Frankfurt und Wolfsburg teilen die Punkte

Von am 22. Februar 2014 – 14.28 Uhr 86 Kommentare

Im Topspiel des 11. Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga gab es zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem VfL Wolfsburg eine gerechte Punkteteilung, durch die die Gastgeberinnen die Tabellenspitze verteidigten.

2 710 Zuschauern im Frankfurter Stadion am Brentanobad sahen trotz des 0:0 eine interessante und ausgeglichene Partie, in der sich beide Teams nichts schenkten.

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Frankfurt erwischt besseren Start
Die Frankfurterinnen fanden besser in die Partie, Célia Šašić hatte mit einem Schrägschuss neben das Tor die erste Chance des Spiels (13.). Doch auch der VfL Wolfsburg kam früh einem Treffer nah, Frankfurts Torhüterin Desirée Schumann parierte jedoch den Kopfball von Zsanett Jakabfi (15.).

Célia Šašić in Aktion

Hatte mehrfach ein Tor auf dem Fuß: Célia Šašić © Herbert Heid / girlsplay.de

Šašić im Mittelpunkt
Noch näher kam Šašić einem Treffer in der 21. Minute, diesmal fehlten nur wenige Zentimeter, um die Gastgeberinnen in Führung zu bringen. Und auch nach einer guten halben Stunde stand die Nationalstürmerin wieder im Mittelpunkt, doch Stephanie Bunte konnte den Schuss abblocken (33.).

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Wolfsburg wird stärker
Doch mit Beginn der zweiten Halbzeit fand der VfL Wolfsburg besser in die Partie, Frankfurt konnte sich nun kaum noch gute Chancen erspielen. Dagegen wurden die Gäste immer gefährlicher, nach einer Ecke von Verena Faißt köpfte Nilla Fischer nur knapp über das Tor (56.).

Gerechte Punkteteilung
Die für Lena Goeßling eingewechselte Conny Pohlers hatte bei einem Drehschuss aussichtsreicher Position das Pech, den Ball nicht richtig zu treffen. In der Schlussphase hatte noch einmal Fatmire Alushi den Siegtreffer auf dem Fuß (80.), doch am Ende blieb es bei der leistungsgerechten Punkteteilung.

Frauenfußball-Bundesliga, 11. Spieltag, Ergebnisse

1. FFC Frankfurt VfL Wolfsburg 0:0
BV Cloppenburg SC Freiburg -:-
VfL Sindelfingen MSV Duisburg -:-
FF USV Jena TSG 1899 Hoffenheim -:-
FC Bayern München 1. FFC Turbine Potsdam -:-
SGS Essen Bayer 04 Leverkusen -:-

Tabelle

Rang Verein Spiele Tore Punkte
1. 1. FFC Frankfurt 11 44:8 27
2. VfL Wolfsburg 11 33:7 25
3. 1. FFC Turbine Potsdam 10 28:11 23
4. FC Bayern München 10 21:13 18
5. FF USV Jena 10 13:15 14
6. MSV Duisburg 11 13:22 13
7. SGS Essen 10 22:16 12
8. Bayer 04 Leverkusen 11 22:20 12
9. SC Freiburg 10 15:19 10
10. BV Cloppenburg 10 15:26 9
11. TSG 1899 Hoffenheim 10 17:34 8
12. VfL Sindelfingen 10 2:54 1

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

86 Kommentare »

  • holly sagt:

    @ Sheldon

    das mit dem besonderen Schutz für die Torhüterin ist nicht Fussball sondern Eishockey. Beim Fussball gilt das nur im 5 Meterraum oder kennst du in dem DFB Regelwerk eine anders lautende Regel?

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Ich kenne im Regelwerk den Topos „grobes Foulspiel“, was für mich jedes aggressive Angehen einer Torhüterin beim Abschlag ist. Und das ist nunmal Rot!

    Das bewegt sich zwischen Tätlichkeit, grobem Foulspiel und Unsportlichkeit!

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  • Aldur sagt:

    Altwolf sagt:

    „Wenn du so willst eine etwas unglückliche Aktion, wobei Müller die Torfrau nicht aktiv berührt, sondern es sich genaugenommen umgekehrt darstellt.“

    Das die aktive Berührung von der Torfrau ausgeht ist ja logisch, weil diese sich in der Abschlagbewegung befindet. Dennoch würde ich es eher als glücklichen Zufall bezeichnen, dass sie Müller nur so trifft, wie von Dir zutreffend geschildert. Wäre die Abschlagbewegung nur eine Sekunde früher gekommen, hätte sie vermutlich genau unter Müllers zu diesem Zeitpunkt noch erhobenen Fuß getreten, mit dann wohl sehr viel schlimmeren Folgen. Das kann Müller bei ihrer Aktion unmöglich vorausberechnen. Das hat dann auch nicht mit irgendeinem Abstand zum Torhüter zu tun. Sein Bein mit offener Sohle in die Abschlagbewegung des Torhüters zu halten, ist mindestens grob fahrlässig, weil eine schwere Verletzung billigend in Kauf genommen wird. Insofern wäre ein Platzverweis auch in meinen Augen zumindest keine Fehlentscheidung gewesen, auch wenn es in diesem Fall glimpflich abgegangen ist, weil die Abschlagbewegung der Torhüterin erst kam, als Müllers Bein schon wieder unten war.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.
    Du willst es offenbar nicht verstehen, daß nicht Müller Wylezek trifft, sondern Wylezek mit dem Abschlagsfuß das Standbein von Müller trifft.
    Standbein ist das Bein auf dem man steht bzw. es belastet um das andere Bein zu heben. Nicht das von der Seite vorgehaltene linke Bein trifft Wylezek, sondern die trifft das in ihrer Schußbewegung stehende Bein von Müller.
    Wenn du nicht in der Lage bist diese Szene Bild für Bild betrachten zu können, solltest du dich in deiner Parteilichkeit besser zurückhalten.
    Wie ich schon an anderer Stelle sagte, daß ich zunächst auch an ein Foul von Müller sowohl live auf dem Platz, wie auch in der normalen Eurosport TV-Übertragung ausgegangen war. Erst der Kommentator machte mich auf einen anderen Ablauf aufmerksam und deshalb die Szene nochmals genauer betrachten.

    Wenn dir aber das „nicht gegebene“ Rot lieber ist, dann bleib halt dabei; man muß ja nicht unbedingt Fakten berücksichtigen, die einem nicht so in die „Philosophie“ passen.
    Damit können wir dieses Thema dann auch beenden.

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  • Altwolf sagt:

    @Aldur.

    Deiner Sichtweise kann ich durchaus folgen, wobei der Abstand schon den Unterschied von „drüber“ oder „davor“ gehalten bestimmt. „Offene“ Sohle, soweit die Schuhsohle zum Fuß der Gegenspielerin 90° oder weniger aufweist, im größeren Winkel, wie beim seitlichen Tackling, „davor“ gehalten, wenn der eigene Fuß nicht direkt über den Fuß der Gegenspielerin plaziert wird.
    Ist jetzt fast schon „akademisch“ 🙂
    Letztendlich hat die Schiri entschieden , hätte vom Eindruck der Szene sicherlich auch Rot geben können, mit Gelb wurde ein guter Kompromiss gefunden.

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  • labersack sagt:

    Keine Torhüterin ist gezwungen einen Abschlag auszuführen wenn eine Gegnerin sie behindern will. Tut sie das trotzdem will sie möglicherweise etwas provozieren. Der pädagogische Zweck heiligt die Mittel.

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