Frauenfußball-Splitter 1/2014

Von am 9. Januar 2014 – 9.28 Uhr 45 Kommentare

Ehrungen für Nadine Keßler und Dzsenifer Marozsán, eine schwangere Stürmerin sowie eine herbe Schlappe für Schwedens Trainerin Pia Sundhage stehen im Mittelpunkt der ersten Frauenfußball-Splitter des neuen Jahres.

Nadine Angerer: Vertrag in den USA unterschrieben
DFB-Nationaltorhüterin und Europas Fußballerin des Jahres Nadine Angerer hat bei einem Verein der US-Profiliga NWSL einen Vertrag unterschrieben. Um welchen Verein es sich handelt, will Angerer aber erst am kommenden Montag in Zürich auf der FIFA-Gala zur Weltfußballerin des Jahres bekanntgeben. Dort gehört Angerer neben Abby Wambach und der Brasilianerin Marta zu den Top 3.

Turbine Potsdam: Test gegen Malmö, Kinofilm geplant
Der 1. FFC Turbine Potsdam wird am Samstag, 1. Februar, ein Testspiel gegen LdB Malmö, den Verein von Ex-Turbine-Spielerin Anja Mittag, bestreiten. Austragungsort und Uhrzeit stehen allerdings noch nicht fest. Auf der Weihnachtsfeier gab es jüngst einen ersten Einblick in den geplanten Kinofilm über den Verein. Produzent Klaus Schmutzer hatte nicht nur seinen Regisseur Torsten Lüders mitgebracht, sondern auch einen knapp zehnminütigen Zusammenschnitt seines Filmprojekts, für welches er bereits seit mehreren Monaten den Verein mit der Kamera begleitet.

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Nadine Keßler

Doppelte Auszeichnung: Nadine Keßler © Zetbo / Framba-Fotos.de

Nadine Keßler zur Nationalspielerin des Jahres gewählt
VfL Wolfsburgs Kapitänin Nadine Keßler ist von den Fans der deutschen Frauenfußball-Nationalelf zur Nationalspielerin des Jahres 2013 gewählt. Darüber hinaus erzielte sie nach Meinung der User beim 9:0-Sieg in der WM-Qualifikation gegen Russland auch den schönsten Treffer des Jahres. „Ich freue mich darüber, dass die Leistungen auf diesem Wege anerkannt werden. Aber alle meine Kolleginnen hätten die Auszeichnungen ebenfalls verdient“, so Keßler.

Ehrung für Dzsenifer Marozsán
Sie spielt zwar beim 1. FFC Frankfurt, groß geworden aber ist die ungarnstämmige Dzsenifer Marozsán im Saarland. Das haben die Sportjournalisten an der Saar jetzt honoriert und die 21-Jährige zur Sportlerin des Jahres 2013 gewählt. Die Erfolgsliste der jüngsten Bundesligaspielerin aller Zeiten ist trotz ihres jungen Alters bereits riesig: 2013 wurde die in Budapest geborene Marozsán in Schweden Europameisterin, zuvor bei der U20-WM in Japan 2012 Vize-Weltmeisterin und zur besten Spielerin des Turniers gekürt. 2010 war sie im eigenen Land U20-Weltmeisterin geworden.

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Ewa Pajor verlängert beim VfL Wolfsburg

Neuer B-Juniorinnen-Trainer beim VfL Wolfsburg
Triple-Sieger VfL Wolfsburg hat den Trainerposten seiner B-Juniorinnen neu besetzt. Florian Kula übernimmt zur Bundesliga-Rückrunde 2013/2014 als Nachfolger von Kerstin Kahrens das Team. Der 39-jährige Sportpädagoge und Inhaber der A-Lizenz war fünf Jahre lang in der Nachwuchsarbeit von Eintracht Braunschweig aktiv. Kulas Vertrag ist vorerst bis zum 30. Juni 2014 datiert, eine langfristige Zusammenarbeit ist jedoch geplant.

Schwedisches Trainingslager abgesagt
Vom 12. bis 16. Januar hatte der schwedische Fußballverband in Växjö ein Trainingslager für die Nationalelf angesetzt. Doch 10 der 12 Damallsvenskan-Vereine weigerten sich, ihre Spielerinnen abzustellen. Der Verband beugte sich dem Boykott und sagte das Trainingslager ab. Ein herber Gesichtsverlust für Trainerin Pia Sundhage und ein Beleg für den tiefen Graben zwischen den Vereinen und dem Verband. Detaillierte Infos gibt es bei Rainer Fussgänger in seinem Blog FF Schweden.

Hansen kehrt zu Stabæk zurück
Caroline Graham Hansen, eine der heiß begehrtesten europäischen Nachwuchsspielerinnen, kehrt ihrem schwedischen Verein Tyresö FF nach nur wenigen Monaten den Rücken und kehrt zu ihrem vorherigen Verein Stabæk FK zurück. Die 18-Jährige, die bei Tyresö erst im August einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hatte, begründete die Rückkehr in ihre Heimat vor allem damit, in Oslo ihren Schulabschluss machen zu wollen.

Sara Gunnarsdottir, Margret Lara Vidarsdottir, Dora Larusdottir

Margrét Lára Vidarsdóttir wird Mama © Nora Kruse, ff-archiv.de

Vidarsdóttir schwanger
Margrét Lára Vidarsdóttir steht in der isländischen Nationalelf und bei ihrem schwedischen Klub Kristianstads DFF vor einer längeren Spielpause. Die 27-jährige Stürmerin, 94 Länderspiele und 71 Tore, wird Mama. Vidarsdóttir war in der Bundesliga beim FCR 2001 Duisburg und beim 1. FFC Turbine Potsdam aktiv. Bei Kristianstads galt sie als Schlüsselspielerin und war mit 13 Toren in der Vorsaison gemeinsam mit Anja Mittag von LdB Malmö drittbeste Torschützin der Damallsvenskan.

Veje wechselt zu Brøndby
Die dänische Stürmerin Katrine Veje wechselt von LdB Malmö zu Brøndby IF. Die 22-Jährige unterschrieb in ihrer Heimat einen Vertrag bis zum Sommer 2015. Trainer Peer Lisdorf freut sich: „Sie ist eine schnelle, torgefährliche, dribbelstarke und technisch versierte Spielerin und hat einen guten Schuss.

Betsy Hassett von Sand nach Manchester
Die neuseeländische Nationalspielerin und zentrale Mittelfeldspielerin Betsy Hassett unterschrieb einen Einjahresvertrag beim FA-WSL-Neuling Manchester City. „Ich bin ein bisschen nervös, freue mich aber sehr“, so Hassett, die vom SC Sand aus der 2. Bundesliga Süd auf die Insel wechselt. Zuvor spielte sie während ihres Studiums im Team California Golden Bears der Berkeley University in den USA.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

45 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Pass auf, dass du nicht von deiner eigenen Ironie eingeholt wirst 😉

    Schult hat durchaus noch andere Patzer gehabt. Eine Weltklassetorhüterin hält so einen Ball wie den von Bremer schon mal.

    Das mit Müller war kein Vorwurf, sondern eine Feststellung.

    Ich sehe Wolfsburg durchaus als einen Konkurrenten an, doch einen Konkurrenten, der seine Mittel einfach nur vergeudet. Wie könnten Goeßling und Keßler heute spielen, wenn sie sich nicht auf den Lorbeeren der letzten Saison ausruhen würden? Wo ist die Entwicklung bei Lina Magull? Sie hat teilweise schon sehr gute Leistungen in der letzten Saison gezeigt, allerdings ist sie bei Wolfsburg kaum ins Spiel eingebunden.

    Ich wüsste nicht, dass Goeßling, Keßler, Magull, Schult oder Blässe so große Verletzungen gehabt hätten, dass sie derartig zurückgeworfen worden wären.

    Bei Popp, Odebrecht, Faißt, Wensing und Henning kann man das ja ein wenig verstehen, doch auch sie sollten mittlerweile alle längst wieder fit genug sein.

    Wie kommt es denn, dass von Wolfsburg maximal zwei Spielerinnen Stamm spielen in der N11?

    Die letzten Aufstellungen sahen doch wie folgt aus:

    Angerer – Schmidt, Krahn, Bartusiak, Maier – Goeßling, Keßler – Bajramaj, Marozsan, Laudehr – Celia

    Wenn ich richtig zähle, 6 Frankfurterinnen und zwei Wolfsburgerinnen. Popp sieht gegen Laudehr/Mittag/Bajramaj/Celia überhaupt kein Land mehr, Faißt auf der linken Seite wird schwer zu schaffen haben mit Maier/Laudehr/Cramer/Kemme, Wensing und Henning haben bei nicht die Klasse für die IV, auf rechts wird Wensing wohl ewig warten können, bis sie da mal spielen kann, denn dort ist Schmidt gesetzt, ansonsten zieht man Maier rüber.
    Genauso sieht die Lage von Schult im Tor aus, denn sie wird erst dort zur Nr.1, wenn Angerer aufhört (was vielleicht noch 3-5 Jahre dauern kann), und dann werden die Karten auch wieder neu verteilt.

    Magull mit Marozsan zu vergleichen, ist ein Witz, auch auf sie kann man gut und gerne verzichten.
    Odebrechts kleines Mini-Intermezzo ist wohl sowieso Geschichte.

    Man hat mit Schult, Henning, Wensing, Faißt, Odebrecht, Keßler, Goeßling und Popp 8 Nationalspielerinnen im Kader, von denen gerade mal 2 Stamm spielen. Und auch das ist nicht sicher, wenn Goeßling und Keßler sich weiter in dieser durchschnittlichen Form präsentieren und Behringer und vor allem Elsig weiterhin so auftrumpfen.

    Frankfurt hat dagegen 6 Stamm-Nationalspielerinnen plus eine ganze Reihe an weiteren Kandidatinnen (Schumann, Behringer, Peter, Huth) mit allesamt guten Chancen bei aktueller Form.

    Das sind einfach die objektiven Verhältnisse.

    Ihr solltet da mal die Emotionalität herausnehmen. Nenne mir eine Spielerin, die tatsächlich Kellermanns Handschrift trägt, eine Spielerin, die unter ihm einen echten Entwicklungssprung gemacht hat. Vielleicht Goeßling, aber sonst hat er nur individuelle Qualität zusammengebaut.

    Bei Frankfurt tragen alle Spielerinnen Bells eigene Handschrift. Hätte auch nur irgendein anderer Trainer Frankfurt in der Sommerpause übernommen, würde Frankfurt jetzt nicht da oben stehen.

    Sasic trägt Bells Handschrift von Haus aus, Marozsan, Behringer, Ando, Schmidt, Laudehr, selbst Garefrekes, sie alle haben ihre Spielweise verändert, sind flexibler geworden, sind beständiger geworden, und wachsen über sich hinaus.

    Man erkennt einstudierte Spielzüge, gerade bei Schmidt und Garefrekes, erkennt in Behringer endlich eine ordnende Hand auf dem Platz, sieht eine größere Laufbereitschaft, ein präsenteres Zweikampfverhalten und eine starke Verbesserung des Defensivverhaltens insgesamt, sodass Zufallsgegentore eigentlich kaum noch vorkommen.

    Das meine ich, wieso ich Frankfurt eine positive Entwicklung prophezeie, während Wolfsburg in meinen Augen stagniert. Da sehe ich keine neuen Ideen, keine Veränderung.
    Man kann zwar in den Medien von mir aus immer wieder betonen, dass man das Triple nicht unbedingt als Ziel vorgibt, aber als Trainer solltest du immer vorausschauend sein und die Möglichkeit in Betracht ziehen und fordern. Und wenn es dann soweit kommt, solltest du einen Plan in Petto haben, wie es danach weitergeht. Bei Wolfsburg sehe ich da bisher nur ein herbergersches Denken, immer nur bis zum nächsten Spiel. Doch als Trainer solltest du immer schon einen Schritt voraus sein und dir überlegen, welche neuen Anreize du schaffst, wenn das Ziel erreicht ist. Transfers, Trainingsveränderungen, Umstellung des Spiels usw.

    Man sollte immer im Auge haben: Titeltechnisch ist das Triple das höchste der Gefühle, doch das heißt nicht, dass es sportlich nicht noch besser geht. Oder aber anders geht. Und gerade hier wäre es nötig gewesen, neue Ideen sofort am ersten Tag nach dem Triple bereit zu halten, um es nicht zu einem vollkommenen Spannungsabfall kommen zu lassen. Und ich denke, das ist etwas, was sie bei Wolfsburg noch lernen müssen.

    Denn ganz ehrlich, schaut ihr euch das Gegurke, was Wolfsburg diese Saison größtenteils abliefert, wirklich gerne an oder hättet ihr nicht gerne wieder solche Galas wie im letzten Jahr bzw. vielleicht noch größere? Geht es euch um den Sport oder die Titel?

    Ich betrachte das alles immer aus sportlicher, ästhetischer Perspektive. Und dort ist das Maß noch lange nicht ausgeschöpft!

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  • Maskal69 sagt:

    Glückwunsch Nadine Keßler, absolut verdient die beiden Auszeichnungen. Ich habe sie auch gewählt, da sie für mich die beste Deutsche Spielerin 2013 und ein ganz wichtiger Baustein zum Deutschen EM Titel war. Das Dou Keßler- Goeßling ist derzeit das beste National auf der doppel Sechs und vorerst unerreichbar.

    Bin mal echt gespannt wie Sheldon reagiert, wenn zur nächsten Saison eine Stammspielerin vom FFC Frankfurt voraussichtlich nach Wolfsburg wechselt.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Wie kommst du bei deinen „Fakten“ nur auf Ironie meinerseits ?
    Wieso hat deine „Traumoffensive“ nur ein mageres Tor gegen die „patzende“ A.Schult zustande gebracht ?
    „Eine Weltklassetorhüterin hält so einen Ball wie den von Bremer schon mal.“ Hast du überhaupt in Erinnerung, wie das Tor zustande kam ?
    P.Bremer hat in den recht strammen Freistoß von T.Kemme auf das Tor einfach mal den Fuß reingehalten und den Ball entscheidend abgefälscht ! Klar, alle außer A.Schult halten den; von Weltklasse hat bei A.Schult bisher niemand gesprochen – aber deinen Vorstellungen zum Trotz wird N.Angerer ihre EM-Leistung nicht 3-5 Jahre halten können und auch bald e. Nachfolgerin haben.
    Wenn die BT S.Neid für den Erfolg ihrer Mannschaft die entsprechenden Spielerinnen aufstellt, dann wählt sie die, die am Besten in ihr Konzept passen.Da ist es doch nicht wichtig, wieviele davon in einer Vereinsmannschaft spielen.
    Freu dich doch, wenn die Spielerinnen aus Frankfurt in d. N11,in der Buli,im Pokal und dann ja wohl nächste Saison,dann auch in der CL u.anschließender WM sich immer wieder zeigen können und du sie dabei bewundern kannst.
    Nach 3 Jahren Pause von einer solchen Belastung ist der 1.FFC auch mal wieder gefordert sich entsprechend deinen Ansprüchen zu zeigen.
    Daß es bei solch hohen Belastungen auch zu Phasen abfallender Leistungsfähigkeit u. zu mehr Verletzungen kommt, ist bei deinem „Maximal-Leistungsanspruch“ nicht vorgesehen, wie man ja auch an deiner „erkalteten“ Liebe zu L.Meier erkennen kann.
    Diese „Tiraden“ gegen den WOB-Trainer kannst du dir inzwischen sparen, die kenne ich alle schon und beinhalten doch nur „Substanzlosigkeit“ , zumal du das Alles hinter deinem Rechner sitzend formulierst ohne je die Arbeit auf dem Trainingsplatz miterlebt zu haben, geschweige denn seine Manager-Tätigkeit beurteilen kannst.
    Deine „Veränderungsidee“ hast du doch nur von P.Gardiola „abgekupfert“, der eine völlig andere Vorraussetzung dabei hat, als es wahrscheinlich J.Heinckes beim Verbleib bei Bayern gemacht hätte.Deine Vorstellung hätte da wohl eher im „Chaos“ geendet.
    „Nenne mir eine Spielerin, die tatsächlich Kellermanns Handschrift trägt“ Beginn der Verantwortung für eine Mannschaft aus der unteren Tabellenregion 2008 mit Tripel-Sieg 2013 in 5 Jahren.Hier ist es ein ganzes Team was sich entwickelt hat.
    C.Bell seit 6 Monaten in Verantwortung für ein Team voller N11-Spielerinnen und ständiger Tabellenplazierung unter den TOP 3, noch kein Titel, also auch noch nicht endgültig zu bewerten.
    Das Spiel der Wölfinnen ist sicher noch steigerungsfähig und das wird es sich auch wieder.
    Tue dir doch die WOB-Spiele einfach nicht an, dann fällt dir auch die „Leistungsbewertung“ der Spielerinnen leichter. 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf:

    Kellermann hat kein Team entwickelt, sondern zusammengepuzzelt. Stück für Stück. Seiner Scouting-Fähigkeiten stelle ich gar nicht in Frage, aber mehr braucht es außer einem hohen Budget da nicht wirklich zu.
    Keßler, Odebrecht und Henning waren in Potsdam bis auf Verletzungen alle Stammspielerinnen. Wensing und Popp bei Duisburg ebenso. Goeßling war bereits N11-Spielerin. Schult ebenfalls. Pohlers war Torschützenkönigin bei Frankfurt und kannte zumindest Odebrecht noch aus Potsdam. Wagner, Keßler, Laura Vetterlein und Henning hatten schon in Saarbrücken zusammengespielt, Odebrecht und Goeßling schon in Bad Neuenahr.
    Die Querverweise wollen überhaupt kein Ende nehmen. Er musste nur genau hinschauen, wie die Spielerinnen bei ihren alten Vereinen gespielt haben und 11 Spielerinnen suchen, bei denen die individuellen Spielweise.

    Zu Bell: Er kam in ein Team, das N11-Spielerinnen hatte, ja. Aber diese N11-Spielerinnen hatten in den letzten 3-4 Jahren den größten Schrott zusammengespielt, den man sich vorstellen kann. Keine dieser N11-Spielerinnen war wirklich in Topform. Peter, Kulig und Huth waren von Beginn an verletzt, Bartusiak seit Jahren unter ferner liefen, Schmidt zuletzt im Verein und in der N11 nur auf der Bank, von Behringer und Bajramaj wollen wir gar nicht erst sprechen und Marozsan hat eine enttäuschende EM gespielt (und dabei dennoch das Tor zum Finaleinzug erzielt). Laudehr war die Einzige, die durch die EM wirklich in Form war.
    Und die Internationalen: Keine wirklichen Kracher dabei. Ando, Munk, Butt, Garciamendez, Tanaka, Crno, keine von denen war besonders großartig in Erscheinung getreten.
    Es war Garefrekes, die Frankfurt in den letzten Jahren immer wieder einigermaßen den ***** rettete. Sie allein, die anderen hangelten sich irgendwie durch.

    Zu Angerer: Sie muss nicht 3-5 Jahre ihr Niveau halten. Es reicht, wenn sie einigermaßen seriös spielt und Lust hat. Neid wird ihr keine neue Torhüterin vor die Nase setzen, wenn Angerer will, spielt sie bis 40 durch. Sie musste lange genug hinter Rottenberg warten, also wird sie nun auch durchspielen bis zum bitteren Ende, und wenn das Tokio 2020 sein sollte. Denn ich bin mir sicher, dass Angerer noch einmal Olympiasiegerin werden will. Und wenn mit 41 Jahren.

    Auch Leonie Maier hat sich dem Leistungsprinzip zu stellen. Auch sie muss noch an sich arbeiten, auch wenn sie großes Talent mit sich bringt. Aber das reicht eben alleine noch nicht.

    @Maskal69: Welche Spielerin sollte sich das antun? Schauen wir uns mal kurz an, welche Spielerinnen einen auslaufenden Vertrag haben: Wenn mich nicht alles täuscht, sind das Schumann, Peter, Schmidt, Behringer, Ando, Crno und Alushi von den Stammspielerinnen. Wen wollt ihr davon haben? Schumann? Die hat schon in Potsdam signalisiert, dass sie ihren Stammplatz nicht gerne teilen mag. Alushi? Jetzt, wo sie ihren Freund geheiratet hat, soll sie wegziehen? Nimmt man ihn dann auch gleich in Wolfsburg unter Vertrag oder wie läuft das? Ando? Sie hat gerade erst gewechselt und dürfte keinen Grund haben, von Frankfurt schon wieder wegzugehen, vor allem, weil Wolfsburg keine andere Japanerin hat (im Gegensatz zu Frankfurt). Bleiben Peter, Schmidt, Behringer und Crno. Behringer und Crno wollt ihr sicherlich nicht haben, weil auf den Positionen kein akuter Bedarf besteht, bleiben noch die Ex-Turbinen Peter und Schmidt. Möglich, aber ich vermute, sollten die wirklich dahingehen, sehen wir eher das Niveau vom Anfang der Saison 2012/13 als zumindest bei Schmidt das aktuelle. Besonders Schmidt hat bei Frankfurt den Bell-Bonus, so gut hat sie nicht einmal unter Schröder je gespielt. Und so gut wird sie auch unter keinem andern Trainer spielen.

    Und was Goeßling/Keßler bei der EM betrifft? Mehr als eine Gelbe Karte haben die beiden effektiv nicht eingebracht. Zwar immer schön im Zentrum die Stellung gehalten, aber was da nach vorne bei rauskam, war doch erbärmlich. Naja, fürn EM-Titel reichts (frei nach Olaf Schubert).

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.So langsam komme ich doch zu dem Schluß, daß du offenbar durch deine „verzerrten“ Sichtweisen und Darstellungen für den normalen User keine Diskussionsgrundlage bietest und muß nun doch @Neural77 beipflichten, was ich bisher so nicht wahr haben wollte. Ergötze dich an deinen eigenen „Kreationen“ und freue dich über „deine“ Erfolge beim 1.FFC Frankfurt.

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