Europa: Französische Top-Clubs mit Pokalerfolgen

Von am 30. Januar 2014 – 11.37 Uhr 26 Kommentare

Eine Woche nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen Olympique Lyonnais stand für Paris Saint-Germain mit Linda Bresonik und Annike Krahn in Frankreich die zweite Pokalrunde an. Ligafußball wurde in den Niederlanden und Belgien gespielt, wo sich zwei Mannschaften an der Spitze weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

38 Punkte haben sowohl der FC Twente als auch Standard Lüttich auf dem Konto. Am 17. Spieltag hätte Twente gegen die spielfreien Belgierinnen vorlegen können, doch der Tabellenführer patzte.

Belgien/Niederlande: Twente verliert auswärts
Mit 0:1 verlor Twente bei WD Lierse SK, der entscheidende Treffer gelang Justine Vanhaevermaet bereits in der 19. Minute. Dadurch hat sich Lüttich, das ein Spiel weniger absolviert hat, vor der morgigen Partie in Zwolle nun leichte Vorteile erspielt. Entscheidend dürfte aber erst das zweite Aufeinandertreffen des Spitzenduos am 21. Februar in Lüttich werden. Das Hinspiel gewann Twente.

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Die weiteren Ergebnisse
SC Telstar – PEC Zwolle 0:4
sc Heerenveen – Royal Antwerp FC 9:0
Oud-Heverlee Leuven – AFC Ajax 1:4
Club Brugge KV – FC Utrecht 1:2
KAA Gent Ladies – ADO Den Haag 0:4
RSC Anderlecht – PSV/FC Eindhoven 2:2

Die Tabelle

Lotta Schelin

Erfolgreichste Torschützin für Lyon: Lotta Schelin. © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

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Frankreich: Paris und Lyon mit Pokalerfolgen
In Frankreich stand die zweite Pokalrunde auf dem Programm. Paris Saint-Germain trat beim Zweitligisten Val d’Orge FC an und reiste mit einem 3:0-Erfolg zurück in die Hauptstadt. Jessica Houara (14.), Tobin Heath (52.) und Caroline Pizzala (75.) erzielten die Treffer. Das nächste Spiel dürfte für Paris weit schwerer werden: In der Meisterschaft trifft PSG am Samstag auf eigenem Platz auf Montpellier HSC.

Weit mehr Tore im Pokal schenkte Meister Olympique Lyonnais seinem Gegner ein. Bei Pontarlier C.A. siegte Lyon mit 18:0. Erfolgreichste Torschützin war Lotta Schelin mit fünf Treffern.

Die Ergebnisse auf der Seite des französischen Verbandes

Italien: Weiter enges Titelrennen
In der italienischen Liga liegt Meister ASD Torres Calcio weiter mit zwei Punkten Rückstand auf ACF Brescia Femminile auf dem zweiten Rang – an diesem Bild hat sich auch nach dem 17. Spieltag nichts geändert. Zwar feierte Torres bei ASD Valpolicella einen klaren 7:0-Sieg, doch auch der Spitzenreiter gab sich keine Blöße: Brescia kam zu einem 3:0-Sieg gegen ASD Riviera di Romagna.

Die weiteren Ergebnisse
FCF Como 2000 ASD – Napoli CF 1:1
ACF Firenze ASD – ACFD Pordenone 1:0
AFD Grifo Perugia – ASD CF Bardolino Verona 1:4
ASD Mozzanica – Res Roma 3:0
ASD Calcio Chiasiellis – Inter Milano 0:0
CF Scalese – UPC Tavagnacco 0:5

Die Tabelle

Spanien: Barcelona bleibt Spitzenreiter
Nach zwei Unentschieden in diesem Monat hat sich der Vorsprung des FC Barcelona in der spanischen Meisterschaft verringert, doch auch nach dem 18. Spieltag liegt „Barça“ weiter vorn – und das immerhin noch mit vier Punkten, denn bei Granada CF gelang ein glatter 3:0-Sieg. Mit einem 2:1-Erfolg bei RCD Espanyol de Barcelona hält Verfolger Atheltic Club aber zumindest den Anschluss.

Die weiteren Ergebnisse
UD Collerense – CE San Gabriel Femenino 5:2
Sevilla FC – Sporting de Huelva 2:2
Real Sociedad de Fútbol – CDE Atlético de Madrid Féminas 3:2
Oviedo Moderno CF – Levante Las Planas FC 2:0
CD Alcaine – Valencia Féminas CF 0:0

Die Tabelle

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26 Kommentare »

  • timmy sagt:

    Au, das ist nicht gut. Vielleicht doch zu groß die Liga?

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  • Therese sagt:

    @Timmy
    Es gibt sehr viele Schwierigkeiten!

    1) Die meisten Niederländischen Spielerinnen (FC Twente Spielerinnen ausgesondert) bekommen kein Gehalt für die Spiele und bekommen nur Reisekosten ersetzt. Ich weiss leider nichts hierüber von den Belgischen Spielerinnen!
    2) Jetzt mit den Belgischen Vereinen sind die Abstände viel grösser geworden, d.h. man ist mehr Zeit und Geld los.
    3) Für viele älteren Spielerinnen ist dieser „Amateur-Status“ nicht mehr auf zu bringen.
    4) Die Vereine (sofern ich weiss in beiden Ländern) haben keine Eintrittspreise!
    5) Durchschnitt Älter (in den Niederlanden) wird immer jünger

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  • dummkopf sagt:

    Auch sehr interessant!, Therese

    Macht Spass. Holländisch zu übersetzen ist wie knobeln.
    Nu lopen ze weg. Heisst wohl: Nun laufen sie weg.
    Und Buitsenland ist Belgien? Hört sich auch nett an.

    Ich weiss nicht, ob man weiterkommt, wenn man zurück rudert.
    Aber ich kenne mich natürlich nicht genug aus. Allerdings kann man sagen, dass mehr als die zusätzlichen Kilometer wohl die zusätzliche Anzahl der Spiele ins Gewicht fällt. Die Liga müsste dann eben einfach weniger Mannschaften haben.

    Interessant auch, dass selbst relativ wohlhabende Länder wie Holland eben ihren Top-Spielerinnen kaum Profibedingungen bieten können. Das macht zB ein Unentschieden gg Deutschland bei der EM ein umso besseres Ergebnis.

    Um da aber dauerhaft irgendeine Chance zu haben, müssen die guten Spielerinnen alle weg aus Holland, oder man muss wenigstens ein paar Top-Clubs haben, die in einer möglichst guten und starken Liga spielen, um Halb-Profi Bedingungen zu ermöglichen.

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  • Sheldon sagt:

    @dummkopf:

    Holland hat einfach keine Profistrukturen, auch bei den Männern nicht. Schau dir mal an, wo die Männer überall spielen und wann Holland schon mal wirklich im Vereinsfußball was gerissen hat. Einzig Ajax hat mit 4 CL-Titeln wirklich für Aufsehen gesorgt, und das ist auch schon Jahre her.

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  • Therese sagt:

    @Dummkopf

    Dummkopf: Allerdings kann man sagen, dass mehr als die zusätzlichen Kilometer wohl die zusätzliche Anzahl der Spiele ins Gewicht fällt.

    Therese: Es gibt natürlich die zusätzliche Anzahl der Spiele (gegenüber die zusätzlichen Kilometer), aber die zusätzliche Anzahl der Heimspiele machen sich nicht bezahlt; sie kosten Geld:
    Platzmiete, Energiekosten, Personalkosten; es gibt keine Eintrittspreise und die zwei (möglichen) Finanzquellen scheinen nicht genügend (gewesen) zu sein.
    Finanzquelle 1: € 180.000 vom KNVB oder KBVB
    Finanzquelle 2: Sponsoren

    Seite 31 und 32 die Finanzseiten während 2007/2008, 2008/2009 und 2009/2010
    Leider ist davon sehr wenig bewahrheitet geworden.

    Dummkopf:Interessant auch, dass selbst relativ wohlhabende Länder wie Holland eben ihren Top-Spielerinnen kaum Profibedingungen bieten können.

    Therese: Die Situation in den Niederlanden ist jetzt so:
    Die Männer bekommen „fast alles!“, die Frauen bekommen „fast nichts!“

    Dummkopf: Das macht zB ein Unentschieden gg Deutschland bei der EM ein umso besseres Ergebnis.

    Therese: Stimmt!

    Dummkopf: Um da aber dauerhaft irgendeine Chance zu haben, müssen die guten Spielerinnen alle weg aus Holland,

    Therese: Stimmt auch und verschiedene Spielerinnen haben dann auch entschlossen „ins Ausland zu gehen!“:

    Mandy van den Berg (Vittsjö GIK)
    Loes Geurts (Kopparbergs/Göteborg FC)
    Lieke Martens (Kopparbergs/Göteborg FC)
    Manon Melis (Kopparbergs/Göteborg FC)
    Renée Slegers (Linköpings FC)
    Kirsten van de Ven (LdB Malmö/Rosengärd)
    Sherida Spitse (LSK Kvinner FK)
    Anouk Hoogendijk (Arsenal FC)

    Dummkopf: oder man muss wenigstens ein paar Top-Clubs haben, die in einer möglichst guten und starken Liga spielen, um Halb-Profi Bedingungen zu ermöglichen.

    Therese: Sehr unwahrscheinlich, da die Finanzierung sollte mit Hilfe von der Männerabteilung müssen erreicht werden und das ist nicht nur in den Niederlanden eine schwere Aufgabe!
    Wie in obengenannten „Businessplan Vrouwen Eredivisie“ war es die (KNVB)-Absicht das die Frauenvereine im dritten Jahr ohne KNVB-Hilfe die Spielsaison sollten können fortsetzen. Wir sind jetzt im sechsten Jahr und die Vereine können noch immer nicht ohne und einige Vereine (FC Utrecht/SC Heerenveen und vielleicht auch PEC-Zwolle und Telstar Velsen) mit KNVB-Hilfe
    die Spielsaison fortsetzen.

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  • enthusio sagt:

    Paris hat gestern Abend im französischen Pokal-Halbfinale einen 6:0-Kantersieg gegen Juvisy gelandet. Linda Bresonik spielte 90 Minuten durch, Annike Krahn wurde in den letzten 15 Minuten eingewechselt.
    Im Finale wird es wohl den „Kracher“ gegen Lyon geben, das sein Halbfinalspiel erst heute Nachmittag gegen Soyaux austrägt.

    https://www.psg.fr/fr/Actus/003001/Article/66946/Les-Parisiennes-en-finale

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