamerinnen am Sonntag über die Tabellenführung jubeln? © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Potsdam kann Tabellenführung holen
Während der BVC und die TSG realistische Chancen auf den Klassenverbleib haben, bestehen für den VfL Sindelfingen kaum noch Chancen. Und am Sonntag tritt der VfL ausgerechnet beim 1. FFC Turbine Potsdam an. Die Brandenburgerinnen gehen entsprechend favorisiert in die Partie. Der Rückstand auf Tabellenführer 1. FFC Frankfurt beträgt nur einen Punkt, und so könnte sich Turbine am Ende des Tages an der Spitze wiederfinden – vorausgesetzt die Frankfurterinnen patzen in Essen.

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Kann Essen erneut überraschen?
Aufgrund der zahlreichen Nationalspielerinnen, die am Mittwoch noch beim Algarve Cup im Einsatz waren, konnte der 1. FFC Frankfurt in den letzten zehn Tagen nicht gemeinsam trainieren. „Der Algarve Cup ist Geschichte – jetzt erwarte ich wieder eine hundertprozentige Fokussierung auf den 1. FFC Frankfurt. Zumal sich der Gegner sicherlich einen Vorteil von unserer nicht optimalen Vorbereitung erhofft und wir den Essenerinnen diese Angriffsfläche nicht bieten wollen“, so FFC-Trainer Colin Bell vor dem Duell in Essen. Schon im Hinspiel konnte die SGS für eine kleine Überraschung sorgen und nahm aus Frankfurt einen Punkt mit.

Wolfsburg will Anschluss wahren
Für Meister VfL Wolfsburg geht es unterdessen darum, den Anschluss an das Spitzenduo zu wahren. Am Sonntag tritt der VfL gegen den FF USV Jena an, momentan beträgt der Rückstand auf die Potsdamerinnen vier Punkte.

FC Bayern spielt in Freiburg
Weitere vier Punkte hinter den „Wölfinnen“ liegt der FC Bayern München, der am Sonntag beim SC Freiburg zu Gast ist. Für die Münchnerinnen war der Algarve Cup kein Erfolg, mit Leonie Maier und Laura Feiersinger haben sich gleich zwei Leistungsträgerinnen in Portugal schwer verletzt und fallen auf Monate aus. Gegen die Breisgauerinnen spricht aber zumindest die Statistik für den FCB: 15 der bisherigen 23 Bundesligapartien entschieden die Münchnerinnen für sich.

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44 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Solche Dinger musst du erstmal gewinnen. Wenn ich mir da so Leistungen von Turbine mal anschauen, dann sah das mit den Nerven hinten heraus doch mächtig mau aus.

    An anderen Tagen, mit mehr mentaler Frische, gewinnst du das gleiche Spiel eben mal mit 5:0. Dann unterschätzt man die Flanke von Essen nicht, dann macht Alushi ihre 2-3 Buden, und dann ist die Sache schon relativ früh gegessen und man kann noch 2-3 Tore nachlegen.

    Und nur zur Info: Wer in der 92. ein Tor noch so herausspielt, mir Spielverlagerung und dann gegen den Lauf der Abwehr auf Ando rausgeben, besitzt in jedem Fall ausreichend mentale Stärke für Titel.

    Zu Alushi: Gute, gute Besserung. Da heißt es nun Daumen drücken, dass es nichts Schlimmes ist. Sie hat sich zumindest schonmal den Fuß und nicht das Knie gehalten, was schonmal einen erneuten Kreuzbandriss zum Glück unwahrscheinlich macht. Sie wird immer stärker und es wäre ein Jammer, wenn sie nun ausfallen sollte.

    Man merkt Frankfurt letztlich an, dass die Ersatzbank sehr schwach besetzt ist. Da ist eigentlich nur Tanaka, die wirklich in Reichweite ist. Mit Hendrich hat man schonmal für stärkere Breite im Kader gesorgt. Ich denke, dass Dietrich und Bell alles geben werden, um Turid Knaak noch zu holen. Sie hat zur Zeit einen Lauf und kann endlich mal ihr Talent zur Entfaltung bringen. Ansonsten ist der Kader immer noch mächtig dünn. Da wird sich einiges tun zur Sommertransferpause. Wich, Garciamendez, wahrscheinlich auch Munk, Kulig, sie alle werden nach neuen Vereinen Ausschau halten dürfen. Bell hat mehrmals deutlich signalisiert, dass sie auch als Einwechselspielerinnen nicht (mehr) in Frage kommen.

    Dafür wird man junge, dynamische Spielerinnen holen, die vielseitig sind. Bei Wolfsburg laufen zum Beispiel, wenn die Angaben stimmen, die Verträge von Henning und Wagner aus. Das wären zwei Spielerinnen, die absolut perfekt zu Frankfurt passen würden.

    Zu den anderen Spielen: Das wäre in Wolfsburg ja beinahe noch schief gegangen. Großes Comeback von Jena, leider ohne abschließenden Erfolg.

    Bayern standesgemäß, bleibt durch dieses Spiel zumindest in Blickweite. Leverkusen mit 4:1 ebenfalls standesgemäß, mit zwei Roten Karten und einem Elfmeter für Cloppenburg, liest sich gut. Auch schön, dass Turid Knaak sich wieder in die Torschützenliste eintragen konnte.
    Duisburg erstmal ausgebremst, nur 1:1 gegen Hoffenheim, damit nimmt der Abstiegskampf weiterhin feste Konturen an.

    Alles in allem ein sehr interessanter Spieltag mit viel Spannung.

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  • Antje sagt:

    @DAWIDenko
    Danke, diese Info war an mir vorbeigegangen.

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  • Detlef sagt:

    Sheldon schrieb;
    “ Solche Dinger musst du erstmal gewinnen. Wenn ich mir da so Leistungen von Turbine mal anschauen, dann sah das mit den Nerven hinten heraus doch mächtig mau aus.“

    Ich kenne die Schwächen meiner TURBINEN nur zu gut!!! 🙁
    Deswegen würde ich mich auch niemals hinstellen und behaupten, daß wir Essen in seinem „Wohnzimmer“ mit 5:0 bezwingen werden, selbst wenn ich weiß, daß wir natürlich die Klasse dazu hätten!!!
    Aber nach den letzten Ergebnissen an der Hafenstrasse ist doch etwas Demut angebracht!!! 😉
    Und wie man heute sehen knnte, wohl nicht zu Unrecht!!!

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Ich gebe zu, so kurz nach dem Algarve-Cup in dieser Situation, mag ein 5:0 schon eher ein Wunschergebnis sein. Doch es wäre heute durchaus möglich gewesen, wenn man bedenkt, wie Frankfurt sonst seine Chancen zum Teil eiskalt nutzt. Davon war heute leider nicht soviel zu sehen…

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